Part 11
[46] Die Hs. hat, wahrscheinlich irrtümlich, X anstatt XII.
[47] Die oben gesperrt gedruckten Reihen weisen auf die _Mort Artus_ des dritten Buches der Trilogie hin. Sie ist erhalten in den spanischen Drucken, in der portugiesischen Hs. und in der Hs. No. 340 der Pariser National Bibliothek ist der Schluß zu finden. Die Version der Mort Artus der Trilogie ist zwar unzweifelhaft auf die der Vulgata zurückzuführen, aber sie unterscheidet sich von derselben in manchen Punkten und ist bedeutend kürzer. Einige wichtige Stellen aus derselben habe ich im XXXVI. Bande der _Romania_ SS. 584-590 gedruckt.
[48] Die oben gesperrt gedruckten Reihen weisen auf den Tod des Morholt durch Tristan und auf Tristans Tod selber hin. Vgl. auch _supra_ S. XXVII.
[49] Im XXVII. Kapitel erzählt M die Abenteuer Ywains (Sir Uwayne) mit der "damoysel of thre score wynter of age". Was ich auf S. XLI N. 1[40] von den Abenteuern des Morholt gesagt habe, gilt auch von denen Ywains, sie sind durchaus verschieden von den in der Trilogie des pseudo-Robert de Borron von diesen beiden Rittern vollbrachten. Ywain und seine Führerin schlagen eine südliche Richtung ein und kommen zuerst "nyghe the marche of walys" zu einem großen Turnier. Ywain besiegt 30 Ritter und erhält den Preis, einen Falken und ein weißes Pferd "trapped with clothe of gold". Nachdem Ywain durch Vermittlung der "old damoysel" viele Abenteuer bestanden hat (die aber nicht erzählt werden), führt sie ihn zu einer Dame "called the lady of the roche", die zwei Brüder, Edward und Hue "of the reed castle", enterbt haben. Die Dame klagt Ywain ihr Leid. Er verspricht ihr zu helfen. Erst will er mit den Brüdern im Guten fertig zu werden versuchen, aber wenn das zu keinem Resultat führt, mit ihnen kämpfen. Am nächsten Tage erscheinen die Brüder, sie weigern sich nicht nur, das Land der Dame wieder herauszugeben, sondern auch einzeln mit Ywain zu kämpfen. Es bleibt Ywain daher nur übrig, gegen beide zugleich zu kämpfen. Am folgenden Morgen findet der Kampf statt. Er dauert viele Stunden. Ywain wird schwer verwundet, es gelingt ihm aber endlich Edward zu töten und Hue zur Übergabe zu zwingen. Hue verpflichtet sich, beim nächsten Pfingstfest am Hofe Arthurs zu erscheinen und gibt der Dame ihr Land zurück. Ywain bleibt beinahe sechs Monate im Hause der Dame, um seine Wunden zu heilen. "And soo whan it drewe nygh the terme day that syr gawayn, syr Marhaus and syre Vwayne shold mete at the crosse way, thenne euery knyght drewe hym thyder to holde his promyse that they had made; & syr Marhaus and syr Vwayne broughte their damoysels with them, but sir Gawayn had lost his damoysel as it is afore reherced". Die Abenteuer Ywains füllen in der Hs. No. 112 fols. 37b-43a (SS. 66-85 der vorliegenden Ausgabe), d. h. bis zur Rückkehr Ywains an den Hof, also etwa sechsmal soviel als in M. Alles was nach diesen Abenteuern in der Hs. No. 112 folgt, d.h. fols. 43a-58b (SS. 85-134) hat in M nichts entsprechendes, ist also entweder von M oder schon von dem Zusammensteller seiner Vorlage unterdrückt worden.
[50] Vgl. _supra_ S. IL.
[51] Ganz verschieden von dem was hier erzählt wird, erzählt M im XXIX. Kapitel seines vierten Buches, was an dem verabredeten Tage an der Quelle sich ereignete:
Alle sechs, d. h. die drei Ritter und die drei Jungfrauen, finden sich pünktlich ein, Gawains Begleiterin kann aber nicht viel gutes von ihm berichten. Nachdem die Ritter von den Jungfrauen Abschied genommen haben, treffen sie im Walde einen Boten Arthurs, der schon beinahe zwölf Monate England, Schottland und Wales durchstreift hat, um Gawain zu sagen, daß er mit Ywain an den Hof zurückkehren solle. Ywain und Gawain bitten den Morholt sie zu begleiten. Nach einem zwölftägigen Ritt erreichen sie Camelot, wo sie mit großer Freude begrüßt werden. Sie leisten den üblichen Eid, nur die Wahrheit zu sagen, und berichten ihre Abenteuer während ihrer zwölfmonatlichen Abwesenheit. Dabei stellt sich heraus, daß der Morholt schon in Kämpfen mit vielen der Gefährten Bekanntschaft gemacht hat, denn er ist einer der besten Ritter, die damals lebten. Zu Pfingsten erscheint auch "Nymue the damoysel of the lake" mit Pelleas bei Hofe. Bei dem großen, zur Feier des Tages veranstalteten Turnier gewinnt Pelleas den ersten, der Morholt den zweiten Preis. Am Tage darauf werden beide zu Gefährten der Tafelrunde gemacht und erhalten die beiden im Laufe des Jahres durch den Tod ihrer Inhaber erledigten Sitze. Pelleas kann Gawain nicht mehr lieben, aber er schont ihn oft um Arthurs willen "for so it reherceth in the book of Frensshe". Lange nach diesem Pfingstfeste erschlägt Tristan den Morholt auf einer Insel, nachdem derselbe ihn so schwer verwundet hat, daß er sechs Monate in einem Kloster liegen muß. "And sire Pelleas was a worshipful knyghte & was one of the four that encheued the sancgreal; and the damoysel of the lake made by her meanes that never he had adoo with sire launcelot de lake, for where sire launcelot was at ony Iustes or ony tornement, she wold not suffre hym be there that daye, but yf it were on the syde of sire launcelot".
Ich kenne keine Graal-Queste, in der vier Ritter erfolgreich sind. In der Galahad-Queste sowohl der Vulgata als auch der Trilogie sitzen einschließlich Galahads selber 12 Ritter an der Graal-Tafel, aber nur in der letzteren werden die Namen derselben genannt. Weder in der Hs. No. 343, noch in den spanischen Drucken noch endlich in der portugiesischen Hs. zu Wien ist Pelleas einer von den 12 Rittern. Vgl. _Romania_, vol. XXXVI, SS. 572, 573 und 574.
[52] Der gute Ritter ist natürlich Galahad. Vgl. _supra_ S. XLV.
[53] Die Erklärung an dieser Stelle, d. h. nicht weit vom Ende des zweiten Buches der Trilogie, daß Galahad noch nicht erzeugt ist und daß noch einige Zeit vergehen werde vor seiner Zeugung, macht es mehr denn wahrscheinlich, daß der pseudo-Robert de Borron, ebenso wenig wie sein Waffengefahrte Helie im zweiten Teil des _Tristan_, die Zeugung und Geburt Galahads überhaupt nicht erzählt hat. Ich habe _supra_ S. XX erwähnt, daß, um diesen Mangel zu beseitigen, wahrscheinlich ein späterer Abschreiber den Auszug aus dem Vulgat-_Lancelot_ einer _Tristan_-Hs. beigefügt hat, durch welche derselbe dann in einige andere Hss. gelangt ist.
[54] Wer diese Jungfrau ist, wird nirgends erwähnt. Auch die Identität ihrer Schwester, bei der Ywain übernachtet, wird nicht verraten.
[55] Ich kann mich nicht entsinnen weder in der Huth-Hs. noch in den spanischen und portugiesischen Texten irgendwo gelesen zu haben, daß Gawain kurz vor dem Pfingstfeste, an welchem Galahad an den Hof kommt, um den leeren Sitz an der Tafelrunde einzunehmen, Ywain mit einem Stein verwundete, den er nach einem Hunde geworfen hatte.
[56] Die Prophezeihung stimmt mit dem über Ywains Tod in der Mort Artus Erzählten überein. Mordret spaltet Ywains Kopf mit einem Streiche seines Schwertes.
[57] Der schönste Ritter der Tafelrunde, der durch die Liebe stirbt, kann kein anderer sein als Tristan. Vgl. _supra_ S. LIII.
[58] Welcher Nascien?
[59] Ob Nascien oder ein anderer ist nicht klar.
[60] Wenn man sich daran erinnert, daß Girflet und Keux, als sie Ywain am __Perron du Cerf__ fanden (vgl. _supra_ S. LVI), ihm ausdrücklich erklärten, daß Artus sie ausgesandt habe, um ihn zurückzubringen, muß man sich wundern, daß die Königin ihm nun, als etwas scheinbar ganz neues, von Artus' Sinnesänderung erzählt.
[61] In der Huth-Hs. fols. 154a-155c (Huth-_Merlin_ II, Seiten 69-73) wird die Jugend Tors, seine Aufnahme in den Ritterstand an Artus' Hochzeitstage und Merlins Prophezeiung über ihn erzählt. Er wird als der Sohn eines Hirten namens Ares beschrieben. Fol. 173c (II, Seite 114) verkündet Merlin, daß Pellinor, nicht Ares, der Vater Tors sei. Tor li fils Ares wird oft auch Hestor li fils Ares genannt, vgl. z. B. den gegenwärtigen Text, Seite 88 Zeile 10 von unten. Neben Tor erwähnt der pseudo-Robert de Borron, allerdings nur in Hinweisen auf im _Lancelot_ erzählte Ereignisse, Hector des Mares wie z. B. fol. 219d (II, S. 228) und fol. 224d (II, S. 240) oder Seite 9 der vorliegenden Ausgabe. Andererseits habe ich in verschiedenen Hss. des Vulgat-Zyklus, in dem Tor nie handelnd auftritt, seinen Namen mit dem Zusatz _li fils Ares_ in den beliebten Aufzählungen von Ritternamen gefunden.
Ob, wie einige glauben, Tor li fils Ares und Hector li fils du roi Ban, gewöhnlich Hector des Mares genannt, beide natürliche Söhne ihrer Väter, ursprünglich ein und dieselbe Person waren, läßt sich aus dem soweit bekannten Material nicht entscheiden, ist aber durchaus nicht unmöglich.
[62] Sire Aglant, der hier erwähnt wird, tritt vorher weder in Hs. No. 112 noch in der Huth-Hs. auf. Die Bemerkung des schwarzen Ritters bezieht sich aber augenscheinlich auf etwas vorher Erzähltes. In der Huth-Hs. fols. 195b-196d (Huth-_Merlin_, II, Seiten 169-172) wird erzählt, daß Artus dem Könige Pellinor den Auftrag gibt, acht Ritter zu wählen, welche die acht erschlagenen Genossen der Tafelrunde ersetzen sollen. Pellinor nennt von den jüngeren Rittern: Gawain, Gifflet, Keu und entweder Tor oder Baudemagus, und vier von den älteren. In Bezug auf Tor und Baudemagus sagt er: "Or i metes chelui de ces deus qui mieus vous plaira, car certes li uns et li autres i seroit bien souffisans". [Et li rois Artus dist: "Le quel i metes vous?"] Et li rois Pellinor respont: "Certes se jou i metoie le plus preu, a mon ensient, jou i meteroie Tor, car il en est mieus dignes de chevalerie". Die Huth-Hs. ist hier nicht vollständig, denn die in Klammern eingeschlossenen Worte sind eine Konjektur J. Ulrichs. Es ist möglich, daß entweder hier noch mehr ausgelassen worden ist als die Klammern enthalten, oder daß im Urtexte Artus seine Frage nicht an Pellinor, sondern an Aglant richtete. Das letztere scheint mir sehr wahrscheinlich zu sein, denn in der Huth-Hs. widerspricht sich Pellinor offenbar, wenn er erst erklärt, daß Tor und Baudemagus gleich würdig seien und nachher daß Tor der bessere Ritter sei. Im Munde Aglants würde diese Behauptung natürlicher erscheinen. Der pseudo-Robert de Borron erwähnt verschiedentlich Ritter an einer Stelle des Textes und nie wieder.
[63] Als Merlin in der Huth-Hs. fol. 123b (I, Seite 273) den Tod des Baudemagus durch die Hand Gawains prophezeit, wird nicht erwähnt, daß er die obigen oder ähnliche Worte zu Baudemagus sagte.
[64] So weit ich mich erinnern kann, ist in dem erhaltenen Teile der Trilogie des pseudo-Robert de Borron nirgends die Rede von einer Sünde, durch welche Gaheriet den Tod seiner Mutter (einer Stiefschwester des Königs Artus) beschleunigt haben soll.
[65] Meine Ansichten über das Verhältnis Helie's und Robert's de Borron zueinander und über den _Conte del Brait_ habe ich im XXXII. Bande der Zeitschrift f. rom. Philologie, Seiten 323-337 in dem Artikel: "Zur Kritik der Artus-Romane in Prosa" dargelegt. So weit mir bekannt ist, hat noch niemand meine Theorien widerlegen oder durch bessere ersetzen können, und nach nochmaliger Erwägung des damit in Zusammenhang stehenden Materials, bin ich noch ebenso überzeugt wie im Jahre 1908, daß E. Wechssler's Ansichten über den _Conte del Brait_ nicht richtig sein können.
[66] Wenn später auf SS. LXXXIII-LXXXIV erzählt wird, daß Gaheriet bei _La Roche aux Pucelles_ ankommt, wird weder Baudemagus noch diese Verabredung erwähnt, noch wird irgendwo anders erklärt, ob oder nicht, Baudemagus verhindert war, seinen Plan auszuführen. Der pseudo-Robert de Borron spricht oft von Dingen oder weist auf Ereignisse hin, die er nie wieder erwähnt.
[67] Vgl. _supra_ Seite LXXV Note I.
[68] Da es in der Schrift des Schreibers der Hs. No. 112 nicht immer möglich ist _u_ und _n_ zu unterscheiden, ist nicht sicher, ob der Riese Aupatris oder Anpatris hieß. Dasselbe gilt von Baudon oder Bandon und einigen anderen Namen.
[69] Ob dieser Hinweis auf den Tod des Carados (Karacados in dem _Livre d'Artus_ der Hs. 337 der Pariser National Bibliothek, welches ich gleichzeitig mit dem gegenwärtigen Beiheft als siebenten Band meiner Ausgabe des Vulgat-Zyklus in Washington D.C. veröffentliche) von dem pseudo-Robert de Borron herrührt oder ob derselbe von dem Schreiber der Hs. No. 112, der später dieses Ereignis erzählt, hinzugefügt wurde, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, das erstere ist jedoch ganz wohl möglich.
[70] Die oben gemachten Angaben über den Tod Gaheriets durch Lancelot und über das Ende Agravains und Guerrehes' beziehen sich auf Ereignisse, die in der Mort Artus erzählt werden und zwar an der Stelle, wo Lancelot die Königin vom Feuertode rettet.
[71] Ob Gaheriet diese Drohung ausführt oder nicht, wird nicht erzählt, wie aus dem folgenden zu ersehen ist.
[72] Wie ich _supra_ SS. XLI-XLII, Note 1, erwähnt habe, läßt Sir Thomas Malory den Morholt vier Ritter des Königs Artus aus den Sätteln heben und zwar: Sagremor, Dodinel, Ozanna und Felot de Listenois, von denen die beiden ersteren auch oben erwähnt werden.
[73] Vgl. den Text S. 132, Note 1 und das Namensverzeichnis S. 139, Note 2.
[74] Die Hs. No. 112 erzählt nun Abenteuer des Palamedes, die nicht zur Trilogie des pseudo-Robert de Borron gehören.
{1} Die Abenteuer Gawains, Ywains und Le Morholts mit den drei Jungfrauen aus der Trilogie (Demanda) des pseudo-Robert de Borron.
Or dit ly comptes que quant le roy Artus se fu parti de Morgain qui lauoit deceu par enchantement,[1] il reuint a labbaye ou [U 229] il auoit geu et demoura leans tout le iour. Mais a lendemain pour ce quil se sentoit auques guery, il se parti de leans si tost quil ot ouy messe, si armes quil ne luy failloit riens que a cheualier conuenist. Et enmaine aueques luy vng cheualier pour lui faire compaignie. Quant il fu venu a Camelot[2] et ses hommes le virent, lors veissies ioie grant et feste merueilleuse quilz lui firent [H 220b][3] tous communement, car ilz le cuidoient[4] comme auoir perdu. Et quant il fu venu en son palais et ilz lorent desarme, il demande[5] nouuelles du roy Vrien. Et cil vient deuant luy et luy dit: "Sire, voyes moy icy, que vous plaist il?" "Ie vouloie sauoir", fait le roi, "comment il vous aduint de la nef et se il vous en chey bien."[6] "Certes", fait le roy Vrien, "il men aduint si bien que ie me trouuay le matin couche ou lit de la royne Morgain." "En nom dieu", fait le roy, "ie ne me trouuay pas aussi aise, car ie me trouuay en vne chambre noire et obscure et parfonde ou ie peusse encore demourer, se ie neusse acreante que ie feroie pour le seigneur de leans une bataille, et par ce deliuray ie et moy et autres cheualiers qui leans estoient en prison. Si viz ia tel heure, ains que ieusse menee la bataille a[7] fin, que ie ne cuiday iamais porter coronne, car certes ie neuz oncques greigneur paour destre menes a oultrance que ie euz[8] celluy iour, car iestoie[9] mis a desconfiture quant le cheualier a qui ie me combatoie perdi tout le pouuoir du corps par ne scay quel meschance. Et ce fu il[H 220c]lec la plus belle auenture qui pieca mais aduenist a moy." "Sire," fait le roy Vriens, "ainsi vous en auint il?" "Voir est", fait le roy. "Et dAc[c]alon saues vous lauenture?" "Certes, nenil", fait le roy [Artus]; "Ac[c]alon ne vy {2} ie pas deuant quil fu mis encontre moy en bataille; et se dieux et auenture ne meust [U 230] aidie, il meust mort, car Morgain ma seur, qui est vostre femme mauoit si villainement trahy que iamais norres parler de si grant desloyaute comme elle auoit fait pour moy faire morir. Et pour ce que ie ne scay que cuider par quel[10] conseil elle fist ceste chose vouldroie ie bien que tous ceulx qui de par luy sont ceans[11] vuydassent ma court, car certes tant com ie viuray ne me fieray en homme qui bien soit de luy, ne ne me sera bel se ie le voy en mon hostel se ie mesmes ne ly mand. Et vous, Yuains qui estes mes nieps [17 c] et qui saillistes[12] delle, ie vous command que vous issies de ma court et que vous la vuydes, car certes ie ne pourroie pas cuider que vous feussies[13] preudoms ne loyaulx, pour la desloyaulx[14] dont vous estes yssus. A vostre pere voirement qui[15] icy est ne[16] vee ie mie mon hostel, [H 220 d] car il a este preudom et loyaulx iusques icy, si ne commencera pas iamais desloyaute, se dieu plaist, car trop le commenceroit tart."
Quant Yuains entent ceste parole, il est si honteux quil ne scet[17] que respondre. Si se part erranment de court tant doulant quil vouldroit bien estre mort; et a son vis enuelouppe de son mantel pour ce que len ne voye les lermes qui luy cheent des yeulx tout contreual la face. Et Gauuain, qui moult lamoit de grant amour et qui moult est doulant de ceste chose, le conuoie iusqua son hostel. Et quant ilz sont venus[18] en la chambre Yuain, Gauuain le commence trop bel a reconforter et lui dit: "Ha! beau cousin, ne vous chaille de ceste parole ne de riens que le roy vous ait dit, car certes il sen repentira prochainement. Car il vous auoit si aprins a auoir en son hostel que quant il ne [U 231] vous y verra, il ne sen pourra consirrer. Et dautre part certes il vous doit bel estre de ce quil vous a donne congie de court, car vous estez ieunez, sain et haicties et preux de corps, si pourres des or mais suiure les auentures et hanter les tournoyemens et les cheualeries [H 221 a] mieulx que cil ne pourroit[19] qui demourroit a court. Et certes ie vous sent[20] a si preu et[21] vaillant que, si cueur ne vous fault, vous pourres tant faire dedens brief terme que la court vous desirera plus que vous ne feres ly, par la bonne renommee qui de vous viendra."
"Gauuain, beau cousins", fait Yuains, "se vous voulsissies ore tant fere pour la moye amour que vous laississies la court et vous en venissies auec moy, dont ne mennuyroit il point se ie iamais ny entroye deuant que tous les preudommes de leans eussent[22] desir de moy veoir. Et certes se vous y voulies venir, {3} ie cuideroie tant amender de vostre compaignie[23] que len men tendroit a bon chevalier, car ie scay bien que en lieu ou ie vous veisse ne me pourroit riens esmaier, et ce me feroit preudomme estre." "Beau cousin", fait Gauuain, "vouldries vous moult que ie y allasse?" "Ouil, certes", fait Yuains, "ie ne scay orendroit chose que ie desirasse [17 d] autant com auoir en ceste voye vostre compaignie iusquatant que auenture nous deppartist." "Et vous laures", fait Gauuain.[24] Lors se font armer a leurs escuiers.[25] [H 221 b] Et quant ilz sont appareillies et monte, ilz dient a deux de leurs escuiers quilz viengnent apres eulx.[26] Et cilz le font. Si se partent en tel maniere de lostel Yuain.[27] Et quant ilz sont issus de la cite, ilz viennent iusques a la forest, et lors trouuent vne croix de fust qui nouuellement y auoit este [U 232] faicte. Et Yuain descent maintenant quil la uoit et vient celle part, puis sagenoille et iure, se dieux ly ait et li sains, quil nentrera mais .ij. ans en la court[28] le roy Artus, se force ne li amaine telle dont il ne se puisse escondire. Et quant il a fait cestui serement si que Gauuain la bien entendu et les .ij. escuiers, il remonte. Et lors se remettent en la forest et cheuauchent[29] tant que le iour leur fault. Si vindrent[30] cellui soir en vne abbaie de moynes qui moult les receurent bien et moult[31] les seruirent de tous les biens qui leans estoient.[32]
Au matin si tost quilz eurent ouy messe, ilz se remistrent en leur chemin ainsi[33] [H 221 c] com ilz auoient fait le iour deuant et errerent tout le iour[34] sans auenture trouuer qui a compter face. Et aussi firent le tiers iour et lendemain apres et tant quilz furent issus de la forest de Camelot et venus en vne plaine grant et belle. Cellui iour cheuaucherent les .ij. cousins iusqua heure de tierce, parlant entreulx de ce quilz nauoient trouue nulle auenture puis quilz se partirent de Camelot. Et cestoit une choze qui moult leur ennuyeoit. Apres heure de tierce leur auint quilz vindrent deles .j. bois et trouuerent damoiselles qui karoloient entour .j. arbre, et pouoient bien estre iusqua .xij. Et deuant elles auoit .ij. cheualiers tous armes sur .ij. grans cheuaulx. Et estoient amduy si apreste quil ny failloit fors du poindre. Et a cel arbre [entour] cui les damoyselles karoloient auoit .i. escu pendu tout blanc sans autre enseigne nulle. Et ainsi comme chascune damoiselle passoit par deuant lescu, elle crachoit[35] dessus et disoit: "Dieux [18 a] doint honte a cellui qui te souloit porter, car il nous [H 221 d] {4} a mainte honte pourchassee!" Et [U 233] lors recommencoit sa chanson et respondoit[36] auec les autres. Gauuain vient pres des damoyselles et escoute ce quelles dient. Et quant il la bien entendu, il demande a son cousin: "Entendes vous ceste chanson?" "Oil bien", fait il, "elles dient que mal gre en ait le Mor[h]olt."[37] "Et scaues vous", dist Gauuain, "qui est cil Mor[h]olt?" "Ouil", fait Yuain, "ie le vy,[38] na pas .i. an, en vng tournoiement ou iestoie escuier. Mais tant vous di ie bien quil est vng dez meilleurs cheualiers[39] du monde, et est frere a la royne dIrlande; mais il het si mortelement les damoiselles de ce pais quil leur fait toutes les hontes et laidures quil peut. Et pour les hontes quil leur fait le heent elles si mortellement quelles ly vouldroient auoir trait le cueur du ventre." "Et sauez vous", fait Gauuain, "qui est cil escus que elles mainent si vilment?" "Ouil certes", fait Yuain, "il fu au Morholt. Ie luy vy maint iour porter a son col[40] ou autretel, quil nestoit [H 222 a] se blanc non." "Or ne pourroie ie mie croire", ce dit Gauuain, "que cil Morholz ne soit mort ou emprisonnes, quant ces damoiselles osent son escu mener si vilment, car a ce quil est si bon cheualier, com vous me[41] deuises, sil feust en son deliure pouoir, ellez neussent ia hardement de faire ce quelles font." "Si[42] eussent", fait Yuain, "car ces .ij. cheualiers qui cy sont armes les gardent, si que se le Morholt venoit orendroit, ilz lez vouldroient garantir encontre luy et sen combatroient a luy. Et par ceste seurte querolent ellez si hardiement et font de lescu ce que vous veez." "Certes", fait Gauuain, "le Morholt ne pourroie ie amer en nulle maniere puis[43] quil[44] het les damoiselles de tout son cueur. Et nonpourquant pour la vilte quelles font de son escu vouldroie ie bien quil venist orendroit, par si[45] quil ne leur feist nul mal ne lait, et quil ostast lescu, car ce [U 234] que ie voi quelles en font me fait mal, pour ce que cest arme a cheualier."