Die alte Krone: Ein Roman aus dem Spreewald
Part 19
Und sie ging auf Seitenwegen hin zur Spree.
Dahinein senkte sie die Krone.
Leise und langsam floß das stille Wasser darüber. -- --
* * * * *
Hanzo aber, der alte »Kral«, ging noch oft auf den Gottesacker zum Grabe seiner Frau und träumte beim leisen Rauschen der Linde von einer tiefen, stillen Ruhe da unten im Schmuck einer strahlenden Krone.
Und er war nicht getäuscht. Das wußte auch Hanka.
Eine Krone würde über seinem Haupte sein, wenn er da unten schlief:
Die alte, unvergängliche Krone, in deren Glanz und ewigem Schmuck alle die ruhen, die auf Erden die Wahrheit gesucht und das Recht geliebt haben.
Fußnoten
[1] Schulzen.
[2] Rittermäßiger
[3] König.
[4] Alp.
[5] Juro ist der wendische Name für Georg.
[6] Großes weißes Tuch.
[7] Ohrfeige.
[8] Vorsängerin.
[9] Totenschmaus.
[10] ist viel herablassender, freundlicher.
[11] Spree.
[12] Slawischer Name für Bautzen.
[13] Jetzt versaufen wir das Fell! (der Verstorbenen).
[14] Böhmischen Krone.
[15] Aus der russischen Zeitung »Golos«.
[16] Gott führt die Seinen wunderlich zusammen.
[17] Ohrfeige.
[18] »~Jana stawa baba,~ »Ein altes Weib, ~Jaden stary kón~ Ein altes Pferd ~Nejstej togo carta wert.~« Sind beide nicht den Teufel wert.«
[19] Nach dem böhmischen Volksgesang. »~Stoji hruška w širem poli~«.
[20] Der Branntwein ist ein Umwerfer.
[21] Wasser macht hungrig (schwach).
[22] Wendische Formel beim Zutrinken.
[23] Kämmerchen.
[24] Andere Hand -- anderes Glück.
[25] Elbe.
[26] Kälbchen.
[27] Sau.
[28] Du Plunderliese.
[29] Wer mit der Katze gepflügt hat, weiß, wie sie zieht.
[30] »Gedächtnistag des Meisters Johann Hus.« Der 6. Juli. Hus wurde bekanntlich am 6. Juli 1369 geboren und am 6. Juli 1415 zu Konstanz verbrannt.
[31] Er lebe!
[32] Slawische Bezeichnung der Deutschen während der Zeit des Frankfurter Parlamentes.
[33] Fürst! Fürst!
[34] ~Pán Krystus, neýmocnegssj pán, racz techto klenotuw ostrzjhati sam, až do neyposlednegssho dne.~
[35] Spinngesellschaft.
[36] Kirmes.
[37] Maske.
[38] Branntwein.
[39] Meine Mutter ist eine Witwe, Ich bin eine liederliche Kröte!
[40] Sohn des Hauses.
[41] Vater!
[42] Wendischer Nationaltanz.
[43] Gemeindeversammlung.
[44] Gemeindeschöffen.
[45] Schlafgöttin.
[46] »~Stoz 'ce so swjeci prolowac.~«
[47] »~Ceknena mać.~«
[48] »~Lóchko zmýslena!~«
[49] Wänden!
[50] Das Gotteskind (Christkind).
[51] Nach dem Lied: »~Pšadla Marja kudželku.~«
[52] Spatz.
[53] Rußabend.
[54] Brautjungfer.
[55] Brautgeselle.
[56] Schmutzige Hexe.
Beachten Sie bitte die folgenden Seiten!
~Von~
~PAUL KELLER~
~erschien in gleicher Ausstattung~
~Heimat~
»Ein Roman aus den schlesischen Bergen, ein sehr starkes Werk des Dichters, der seine Menschen aus dem Innern, aus dem Herzen zeichnet.«
Frankfurter Nachrichten
~DIE GELBEN ULLSTEIN-BÜCHER~
~RUDOLF HANS BARTSCH~
~Hannerl und ihre Liebhaber~
Das Schicksal einer lustigen, kleinen Wienerin, die im Glauben, über der Liebe zu stehen, an ihr zugrunde geht.
~ELISABETH RUSSELL~
~Urlaub von der Ehe~
Ein sonniger, humorvoller Ferienroman aus einer oberitalienischen Villa, in der einige Frauen und Mädchen glauben, den Männern entfliehen zu können.
~P. O. HÖCKER~
~Die Sonne von St. Moritz~
»Saison in St. Moritz, das mondäne Treiben des Luxushotels, der sport- und klatschlüsternen ›Welt‹ geben den Rahmen dieser neuen Erzählung Höckers. In dieser strahlenden Umgebung erfüllt sich das Schicksal zweier Menschen, um endlich, nach mancherlei Verwicklung, zu einem versöhnlichen Ende zu führen.«
Nürnberger Zeitung
~CARL ROESSLER~
~Wellen des Eros~
»Roeßler hat hier mit der Gabe außerordentlich scharfer Charakterisierung ein Buch geschaffen, wie es nur einer kann, der all' die Figuren bis ins Innerste kennt.«
Neue Freie Presse
~PAUL FRANK~
~Das Liebesschiff~
Das Liebeserlebnis einer schönen, vielumworbenen Frau, die sich bis zum geheimnisvollen Verschwinden eines Mannes für keinen ihrer zahlreichen Verehrer entscheiden kann.
~HERMANN LINT~
~Horizont der Liebe~
»Am Horizont der Liebe geistert eine schöne Frau, rätselhaft verschwunden, rätselhaft auftauchend in neuer, verhängnisvoller Erscheinung.«
Hannoverscher Kurier
~LUDWIG THOMA~
~Krawall~
Eine Reihe köstlicher Burlesken von der kochenden bayrischen Volksseele, von Richtern, Bauern und Städtern, von Krach und Krawall vor Gericht.
~P. G. WODEHOUSE~
~Der schüchterne Junggeselle~
Eine der amüsantesten Schöpfungen des großen englischen Humoristen. Die Handlung spielt auf dem Dachgarten eines New-Yorker Wolkenkratzers und schildert »schreckliche Abenteuer«, die ein sehr sympathischer, sehr blonder, sehr junger, sehr schüchterner Mann mit bösen Schwiegermüttern, eleganten Kartenlegerinnen und lyrischen Polizisten zu bestehen hat.
~EDMUND SABOTT~
~Jan Fock, der Millionär~
»Diese lustige, leichtbeschwingte und amüsante Diebskomödie läßt die Sympathien des Lesers von Seite zu Seite wachsen.«
Hamburger Fremdenblatt
~+JEDER BAND 1 MARK+~
Gedruckt im Ullsteinhaus Berlin
Weitere Anmerkungen zur Transkription
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S. 28: daß → daß du Ich verbitte mir, {daß du} mich hier
S. 38: zuckte → zückte das Messer nach ihm {zückte}
S. 44: Haaresbre te → Haaresbreite nicht um {Haaresbreite} dem einen näher
S. 57: ber → aber alle Weise zu hindern, was ihm {aber} mißlang
S. 67: gib → gibt Es {gibt} heuer recht viele
S. 67: Geberde → Gebärde Sie machte eine {Gebärde} mit der Hand
S. 74: übscher → hübscher Aber er ist ein {hübscher} Mann
S. 76: us → aus der Buchdrucker {aus} Bautzen
S. 79: bewunderswert → bewundernswert ein Reich ist nur in einer Einheit {bewundernswert}
S. 79: Baudissin → Budissin ich bin im sächsischen {Budissin} geblieben
S. 82: chlesien → Schlesien ebenso wie {Schlesien} geschichtlich und rechtlich
S. 96: Wicaz → Wičaz Sie war als die Sprichwörter-{Wičaz} bekannt
S. 123: sie → Sie ich danke, daß {Sie} mich
S. 124: sie → Sie Vergönnen {Sie} nun auch meinem lettischen Bruder
S. 147: Strin → Stirn machte er die {Stirn} runzelig und sagte
S. 149 druzba → družba Oberlande heißt man's ~{družba}~
S. 179: hat → Er hat {Er hat} es mir geschrieben
S. 180: der → oder ob ich ein Glas Wein {oder} ein Glas Milch bringen darf
S. 181: ber → aber fremde Meinung bekämpfen, {aber} man dürfe
S. 200: n → an Denkt {an} jeden Kaufmann, jeden Gewerbetreibenden
S. 201: wischen → zwischen Wortgefecht {zwischen} Juro und Samo ausgewachsen
S. 218: hiner → hinter einen Steckbrief {hinter} mir erlassen
S. 229: war → wär Hättest du das getan, {wär} alles gut
S. 243: nd → und er bezwang sich {und} sprach