Die Komposition des Buches Jes. c. 28-33.

v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation,

Chapter 13817 wordsPublic domain

nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.

[17] Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. -- Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.

[18] Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.

[19] Über die in c. 1-5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.

[20] Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.

[21] Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.

[22] a. a. O. S. 92-97., 108 f.

[23] Comm. S. 221.

[24] ~Hackmann~ a. a. O. S. 136 ff.

[25] ~Wellhausen~: Israelitische und jüdische Geschichte. 1894. S. 165.

[26] a. a. O., S. 164.

[27] Comm. S. 188.

[28] Comm. S. 216 ff.

[29] S. zum Folgenden Stade, Geschichte d. V. J. I. 614 ff. Wellhausen. Gesch. d. j. V. S. 85 f.

[30] c. 30,9 ff.

[31] Vgl. auch Duhm Comm. S. XVI: „So viel Jesaia geschrieben hat, so ist er doch kein Schriftsteller von Beruf; er schreibt teils aus dem allgemeinen Grunde, dem mündlich gesprochenen Worte eine grössere Ausbreitung und nachhaltigere Wirkung zu geben, teils zu dem besonderen Zwecke, um gegenüber dem Unglauben der Mehrheit seines Volkes Beweisstücke für die richtige Vorhersagung der Ereignisse zu schaffen.“

[32] Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.

[33] Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.

[34] c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.

[35] Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.

[36] Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.

[37] Comm. S. 258.

[38] Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.

[39] Studien u. Kritiken 1893. S. 1-46.

[40] Comm. S. 257.

[41] Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.

[42] Das Zukunftsbild des Jesaia. Akad. Antrittsvorles. Leipzig 1885.

[43] Guthe findet in dem „Klopfen“ des Kümmels und „Dreschen“ des Brotes den Unterschied, dass Israel die härteren, Juda die milderen Strafen zu erleiden hat. Aber beides bezeichnet dieselbe Sache. Dill wird eben geklopft, Korn mit der Schleife gedroschen.

[44] Auch c. 1,4 ff. nicht. Von Vergebung und Ende der Plagen ist da keine Rede. v. 8 Schluss und v. 9 scheinen mir Glossen zu sein. Das כעיר נצורה passt nicht zu den vorhergehenden Bildern und scheint hinzugesetzt, weil diese zu respektswidrig sind. In v. 9 deutet sowohl שריו als כמעט als auch der anders wie in v. 10 gestimmte Vergleich mit Sodom und Gemorrha auf spätere Zeit.

[45] Genaueres über die Verbindung des Abschnittes mit dem Vorstehenden S.

[46] Über den Abschnitt v. 9-14 vgl. Duhm, Comm. S. 212 f. Der Haupteinwand Stades, dass „die Erwartung, dass Jerusalem verwüstet werden solle, mit Jesaias sonstigen Zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar“ sei, spricht angesichts solcher Stellen wie c. 5,14. 17. c. 22,14. c. 6. c. 7,18 ff. c. 2,12 ff. eher für als gegen Jesaias Autorschaft.