Part 6
Und nun zog ich die Tochter an meine Brust, und wie sie vor Wehmuth glühte und doch blaß war, küßte sie mich mit Eoo's Lippen, mit ihrem Kusse! _Ihre_ Arme wanden sich um meinen Hals, und ihr Herz schlug an meinem Herzen! Und das schöne Gebild war mein durch sie -- mir war es die Mutter -- ach, und zugleich ihr Kind, mein Kind! O Wehmuth und Seligkeit! -- _Die Abendröthe_ nahm ich zum Angedenken an den Brand! Jede Morgenröthe wollt' ich an Eoo gedenken! Und so wie, nach jener Sündflut durch die Wasser, der _Regenbogen_ ein Zeichen der Huld des Himmels geworden, so sollten _die ewigen hellen Gestirne_, die über uns Weinenden jetzt heraufgestiegen, mir _Funken des Brandes_ bedeuten, so oft ich des Nachts zum Himmel nach meiner Eoo aufsah -- als Zeichen des Friedens und ihrer Liebe!
Anmerkungen zur Transkription
Quelle: Leopold Schefer's ausgewählte Werke. Zweiter Theil. Veit und Comp., Berlin, 1845, pp. 1-72.
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