Die Komposition des Buches Jes. c. 28-33.

v. 13 etwas ausgefallen sein, woran die Worte ויאמר יהוה ursprünglich

Chapter 5428 wordsPublic domain

angeknüpft haben. Dann weist aber das Stück, das selber erzählende Form trägt, gerade auch mit seiner der Erzählungsform entnommenen Einleitungsformel unabweislich auf einen historischen Zusammenhang hin. Der Inhalt lässt sich natürlich nicht mehr bestimmen, muss aber mit der angeführten Rede Jahwes irgendwie in Beziehung gestanden haben.

Über den Eingang in c. 28,7 ist oben schon näher die Rede gewesen. c. 28,9 ff. fordern eine Einleitung, die die Situation beschreibt. Wären die Worte in c. 28,7 אלה נגם jesajanisch, dann würden sie, wie ~Hackmann~ meint, allerdings auf eine ähnliche historische Beschreibung der trunkenen Ephraims zurückweisen. Aber die Ursprünglichkeit des überlieferten Textes in v. 7 f. ist nicht sehr wahrscheinlich. Andererseits weist aber gerade auch der überlieferte Text darauf hin, dass vor v. 9 eine ähnliche und jedenfalls umfassendere historische Einleitung gestanden haben muss; denn der Bearbeiter kann die jetzige nicht aus der Luft gegriffen haben, zumal im Folgenden von der Trunkenheit der Priester nicht mehr die Rede ist, und dann liegt es auch durchaus, wie wir noch sehen werden, der Art des Bearbeiters unserer Stücke fern, derartige geschichtliche Einleitungen zu bilden; er hat sie im Gegenteil, überall, wo es möglich war, entfernt und nur die Reden in seine Sammlung aufgenommen.

In c. 28,14 bereitet das לכן, wie wir gesehen haben, den Auslegern grosse Schwierigkeiten. Dasselbe setzt voraus, dass der Grund der folgenden Drohrede im Vorhergehenden angegeben war. Nun ist derselbe aber in v. 7-13 nicht angegeben. Also muss vor v. 14 etwas ausgefallen sein, was den Grund der folgenden Drohung enthalten hat. Das kann aber nicht etwa der Anfang der Rede selbst gewesen sein. Denn in der v. 14 ff. angeführten Rede ist der Grund der Drohung in v. 15 voll und ausreichend angegeben vgl. v. 17 f. Dieser Umstand fordert vielmehr nothwendig die Annahme, dass der Grund der Drohrede vorher in geschichtlichem Bericht gegeben war. Man könnte höchstens noch annehmen, dass das לכן v. 14 überhaupt nicht ursprünglich zu dem jesajanischen Stücke gehört habe, sondern vom Bearbeiter hinzugesetzt sei, um v. 14 ff. mit dem Vorhergehenden zu verbinden. Aber einmal hat der Sammler auch sonst in unserem Buche jesajanische Stücke ohne besondere Verbindung nebeneinander gestellt, und es wäre kein rechter Grund ersichtlich, warum er grade dieses durch ein nachträglich hinzugefügtes לכן mit dem vorhergehenden verbunden haben sollte; sodann aber setzt auch die Art und Weise, in der v. 15 der Grund der Drohung angegeben wird, eine Rückbeziehung auf konkrete geschichtliche Verhältnisse voraus, die ohne vorhergegangene Erläuterung dunkel bliebe und darum auch für uns thatsächlich dunkel ist. Hier kommen wir mit ~Hackmann~ überein, der in seiner oben angeführten Ausführung sagt,