Die Frauenfrage Ihre Geschichtliche Entwicklung Und Wirtschaftl
Chapter 54
Freie Kur nebst Angehörigenunterstützung zur Verhütung der Invalidität. Beitragserstattung bei Tod oder Heirat. Nach vollendetem 70. Lebensjahr eine Altersrente nach Lohnklassen abgestuft von 110 bis 230 Mk. jährlich. Nach eingetretener Invalidität eine nach der Zahl der Beitragswochen und der Lohnklassen abgestufte Rente, deren unterste Grenze 116,40 Mk. beträgt, deren oberste bis 450 Mk., nach 50 Jahren Beitragszahlung in der obersten Lohnklasse, betragen kann.
Oesterreich
Krankenversicherung: Umfang:
Zwangsversicherung für Arbeiter und Betriebsbeamte im Gewerbe.
Freiwillig: für Landwirtschaft und Hausindustrie.
Krankenversicherung: Leistungen:
Wie in Deutschland aber: Unterstützungsdauer bis zu 20 Wochen. Krankengeld 60% des ortsüblichen Lohns.
Unfallversicherung: Umfang:
Zwangsversicherung für Arbeiter und Betriebsbeamte in der Industrie, im Baugewerbe, in maschinellen Betrieben der Landwirtschaft. Freiwillig für Unternehmer und nicht versicherungspflichtiges Personal.
Unfallversicherung: Leistungen:
Unfallrente bis 60% des Lohns von der 5. Woche ab. Hinterbliebenenrente bis 50% des Jahreslohns. Sterbegeld. Schadenersatz wie in Deutschland.
Invaliden- und Altersversicherung: Umfang:
Zwangsversicherung nur für Bergarbeiterinnen, Witwen- und Waisenversicherung im Bergbau. Zwangsversicherung in Vorbereitung.
Invaliden- und Altersversicherung: Leistungen:
--
Frankreich
Krankenversicherung: Umfang:
Freiwillig für Arbeiter aller Berufszweige.
Krankenversicherung: Leistungen:
Nur Kranken- und Sterbegeld, nicht Arzt und Anstaltspflege.
Unfallversicherung: Umfang:
Freiwillig für Arbeiter und Betriebsbeamte im Gewerbe.
Unfallversicherung: Leistungen:
Unfallrente vom 5. Tage ab bis 50% des Lohns. Invalidenrente bis 66-2/3% des Jahreslohns. Rente bis 60% des Lohns für Hinterbliebene. Begräbniskosten.
Invaliden- und Altersversicherung: Umfang:
Freiwillig für alle Staatsbürger, Zwangsversicherung in Vorbereitung.
Invaliden- und Altersversicherung: Leistungen:
Altersrente für mindeste Fünfzigjährige; Invalidenrente für Erwerbsunfähige, Beitragserstattung im Todesfall.
Großbritannien
Krankenversicherung: Umfang:
Freiwillig für Arbeiter aller Berufszweige.
Krankenversicherung: Leistungen:
Freiwillig.
Unfallversicherung: Umfang:
Freiwillig für Arbeiter und Betriebsbeamte im Gewerbe. Haftpflichtgesetz.
Unfallversicherung: Leistungen:
Unfallrente bis 50% des Lohns von der 3. Woche ab, oder Kapitalabfindung, Auszahlung eines Kapitals bis zum dreifachen, Jahreslohn an die Hinterbliebenen.
Invaliden- und Altersversicherung: Umfang:
Freiwillig für alle Staatsbürger.
Invaliden- und Altersversicherung: Leistungen:
Leibrenten von durchschnittlich 350 Mk.
Die Grenzen der Gesetzgebung.
Der unbefriedigende Charakter der sozialpolitischen Gesetzgebung aller Länder ist das notwendige Ergebnis der Bedingungen, aus denen sie hervorwächst. Sie ist der Ausdruck eines in ihren ersten Anfängen fast unbewußt, gegenwärtig aber mit vollem Bewußtsein geführten Interessenkampfes zwischen der Arbeiterklasse und der Klasse der Unternehmer. Der Ursprung dieses Kampfes liegt in der kapitalistischen Produktionsweise selbst, die jene beiden Klassen,--die Besitzer der Produktionsmittel auf der einen und das besitzlose Proletariat auf der anderen Seite,--zur Voraussetzung hat. Aus den verschiedenen Phasen des Kampfes, aus den Schwankungen der Machtverhältnisse der Kämpfenden, erklären sich die unorganische Entwicklung des Arbeiterschutzes, und seine tastenden Versuche nach allen Richtungen hin. Das Übergewicht aber, das die Unternehmer besitzen, kommt in der äußerst mangelhaften Durchführung der geltenden Gesetzgebung zu drastischem Ausdruck.
Mit der Ausbreitung kapitalistischer Organisationsformen, die unaufhaltsam vor sich geht und im Interesse des allgemeinen Fortschrittes gelegen ist, wächst die Masse des Proletariats, d.h. der von den Unternehmern abhängigen Lohnarbeiter, bringt beide Geschlechter mehr und mehr in eine übereinstimmende Klassenlage und verstärkt infolgedessen ihre Macht und ihren Einfluß. Die Weiterentwicklung der sozialpolitischen Gesetzgebung wird dadurch bedingt. Sie kann daher in größerem Maß als bisher der rücksichtslosen Geltendmachung kapitalistischer Interessen Grenzen stecken, das Abhängigkeitsverhältnis der Arbeiter von den Unternehmern mildern, aber darüber hinaus wird ihre Wirksamkeit sich selbst dann nicht erstrecken können, wenn sie ihre Aufgaben in weitestem Maße zu erfüllen im stande wäre. Nehmen wir an, die Arbeitszeit wäre so niedrig als möglich festgesetzt, ein Minimallohn gesichert, die Koalitionsfreiheit gewährleistet, durch staatliche Versicherung die traurigen Folgen von Unfall, Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit beseitigt, so bliebe als ungelöster Rest der Ausgangspunkt der Arbeiterfrage bestehen: das Lohnsystem und seine Folge, die Abhängigkeit des Lohnarbeiters, und die charakteristische Erscheinung der kapitalistischen Produktionsweise, die wirtschaftlichen Krisen, auf denen die Unsicherheit der proletarischen Existenz beruht.
Wenn somit auch die optimistische Anschauung des möglichen Wirkungskreises der sozialpolitischen Gesetzgebung ihre Bedingtheit anerkennen muß, und ich selbst außer stände war, in meinen Forderungen über bestimmte Grenzen hinauszugehen, weil sie an den gegebenen Machtverhältnissen eine Schranke fänden, so werden sie sich in Wirklichkeit noch viel enger gestalten; denn die Gesetzgebung scheitert nicht zuletzt an dem Problem der Frauenarbeit.
Wir wissen, daß die Lohnarbeit der Frau, mag sie auch zu, allen Zeiten in gewissem Umfang bestanden haben, in ihrer gegenwärtigen Form ein Produkt der großindustriellen Entwicklung ist. Ihre Tendenz geht mit unverrückbarer Sicherheit dahin, das weibliche Geschlecht mehr und mehr dem Bannkreis des Hauses zu entziehen, und den Erwerbszwang in steigendem Maße auf alle Frauen, auch auf die verheirateten, auszudehnen. Als die traurigen Resultate dieses Zustandes haben wir die Degeneration der Frauen, wie sie sich in der Abnahme ihrer mütterlichen Kräfte, der Fähigkeit, gesunde Kinder zur Welt zu bringen und sie zu nähren, in dem frühen Altern ausdrückt, die Degeneration der Kinder, die in ihrer höheren und früheren Sterblichkeit, ihrer Schwäche und Kränklichkeit zu Tage tritt, kennen gelernt. Und als unausbleibliches Korrelat der Lohnarbeit der Frauen ist uns die Prostitution entgegengetreten. So wenig sie an sich eine neue Erscheinung ist, in dieser Form und Ausdehnung, als Mittel des Erwerbes eines supplementären Lohnes für ganze Schichten der Arbeiterinnenklasse ist sie, wie die moderne Frauenarbeit selbst, das Ergebnis der kapitalistischen Produktionsweise. Das beweist, mehr als irgend etwas anderes, die Thatsache, daß wirtschaftliche Krisen und wirtschaftlicher Aufschwung in innigem Zusammenhang mit der Zunahme und der Abnahme der gelegentlichen Prostitution stehen. Sie wird aber auch durch ein psychologisches Moment genährt, das keine andere Zeit hervorbringen konnte, wie die unsere: die Kontrastwirkung des Reichtums und der Freiheit der Unternehmerklasse auf die in Armut und Abhängigkeit lebenden Frauen der Arbeiterklasse. Der Reichtum früherer Zeiten zog sich vornehm in Paläste und Patrizierhäuser zurück, der moderne Reichtum strahlt blendend aus dem Glanz der Kaufhäuser, der Pracht der Hotels, er wird in den Luxuszügen und Dampfschiffen, die Weltstadt mit Weltstadt verbinden, in den Modebädern und durch die Presse mit allen Mitteln der Vervielfältigungskunst den Massen vor Augen geführt. Und wo die Not nicht ausreicht, um zur Prostitution zu zwingen, da gaukelt die Gewalt dieser Verführungskünste den armen Mädchen Glück und Freiheit vor.
Machtlos steht die sozialpolitische Gesetzgebung vor diesen Problemen. Sie vermag die Wirkungen der Lohnarbeit auf Frauen und Kinder abzuschwächen, wie sie durch Herabsetzung der Arbeitszeit, Sicherung von Minimallöhnen, Auflösung der Heimarbeit, Versicherung gegen Arbeitslosigkeit den äußeren Motiven zur Prostituierung etwas von ihrer Gewalt zu nehmen im stande ist, aber sie kann dem Kinde die Mutter nicht wiedergeben und kann nicht verhindern, daß die Frau, um die Not zu lindern, ihren Körper verkauft, wie ihre Arbeitskraft.
Erst die Erkenntnis des Problems der Frauenfrage beleuchtet mit voller Klarheit das Wesen der sozialen Frage, deren Teil sie ist. Je weiter die kapitalistische Entwicklung fortschreitet, desto schwieriger wird die Lösung ihres Sphinxrätsels. Desto entschiedener aber wird auch die Frauenarbeit nicht nur zu seiner Lösung hindrängen, sondern sie auch vorbereiten helfen. Sie hat ihre Entstehung der Revolutionierung der Produktionsweise zu verdanken, sie trägt alle Elemente in sich, diese Wirtschaftsweise nun ihrerseits zu revolutionieren, indem sie an einem ihrer Grundpfeiler den Hebel ansetzt: der Familie, und Mann und Weib und Kind gegen sie mobil macht, wie es bisher noch bei keinem der historischen Klassen- und Machtkämpfe geschehen ist. Das konservativste Element in der Menschheit, das weibliche, wird zur Triebkraft des radikalsten Fortschritts.
Ohne die Frauenarbeit kann die kapitalistische Wirtschaftsordnung nicht bestehen und wird immer weniger ohne sie bestehen können. Die Frauenarbeit aber untergräbt die alte Form der Familie, erschüttert die Begriffe der Sittlichkeit, auf denen sich der Moralkodex der bürgerlichen Gesellschaft aufbaut, und gefährdet die Existenz des Menschengeschlechts, deren Bedingung gesunde Mütter sind. Will die Menschheit schließlich nicht sich selbst aufgeben, so wird sie die kapitalistische Wirtschaftsordnung aufgeben müssen.
Die sozialpolitische Gesetzgebung bahnt mit den Weg zu diesem Ziel. Und das ist ihre größte, wenn auch unbeabsichtigte Aufgabe. Sie macht die Männer und Frauen der Lohnarbeiterklasse fähig, sich ihres solidarischen Zusammenhanges bewußt zu werden. Sie setzt Rechte an Stelle der Almosen und zerstört den unterwürfigen Sklavencharakter, der die Arbeiter der vorkapitalistischen Zeit noch kennzeichnete. Sie schweißt die Massen noch fester zusammen und lehrt sie den Gegner kennen, der seine Interessen gegen die ihren ausspielt.
So wirkt, bewußt und unbewußt, alles zusammen, um an Stelle der alten Welt, die die Menschheit in zwei feindliche Lager spaltete, eine neue aufzubauen, in der die Lohnsklaverei der ökonomischen Unabhängigkeit Platz machen, in der die Arbeit der Frau sie nicht schädigen und schänden, sondern zur freien Genossin des Mannes erheben wird, in der sie ihre höchste Bestimmung erfüllen kann, wie nie zuvor, und ein starkes, frohes Geschlecht dafür zeugen wird, daß ihm die Mutter niemals fehlte.
Anmerkungen:
[1] Vgl. Bachofen, Das Mutterrecht. Stuttgart, S. 10.
[2] Vgl. K. Bücher, Die Entstehung der Volkswirtschaft. Tübingen 1898, S. 13.
[3] Vgl. Julius Lippert, Kulturgeschichte der Menschheit. Stuttgart 1887, II. Bd. S. 23 ff.
[4] Vgl. Havelock Ellis, Mann und Weib. Leipzig 1894, S. 2 ff.
[5] Vgl. Bücher, a.a.O., S., 14 u. 37.
[6] Vgl. Julius Lippert, a.a.O., Bd. I S. 251 ff. und Bd. II S. 28.
[7] Vgl. Friedrich Engels, Der Ursprung der Familie. 7. Auflage. Stuttgart 1896, S. 52 f.
[8] Vgl. Paul Gide, Etude sur la condition privée de la femme. Paris 1885, S. 37.
[9] Mischna, Ketuboth, 61a bis 68a. Citiert bei Paul Gide, a.a.O.
[10] Gesetzbuch des Manu. Aus der englischen Übersetzung des Sir W. Jone ins Deutsche übertragen von Th. Chr. Hüttner. Weimar 1797, S. 74 fg.
[11] I. Buch Mose, 16. Kapitel.
[12] Gesetzbuch des Manu, a.a.O., S. 325.
[13] 5. Buch Mose, 25. Kapitel 5-10.
[14] Gesetzbuch des Manu, a.a.O., S. 315.
[15] Gesetzbuch des Manu, a.a.O., S. 185 und 318.
[16] Vgl. E. Legouvé, Histoire morale des femmes. Paris, S. 13 f.
[17] Gesetzbuch des Manu, a.a.O., S. 319 u. 355.
[18] Vgl. Huc, L'empire chinois. Paris 1857, citiert bei Gide.
[19] Vgl. Paul Gide, a.a.O., S. 32 ff.
[20] Vgl. Platos Gastmahl in der Übersetzung von Schleiermacher. Berlin 1824, S. 416.
[21] Vgl. Xenophon, Oeconomicus, II.
[22] Vgl. Thukydides, Peloponnesischer Krieg. Übersetzt von Kämpf. S. 167.
[23] Vgl. über die Stellung der griechischen Frauen den Artikel On femal society in Greece im 22. Band der Saturday Review und Rainneville, La femme dans l'antiquité. Paris 1865.
[24] Vgl. F.W.B. von Ramdohr, Venus Urania. Leipzig 1798.
[25] Vgl. W.E.H. Lecky, Sittengeschichte Europas. Übersetzt von Dr. H. Jolowicz. 2. Aufl. Leipzig 1879, S. 242 fg.
[26] Platos Staat, übersetzt von Schleiermacher. Berlin 1828, S. 274 u. 281.
[27] Plato, a.a.O., S. 281.
[28] Plato, a.a.O., S. 283.
[29] Plato, a.a.O., S. 282.
[30] Vgl. Aristoteles' Politik, übersetzt von Garve. Breslau 1799, S. 38.
[31] Aristoteles, a.a.O., S. 4.
[32] Aristoteles, a.a.O., S. 635.
[33] Aristoteles, a.a.O., S. 200.
[34] Vgl. Platos Timaeus, übersetzt von B.E.Chr. Schneider. Breslau 1874, S. 105 fg.
[35] Vgl. Gide, a.a.O., S. 114 fg.
[36] Vgl. Gajus, Institutionen, übersetzt von Backhaus. Bonn 1857, S. 12 f. und 71 ff.
[37] Vgl. Valerius Maximus, Sammlung merkwürdiger Reden und Thaten, übersetzt von Dr. F. Hoffmann. Stuttgart 1829, Buch 8, Kap. III, S. 494.
[38] Vgl. Valerius Maximus, a.a.O., S. 495.
[39] Vgl. Th. Mommsen, Römische Geschichte. 8. Aufl. Berlin 1889, Bd. III S. 510 fg.
[40] Vgl. Th. Mommsen, a.a.O., Bd. I S. 833-834.
[41] Vgl. Bücher, a.a.O., S. 68 ff.
[42] Vgl. Cicero, Pflichtenlehre, übersetzt von Friedr. Richter. Leipzig, I, 41.
[43] Vgl. Sueton, Biographien, übersetzt von Sarrazin. Stuttgart 1883, und Tacitus, Annalen, übersetzt von Roth. Berlin 1888.
[44] Vgl. Titus Livius, Römische Geschichte, übersetzt von Hausinger. Braunschweig 1821, XXXIV. Buch, S. 203-215.
[45] Vgl. Titus Livius, a.a.O., Bd. XLI S. 224 ff.
[46] Vgl. Mommsen, a.a.O., Bd. I S. 874.
[47] Vgl. Friedländer, Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms. 7. Aufl. Leipzig 1901, I S. 254 ff., sowie Tacitus, Annalen und Martials Epigramme.
[48] Vgl. Horaz, Satiren, übersetzt von H. Düntzer.
[49] Vgl. Mommsen, a.a.O., Bd. II S. 404.
[50] Vgl. Mommsen, a.a.O., Bd. III, und Gide, a.a.O., S. 140 ff.
[51] Vgl. Valerius Maximus, Sammlung merkwürdiger Reden und Thaten, Buch VIII, Kap. 3, § 3, S. 495.
[52] Vgl. M. Ostrogorski, Die Frau im öffentlichen Recht, übersetzt von Franziska Steinitz. Leipzig 1897, S. 140.
[53] Ostrogorski, a.a.O., S. 141
[54] Vgl. Louis Frank, La femme-avocat. Paris 1898, S. 12.
[55] Vgl. Paul Gide, a.a.O., S. 173 ff.
[56] Vgl. M. Tullius Cicero, Sechs Bücher vom Staat, übersetzt von J. Christ. F. Bähr. Berlin, Langenscheidtsche Buchhandlung. IV. Buch, S. 198 fg.
[57] Vgl. Cornelius Nepos. Wortgetreue Uebersetzung von C.G. Roße. Aschersleben 1880. Vorrede.
[58] Vgl. Plutarchs Werke. 24. Bd.: Moralische Schriften, übersetzt von J. Christ. F. Bähr. Stuttgart 1830, S. 744-802.
[59] Vgl. Tacitus, Germania, übersetzt von M. Oberbreyer. Leipzig, S. 28.
[60] Vgl. G.L. von Maurer, Geschichte der Fronhöfe. Erlangen 1862, Bd. I S. 115, 135, 241 ff. Bd. II S. 387 ff. Bd. III S. 325.
[61] Galater 3, V. 28.
[62] I. Korinther 14, V. 34.
[63] Galater 3, V. 26-28.--Vgl. auch Römer 10, V. 12.--I. Korinther 12, V. 13.
[64] I. Korinther 7, V. 1-8.
[65] I. Korinther 7, V. 28.
[66] I. Johannis 8, V. 6-11.
[67] Matthäi 19, V. 6.
[68] Kolosser 3, V. 19.--Epheser 5, V. 25-31.
[69] Apostelgeschichte 2, V. 17, 18.
[70] Epheser 5, V. 22.--Kolosser 3, V. 18.--I. Korinther 11, V. 3.--I. Petri 3, V. 1 ff.
[71] I. Timotheus 2, V. 12.--Titus 2, V. 4-5.
[72] I. Timotheus 2, V. 12.--I. Korinther 14, V. 34-35.
[73] I. Timotheus 2, V. 15.
[74] I. Korinther 7, V. 6 u. V. 25.
[75] I. Korinther 7, V. 1.
[76] I. Timotheus 2, V. 14.
[77] Tertullians sämtliche Schriften. Uebersetzt von Kellner. Köln 1882, I. Bd. "Ueber den Putz der Weiber". S. 185.
[78] Kanonisches Recht. Causa XXXIII, citiert bei Louis Frank, Essai sur la condition politique de la femme. Paris 1892. S. 42-43.
[79] Vgl. Paul Gide, a.a.O., S. 350 und Karl Weinhold, Die deutschen Frauen in dem Mittelalter. 3. Aufl. Wien 1897, S. 183.
[80] Vgl. hierfür das für die Auffassung der Frauenfrage durch die katholische Kirche höchst interessante Buch des Redemptoristenpaters A. Rößler: Die Frauenfrage. Wien 1893.
[81] Vgl. Schmelzeis, Leben und Wirken der heiligen Hildegard. Freiburg 1879.
[82] Vgl. Binder, Die heilige Brigitta von Schweden. München 1891.
[83] Vgl. Martin Luther, Gründliche und erbauliche Auslegung des ersten Buches Mosis. Cit. nach Strampff, Martin Luther über die Ehe. S. 176.
[84] Vgl. Martin Luther, Sämtliche Werke. Bd. 16. Sermon vom ehelichen Leben. S. 526. Frankfurt a.M. 2. Aufl.
[85] Vgl. Martin Luther, Tischreden. Herausgegeben von Förstemann u. Bindseil. IV. Abt. S. 121 f.
[86] Vgl. hierfür die charakteristische Schrift des Stuttgarter Theologen F. Bettex, Mann und Weib. Bielefeld und Leipzig 1892.
[87] Vgl. Jakob Grimm, Deutsche Rechtsaltertümer. 3. Aufl. Göttingen 1881. S. 461.
[88] Vgl. Weinhold, a.a.O., S. 23.
[89] Vgl. Jakob Grimm, a.a.O., S. 411 ff.
[90] Vgl. Rößlin, Abhandlung von besonderen weiblichen Rechten. Mannheim 1775. S. 16
[91] A.a.O. S. 21.
[92] Citiert bei Edouard Laboulaye: Recherches sur la condition civile et politique des femmes. Paris 1842. S. 320.
[93] Vgl. G.L. von Maurer, Geschichte der Fronhöfe. Erlangen 1862. Bd. III, S. 169 f. Bd. IV. S. 498.
[94] Vgl. Edouard Laboulaye, a.a.O., S. 327.
[95] Vgl. Hartmanns von der Aue "Iwein". 6186-6206.
[96] Vgl. Maurer, a.a.O., Bd. I, S. 115, 135, 241, 394 f., Bd. II, S. 387 f., Bd. III S. 325.
[97] Vgl. Dr. P. Norrenberg, Frauenarbeit und Arbeiterinnenerziehung in deutscher Vorzeit. Schriften der Görres-Gesellschaft. Köln 1880. S. 40.
[98] In Hartmanns von der Aue "Iwein" schildert der Dichter die hungernden, blassen Weberinnen in der Werkstatt mit ergreifender Beredsamkeit.
[99] Vgl. Jakob Grimm, Rechtsaltertümer. S. 350 f.
[100] Vgl. Maurer, a.a.O., Bd. I, S. 204 f.
[101] Vgl. De la Curne de St. Palaye, Mémoires sur l'ancienne Chevallerie. Paris 1759. Bd. 3 S. 13 ff., Bd. 4 S. 20 ff.
[102] Vgl. Maurer, a.a.O., Bd. I, S. 135, 205.
[103] Vgl. Oeuvres du Seigneur de Brantome. Nouvelle Édition. Paris 1787. T. IV, p. 93 ff.
[104] Vgl. Maurer, Geschichte der Städteverfassung. Erlangen 1870. Bd. III S. 103 ff.
[105] Otto Henne am Rhyn, Die Gebrechen und Sünden der Sittenpolizei. Leipzig 1897. S. 56.
[106] Vgl. G. Schmoller, Die Tucher- und Weberzunft in Straßburg. Straßburg 1879. S. 521.
[107] Vgl. Stahl, Das deutsche Handwerk. Gießen 1874. S. 58.
[108] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 52.
[109] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 81.
[110] Vgl. Schoenlank, Soziale Kämpfe vor dreihundert Jahren. Leipzig 1894. S. 50.
[111] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 44.
[112] Vgl. Bücher, Die Frauenfrage im Mittelalter. Tübingen 1882, S. 12 ff.
[113] Vgl. Bücher, a.a.O., S. 14-15.
[114] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 67.
[115] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 274.
[116] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 277.
[117] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 50.
[118] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 58.
[119] Vgl. Bücher, a.a.O., S. 4 ff.
[120] Vgl. Norrenberg, a.a.O., S. 40.
[121] Vgl. Stahl, a.a.O., S. 78.
[122] Vgl. Norrenberg, a.a.O., S. 50 ff.
[123] Vgl. L. Frank, La femme-avocat. Brüssel. Paris 1897 S. 61 ff.
[124] Vgl. Ennen, Geschichte der Stadt Köln. Bd. II, S. 623.
[125] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 93 ff.
[126] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 64 ff.
[127] Vgl. Schoenlank, a.a.O., S. 144.
[128] Vgl. Weinhold, a.a.O., S. 177 ff. und Stahl, a.a.O., S. 91.
[129] Vgl. W. Stieda, Die deutsche Hausindustrie, Bericht des Vereins für Sozialpolitik. Leipzig 1889. S. 120 ff.
[130] Vgl. W. Sombart, Die Hausindustrie in Deutschland. In Brauns Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik 1891. Bd. IV, S. 113.
[131] Vgl. P. Leroy-Beaulieu, Le travail des femmes au XIX. siècle. Paris 1873. p. 21 ff.
[132] Vgl. Engels, Die Lage der arbeitenden Klassen in England. 2. Aufl. Stuttgart 1892, S. 6 f.
[133] Vgl. Pierstorff, Frauenarbeit und Frauenfrage. 3. Bd. des Handwörterbuchs der Staatswissenschaften. Jena 1892. S. 643.
[134] Vgl. Levasseur, Histoire des classes ouvrières en France depuis 1789. I. Bd. Paris 1867. S. 7.
[135] Vgl. Norrenberg, a.a.O., S. 93.
[136] Vgl. Weinhold, a.a.O., S. 115.
[137] Vgl. Jakob Burckhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien. 6. Aufl. Leipzig 1898. I. Bd. S. 237 ff.
[138] Burckhardt, a.a.O. II. Bd. S. 122 ff.
[139] Z.B. Boccaccio, Ferenzuela, Bandello. Vgl. Burckhardt, a.a.O. II. Bd. S. 111 ff.
[140] Vgl. Gregorovius, Lucrezia Borgia. 3. Aufl. Stuttgart 1876, das interessante Einzelheiten über die Bildung der Frauen enthält.
[141] Vgl. Burckhardt, a.a.O., II. Bd. S. 185 fg.
[142] Vgl. M. Thomas, Essay sur le caractère, les moeurs et l'esprit des femmes. Paris 1772. S. 82.
[143] Vgl. L. Frank, La femme-avocat, a.a.O., S. 61 fg.
[144] Vgl. A. von Reumont, Vittoria Colonna. Freiburg i. Br. 1881.
[145] Wir nennen nur Hillarion da Coste, einen Mönch, der in zwei Quartbänden, jeden zu 800 Seiten, 170 Frauen des 15. und 16. Jahrhunderts schilderte, sowie den Venezianer Ruscelli, der durch seine Ueberschwenglichkeit selbst seinen Zeitgenossen lächerlich erschien.
[146] Genannt seien die Schriften von Modesta di Pozzo di Torci (1595) über die Vorzüge des weiblichen vor dem männlichen Geschlecht, und von Lucretia Marinelli, hundert Jahre später, über die Vortrefflichkeit der Frauen und die Fehler der Männer.
[147] Vgl. Thomas, a.a.O., S. 83.
[148] Vgl. Robineau, Christine de Pisan, sa vie, ses oeuvres. St. Omer 1882.
[149] Vgl. Miß Freer, Life of Marguerite, Queen of Navarra. London 1855 und Oeuvres du Seigneur de Brantome, a.a.O., II. page 451.
[150] Vgl. Saint-Poncy, Histoire de Marguerite de Valois, Paris 1887 und Brantome, a.a.O., p. 376.
[151] Die Schrift erschien zuerst in lateinischer Sprache unter dem Titel: De nobilitate et praecellentia foeminini sexus und im Jahre 1721 in deutscher Uebersetzung: Des Cornelii Agrippae anmuthiges und curieuses Tractätgen von dem Vorzug des weiblichen vor dem männlichen Geschlecht.
[152] Vgl. Georg Steinhausen, Das gelehrte Frauenzimmer. In "Nord und Süd", 19. Jahrg. Bd. 75, S. 46 ff.
[153] Desselben Verfassers: Die deutschen Frauen im siebzehnten Jahrhundert. In seinen Kulturstudien. Berlin 1893. S. 66.
[154] Zu erwähnen ist die Astronomin Maria Cunitz, deren astronomische Tafeln: Urania propitia sich eines gewissen Rufs erfreuten, und die Philosophin Katharina Erxleben in Halle.
[155] Aus den zahlreichen Schriften sind zu nennen: Gerhard Meuschens Curieuse Schaubühne gelehrter Dames, Joh. Frauenlobs Lobwürdige Gesellschaft gelehrter Weiber, Paullinis Hoch- und Wohlgelehrtes teutsches Frauenzimmer, Casp. Ebertis Cabinet des gelehrten Frauenzimmers. Vgl. auch Steinhausen a.a.O.: "Das gelehrte Frauenzimmer".
[156] Vgl. Daniel Defoe, Essay on projects. London 1697.
[157] Vgl. Gustav Cohn, Die deutsche Frauenbewegung. Berlin 1896. S. 78.
[158] Vgl. Charlotte Stopes, British Freewomen. London 1894. S. 124 ff.
[159] Ihre Streitschrift erschien anonym unter dem Titel: A serious proposal to the Ladies for the advancement of their true and greatest interest. By a Lover of her sex. London 1694. Im Jahre 1700 folgte die bedeutendere Schrift: Reflections upon mariage.
[160] Vgl. Stopes, a.a.O. und meine Abhandlung in Brauns Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik Bd. X, Heft 3, S. 417 ff.
[161] Vgl. Stopes, a.a.O., S. 193 ff.
[162] Vgl. Memoir and correspondence of Caroline Herschel. London 1875.
[163] Vgl. E. et J. de Goncourt, Les maîtresses de Louis XV. Paris 1860. Bd. I, S. 52.
[164] Vgl. Mémoires du maréchal duc de Richelieu. Paris 1793.
[165] Vgl, Mémoires de madame de Genlis. Paris 1825. Bd. I und Théâtre à l'usage des jeunes personnes par madame de Genlis. Paris 1789. Bd. 2. La Colombe.
[166] Vgl. E. et J. de Goncourt, La Femme du dix-huitième siècle. Paris 1862. p. 322.
[167] Vgl. Montesquieu, Lettres persanes. Amsterdam 1731. p. 83 ff.