Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange, I. Band Von den Anfängen bis zum Wiederaufleben der Wissenschaften

Part 46

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[516] Siehe *Heeger*, Zur Geschichte der Blutstillung im Altertum und Mittelalter (Wiener klin. Wochenschrift 1910. S. 1006 u. 1079). Über *Parés* Verfahren der Arterienunterbindung siehe später.

[517] *Pron*, Les maladies de l'estomac et du foie et leur traitement dans Celse. La France Médic. 1910. S. 374.

[518] Seine Vaterstadt war Prusa in Bithynien.

[519] *Montigny*, Quaestiones in Plinii nat. hist. de animalibus libros. 1844, und *Müntzer*, Beiträge zur Quellenkritik der Naturgesch. des Plinius. 1897.

[520] In einem *Plinius* gewidmeten Bande der »Klassiker der Naturwissenschaft und Technik«, die bei Eugen Diederichs in Jena erscheinen, habe ich dasjenige aus der »Naturgeschichte« zusammengestellt, was besonders geeignet ist, von dem wissenschaftlichen Geist des Altertums, soweit er sich in *Plinius* spiegelt, und den Errungenschaften jener Zeit ein Bild zu geben. Die Herausgabe ist durch den Krieg verzögert worden, wird aber voraussichtlich im nächsten Jahre erfolgen.

[521] Eine Handschrift, nach der die übrigen angefertigt wurden, findet sich im Vatikan. Ein von Dr. *H. Philipp* herrührender Auszug erschien als 11. und 31. Band von Voigtländers Quellenbüchern.

[522] Als Beispiel diene der 6. Abschnitt von *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann. 1908.

[523] *Plinius*, VII. 1.

[524] Einen ausführlichen Artikel über Gartenbau im allgemeinen enthält *Paulys* Realenzyklopädie f. d. klass. Altert. im VII. Bande auf S. 768-841.

[525] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 65.

[526] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 75.

[527] *Koppernikus* erwähnt, er habe bei *Cicero* und *Plutarch* gelesen, daß die heliozentrische Lehre im Altertum Anhänger gefunden habe. *Copernicus*, De revolutionibus (Ausg. v. *Curtze*). S. 6.

[528] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 40.

[529] A. a. O. II. 99.

[530] A. a. O. II. 97.

[531] A. a. O. XI. 3.

[532] Nach *H. Bretzl*, Die botanischen Forschungen des Alexanderzuges. Leipzig 1903. Siehe auch S. 142 dieses Bandes.

[533] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. 4 Bände. 1854.

[534] *v. Humboldt*, Kosmos. Bd. II. 1847. S. 230.

[535] *Galen* fußte besonders auf *Erasistratos*, einem der bedeutendsten Anatomen der vorchristlichen Zeit (geb. 280 v. Chr.), der auch den Bau des Gehirns untersucht haben soll. Sein Zeitgenosse *Herophilos* lieferte eine genaue Beschreibung des Auges.

[536] *A. Hirsch*, Geschichte d. Medizin. S. 10.

[537] *H. Haeser*, Lehrbuch d. Gesch. d. Medizin. Jena 1853. Bd. I. S. 154.

[538] *Galen* meint, daß man den belebenden Bestandteil der Luft, den er als Pneuma bezeichnet, später noch entdecken werde.

[539] *Galen* war ein außerordentlich fruchtbarer und vielseitiger Schriftsteller. Man kennt (nach *Christ*, Geschichte der griech. Literatur, S. 630) mehr als 350 *Galen*sche Schriften, von denen 118 echte und 45 zweifelhafte erhalten sind. Die meisten sind medizinischen Inhalts. Geschätzt war vor allem eine kurz gefaßte Therapeutik (τέχνη ἰατρική), die im Mittelalter unter dem Namen »Mikrotechnikum« bekannt war. Außerdem hat *Galen* auch Schriften philosophischen und grammatischen Inhalts verfaßt, z. B. Kommentare zu *Platons* »Timaeos«, zu *Aristoteles* und zu *Theophrast*. Die Hauptausgabe der *Galen*schen Schriften ist die Aldina (1525; ed. *Chartrier*, Paris 1679). Eine ausführliche Darstellung der Bedeutung *Galens* enthält *Paulys* Realenzyklopädie des klass. Altert. Bd. VII. S. 578-591.

[540] *Galenos.* Sieben Bücher Anatomie des Galen. ΑΝΑΤΟΜΙΚΩΝ ΕΓΧΕΙΡΗΣΕΩΝ ΒΙΒΛΙΟΝ Θ - ΕΙ. Zum ersten Male veröffentlicht nach den Handschriften einer *arabischen Übersetzung* des 9. Jahrh. n. Chr., ins Deutsche übertragen und kommentiert von Dr. med. *Max Simon*. I. Band: *Arabischer Text*. Einleitung zum Sprachgebrauch, Glossar mit 2 Faksimiletafeln. LXXXI u. 362 S. gr. 8^o u. 2 Tafeln. II. Band: *Deutscher Text*. Kommentar, Einleitung zur Anatomie des *Galen*. Sach- und Namenregister. -- Leipzig, J. C. Hinrichs, 1906. LXVIII u. 366 S. gr. 8^o.

Die ersten 8 Bücher von *Galens* Anatomie und ein Stück des 9. Buches sind im griechischen Urtext bekannt. In ihnen werden die Gliedmaßen, Kopf, Hals, Rumpf, die Organe der Verdauung und die Atmungswerkzeuge beschrieben. Das 9.-15. Buch, die *Simon* nach der arabischen Handschrift herausgegeben hat, waren bisher so gut wie unbekannt. Das 9. Buch bringt die Beschreibung des Gehirns. Im 10. werden die Augen, die Zunge und die Speiseröhre, im 11. der Kehlkopf, im 12. die Geschlechtsorgane beschrieben. Buch 13 handelt von den Gefäßen, Buch 14 und 15 von den Nerven. Es handelt sich in diesen sieben Büchern fast überall um eigene anatomische Untersuchungen am lebenden und toten Tiere, wobei stets auf den Menschen bezuggenommen wird. An manchen Stellen wird der berühmte alexandrinische Anatom *Erasistratos* zitiert. Ausdrücklich wird gefordert, daß jeder, der über Anatomie liest, es nicht versäumen solle, die einzelnen Dinge am Tierkörper mit eigenen Augen anzusehen.

[541] Bd. II der Ausgabe von *Simon*. S. 45.

[542] Bd. II der Ausgabe von *Simon*. S. 94.

Der häufig anzutreffende Zusatz *Klaudios* zu *Galenos* ist nicht berechtigt. Der große Arzt ist nicht *Klaudios Galenos*, sondern nur *Galenos* zu benennen. Siehe Mitteil. zur Gesch. d. Med. u. d. Naturwissenschaft. 1902. S. 3.

[543] *H. Haeser*, Geschichte der Medizin. Bd. I (1875). S. 364.

Unter anderem hat *Galen* schon versucht, sich eine Vorstellung von dem Sitz der einzelnen Funktionen des Gehirns zu machen, indem er die Gehirnmasse schichtenweise abtrug. Siehe *Falk*, Galens Lehre vom Nervensystem. Leipzig 1871.

[544] Näheres siehe *Gerster-Braunfels*, Abriß der Geschichte der Jatrohygiene vom Altertum durchs deutsche Mittelalter bis zur Neuzeit.

[545] *Dioskorides* lebte im 1. Jahrhundert n. Chr. Die authentische Namensform ist *Dioskurides*; *Dioskorides* ist aber die allgemein übliche. Er war Grieche und besuchte als Arzt im Gefolge römischer Heere viele Länder. Seine Werke wurden griechisch und lateinisch von *Sprengel* herausgegeben. Leipzig 1829. (Diese Ausgabe ist völlig überholt durch die neuere von *Wellmann*.) Sie sind in vielen Handschriften erhalten. Berühmt ist der mit Abbildungen versehene Kodex der Wiener Bibliothek aus dem 6. Jahrhundert, der in Konstantinopel für Maximilian II. erworben wurde. (Siehe *W. Christ*, Geschichte der griechischen Literatur. München 1889. S. 629.) Zu beachten ist auch der Artikel über *Dioskorides* von *M. Wellmann* in *Pauly-Wissowas* Realenzyklopädie. V. 1131.

[546] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. II. S. 113.

[547] Bd. II. S. 94.

[548] *O. Warburg*, Geschichte der angewandten Botanik (Berichte der Deutsch. bot. Gesellsch. XIX [1901]. S. 159).

[549] *Warburg*, a. a. O. -- Das Wichtigste über den Ackerbau bei den alten Völkern enthält der Artikel »Ackerbau« in *Paulys* Realenzyklopädie der klass. Altertumswiss. 1894. S. 261 u. f.

[550] *Seneca* erwähnt solche Beete als neuere Erfindung.

[551] *Cato*, De re rustica. Eine treffliche Ausgabe rührt von *Keil* (1892) her. *Cato* starb 149 v. Chr.

[552] Auch *Marcus Terentius Varro*, der zur Zeit *Ciceros* lebte, schrieb ein Buch über die Landwirtschaft. Näheres siehe unter den Quellen des *Plinius*. *Varros* »De re rustica« wurde 1884 gleichfalls von *Keil* herausgegeben.

[553] *L. Wittmack*, Die in Pompeji gefundenen pflanzlichen Reste. *Englers* Botanische Jahrbücher. 33. Bd. (1903). S. 38-63. Identifiziert wurden unter anderem: Allium Cepa, Amygdalus communis, Castanea vesca, Corylus Avellana, Iuglans regia, Lens esculenta, Olea europaea, Panicum italicum, Panicum miliaceum, Phoenix dactylifera, Pinus Picea, Pisum sativum, Prunus persica, Triticum vulgare, Vicia Faba, Vitis vinifera.

Es handelt sich bei diesen Resten um Samen und Früchte.

Auf den Wandgemälden Pompejis sind etwa 50 Pflanzen dargestellt, die sich identifizieren ließen, während dies bei manchen nicht möglich war. *Comes*, Darstellung der Pflanzen in den Malereien von Pompeji. Stuttgart 1895.

[554] *Plutarch*, Vita Demetrii.

[555] *Vergil* widmete *Lukrez* die Worte: »Felix, qui potuit rerum cognoscere causas«, ein Ausspruch, der später auf *Newton* angewandt wurde. Siehe *Vergils* Georgica II, 490.

[556] Lucretius. Deutsch von *Max Seydel*. München, R. Oldenbourg, 1881. 2. Gesang, V. 258 u. f.

[557] Nach *Vitruv* dagegen werden die Quellen durch das in den Boden sickernde Regenwasser gespeist.

[558] allerdings wohl vielfach interpolierten.

[559] Quaest. natur. 1, 6.

[560] *Plinius*, Hist. nat. 37, 5. Diese Stelle ist jedoch unklar und ihre Deutung nur unsicher.

[561] *Poggendorffs* Ergänzungsband 4. S. 452.

[562] Nach einer Mitteilung des *Berosos*.

[563] *Seneca*, Quaestiones VII. 22 u. 23.

[564] *A. v. Zittel*, Geschichte der Geologie und Paläontologie. 1899. S. 10.

[565] *Vitruv*, De architectura 8, 3.

[566] Die chemischen Kenntnisse des *Plinius* in *E. v. Lippmanns* Abhandlungen u. Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906. Im 2. Bande der Abhandlungen und Vorträge von *Lippmanns* (Leipzig 1913) findet sich in der zweiten Abteilung Wichtiges über die chemischen und physikalischen Kenntnisse der Griechen zusammengestellt.

[567] *Plinius* 36, _{64}.

[568] *Plinius* 36, _{66} u. _{67}.

[569] Jahresbericht über die Fortschr. d. klass. Altertumswiss. 1902. Bd. III. S. 26-82 (*Stadlers* Bericht).

[570] *E. v. Meyer*, Geschichte der Chemie. 1914. S. 17.

[571] *E. v. Lippmann*, Abhandlungen u. Vorträge z. Gesch. d. Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 56.

[572] Die bekannten Erzählungen über das »Auflösen« der glühend gemachten Felsen mit Essig durch *Hannibal*, u. dgl., gehen jedoch nach *v. Lippmann* auf die rein abergläubische Vorstellung zurück, daß der Essig von äußerster Kälte sei und daß deshalb das Zusammentreffen dieses Extrems mit der Glut des Feuers auch ganz außergewöhnliche Wirkungen bedinge.

[573] Über die alexandrinischen Bücherschätze und deren Schicksale siehe auch *Ritschel*, Breslau 1838, sowie *F. Schemmel*, Die Hochschule von Alexandrien im 4. u. 5. Jahrh. n. Chr. Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1909. S. 438. Nach der dort gegebenen Darstellung wurde die große Bibliothek mit ihren 400000 Bänden erst 272 n. Chr. zerstört.

[574] *Johannes Frischauf*, Grundriß der theoretischen Astronomie und der Geschichte der Planetentheorien. 2. Auflage. Leipzig 1903. S. 104. Die Änderung der Geschwindigkeit der scheinbaren Sonnenbewegung erklärt sich daraus, daß die Erde im Winter der Sonne näher ist als im Sommer.

[575] *Frischauf*, a. a. O. S. 103.

[576] Durch *Kalippos*.

[577] Der exzentrische, mit dem Epizykel verbundene Kreis wurde als der deferierende Kreis bezeichnet.

[578] Aus dem arabischen Artikel und dem ersten Wort des griechischen Titels (ἡ μεγίστη σύνταξις) entstanden. Die Übersetzung ins Arabische fand spätestens um 827 statt. Seit dem 12. Jahrhundert wurde der Almagest wiederholt ins Lateinische übertragen. Eine ungenügende Ausgabe des griechischen Textes nebst einer Übersetzung ins Französische veranstaltete *Halma* (2 Bde., Paris 1813-1816). Eine griechisch-lateinische Ausgabe besorgten *Wilberg* und *Grashof*, Essen 1838-1845. Unter den neueren Schriftstellern, die den Almagest zugänglich gemacht haben, ist neben *Heiberg* besonders *Manitius* zu nennen (Des Claudius Ptolemaeus Handbuch der Astronomie. Aus dem Griechischen übersetzt und mit erklärenden Anmerkungen versehen von *Karl Manitius*. Leipzig 1912. B. G. Teubner).

[579] Die Zahl der mit bloßem Auge sichtbaren Fixsterne beläuft sich auf 4-5000. *Hipparch* stellte das erste wissenschaftliche Fixsternverzeichnis mit Angabe der Positionen und der Größenverhältnisse auf.

[580] Es bildet das 7. Buch des Almagest und wurde 1795, übersetzt und erläutert, herausgegeben von *J. E. Bode*: J. E. Bode, Claudius Ptolemäus' Beobachtung und Beschreibung der Gestirne. Berlin 1795.

[581] Die beste Ausgabe rührt von *Halley* her. Sie erschien in Oxford im Jahre 1758.

[582] Eine lateinische Übersetzung von *Xylander* (Basel 1575) vermittelte zuerst die Kenntnis von *Diophants* Werken.

[583] *M. Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. I. S. 402.

[584] *Diophant*, lib. VI. 19. Näheres siehe *Cantor*, I. S. 407.

[585] *H. Hankel*, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten Jahrhunderten. S. 10.

[586] Die erste brauchbare Ausgabe rührt von *Halley* her. Sie erschien in Oxford im Jahre 1758.

[587] Aus *Repsold*, Zur Geschichte der astronomischen Meßwerkzeuge. 1908.

[588] D. h. Sternfasser. Über noch vorhandene Astrolabien gibt der Bericht über die Ausstellung im South Kensington Museum (Berlin 1877. S. 394 u. f.) Auskunft.

Nach dem Almagest (V, 1) war das von *Ptolemäos* benutzte Astrolab eine Art Armillarsphäre, da es aus einem System teils fester, teils beweglicher, mit Absehen (Dioptern) versehener Ringe bestand.

[589] Im einzelnen hat dies neuerdings *Repsold* dargetan. S. S. 256.

[590] *Repsold*, a. a. O. S. 6.

[591] *Diels*, Antike Technik. S. 25. In dem noch erhaltenen Turm der Winde in Athen befand sich eine Wasseruhr, während außen eine Sonnenuhr und eine Wetterfahne angebracht waren. Unter dem Gesimse sind die acht Hauptwinde allegorisch dargestellt. Auf sie zeigt der Pfeil der Wetterfahne je nach der Richtung des herrschenden Windes.

[592] Herausgegeben von *Nobbe*. 3 Bde., Leipzig 1843-1845. Eine deutsche Übersetzung findet sich im 1. Bande der »alten Geographie« von *Georgii* (Stuttgart 1838) auf dem Titel als Anhang angekündigt, ist aber nie erschienen. Eine Übersetzung der Kapitel 21-24 findet sich im Jahresbericht des Kgl. Gymnasiums zu Chemnitz von 1909. Sie rührt von *Th. Schöne* her.

[593] *C. Ritter*, Geschichte der Erdkunde u. d. Entdeckungen. Berlin 1861.

[594] Siehe S. 189.

[595] So hatte *Marinus* die Längenausdehnung der den Alten bekannten Welt (von den glückseligen Inseln bis zur Südostküste Chinas) auf 225° angegeben. *Ptolemäos* beschränkte diese Ausdehnung auf 180°. Ihr tatsächlicher Wert ist 140°.

[596] Siehe die Abhandlung von *Th. Schöne* über »Die Gradnetze des Ptolemäos im ersten Buche seiner Geographie.« Chemnitz 1909 (Programmbeilage des Kgl. Gymnasiums).

[597] *Strabons* Erdbeschreibung, übersetzt von *Forbiger*, Stuttgart 1856-1862. Eine neuere Ausgabe veranstaltete *Meineke*, Leipzig 1866.

Siehe *A. v. Humboldt*, Examen critique de l'histoire de la géographie. I. 152-154. *Strabon* war griechischer Abstammung, lebte indes meist in Rom. Er wurde 63 v. Chr. geboren und lernte einen großen Teil des römischen Weltreichs durch eigene Anschauung kennen; er schrieb in griechischer Sprache.

[598] Im 3. Abschnitt seines I. Buches.

[599] *Eratosthenes* erblickte auch in den Salzseen der Landenge von Suez den Beweis dafür, daß diese Landenge früher vom Meere bedeckt war.

[600] *Vitruvius*, De architectura VIII, 1.

[601] *Seneca*, Naturales quaestiones III, 5 und 28. *Seneca*, römischer Dichter und Philosoph, lebte von 4 v. Chr. bis 65 n. Chr. Eine Übersetzung seiner Werke veranstalteten *Moser* und *Pauly*, Stuttgart 1828-1855. Eine neuere Ausgabe rührt von *Haase* her (Teubner, 1893 und 1895).

[602] *L. v. Ranke*, Weltgeschichte III, 313.

[603] *O. Peschel*, Geschichte der Erdkunde. S. 12.

[604] *C. Ritter*, Gesch. der Erdkunde und Entdeckungen. Berlin 1861.

[605] *Marinus* aus Tyrus lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. kurz vor *Ptolemäos*. Er bemühte sich, für jeden Ort die Länge und die Breite festzustellen.

[606] Die in den auf uns gekommenen Handschriften »der Geographie« enthaltenen Karten rühren allerdings nicht von *Ptolemäos* selbst, sondern von einem jüngeren Zeitgenossen her, der die vorhandenen Karten einer Durchsicht und Verbesserung unterzog.

[607] Eine Ausgabe mit lateinischer Übersetzung gab *Fr. Hultsch* heraus. Berlin 1875-1878. Im Jahre 1871 erschien das VII. und VIII. Buch mit deutscher Übersetzung von *Gerhardt*.

[608] Über die eigentümlichen Schicksale der »Optik« des *Ptolemäos* berichtet *Wilde* in seiner Geschichte der Optik, Bd. I. S. 51 u. f. Danach war das Werk *Roger Bacon*, *Regiomontan* und auch noch zu Anfang des 17. Jahrhunderts bekannt. Dann galt es lange als verloren, bis es vor einigen Jahrzehnten in einer lateinischen Übersetzung aus dem Arabischen wiederentdeckt wurde. Eine kritische Ausgabe besorgte *Gilberto Govi*: L'ottica di Claudio Tolemeo. Torino 1885.

[609] Die Werte in Klammern sind aus dem Brechungsindex n = 1,3335 berechnet (nach *J. Hirschberg*, Zeitschr. f. Psychologie u. Physiologie der Sinnesorgane. XVI. S. 331).

[610] *Alhazen* im 7. Buche seiner Optik. Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.

[611] Sie wurde griechisch und deutsch von *R. Schöne* herausgegeben (Berlin 1897).

[612] So heißt es bei *Aristoteles* (de anima I. 2): »Auch *Thales* scheint die Seele für etwas Bewegendes gehalten zu haben, da er von dem Magneten sagt, daß er eine Seele besitze, weil er das Eisen bewegt.«

[613] *Lukrez* VI, v. 1043-1044. *Lukrez* lebte von 98 bis 55 v. Chr. Seine aus sechs Büchern bestehende Schrift »De rerum natura« befaßt sich mit den Grundlehren der Physik, der Psychologie und der Ethik. Von den Ausgaben sei hier diejenige *Lachmanns* erwähnt. 4. Aufl. Berlin 1871. Eine Übersetzung rührt von *Seydel* (München 1881) her.

[614] *Lukrez* VI, v. 1005-1006.

[615] Eingehend berichtet über die Kenntnisse der Alten auf dem Gebiete der magnetischen und elektrischen Erscheinungen unter Anführung zahlreicher Literaturstellen *A. v. Urbanitzky* im 34. Bande der Elektrotechnischen Bibliothek. Wien, A. Hartlebens Verlag, 1887.

[616] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 37, Kap. 12.

[617] So erwähnt *Theophrast* in seinem Buche über die Steine einen Edelstein, welcher durch Reiben elektrisch werde.

[618] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 2, Kap. 50 u. 55.

[619] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 2, Kap. 37.

[620] *R. Hennig* im Archiv f. Gesch. d. Naturw. u. Technik. Bd. II. Heft 1.

[621] *Oppian*, de piscat. 2. 43.

[622] *Plinius*, 32, 1 u. 2.

[623] *Aelian*, 9, 14.

[624] Galeni opera, ed. *C. S. Kühne*. Bd. XII. S. 365.

[625] *Meyer*, Gesch. d. Chemie. S. 16.

[626] Siehe auch *Berthelot*, Les origines de l'Alchimie. Paris 1885. *Berthelot* gilt als einseitig und durch neuere Forschungen, vor allem die *v. Lippmanns*, überholt.

[627] Neuerdings hat man Gegenstände aus ziemlich reinem Zinn in ägyptischen Gräbern gefunden.

[628] Liquor aeternus, venenum rerum omnium.

[629] Der Urtext dieser Schriften nebst französischer Übersetzung wurde von *Berthelot* in den Jahren 1887 und 1888 unter dem Titel »Collection des anciens alchimistes grecs« veröffentlicht.

*Berthelot* (Die Chemie im Altertum u. Mittelalter. Deutsch von *Kalliwoda* und *Strunz*. 1909. S. 5) hat Texte griechischer Chemiker, sowie diejenigen von syrischen und arabischen veröffentlicht und zugänglich gemacht, darunter auch Handschriften, die bis dahin in den Bibliotheken von Paris, London und Leyden vergraben und vergessen waren.

Etwas anders, wie auf dieser Seite angegeben, stellt sich der Beginn der Alchemie nach *v. Lippmann* dar. Näheres darüber siehe im Anhange und in *v. Lippmanns* »Alchemie«.

[630] *Diels*, Antike Technik. S. 111.

[631] Siehe die hiervon abweichende Meinung *v. Lippmanns* in dessen »Alchemie«.

[632] *Berthelot* a. a. O. S. 20.

[633] Einen Beitrag über *Hermes Trismegistos* enthält *Paulys* Realenzyklopädie d. klass. Altert. im VIII. Bande auf S. 792-822.

[634] *Kopp*, Beiträge zur Geschichte der Alchemie. S. 377.

[635] *Berthelot*, Collection des anciens alchemistes grecs. Paris 1888.

[636] *Berthelot*, Collection des anciens alchemistes grecs. II. 272 u. 274.

[637] *Berthelot*, Collect. II. 276.

[638] Eine ihm zugeschriebene Abhandlung führt den Titel: »Der alexandrinische Philosoph über Zosimos, Hermes und die Philosophen.«

[639] In ähnlicher Weise wurden die 12 Edelsteine, die man unterschied, den 12 Tierkreisbildern zugeteilt. »Alle irdischen Dinge und alles irdische Geschehen waren in himmlischen Vorbildern vorgezeichnet« (*M. Berthelot*, Die Chemie im Altertum u. Mittelalter. Deutsch von *Kalliwoda* u. *Strunz*. 1909. XV). Nach *E. v. Lippmann* sind manche der von *Berthelot* herrührenden Angaben einseitig und unzuverlässig. Siehe *v. Lippmanns* »Alchemie«.

[640] Die in syrischer Sprache übermittelten Lehren *Demokrits* sind in einigen in England befindlichen Manuskripten vorhanden. Näheres darüber siehe in *E. v. Lippmanns* Entstehung und Ausbreitung der Alchemie. Berlin 1919. S. 40 u. f.

[641] *E. v. Lippmann*, Alchemie. S. 31.

[642] Ausführlicher bei *E. v. Lippmann*, Alchemie. S. 32.

[643] Stockholmer Papyrus (Ausg. v. *Lagercrantz*). S. 4.

[644] Eine Drachme = 4-1/2 g.

[645] Eine genaue Analyse des Inhalts beider Papyri gibt *E. v. Lippmann* in seiner Alchemie auf S. 1-26. Nach *Diels*, Antike Technik S. 21, läuft die Vermehrung der Metalle nicht etwa lediglich auf Betrug, sondern ursprünglich auf die Vorstellung hinaus, daß das Metall sich ähnlich vermehren lassen müsse wie ein in die Erde gepflanztes Samenkorn.

[646] So sagt *H. v. Mohl* in einer 1863 gehaltenen Rede von den Alten: »Sie blieben in den Naturwissenschaften auf einer durchaus kindlichen Stufe und bieten ein Beispiel dafür, daß der höchste philosophische Scharfsinn unfähig ist, in den Naturwissenschaften etwas zu leisten, wenn er sich nicht auf die genaue Erforschung der Körper stützt.« Wie *Mohl*, so urteilten die meisten Naturforscher während des größten Teiles des 19. Jahrhunderts. Erst in den letzten Jahrzehnten, nachdem der Sinn für die Geschichte der Wissenschaften bei ihren Vertretern lebendiger wurde, ist man anderer Ansicht geworden. Und der ganze Gang unserer bisherigen Betrachtung hat zur Genüge gezeigt, daß ein Urteil, wie dasjenige *v. Mohls*, in seiner Allgemeinheit wenigstens, nicht zutrifft.

[647] *Lindner*, Weltgeschichte. I. 34.

[648] Dieser richtete sich nur gegen die Heiden, nicht aber gegen Christen, Juden und Parsen (Bem. von *E. Wiedemann*).

[649] *Lindner*, Weltgeschichte seit der Völkerwanderung. I. 96.

[650] *K. Lasswitz*, Geschichte der Atomistik. Bd. I. S. 12.

[651] *Tertullian*, De praescr. haeretic. cap. 7.

[652] Bedeutende Fragmente dieser Schrift sind als Bestandteile der Werke von *Eusebius* auf uns gekommen (Ausgabe von *Dindorf*, Leipzig 1867. Bd. II. S. 321). Eine Übersetzung dieser Fragmente enthält: *Georg Roch*, Die Schrift des alexandrinischen Bischofs Dionysios des Großen »Über die Natur«. Leipzig 1882.

[653] So sagt *Lasswitz* in seiner trefflichen Darstellung der Atomistik im Mittelalter (*K. Lasswitz*, Gesch. d. Atomistik. Bd. I. S. 29).

[654] Nach *v. Lippmann* bestritten die Kirchenväter, daß die Sterne die Ereignisse bewirken. Daß letztere dagegen durch die Bewegungen der Gestirne angezeigt würden, hielt man wohl für möglich.

[655] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. I. S. 305.

[656] Erlassen auf der Kirchenversammlung zu Paris vom Jahre 1209. Siehe auch *v. Humboldts* Kosmos II. S. 31, sowie die bezügliche Anmerkung.

[657] *Libri*, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. I. S. 82.

[658] Variarum (epistolarum) libri XII.

[659] De artibus ac disciplinis liberalium literarum.

[660] Siehe den Abschnitt über die Quellen des *Plinius*, S. 222 dies. Bds.

[661] De consolatione philosophiae. Herausgeg. von *Peiper* 1871.

[662] *Cassiodorus*, Varia I. 45.

[663] *Boëthius*, Fünf Bücher über Musik. Deutsch von *Oscar Paul*, Leipzig 1880.

[664] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.