Der Waldbrand

Part 6

Chapter 6163 wordsPublic domain

Und nun zog ich die Tochter an meine Brust, und wie sie vor Wehmuth glühte und doch blaß war, küßte sie mich mit Eoo's Lippen, mit ihrem Kusse! _Ihre_ Arme wanden sich um meinen Hals, und ihr Herz schlug an meinem Herzen! Und das schöne Gebild war mein durch sie -- mir war es die Mutter -- ach, und zugleich ihr Kind, mein Kind! O Wehmuth und Seligkeit! -- _Die Abendröthe_ nahm ich zum Angedenken an den Brand! Jede Morgenröthe wollt' ich an Eoo gedenken! Und so wie, nach jener Sündflut durch die Wasser, der _Regenbogen_ ein Zeichen der Huld des Himmels geworden, so sollten _die ewigen hellen Gestirne_, die über uns Weinenden jetzt heraufgestiegen, mir _Funken des Brandes_ bedeuten, so oft ich des Nachts zum Himmel nach meiner Eoo aufsah -- als Zeichen des Friedens und ihrer Liebe!

Anmerkungen zur Transkription

Quelle: Leopold Schefer's ausgewählte Werke. Zweiter Theil. Veit und Comp., Berlin, 1845, pp. 1-72.

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