Die Geschichte der Diphtherie

Part 16

Chapter 163,180 wordsPublic domain

Wenn man sich eine Vorstellung davon zu machen sucht, wie es anzufangen ist, um ein Urtheil zu bekommen, ob die Heilkraft des Diphtherie- oder Tetanusheilserums schon gross genug ist, um damit in die Oeffentlichkeit treten zu können, dann sollte man glauben, dass nichts einleuchtender wäre als die Nothwendigkeit, sowohl solche Dosirung zu versuchen, welche unterhalb der heilenden bleibt, als diejenige, welche ein Multiplum derselben darstellt; denn unter der Voraussetzung, dass für eine bestimmte Kategorie von Krankheitsfällen das Serum überhaupt specifisch heilend und lebensrettend wirkt, wollen wir zwar eine _ausreichende_ Dosirung haben, wir wollen aber das Mittel auch nicht _verschwenden_. Da macht man’s dann wie der Artillerist, wenn er sich auf ein Ziel einschiesst; zuerst geht man darüber weg, dann schiesst man zu kurz, und zuletzt stellt man die Richtung des Geschützes so ein, dass dieselbe ziemlich genau auf das Ziel gerichtet ist. Der Vergleich hinkt zwar etwas; unser Ziel, die Krankheit zu heilen, erreichen wir auch, wenn wir die Dosis grösser nehmen als nothwendig; _worauf ich aber hinaus will, ist die Kenntniss der heilenden Minimaldosis, und diese kann nicht erlangt werden, ohne dass probeweise man absichtlich unter der heilenden Dosis bleibt_; es sind demnach bei dem Versuch, die richtige Dosirung herauszubekommen, eo ipso Misserfolge in der Behandlung nothwendig, und es wäre ganz verfehlt, danach den Werth oder Unwerth des Mittels aus solchen _Vorversuchen_ abmessen zu wollen; da ich gleichwohl aber ein Verständniss hierfür bei meinen Erfahrungen über den Tetanus nicht gefunden habe, so theile ich die Vorversuche bei der Diphtherie überhaupt nicht mit, bevor sich nicht für mich aus denselben diejenige Dosirung ergeben hat, welche ohne Serumverschwendung zur Heilung ausreicht. Nachdem diejenigen Herren Kliniker, welche im Einverständniss mit mir die Diphtherieheilversuche vornehmen, von der Unschädlichkeit des Diphtherieheilserums einerseits, von seinem Nutzen andererseits sich überzeugt haben, wird es nicht schwer sein, an Hunderten von Fällen schliesslich zu einem gesicherten Urtheil zu kommen.

Zum Schluss dieses Capitels habe ich noch einer praktisch wichtigen Frage zu gedenken, die gleichfalls schon in der oben citirten Arbeit von _Wernicke_ und mir berührt ist, der Frage nach der _Dauer der durch das Diphtherieheilserum übertragenen Immunität_. Wir sagten dort (S. 9): „Was die Dauer der Immunität betrifft, wenn Meerschweinchen bloss Serum bekommen haben und keine nachfolgenden Diphtherieinfectionen erlitten hatten, so können wir darüber noch nichts Endgiltiges aussagen. Mindestens einige Wochen dauert in diesem Falle die Immunität an.“ Diesen Worten kann gegenwärtig hinzugefügt werden, dass die Dauer der Immunität abhängig ist von der Menge der incorporirten Heilsubstanz. Je grösser dieselbe ist, für um so längere Zeit kann man das behandelte Individuum immun machen.

Bei der weitgehenden Analogie zwischen den Heilkörpern für die Diphtherie und für andere Infectionskrankheiten trage ich kein Bedenken, hier auch die Erfahrungen zu verwerthen, welche für den Tetanus und für die Hundswuth beweisen, dass die Dauer der Immunität über das Individualleben hinaus auf die Descendenten sich erstrecken kann. Es sind dabei die Untersuchungen von _Ehrlich_ zu berücksichtigen, welche die Vererbung der Tetanusimmunität _von der Mutter_ auf die Nachkommen unter gewissen Bedingungen ergeben haben, und die Untersuchungen von _Tizzoni_ und seiner Mitarbeiter, aus welchen hervorgeht, dass sowohl bei der Hundswuth, wie beim Tetanus die erworbene Immunität _vom Vater_ auf die Descendenten vererbt werden kann.

Bezüglich der Tragweite namentlich der Resultate _Tizzoni_’s schliesse ich mich durchaus der Auffassung des letzteren an, welcher er in seinen Mittheilungen vom December 1892 („Die Vererbung der Immunität gegen Rabies von dem Vater auf das Kind“, Centralblatt für Bacteriologie und Parasitenkunde 1893, No. 3) Ausdruck gegeben hat. _In der That, die Thatsache der germinalen Vererbung eines Krankheitsschutzes ist ein weiterer Ansporn, die Immunisirungsarbeiten zum Wohle der Menschheit mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln fortzusetzen._

[6] Ueber die Einzelbeobachtungen wird erst in späterer Zeit berichtet werden.

Schlusswort zum geschichtlichen Theil.

Wenn wir zurücksehen auf die Thatsachen und Probleme in der Krankheitslehre der Diphtherie, die bisher erörtert worden sind, so lässt sich erkennen, wie dieselben in innigem Zusammenhang stehen mit denen der Krankheitslehre überhaupt.

Die Diphtherie zeigt vieles Bemerkenswerthe in der Art ihres _epidemischen_ und _endemischen_ Auftretens. Das Entstehen und Vergehen der Epidemien; ihr Charakter in Bezug auf den Procentsatz der befallenen Individuen und in Bezug auf die grössere oder geringere Mortalität derselben; die in verschiedenen Epidemien, Ländern, Zeiten und bei verschiedenen Racen und Lebensaltern zu Tage tretenden Differenzen im Krankheitsbilde und in den Morbiditäts- und Mortalitätsziffern bieten noch immer eine unerschöpfliche Fundgrube für die epidemiologische Forschung; aber die Errungenschaften der genialen Arbeiten _Bretonneau_’s auf diesem Gebiete sind nicht der Diphtherie allein zugute gekommen, sondern haben anregend und klärend gewirkt auf die Auffassungsweise auch aller anderen Infectionskrankheiten.

Die Lehre von der _Contagiosität_, die für die Diphtherie von _Bretonneau_ fest begründet wurde, und die in seinem offenen Briefe einen so überzeugenden Ausdruck gefunden hat, kann fast mit denselben Worten auf die Cholera übertragen werden; sie zeigt aber auch, wenn wir uns in dieselbe vertiefen, wie sehr man sich hüten muss, mit Schlagworten und Gemeinplätzen _alle_ Infectionskrankheiten nach demselben Schema rücksichtlich ihrer Verbreitungsweise zu beurtheilen. Die Unterschiede sind da so gross, dass man fast einen vollständigen Gegensatz herausfinden kann, wenn man _die acuten Exantheme_ damit vergleicht. Bei einer solchen Gegenüberstellung wird es verständlich, wie man zu einer Eintheilung der Infectionskrankheiten in _contagiöse_ und _miasmatische_ kommen konnte. Auf der einen Seite die Diphtherie, die Syphilis, die Pocken; auf der anderen Scharlach, Masern, Flecktyphus.

Wie unzulänglich aber solche Unterscheidungen sind, das zeigte sich schon früher darin, dass man sich zur Aufstellung einer Gruppe von contagiös-miasmatischen Krankheiten genöthigt sah; und seit von _R. Koch_ eine Reihe von Krankheiten als Infectionen erkannt sind, deren _specifisch infectiösen Charakter_ noch jetzt manche Leute in Frage stellen möchten, die Cholera, die Tuberkulose, die Pneumonie, der Tetanus, der Abdominaltyphus, da ist es bloss noch ein _Streit um Worte, ob man eine Krankheit, welche durch belebte und vermehrungsfähige Parasiten übertragen werden kann, deswegen als contagiös oder nicht contagiös bezeichnen will, weil der Krankheitskeim leichter oder schwerer haften bleibt_.

Der die Diphtherie erzeugende Bacillus haftet im Allgemeinen ziemlich leicht, insbesondere bei jugendlichen Individuen und zumal in Zeiten, in welchen erfahrungsgemäss die zur Aufnahme der Bacillen befähigten Schleimhäute unter dem _Einfluss atmosphärischer Verhältnisse_ stehen, welche Reizzustände derselben bedingen. Aber wie bei allen Infectionskrankheiten gehört zum Entstehen von Diphtherieepidemien ausser dem _specifischen Krankheitserreger_ und ausser einer durch Witterungseinflüsse und andere Verhältnisse bedingten _Disponirung_ der Schleimhäute nach manches andere. Unter sonst gleichen Bedingungen wird das Umsichgreifen der Diphtherie um so leichter erfolgen, je _virulenter_ die in einer Gegend, in einem Hause oder in einem bestimmten Zimmer deponirten Krankheitskeime sind. Es wird aber weniger leicht stattfinden, je mehr Individuen durch das _Ueberstehen der Krankheit_ vor weiteren Infectionen geschützt sind.

In dieser Richtung sind freilich die statistischen Erhebungen noch nicht ausreichend, um auch den bisherigen Zweiflern an der _Schutzkraft der einmaligen Erkrankung_ zu beweisen, dass eine solche besteht. Aber ich habe in der ganzen Litteratur keinen nennenswerthen Autor gefunden, welcher nicht mindestens zugesteht, dass eine mehrmalige Infection zu den Ausnahmen gehört; und die wenigen beglaubigten Angaben darüber sind ausserdem noch einer verschiedenen Deutung fähig; so werden von _Millet_ aus _Tours_, einem Schüler _Bretonneau_’s, in dessen Preisarbeit vom Jahre 1863 („Traité de la diphtherie“ [ouvrage couronné par la société des sciences de Bruxelles] Paris bei F. Savy) die oft citirten Fälle von mehrmaliger Tracheotomie bei denselben Individuen als _Recidive_ gedeutet, nicht als _Neuinfectionen_, und ich möchte glauben, mit vollem Recht, wenn ich meine Erfahrungen in den Thierexperimenten berücksichtige. Dass Recidive bei der Diphtherie vorkommen, ebensogut wie bei der Syphilis, ohne dass man deswegen an der Schutzkraft des einmaligen Ueberstehens der letzteren zweifelt, ist ganz sicher; nur nehmen dann dieselben noch viel häufiger als bei der Syphilis _besondere Krankheitsformen_ an. Sie documentiren sich als Lähmungen und Kachexien; ob aber solche Erkrankungen, die der _primären Diphtherie_ gleichen, als Recidive aufzufassen sind oder nicht, das lässt sich hier nicht so leicht feststellen, wie bei der Syphilis, beim Typhus, bei der Malaria.

Wie lange die Schutzkraft andauert, darüber wissen wir noch weniger Sicheres. Von grossem Interesse war es mir bei _Millet_ davon zu lesen, dass man in _Tours_, wo _Bretonneau_’s Wirksamkeit naturgemäss die Augen für die epidemiologische Beobachtung geschärft hatte, sogar über das Individualleben hinaus für die Descendenten eine solche nicht ausschloss. Seite 358 (l. c.) sagt er: „A Tours, on dit que le croup suit le sang.“ Allerdings wird, wie der Krankheitsschutz, auch die _vermehrte Krankheitsdisposition_ „im Blute“ liegen; für die hier angeregte Frage nach den Bedingungen des Zustandekommens von Diphtherieepidemien werden wir dadurch aber nur noch mehr darin bestärkt werden, auch _die Heredität_ als einen wirksamen Factor in Rechnung zu ziehen.

Wir sehen, es sind das die gleichen Probleme, die uns bei anderen verderblichen Krankheiten des Menschengeschlechts beschäftigen.

Mehr, als je hat aber in neuerer Zeit die medicinische Forschung bewiesen, wie man aus der Klarlegung des Krankheitswesens _einer_ Krankheit reichen Gewinn ziehen kann auch für das Verständniss vieler anderer.

Nachdem für die Diphtherie auf’s strengste bewiesen ist, wie bei ätiologischer Einheit ein fast in’s Ungemessene gehender _Polymorphismus ihrer Erscheinungsformen_[7] bestehen kann, können wir mit gutem Muth auch an die Aufgabe herangehen, das vielgestaltige Bild der Streptococcenkrankheiten einheitlich zu betrachten, und welchen praktischen Werth eine solche Betrachtungsweise für die Verhütung und Heilung der Infectionen zur Folge haben kann, das können wir so recht erkennen, wenn wir die Tragweite berücksichtigen, welche _die auf dem Boden der ätiologischen Einheit erwachsene Lehre von der Specificität des krankheitserzeugenden Diphtheriegiftes_ bekommen hat.

Es dürfte in der Geschichte der Medicin noch nicht dagewesen sein, dass in dem kurzen Zeitraum von wenigen Jahren sich eine so totale Umwälzung in der Krankheitslehre vollzogen hat, wie wir sie erlebten. Man lese _Hufeland_’s und _Schönlein_’s oder auch _Virchow_’s Darstellung solcher Krankheiten, die wir jetzt als tuberculöse, pneumonische, diphtherische u. s. w. bezeichnen, und vergleiche damit, was seit _R. Koch_’s Eintreten in die medicinische Forschung daraus geworden ist. Man vergegenwärtige sich den gegenwärtigen Stand unserer Kenntniss von der Natur der Krankheitsgifte, seitdem vor vier Jahren das Diphtheriegift entdeckt ist, und erinnere sich dabei an die vorher an die Herstellung der sogenannten Ptomaïne geknüpften Hoffnungen. Man berücksichtige die Thatsache, dass seit der Entdeckung von specifischen Krankheitsgiften es kaum noch eine Infection giebt, gegen welche man nicht willkürlich _unter Zuhülfenahme der Abschwächungsmethode Immunität_ erzeugen kann, wo doch, nach den ersten Mittheilungen _Pasteur_’s darüber, auf Grund von epidemiologischen Erwägungen selbst die _Möglichkeit_ der Schutzimpfung gegenüber der Mehrzahl der menschlichen Infectionskrankheiten in Abrede gestellt wurde. Man denke daran, dass noch vor wenigen Jahren auf medicinischen Congressen die versammelten Kliniker Europa’s kategorisch erklärten, dass _die Entgiftung im lebenden Organismus_ in Ewigkeit ein frommer Wunsch bleiben werde, und dass _das Auffinden specifischer Heilmittel_ nie und nimmer in irgend wie beschaffenen Laboratorien erwartet werden könne, während jetzt selbst die hartnäckigsten medicinischen Pessimisten zum mindesten eine wohlwollend abwartende Stellung gegenüber der _Blutserumtherapie_ für angezeigt halten: und man wird zugeben, dass es der Mühe werth ist, sich in das Studium _einer_ Krankheit zu vertiefen. Denn in der That, diese Errungenschaften sind nicht das Verdienst der Encyclopädisten, die sich ein System zurecht machten, in welchem sie von allgemeinen Krankheitsbegriffen ausgehend die wissenschaftliche Medicin zu einer Sammlung von schönen Wortdefinitionen machten; sondern sie sind das Verdienst von Männern, die in einsamer Arbeit vom Kleinen und Kleinsten anfingen, und die sich nicht beirren liessen durch den Vorwurf, als ob sie bei ihren bacteriologischen Studien den Blick für’s Grosse und Ganze verloren hätten. All’ diese Errungenschaften sind schrittweise erworben worden in der Art, dass an einer kleinen Stelle zuerst Fuss gefasst und kein Schritt weiter gethan wurde, ehe nicht fester Boden für das weitere Vorschreiten gewonnen war.

Diese Art des Vorgehens garantirt auch den neuen Lehren Dauer und Bestand. Wohl ist es verständlich, wenn die in der speculativen und systematisirenden Methode der medicinischen Wissenschaft alt gewordenen verdienstvollen Forscher skeptisch bleiben. Wer nicht mitten in der neuen Arbeit drin steht, kann ja über die Zuverlässigkeit der durch dieselbe gewonnenen Resultate sich ein eigenes Urtheil nicht bilden.

_Für die selbstthätig experimentell arbeitenden Mediciner ist es aber kein Zweifel mehr, dass diese Zuverlässigkeit eine ganz andere ist, in Bezug auf die Diagnose der Infectionskrankheiten sowohl, wie in Bezug auf ihre Heilung und Verhütung, als wie die, welche man früher durch die Statistik bekam._ Wir werden die Statistik auch jetzt noch als ein werthvolles Mittel benutzen, um uns Auskunft zu verschaffen über die Häufigkeit der Diphtherie und anderer Krankheiten in verschiedenen Klimaten und Lebensaltern, über ihre Prognose und über den Werth von Abwehrmaassregeln und Heilmitteln; wir werden uns dabei aber immer bewusst bleiben der ausserordentlich zahlreichen und meist unvermeidbaren Fehlerquellen, welche den aus der Statistik gezogenen _Schlussfolgerungen_ anhaften. Der Boden, auf welchem wir fussen, wenn wir zum Zweck der Beantwortung wissenschaftlicher Fragen den Weg der Statistik beschreiten, ist eben ein so schwankender, dass man da nicht weit kommt. _Ganz anders verhält es sich mit den experimentell gewonnenen, in jedem Einzelfall ausnahmslos wie ein Naturgesetz sich wiederholenden Ergebnissen, die zur Kenntniss der Specificität der Krankheitserreger, der Specificität der Krankheitsgifte, der Specificität der Immunisirungsmittel und der Specificität der Heilkörper im Blute immunisirter Thiere geführt haben._ Mit diesen Dingen wird gerechnet werden müssen, solange es eine medicinische Forschung giebt.

Mehr noch als die Statistik muss die _Speculation_ mit kritischem Auge betrachtet werden, wenn sie den Anspruch erhebt, auf unser medicinisches Handeln Einfluss zu gewinnen. _Die Krankheitstheorien_ in der Medicin, die humoral-pathologische, die solidare und cellulare und alle ihre Unterarten und Abarten sind als speculative Constructionen von der Zeitmeinung und dem Stande unserer Kenntnisse abhängig; brauchbares Material enthalten sie alle, und jede von ihnen besitzt einen gewissen heuristischen Werth, den experimentell arbeitende Mediciner nicht hoch genug schätzen können; die Krankheitstheorien werden aber verderblich, wenn man sich ihnen nicht als _Kritiker_ gegenüberstellt, sondern als _Dogmatiker_.

Im Uebrigen giebt es über jede wichtigere medicinische Thatsache ebenso viele Theorien, als selbstständig darüber nachdenkende Mediciner; und es wäre ein vergebliches Bemühen, wenn ich in dieser Geschichte der Diphtherie den Spuren für das _Entstehen der individuellen Auffassungsweise von dem Wesen der Krankheit, ihrer Heilung und ihrer Verhütung_ ebenso würde nachgehen wollen, wie ich es in Bezug auf feststehende Thatsachen und wichtige Probleme gethan habe.

[7] Dieser Polymorphismus geht jedoch nicht so weit, wie ein Kliniker der Jetztzeit annimmt, der sogar eine _Diphtherie mit Tetanussymptomen_ für möglich hält.

Namen-Register.

A.

Adamkiewicz 87 (Reaction auf die Indolgruppe).

Aetius 19.

Alayma 10 (Egyptisch. Geschwüre).

Albers 13 (Napoleons Crouppreis).

Althoff 191.

Aretaeus 4. 10. 12. 19. 104. 106.

Aronson 153 (Diphtherie-Immunisirung von Hunden).

B.

Bard, Samuel 39. (Hautdiphtherie) 48. (Diphtherische Lähmungen) 54.

Bartels 120 (Quecksilberbehandlung bei Diphtherie).

Behring 150. (-- u. Kitasato) 153. (-- u. Wernicke) 182. 183.

Bergmann, v. 97 (-- u. Schmiedeberg -- „Sepsin“).

Billroth 97 (Putrider Eiter).

Blache 3. 4. 118. 133.

Blin 55 (-- u. Chavanne, Diphtherie im Anschluss an operirte Urogenitalfisteln).

Boer 123. (Antiseptica) 148. 149. 153 (Diphtherie-Immunisirung).

Bohn 120 (Inunctionscur bei Diphtherie).

Bonac 48 (Demoiselle de).

Bose 117 (Stimmbandlähmung in Folge von Nichtgebrauch).

Bouchard 125 (Zählmethode). 156. 159 (Vaccination). 160. 171. 172. 174 (produits bactériens vaccinantes) 178.

Bouchut 118 (tubage de la glotte).

Bourges 119 („La diphtherie“).

Boussuge 55 (de la diphthéroide).

Brault 9.

Bretonneau 3. 4. 8. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 44. 48. 49. 52. 53. 54. 55. 57. 59. 72. 99. 100. 101. 102. 104. 106. 107. 108. 109. 110. 111. 112. 116. 118. 119. 122. 127. 132. 134. 135. 136. 197. 199. 200.

Brieger 84 (-- und Fraenkel). 97. (Ptomaïne) 171. (-- Kitasato u. Wassermann) 178.

Buchner 94 (Alexine).

Buhl 50 (Diphtherische Affection der peripherischen Nerven).

C.

Carnevale 19. 134.

Caron 111 (Tracheotomie).

Chamberland 155 (-- Pasteur und Roux).

Champagny 58 (Napoleons Crouppreis).

Charcot 50.

Charrin 156. 171 (Pyocyaneus-Immunisirung).

Chassaignac 113. 114. 116 (Tracheotomie).

Chaussier 59 (Arteficielle Erzeugung von Croup).

Chauveau 155 (Immunität, Vererbung derselben).

Chavanne 55 (-- u. Blin).

Chenusson 30. 104 (Diphtherieepidemie).

Chomel 48. 54 (Hautdiphtherie).

Christmas-Dirking-Holmfeld 80. 92 (Jecquiritygift).

Cohn 67. 77.

v. Coler 191.

Corvisart 14.

D.

Deguise 130 (Tracheotomie).

Déjérine 50. 51 (Diphtherische Lähmung).

Dieffenbach 118 (cathéterisme laryngien).

Duclaux 85. 86. 91 (Eiweisskörper). 156 (Brief Pasteur’s an --).

E.

Ehrlich 195 (Vererbung erworbener Immunität).

F.

Fränkel, A., 52 (Pneumoniebacillus).

Fränkel, C., 84. 147. 150. 151. 154. 156. 171. 173.

Ferrichs 120 (Inunctionscur bei Diphtherie).

Friedländer 58 (Napoleon’s Crouppreis).

G.

Gadet de Gassicourt 50 (Diphtherische Herzlähmung).

Galen 12.

Gamaleïa 82. 84. 97 („Les poisons bactériens“).

Gaucher 119 (Methodische Diphtheriebehandlung).

Gerhardt 28 (Maligne Angina). 31 (Scorbutische Gangrän). 32. 34 (Scarlatinöse Angina). 53. 120. 121 (Kritik). 132. 133 (Contagiosiät).

Ghisi 18. 19. 47. 48. 53.

Gombault 50 (Diphtherische Herzlähmung).

Gosselin 130 (Tracheotomie).

Grimaux 87 (Biuret-Reaction).

Günther 129 (Operationslehre).

Guersant 3. 39. 132.

Guimier 49 (Diphtherische Lähmung).

Guinochet 81 (Züchtung von Diphtheriebacillen im menschlichen Urin).

Gyoux 55 (Hautdiphtherie).

H.

Habermann 86 (-- u. Hlasiwetz, Eiweisskörper).

Hallier 66. 67. 71. 77.

Hansemann 51.

Heine 133 (Tod an Diphtherie).

Henoch 34. 35. 40. 47. 49. 51. 52.

Hericourt 159. 160. 161 (u. Richet).

Herpin 14 (Tod an diphtherischer Lähmung).

Hippocrates 12. 138.

Hlasiwetz 86 (-- u. Habermann).

Hochhaus 51 (Diphtherische Muskelentzündung).

Home 18. 19. 21. 111 (Croup).

Hortense 13. 14 (Königin, Gingivitis diphtheritica).

Hufeland 201.

Huguier 130 (Tracheotomie).

Hunter 41 (Immunität gegen Eiterungsprocesse).

Husson 7 (Secretär des Pockenimpfungs-Comité).

I (J).

Jenner 4. 154. 156.

Jobert de Lamballe 55 (Diphtherie bei Urogenitalfisteln).

Josephine 13 (Kaiserin, Tod an Croup).

Isambert 113.

Jurine 13. 111. 112 (Crouppreis).

K.

Kitasato 98. 150. 151. 152. 154. 171. 177.

Klebs 72. 73. 75 (Diphtheriebacillus).

Knorr 165. 170. 175. 176. 178. 184. 193.

Koch, Robert 37. 73. 76. 77. 78. 96. 97. 98. 134. 138. 147. 163. 169. 189. 191. 198. 201.

König 114. 115. 116. 128 (Tracheotomie).

Kolisko 34 (-- u. Paltauff, scarlatinöse Angina).

Kühn 129 (Tracheotomie).

L.

Laënnec 16. 21 (Tuberculose). 22. 58 (Napoleon’s Crouppreis, Commission).

Lautenschläger 193.

Lewin, G. 120 (Inunctionscur bei Diphtherie). 127 (Literatur über Diphtherie).

Lichtheim 61 (Diphtherie-Aetiologie).

Löffler 34. 72. 73. 75. 76. 77. 80. 81. 84. 92. 98. 156. 157. 158.

Loiseau 118 (cathéterisme laryngien).

Löw 87 (Biuret-Reactlon).

Loyatete 49 (Diphtherische Lähmung).

Lübbert 153 (Wasserstoffsuperoxydmethode).

M.

Maingault 48. 49 (Monographie über diphtherische Lähmungen).

Maisonneuve 114 („Tracheotom“).

Malgaigne 117. 120 (Kritik des Werthes der Tracheotomie).

Mead 7 (Pockenerkrankung des Fötus ohne Erkrankung der Mutter).

Meinhardt 193.

Meister, Lucius & Brüning 191 (Farbwerke in Höchst a. M.).

Mercatus 19.

Meyer, P. 50 (Parenchymatöse Neuritis nach Diphtherie).

Millet 113. 199. 200 (Traité de la diphthérie).

Millon 86 (Eiweissreaction).

Mohr 18 (Uebersetzung von Home’s Crouparbeit).

Montague 155 (lady; Pockenimpfung).

Moore 15 (Motto zu Bretonneau’s traité de la diphthérite).

Moreau 58 (Commission für Napoleon’s Crouppreis).

Moynier 55 (Schüler Trousseau’s).

N.

Napoleon 13 (Crouppreis).

Naegeli 67. 71. 77.

Nasse 90 (Fällungsreactionen für Eiweisskörper).

Nencki 97 (Ptomaïne).

Nola, Franciskus 16. 17. 18 („Bodentheorie“ betreffend die Entstehung der Diphtherie).

O.

Oertel 61. 62. 64. 71. 72. 77 (Aetiologie der Diphtherie).

Orillard 49 (Taubheit und Sehstörungen nach Diphtherie).

Orth 44. 45 (Pathologisch-anatomische Begriffsbestimmung der Diphtherie).

Ozanam 49 (Diphtherische Lähmung).

P.

Paltauff 34 (-- und Kolisko, Scharlach-Angina).

Panum 97 (Putrides Bacteriengift).

Pariset 58 (Croup-Commission).

Pasteur 79. 140. 154. 155. 156. 162. 201.

Pauly 117 (Granulations-Stenose nach der Tracheotomie).

v. Pettenkofer 135 (Contagiosität der Infectionskrankheiten).

Pfeiffer 73 (Influenzabacillus).

Proskauer 85 (-- und Wassermann, Diphtheriegift).

Puységur 107. 116 (Elisabeth de; 3. Tracheotomie Bretonneau’s).

R.

Ramon 11 (Tödtlich verlaufene Fälle von Diphtherie der Vulva).

Rhasez 6 (Teleologische Theorie betreffend die Entstehung der Pocken).

Richet 159. 160. 161 (-- u. Héricourt).

Robert 55 (Wunddiphtherie).

Roger 171 (Pyocyaneus-Immunisirung).

Roux 46. 51. 79. 81. 82. 83. 84. 92. 98. 119. 155.

S.

Salmon 156 (-- und Smith).

Salomonsen 80. 92 (-- u. Dirckink-Holmfeld).

Schmiedeberg 97 (-- u. Bergmann).

Schönlein 201.

Schütz 77. 170. 174 (Tetanus-Immunisirung).

Schützenberger 86 (Eiweisskörper).

Schweninger 62 (Oertel’s Therapie der Circulationsstörungen).

Schwilgué 58 (Vorbericht für Napoleon’s Crouppreis).

Scotti 47 (Diphtherische Lähmung).

Sedillot 49 (Diphther. Lähmung).

Selmi 97 (Ptomaïne).

Senator 45 („Synanche“).

Sestier 129 (Tracheotomie-Statistik).