Part 43
[38] *F. X. Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907. Der Inhalt der astrologischen Keilschriftfunde wurde im III. Bande des Londoner Inschriftenwerkes veröffentlicht. Die Übersetzung der astronomischen Keilschrifttafeln begann 1874.
[39] *Bezold*, Ninive und Babylon, Monographien zur Weltgeschichte. 1903. Mit 102 Abbildungen.
[40] *A. H. Layard*, Niniveh and its remains (1848).
[41] Die Nippurtexte wurden unter der Oberleitung *Hilprechts* veröffentlicht: The Babylonian expedition of the university of Pennsylvania, Philadelphia.
[42] Siehe S. 19.
[43] Beispiele führt *Cantor* Bd. I. S. 71 in größerer Zahl an. So heißt es Samuel I. 18: Saul hat tausend geschlagen, David aber zehntausend. Und an anderer Stelle: Tausend mal tausend dienten ihm (Daniel 7. 10).
[44] Auf den Tafeln sind die Zahlen selbstverständlich ohne Zeichen nebeneinander gestellt.
Unter den neubabylonischen Tafeln der Berliner Sammlung findet sich der Grundriß eines größeren Gebäudes. Auf diesem Grundriß sind die Abmessungen durch Zahlen nach dem Sexagesimalsystem verzeichnet, z. B. 11 · 60 + 40 (= 700).
[45] Nach *E. v. Lippmann* ist es sogar sehr unwahrscheinlich.
[46] Siehe auch *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 76.
[47] *Theo Smyrnaeus* (ed. Ed. Hiller). Leipzig 1878. S. 177.
[48] *Wilhelm Spiegelberg*, Orientalistische Literaturzeitung, 1902. S. 6. Es fand sich unter einer großen Menge Ostraka (durch Einritzen beschriebene Tonscherben), welche die Straßburger Bibliothek erwarb, und wurde von *Spiegelberg* entziffert. Der Text ist demotisch.
[49] Geht ein Gestirn gleichzeitig mit der Sonne auf, so spricht man von seinem heliakischen oder Frühaufgang. Dabei ist der wahre Frühaufgang, der wohl ermittelt, aber nicht beobachtet werden kann, von dem sichtbaren Frühaufgang zu unterscheiden. Letzterer Zeitpunkt tritt ein, wenn das Gestirn schon etwas vor dem Aufgang der Sonne erscheint, so daß es in der Dämmerung wahrzunehmen ist. Der Zeitunterschied beläuft sich auf etwa 20 Tage. Ähnlich liegen die Verhältnisse beim heliakischen Untergang.
[50] Der Beginn der ersten ägyptischen Kalenderordnung wird in das Jahr 4241 v. Chr. verlegt. (*E. Meyer*, Ägypten zur Zeit der Pyramidenerbauer. Leipzig 1908. Sendschrift der deutschen Orientgesellschaft.)
[51] Der Sirius (Sothis) galt daher als der Stern der Isis, welche die Überschwemmung dadurch bewirkte, daß sie, die große Naturgöttin, eine Träne in den Strom fallen ließ. Siehe auch die Abhandlung »Die Nilschwelle« von *W. Capelle* in den neuen Jahrbüchern f. d. klass. Altertum. 1914. S. 317.
[52] Näheres über die Sothisperiode und andere im Altertum gebräuchliche Ären, d. h. der Einrichtung, die Jahre von einem allgemein anerkannten, festen Zeitpunkt ab zu rechnen, enthält *Paulys* Real-Encycl. d. klass. Altertumswissensch. unter »Aera« (1898. S. 606).
[53] *Ideler*, Über die Sternkunde der Chaldäer. Abhandlungen der Berliner Akad. d. Wissensch. 1814/15. S. 214.
Wie die alten Astronomen hierbei verfuhren, hat *Pappus* in seinem Kommentar zum V. Buche des Almagest geschildert.
[54] *K. F. Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier. In den Beiträgen zur alten Geschichte. Bd. I (1902). S. 350.
[55] Vielleicht haben die Babylonier die Wasserwägung auf den Durchgang der Sonne durch den Meridian bezogen und so den durch die Schiefe der Sphäre bedingten Fehler vermieden.
[56] Siehe *K. F. Ginzel* a. a. O. S. 351.
[57] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. Bd. III. 1901. S. 132.
[58] Arabischer Name des astronomischen Hauptwerkes von *Ptolemäos*.
[59] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. Bd. I. S. 527.
[60] *C. Bezold*, Die Astrologie der Babylonier in Bolls Sternglaube und Sterndeutung. B. G. Teubner, Leipzig. 1918. S. 9.
[61] So erscheinen die Plejaden in der Siebenzahl auf der Stele (Grabsäule) eines Königs des 7. vorchristlichen Jahrhunderts.
[62] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. I (2). S. 369.
[63] *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[64] Eine ausführliche Abhandlung von *Rieß* über die Astrologie im Altertum enthält *Paulys* Reallexik. d. klass. Altert. Bd. II (1896). S. 1802.
[65] *A. H. Sayce*, The astronomy and astrology of the Babylonians with translations. London 1874. Siehe auch *Cantor* I. S. 38 (3. Aufl. 1907).
[66] Nach *Simplicius*, Kommentar zu Aristoteles »De coelo«.
[67] *Wolf*, Geschichte der Astronomie. S. 10.
[68] *H. Suter*, Die Geschichte der mathematischen Wissenschaften. Zürich 1873. S. 18.
[69] *R. Lepsius*, Das bilingue Dekret von Kanopus. Berlin 1866. Die betreffende Inschrift wurde von *Lepsius* im Jahre 1866 in Unterägypten gefunden.
[70] Die aus dem Altertum auf uns überkommenen Nachrichten über die Astronomie der Babylonier hat *Ideler* zusammengestellt: Über die Sternkunde der Chaldäer (Abhandlungen der Berliner Akademie d. Wissensch. v. 1814/15).
Die in *Idelers* Schrift zusammengestellten und erläuterten Fragmente waren bis zur Entzifferung der Keilschriftfunde, also bis 1870 etwa, die wichtigste Quelle für die Geschichte der babylonischen Astronomie.
[71] *F. Boll*, Astronomische Beobachtungen im Altertum. Neue Jahrbücher f. d. klass. Altert. 1917. S. 17.
[72] Siehe *Ginzel*, »Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier und ihre kulturhistorische Bedeutung«; in den Beiträgen zur alten Geschichte (Klio). 1 Bd. (1901).
[73] Nach *Ginzel* a. a. O. S. 191.
[74] Siehe *Ginzel* a. a. O. (Klio).
[75] »Was auf diesem Gebiete die Assyriologie geleistet, gehört zu den erstaunlichsten Ergebnissen der Altertumsforschung und bildet einen der größten Triumphe der Keilschriftenentzifferung« (*Bezold*, Ninive und Babylon 1903. S. 89). Unter den Männern, welche die Astronomie und die Keilschriftenkunde in einer Person vereinigen, ist besonders *F. X. Kugler* zu nennen.
[76] Nach *Kugler*.
[77] *F. X. Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907.
[78] Nach *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[79] *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[80] Wie *Geminos* mitteilt. Wann *Geminos* lebte, ist nicht genau bekannt (100 v.-100 n. Chr.). Er stammte aus Rhodos und schrieb eine Einführung in die Astronomie (εἰσαγωγὴ εἰς τὰ φαινόμενα). Eine Ausgabe mit deutscher Übersetzung veröffentlichte *K. Manitius*. Leipzig 1898.
[81] Wie die Bewegung der Gestirne, so galt auch das Verhalten gewisser Tiere als Omen. In Babylon hat, nach dem Inhalt mancher Keilschrifttexte zu urteilen, der Skorpion in dieser Hinsicht eine Rolle gespielt, wie sie heute beim Volke noch der Spinne zugeschrieben wird. Aus dem Verhalten der Skorpione suchte man z. B. das Schicksal der Heere oder den Verlauf öffentlicher Angelegenheiten vorherzusagen. (Mitteilungen zur Gesch. d. Medizin und der Naturwissensch. 1906. S. 326.)
[82] Siehe *Diodors* von Sizilien historische Bibliothek, übersetzt von *J. F. Wurm*. Stuttgart 1827. Buch II. Kap. 30.
[83] Eingehender handelt von der kulturgeschichtlichen Bedeutung der babylonischen und der ägyptischen Priesterschaft *E. Meyer* im 1. Bande (1,_{2}) seiner Geschichte des Altertums.
[84] Nach *Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Assyriologische, astronomische und, astralmythologische Untersuchungen. I. Buch: Entwicklung der babylonischen Planetenkunde von ihren Anfängen bis auf Christus. Münster 1907. S. 41.
[85] Siehe *Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907.
[86] *Kugler*, Im Bannkreis Babels. S. 57.
[87] *Wolff*, Geschichte der Astronomie. S. 10.
[88] *Berosos* war Priester in Babylon. Er gibt selbst an, daß er unter Alexander, dem Sohne Philipps, gelebt habe. Näheres siehe in *Christ*, Geschichte der griechischen Literatur. 1889. S. 412.
[89] *K. A. v. Zittel*, Geschichte der Geologie u. Paläontologie. 1899. S. 2.
Die Aufzeichnungen des *Berosos* (*Christ*, a. a. O.) erregten bei den Juden und den Christen besonderes Interesse durch die mit der Bibel übereinstimmenden, jetzt auch durch Keilschrifttexte bestätigten Mythen von der Sündflut, dem Turmbau zu Babel usw.
[90] Nach *Ginzel*, Das astronomische Wissen der Babylonier. (Klio. 1901.)
[91] Nach einer von *H. Winckler* aufgestellten, jedoch sehr fragwürdigen Ansicht. Nach *Winckler* begann das babylonische Jahr mit dem Frühlingsäquinoktium. Nun wandern die Äquinoktialpunkte in 26000 Jahren durch den ganzen Tierkreis. Der Frühlingspunkt verweilt somit in jedem Tierkreisbild etwa 2000 Jahre. In Anbetracht des großen Zeitraums, über den sich die babylonischen Beobachtungen erstreckten, konnte die Wanderung der Äquinoktien den Babyloniern nach *Winckler* nicht entgehen. Als ihre Beobachtungen, soweit Urkunden darüber vorliegen, begannen, befand sich der Frühlingspunkt im Stier. Im 8. Jahrhundert v. Chr. war die Frühjahrssonne in den Widder getreten, während sie jetzt schon in den Fischen steht. Damit hängt vielleicht zusammen, daß die Aufzählung der Sternbilder in dem bekannten Verse: Sunt aries taurus ... mit dem Widder beginnt. Daß die Namen der Tierkreisbilder zum Teil mit babylonischen Benennungen zusammenfallen, weist darauf hin, daß sie, wenn auch auf Umwegen, von den Babyloniern auf uns gelangt sind. (S. auch *Bezold*, Ninive u. Babylon. 1903.)
[92] *F. H. Kugler*, Im Bannkreis Babels. Münster 1910.
[93] *Ginzel*, Das astronomische Wissen der Babylonier (Klio. 1901. S. 209).
[94] Dies entspricht auch einer Angabe des *Josephus* (Antiquit. I, 8). Siehe auch *Kugler* a. a. O. S. 117.
[95] *A. Boeckh*, Metrologische Untersuchungen über Gewichte, Münzfüße und Maße des Altertums in ihrem Zusammenhange. Berlin 1838.
[96] Siehe den Artikel »Gewichte« von *Lehmann-Haupt* in Paulys Reallexikon der klass. Altertumskunde. Supplement-Bd. III. (1918.) S. 588-654.
[97] *Lehmann* ist geneigt, hier eine absichtliche Verknüpfung anzunehmen. Beiträge zur alten Geschichte. Bd. I. (1902.) S. 355.
[98] *C. F. Lehmann*, Über die Beziehungen zwischen Zeit- und Raummessung im babylonischen Sexagesimalsystem (Klio. Bd. I. S. 381 u. f.).
[99] Von anderer Seite wird bestritten, daß die alten Babylonier schon das Gewicht aus dem Längenmaß abgeleitet hätten und auf das Bedenkliche derartiger Spekulationen, wie sie *Lehmann* und besonders *Winckler* (s. S. 36) anstellten, hingewiesen. Siehe u. a. *E. Meyer*, Geschichte d. Altertums. 1909. S. 518.
[100] Das Medizinalgewicht, das der Verfasser des Papyrus Ebers seinen Rezepten als Einheit zugrunde legt, betrug nach *F. Hultsch* (Griech. u. röm. Metr. 1882, S. 374 u. 376) ungefähr 6 g und das kleinste Gewicht namens pek 0,71 g. Vgl. *R. Lepsius*, Abhandl. d. Berliner Akademie, 1871. S. 41-43 und *F. Chabas*, Recherches sur les poids, mésures et monnaies des anc. Egypt. Paris 1876. S. 21, 38.
[101] Näheres über die Geschichte der Wage, der Gewichte und des Wägens enthält die Schrift: *Th. Ibel*, Die Wage im Altertum und Mittelalter. Erlangen 1908.
[102] *Lepsius*, Die Metalle in den ägyptischen Inschriften. Abhandl. d. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. 1871. S. 111.
[103] *A. Rössing*, Geschichte der Metalle. 1901.
[104] *A. de Rochas*, Les origines de la science et ses premières applications.
[105] *Rössing*, Geschichte der Metalle. S. 11.
[106] Die erste schriftliche Erwähnung findet das Zink bei *Paracelsus*. Er nannte es »ein gar fremdes Metall, sonderlich seltsamer als die anderen«.
[107] Neuerdings hat man Gegenstände aus ziemlich reinem Zinn in spätägyptischen Gräbern gefunden. Die Römer unterschieden es als Plumbum candidum von dem Blei, das sie als Plumbum nigrum bezeichneten.
[108] *Rössing*, a. a. O. S. 3. In manchen untersuchten Bronzen ist das Zinn ganz oder zum Teil durch Antimon ersetzt. Entweder wurde dieses Metall in Form von Antimonerz bei der Verhüttung der Kupfererze zugesetzt oder man war im Altertum schon mit der Gewinnung des metallischen Antimons vertraut. Die letztere Ansicht vertritt *Helm*. Siehe den Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft 1902. III. S. 26-82. (*Stadlers* Literaturbericht.)
Einen bei den Ausgrabungen in Sakkara zutage geförderten Bronzebarren von der Form, wie ihn die alten Abbildungen zeigen, untersuchte *Berthelot* (Comptes Rendus 1905. S. 183), Quelques métaux trouvés dans les fouilles archéologiques en Egypte. Dieser Barren enthielt 87,5% Kupfer und 11,47% Zinn. Der Rest bestand aus Blei und Patina.
[109] *E. Gerland* im Archiv f. d. Gesch. d. Naturw. u. d. Technik. 1910. S. 304.
[110] Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. 1909. S. 300.
[111] *L. Wilser* in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. 1907. S. 487. Nach *A. Ludwig* stammt das Wort aus dem Hebräischen (Zeitschr. f. d. Kunde des Morgenlandes. 1905. Bd. XIX. S. 239-240).
[112] *Rössing*, Geschichte der Metalle. S. 14, sowie die Abhandlung Eisen und Stahl in Indien von Dr. *E. Schultze* im Archiv f. d. Gesch. d. Naturw. u. d. Technik. 1910. S. 350.
[113] *A. H. Layard*, Niniveh and its remains. London 1849.
[114] *A. C. Kisa*, Die Erfindung des Glasblasens. Jahrbuch für Altertumskunde I. S. 1.
[115] *Herodot* II. 84.
[116] *Kodex Hammurabis.* Siehe Mitteilungen z. Geschichte d. Medizin u. d. Naturwissenschaften. 1903. Heft 1. S. 90. *Hammurabi* (*Chammurabi*) regierte von 1958-1916. Er hat die herrschenden Rechtsgrundsätze zusammengestellt. Das Gesetzbuch *Hammurabis* wurde 1901 gefunden.
[117] Die Staroperation, der man bisher ein Alter von etwa 2000 Jahren zuschrieb, ist infolge dieser Erwähnung in der Gesetzessammlung *Hammurabis* um weitere 2000 Jahre zurückzudatieren. Siehe *H. Magnus*, Zur Kenntnis der im Gesetzbuche des *Hammurabi* erwähnten Augenoperationen. Deutsche med. Wochenschrift. 1903. Nr. 23.
Es läßt sich mit Bestimmtheit annehmen, daß diese Gesetze schon vor ihrer Kodifizierung durch lange Zeiträume hindurch Geltung besaßen. Der 118. Paragraph der Sammlung *Hammurabis* lautet:
»Wenn ein Chirurg jemandem eine schwere Wunde mit dem kupfernen Skorpionpfriemen macht und den Menschen tötet oder den Star eines Menschen mit dem kupfernen Skorpionpfriemen öffnet und das Auge des Menschen wird zerstört, seine Hände soll man ihm abhauen.«
[118] *Diodor*, I. 82, 3.
[119] In einem altbabylonischen Texte wird Bilsenkraut als »die Pflanze, welche die Glieder lähmt« und »Fett vom Baume« (Harz) empfohlen. Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1904. S. 221.
[120] *F. v. Oefele*, Zwei medizinische Keilschrifttexte in Urschrift, Umschrift und Übersetzung. (Mitteil. zur Gesch. der Med. u. d. Naturwissensch. 1904. S. 217 u. f.)
[121] *H. A. Nielsen*, Die Straßenhygiene im Altertum. Arch. f. Hygiene. Bd. 43 (1902). S. 85-115.
[122] Eine Liste der in Ägypten und in Palästina angebauten Pflanzen enthält die Abhandlung von *Warburg*, »Geschichte und Entwicklung der angewandten Botanik« (Berichte der Deutschen botanischen Gesellschaft. 1901. S. 153). Für Ägypten kommen unter anderen in Betracht: drei Weizenarten, zwei Gerstenarten, Knoblauch, Porree, Schalotten, Lein, Papyrus, Ölbaum, Weinstock, Dattel, Feige, Melonen, Kürbis, Artischocke, Spargel, Rettich, Ackererbse, Pferdebohne, Linse, Kohl, Fenchel, Anis, Absynth, Schlafmohn, Rizinus, Granatapfel. Die meisten dieser Pflanzen wurden auch in Palästina angebaut, wo man auch schon das Pfropfen verstand. Als Werkzeuge sind der Pflug, die Egge, Sicheln, Hecheln und Dreschbretter nachgewiesen.
[123] Im Papyrus Ebers finden sich einige Andeutungen, die erkennen lassen, daß die alten Ägypter die Heilung von Wunden durch Nähte förderten. Die erste Beschreibung dieses Verfahrens findet sich bei *Celsus*. Siehe *Gurlts* Geschichte der Chirurgie, sowie *Erhardt*, Die in der Chirurgie gebräuchlichen Nähte und Knoten in historischer Darstellung. (*Volkmanns* klin. Vorträge Nr. 580/81.)
[124] Tierärztliches Zentralblatt. 1903. Nr. 18.
[125] *R. Burckhardt*, Geschichte d. Zoologie. S. 12. Leipzig, Göschensche Buchhandlung. 1907.
[126] *Eduard Meyer*, Ägypten zur Zeit der Pyramidenerbauer. Leipzig 1908. (Sendschrift der deutschen Orientgesellschaft.)
[127] *v. Hehn*, Kulturpflanzen und Haustiere in ihrem Übergange aus Asien. Berlin 1902. S. 520.
[128] *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Engelmann, Leipzig 1899. S. 9.
[129] *Meyer*, Geschichte der Chemie. S. 16.
[130] Ein ausführlicher Artikel über Industrie und Handel im Altertum findet sich im 9. Bande von Paulys Reallexikon, S. 1381-1535. Der Verfasser ist *Gummerus*.
[131] Von den Vorstellungen der Alten über Indien handelt sehr ausführlich *Wecker* in Paulys Reallexik. d. klass. Altert. Bd. IX. (1914). S. 1264-1325. Die beste Darstellung der antiken Kenntnisse über Indien findet sich in der »Geographie« des *Ptolemäos* (s. a. spät. Stelle).
[132] Nach *Arrian*.
[133] *Lassen*, Indische Altertumskunde. II. 511.
[134] *Cantor*, I. 509.
[135] *Bürk* in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaft. Bd. 55 u. 56.
[136] Kap. I. 4. in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaft. 56. Bd. (1902.) S. 328.
[137] Die Konstruktion von Altären unter Verwendung rechtwinkliger Dreiecke, deren Seiten sich wie ganze Zahlen verhalten, geht vielleicht in das 8. vorchristliche Jahrhundert zurück. Mitteil. z. Geschichte d. Medizin u. Naturwissenschaften. 1906. S. 473.
[138] Vor allem des Apastamba Sulbasutra.
[139] Siehe *Zeuthens* Bemerkungen in der Biblioth. mathem. (3. Folge). V. 97-112.
[140] *Cantor*, Über die älteste indische Mathematik. Arch. f. Math. und Physik. 1904.
[141] Ap. Sulb. Sutra. III. 2. Zeitschr. d. morgenl. Gesellsch. Bd. 55 u. 56. Abhandlung *Bürks*.
[142] Siehe S. 19.
[143] *Cantor*, Über die älteste indische Mathematik i. Arch. f. Math. u. Phys. 8. Bd. (1904).
[144] Siehe S. 6.
[145] *Cantor*, a. a. O. S. 71.
[146] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 98.
[147] Siehe *Arneth*, Die Geschichte der reinen Mathematik. S. 143.
[148] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. I. S. 540.
[149] Sie findet sich bei *Aryabhatta* (geb. 476 n. Chr.), dem ältesten indischen Astronomen, dessen Schriften auf unsere Zeit gekommen sind.
[150] Das Nirukta.
[151] *Roth*, »Indische Feuerzeuge«. Zeitschrift der morgenländischen Gesellschaft. 1889.
[152] *Aristophanes*, Wolken. v. 766 u. f. *Aristophanes* erzählt dort, ein Schuldner habe seinen Gläubiger dadurch geprellt, daß er die Wachstafel, welche die Forderung enthielt, mittelst einer der Linsen geschmolzen habe, die zum Erzeugen von Feuer gebraucht würden.
[153] Über die »Schießpulverfrage im alten Indien«, siehe die Mitteilungen zur Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1905. S. 1 u. f.
[154] *Hoernle*, Studies in the Medicine of ancient India. Oxford 1907.
[155] *E. v. Lippmann*, Abhandlungen und Vorträge. 1906.
[156] *Berendes*, Das Apothekenwesen, seine Entstehung und geschichtliche Entwicklung. Stuttgart 1907.
[157] Ein Sanskrittext, der sich gegen den Genuß des Fleisches, der gegohrenen Getränke und gegen die geschlechtliche Liebe wendet, findet sich in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft, Jahrg. 1907, in der Übersetzung wiedergegeben.
[158] *S. Hirschberg*, Der Starstich der Inder. Zeitschr. f. prakt. Augenheilk. Januarheft 1909.
[159] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. I. S. 413.
[160] Siehe auch *W. Förster*, Die Astronomie des Altertums und Mittelalters. Berlin 1876.
[161] *Wolff*, Geschichte der Astronomie. S. 11.
[162] Der Jesuitenorden, dem ja neben der Verteidigung auch die Verbreitung des katholischen Glaubens oblag, ließ sich schon im 16. Jahrhundert in den außereuropäischen Ländern nieder. In China gewann er besonderen Einfluß dadurch, daß er für die Kalenderrechnung, die dort sehr in Unordnung geraten war, eine Neuordnung auf astronomischer Grundlage schuf. Eine solche Neuordnung war deshalb sehr wichtig, weil man eine verworrene Zeitrechnung als ein ungünstiges Omen für die Verwaltung und damit die Zukunft des Staates ansah.
[163] *Baden-Powell*, History of natural philosophy. London 1834. S. 11.
[164] Siehe auch *H. Löschner*, Über Sonnenuhren. Beiträge zu ihrer Geschichte und Konstruktion nebst Aufstellung einer Fehlertheorie. Graz 1905.
[165] Mitteilungen zur Gesch. der Medizin und der Naturwissenschaften. 1908. S. 351.
[166] Näheres enthält die Abhandlung *R. Ehrenfelds* in den Mitteilungen zur Gesch. der Medizin und der Naturwissenschaften. 1908. S. 144 u. f.
[167] Auch *H. Winckler* wendet sich in einer Abhandlung über die Bedeutung der Phönizier für die Kulturen des Mittelmeeres (Zeitschr. f. Sozialwissenschaft. 1903. Bd. IV. Nr. 6 u. 7) gegen die Auffassung, als ob die Phönizier die Buchstabenschrift erfunden hätten. Er ist der Ansicht, daß sich das Verständigungsmittel geistigen Lebens an dessen Mittelpunkt entwickelt haben wird und die phönizische Schrift im Anschluß an die Keilschriftliteratur entwickelt ist. Übrigens haben auch die arischen Perser die zu monumentalen Inschriften beibehaltene Keilschrift zu einer Buchstabenschrift umgestaltet (*L. Wilser* in den Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. Naturwissensch. 1905. S 32). Die ältesten uns erhaltenen Inschriften im griechischen Alphabet und in griechischer Sprache gehen kaum über den Anfang des 7. vorchristlichen Jahrhunderts hinaus. Siehe *Beloch*, Griechische Geschichte. Bd. I. 2. S. 2. 1913.
[168] *K. Suter*, Geschichte der mathemat. Wissenschaften. Zürich 1878.
[169] Im Archiv für Geschichte der Philosophie (1902. S. 311) hat *Peithmann* in einer Abhandlung über die Naturphilosophie vor Sokrates neuerdings die Anschauung zu begründen versucht, daß *Thales* sich nicht als Philosoph, sondern nur als Astronom und Ingenieur verdient gemacht habe. Nach *Peithmann* hat es den Anschein, daß erst Aristoteles den Thales unverdientermaßen zu einem Philosophen gemacht hat. Die Ansicht wird nach *v. Lippmann* jedoch nicht allgemein anerkannt.
[170] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Leipzig 1880. Bd. I. S. 113.
[171] A. a. O. S. 114.
[172] Ein Verzeichnis der von den antiken Schriftstellern erwähnten Finsternisse findet sich in *Paulys* Reallexikon der klass. Altertumswiss. im 6. Bande auf S. 2352-2364. Dort findet sich auch (S. 2339-2364) ein ausführlicher, von *Boll* verfaßter Beitrag über die Finsternisse. Die erste verbürgte Nachricht betrifft eine Mondfinsternis, die am 19. 3. 721 in Babylon beobachtet wurde.
[173] Siehe oben S. 35.
[174] *Thales* hat die am 18. Mai 603 eingetretene große Sonnenfinsternis wahrscheinlich in Ägypten beobachtet. Er konnte deshalb damit rechnen, daß etwas mehr als 18 Jahre später eine neue Finsternis stattfinden würde. Sie fand denn auch am 22. Mai 585 statt (*H. Diels*, Antike Technik. 1914. S. 3). Siehe auch *J. Zech*, Astronomische Untersuchungen über die wichtigsten Finsternisse, welche von den Schriftstellern des Altertums erwähnt werden. Leipzig 1853.
[175] Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 5.
[176] Nach *Plutarch*, Vol. III, pag. 174, ed. Didot, sowie nach *Plinius* XXXVI. 12.
[177] *A. Forbiger*, Handbuch der alten Geographie. I. 44.
[178] *Aristot.*, Metaphys. I, 3.
[179] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. Bd. I. (5. Aufl.) S. 35.
[180] *E. Meyer*, Alte Geschichte. Bd. IV. 1901. S. 199.
[181] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. 5. Aufl. Bd. I. S. 769.
[182] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. I (1854). S. 45.
[183] *Zeller*, Über die griechischen Vorgänger Darwins. Abhandlungen d. kgl. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. 1878. S. 115.
[184] *E. Meyer* a. a. O.
[185] So heißt es bei *Plutarch*, Strom. VII. Dox. Gr. S. 581.
[186] S. auch *Windelband*, Die Lehre vom Zufall. Berlin 1870.
[187] *A. Brieger*, Die Urbewegung der Atome und die Weltentstehung bei Leukipp und Demokrit. Halle 1884.
[188] *E. Meyer*, Alte Geschichte. Bd. V. 1902. S. 340.
[189] Gesammelt durch *Mullach*, Berlin 1843. (Völlig veraltet; s. auch Diels' »Vorsokratiker«).