Der Unterkiefer des Homo Heidelbergensis: Aus den Sanden von Mauer bei Heidelberg

Part 7

Chapter 72,547 wordsPublic domain

$M 1 sin.$ (Fig. 30 a u. b). Die Krone des ersten linken Molaren war durch kohlensauren Kalk so fest mit einem Kalksteingeröll verkittet (Taf. VI, Fig. 11 u. 14), daß sie bei der vermittelst Salzsäure bewirkten Ablösung des Gerölls an diesem haften blieb. Hierbei lösten sich am Rande geringe Mengen von Schmelz ab, die eine genaue Messung der Krone nicht mehr gestatten. Die Kaufläche dieses Mahlzahnes ist stärker abgenützt, als diejenige von M 1 dext. Sie hat eine nahezu viereckige Gestalt und zeigt eine ähnliche Anordnung der fünf Höcker, wie der rechte erste Molar; nur ist der distale Höcker ganz an der Wangenseite gelegen, so daß die ihn vom lingualen Höcker abtrennende Längsfurche in der Mitte des Zahnes verläuft. -- Das Pulpenkammerdach zeigt, von unten betrachtet, wie die Abbildung Taf. VIII, Fig. 30 b erkennen läßt, fünf Ausstülpungen, die den Höckern entsprechen. -- Die Dicke der Schmelzschicht läßt sich an diesem Zahne nicht zuverlässig ermitteln, da die Krone nicht glatt abgesprengt ist wie bei M 2 sin.

$M 2 dext.$ (Fig. 22). Die Höcker des zweiten rechten Molaren sind nur im mesialen Teile derart abgekaut, daß lingual und buccal je ein Dentinkern sichtbar wird. Bei dem beträchtlichen Umfange des übrigen (distalen) Teiles der Kaufläche ist daher, zumal die abgetrennte Krone von M 2 sin. deutlich fünf Höcker erkennen läßt, zu vermuten, daß hier ebenfalls weitere drei Höcker zur Ausbildung gelangten. Eine Stütze für diese Annahme bietet das Röntgenbild, das, namentlich wenn man die Glasplatte gegen das Licht hält, am Dach der Pulpakammer distalwärts zwei Höcker dicht nebeneinander erkennen läßt, die eine ähnliche Anordnung der beiden buccodistalen Höcker wie bei M 1 dext. vermuten lassen, während der fünfte linguodistal stehende Höcker auf dem Röntgenogramm verdeckt wird. Bezüglich der Schmelzfurche läßt sich noch folgendes erkennen: Die Längsfurche ist in der Mitte durch eine quere Schmelzleiste durchbrochen, welche auf beiden Seiten von einer Querfurche begrenzt ist. Die vordere Querfurche gabelt sich buccal- und lingualwärts, die hintere in distaler Richtung, wobei sie sich zum Schluß nochmals gabelt. Die vordere Querfurche setzt sich auf der buccalen Außenwand der Zahnkrone bis zur Basis fort. Maße: Kronenlänge 5,2; Kronenbreite 12,7; Kronendicke 12,0 mm.

$M 2 sin.$ (Fig. 31 a u. b). Die Kaufläche des zweiten linken Molaren gehört, wie insbesondere das Pulpadach deutlich erkennen läßt, dem Fünfhöckertypus an. Die Längsfurche beginnt mit einer mesial gerichteten Gabelung, verläuft dann lingualwärts gebogen bis zur Querfurche, die wie bei M 2 dext. von einer Querleiste begrenzt wird. Die Längsfurche setzt sich distal von dieser fort, zuerst buccal-, zum Schluß distalwärts sich gabelnd.

Von unten betrachtet, zeigt das Pulpenkammerdach fünf den Höckern entsprechende Ausstülpungen, die eine kreuzförmige Erhebung umgeben. Der distale Längsschenkel des Kreuzes ist länger als der mesiale und weicht gegen die Zungenseite hin ab. Die Verteilung der Einsenkungen ist aus der Abbildung Fig. 31 b ersichtlich. -- Maße: Kronenlänge 6,0; Kronenbreite etwa 12,9; Kronendicke etwa 11,0 mm.

$M 3 dext.$ (Fig. 22). Der dritte rechte Molar zeigt den Fünfhöckertypus. Die im mesialen Teile der Kaufläche stark vertiefte Längsfurche grenzt durch eine Umbiegung nach der lingualen Seite hin den Zungenhöcker von dem Wangenhöcker deutlich ab. Buccalwärts von dieser Biegung findet sich ein Grübchen. Die Längsfurche wird durch eine auf der Abbildung nicht so deutlich hervortretende Querleiste unterbrochen, von welcher distal eine Querfurche verläuft, die sich auf die buccale Fläche der Zahnkrone fortsetzt; auch lingual kerbt sie den Seitenrand deutlich ein. Sie zeigt mehrere kleine Verästelungen. Die Fortsetzung der Längsfurche gabelt sich bereits in einer Entfernung von 1,2 mm von der Querfurche. Die ebenfalls nur 1,2 mm langen Schenkel dieser rechtwinkeligen Gabelung erreichen nicht den Rand der Krone. Man sieht aber an der Seitenwand derselben noch Andeutungen einer Abgrenzung des Höckers, dessen Verschwinden offenbar auf die Abkauung zurückzuführen ist. Bemerkenswert ist noch, daß dieser fünfte Höcker genau am distalen Ende des Zahnes gelegen ist, während er sich bei M 1 dext. mehr der buccalen Seite zuneigt. Die auf der Abbildung an der buccalen Seite befindliche dunkle Stelle ist nicht vertieft, wie es den Anschein haben könnte, sondern schwarz gefärbt, während die Dentinkerne auf den anderen Molaren rostbraun sind. -- Die Kaufläche dieses Zahnes läßt eine größere Zersplitterung, als bei M 1 u. 2 erkennen, ähnlich wie dies auch am Weisheitszahn des recenten Europäers beobachtet werden kann. -- Maße: Kronenlänge 5,3; Kronenbreite 12,2; Kronendicke 10,9 mm.

$M 3 sin.$ (Fig. 23). Der dritte linke Molar ist stärker abgekaut als der rechte. Infolgedessen ist die Zeichnung der Furchen undeutlicher. Die Längsfurche liegt näher der lingualen, als der buccalen Seite. Die Querfurche liegt mehr im distalen Teil der Kaufläche. Sie geht auf der Wangenseite bis zur Schmelzgrenze hinab, während sie auf der Zungenseite nur den Rand einschneidet. Die Längsfurche verläuft nicht in kontinuierlicher Tiefe, sondern sie wird von der Querfurche durch zwei Querleisten nahezu aufgehoben. Zwischen diesen Querleisten und vor der mesialen findet sich jeweils ein Grübchen. -- Maße: Kronenlänge 5,1; Kronenbreite 11,5; Kronendicke 11,3 mm.

II. Tabellen der Maße und Vergleichszahlen.

Alle Maße in Millimeter.

Spaltenüberschriften: A = Totale Länge B = Kronenlänge oder -höhe C = Kronenbreite (mesiodistaler Durchmesser) D = Kronendicke (labiolingualer Durchmesser) E = Labiolingualer Wurzeldurchmesser F = Mesiodistaler Wurzeldurchmesser

| A | B | C | D | E | F -----------------------+-----+----------------+-------+-------+-----+---- $J 1 inf.$ | | | | | | (Taf. VIII. | | | | | | Fig. 25 u. 26) | | | | | | | | | | | | Homo Heidelberg. dext. |23,2 | 7,5} stark | 5,5 | 7,1 | 7,2 | 4,2 » » sin. | -- | 6,9} abgekaut | 5,0 | 7,1 | 7,2 | 4,1 | | { im | | | | Krapina[XXIV.] |26,0 |10,2{ Gebrauch | 6,2 | 8,1 | -- | -- | | { gewesen | | | | Spy I[XXV.] | -- | -- } sehr stark| 4,0 | 7,0 | -- | -- » II |22,5 | 5,5} abgekaut | 6,0 | 7,5 | -- | -- Ochos dext.[XXVI.] | -- | -- | 5,0 | 7,5 | -- | -- » sin. | -- | -- | 5,0 | 7,7 | -- | -- Recenter Europäer | | | | | | nach MÜHLREITER[XXVII.]|18-27| 7,9-11,5 |4,7-6,3|5,2-6,8| -- | -- » BLACK[XXVIII.] | | 7,0-10,5 |5,0-6,0|5,5-6,5| -- | -- | | | | | | $J 2 inf.$ | | | | | | (Fig. 24 u. 27) | | | | | | | | | | | | Homo Heidelberg. dext. | -- | 8,0} stark | 6,0 | 7,8 | 7,9 | 4,5 » sin. | -- | 8,2} abgekaut | 6,3 | 7,7 | 7,6 | -- | | { im | | | | Krapina |26,5 |10,0{ Gebrauch | 7,5 | 8,2 | -- | -- | | { gewesen | | | | Spy I | -- | -- } sehr stark| 5,0 | 7,0 | -- | -- » II | -- | 6,0} abgekaut | 6,0 | 8,0 | -- | -- Ochos dext. | -- | -- | 6,5 | 8,0 | -- | -- » sin. | -- | -- | 5,5 | 8,2 | -- | -- Recenter Europäer | | | | | | nach MÜHLREITER |19-29| 8,2-11,8 |5,0-7,2|5,4-7,2| -- | -- » BLACK | | 7,0-12,0 |5,0-6,5|6,0-7,5| -- | -- -------------------------------------------------------------------------

[XXIV.] Nach GORJANOVI[/C]-KRAMBERGER, Der Diluviale Mensch von Krapina, S. 203.

[XXV.] FRAIPONT u. LOHEST, Recherches ethnographiques sur des ossements humains découverts à Spy.

[XXVI.] Alle Maße der Zähne von Ochos nach gütiger brieflicher Mitteilung von Prof. A. RZEHAK in Brünn.

[XXVII.] G. MÜHLREITER, Anatomie des menschlichen Gebisses S. 121.

[XXVIII.] G. V. BLACK -- nicht BLAKE, wie einige Autoren schreiben --, Descriptive Anatomy of the human teeth, zitiert von A. GYSI, Schweiz. Vierteljahrsschrift Bd. V. No. 1, 1895 und von W. BRANCO, Die menschenähnlichen Zähne aus dem Bohnerz der Schwäbischen Alb, Stuttgart, 1898. Letzterem Werke entnehme ich auch die Zahnmaße von Dryopithecus rhenanus Pohlig und den recenten Anthropoiden. Die BLACKschen Maße stützen sich auf die Gebisse der weißen amerikanischen Bevölkerung, welche aus einer Mischung der hauptsächlichsten europäischen Völker hervorgegangen ist.

Spaltenüberschriften: A = Totale Länge B = Kronenlänge oder -höhe C = Kronenbreite (mesiodistaler Durchmesser) D = Kronendicke (labiolingual. bzw. buccaler Durchmesser)

| A | B | C | D --------------------------+---------+----------------+---------+--------- $C inf.$ (Fig. 22 u. 23) | | | | | | | | Homo Heidelbergensis dext.| -- | 8,7} stark | 7,6 | 9,0 » » sin. | -- | 8,9} abgekaut | 7,7 | 9,0 Krapina im Gebrauch | | | | gewesen | 35,2 | 13,4 | 8,0-8,4 |etwa 10,0 » noch nicht im | | | | Gebrauch gewesen | -- | 12,3-14,0 | 7,55-8,2| 8,2-10,0 Spy I | -- | --} sehr stark| 6,0 | 8,0 » II | -- | 7,0} abgekaut | 7,5 | 9,0 Ochos dext. | -- | -- | 7,5 | 9,5 » sin. | -- | -- | 7,0 | 9,6 Recenter Europäer | | | | nach MÜHLREITER | 20-34 | 8,5-14,5 | 5,5-8,0 | 6,9-9,5 » BLACK | -- | 8,0-12,0 | 5,0-9,0 | 6,0-10,0 Dryopithecus Fontani }| | | | Lartet[XXIX.] }| -- |{ 15,5 labial }| 9,5 | 11,5 (Saint Gaudens) }| -- |{ 18(?) lingual}| | | | | | $P 1 inf.$ (Fig. 22 u. 28)| | | | | | | | Homo Heidelbergensis dext.| -- | 8,0}mäßig stark| 8,1 | 9,0 » » sin. | -- | ?} abgekaut | 7,3 | ? Krapina im Gebrauch | | | | gewesen |23,7-27,0| 8,6-9,0 | 7,8-8,3 | 9,0-10,0 » noch nicht im | | | | Gebrauch gewesen | -- | 10,2 | 8,1 | 8,5 Spy I | -- | 5,0} sehr stark| 6,5 | 8,5 » II | -- | 6,0} abgekaut | 7,5 | 9,0 Ochos dext. | -- | -- | 7,5 | 9,6 » sin. | -- | -- | 7,5 | 9,9 Recenter Europäer | | | | nach MÜHLREITER |18,5-27,0| 7,5-11,0 | 6,0-8,0 | 6,7-8,9 » BLACK | -- | 6,5-9,0 | 6,0-8,0 | 7,0-8,0 Dryopithecus Fontani }| | | | Lartet }| -- | 10,0 labial | 13,0 | 7,5 [a] (Saint Gaudens) }| | | | | | | | $P 2 inf.$ (Fig. 22 u. 29)| | | | | | | | Homo Heidelbergensis dext.| -- | 6,7 } etwas | 7,5 | 9,2 » » sin. | -- | -- } abgekaut| -- | -- Krapina im Gebrauch | | | | gewesen | 25,9 | 8,0 | 8,5 | 9,9 » noch nicht im | | | | Gebrauch gewesen | -- | 7,7 | 8,35 | 9,55 Spy I | -- | 5,0 | 6,5 | 8,0 » II | -- | 7,0 | 7,0-7,5 | 9,0 Ochos dext. | -- | -- | 7,0 | 9,7 » sin. | -- | -- | 6,5 | 9,3 Recenter Europäer | | | | nach MÜHLREITER |19,0-27,5| 6,9-10,0 | 6,2-8,8 | 7,0-9,6 » BLACK | -- | 6,0-10,0 | 6,5-8,0 | 7,9-9,0 Dryopithecus Fontani }| | | | Lartet }| -- |{ 7,0 labial }| 8,5 | 7,5 [b] (Saint Gaudens) }| |{ 5,5 lingual }| | ------------------------------------------------------------------------- [a] Dies. Zahn hat eine schiefe Stellung [b] der Zahn steht schief wie P 1.

[XXIX.] Alle Maße der mehr oder weniger im Gebrauch gewesenen Zähne des Dryopithecus Fontani Lartet nach gütiger brieflicher Mitteilung von M. EDOUARD HARLÉ in Bordeaux. -- Die bei den Molaren noch hinzugefügten Maße von anderen fossilen und recenten Anthropoiden dürften ein willkommenes Vergleichsmaterial bieten.

Spaltenüberschriften: A = Totale Länge B = Kronenlänge oder -höhe C = Kronenbreite (mesiodistaler Durchmesser) D = Kronendicke (buccolingualer Durchmesser) E = Breite : Dicke wie

| A | B | C | D | E --------------------------+---------+--------+---------+--------+-------- $M 1 inf.$ | | | | | (Fig. 22 u. 30) | | | | | | | | | | Homo Heidelbergensis | | | | | dext. | -- |5,1} [b]| 11,6 | 11,2 |100:96,6 » » sin. | -- | --} |etwa 11,1| | Krapina im Gebrauch | | | | | gewesen[XXX.] |19,3-26,4|6,5-9,4 |11,2-13,8|10,5- |100: | | | | 12,4| 107,1 » noch nicht im | | | | | Gebrauch gewesen | -- |6,5-9,0 |12,4-13,4|10,8- | | | | | 12,4| -- Spy I | -- |5,0} [c]| 10,0 | 10,5 |100:105 » II | -- |5,0} |11,0-11,5|11,0- | | | | | 11,5|100:100 Ochos dext. | -- | | 11,5 | 11,0 |100:95,7 » sin. | -- | | 12,0 | 11,2 |100:93,3 Recenter Europäer | | | | | nach MÜHLREITER |18,3-26,0| 7,0-9,0|10,0-12,2|9,0-11,0| » BLACK größte | -- | 10,0 | 12,0 | 11,5 | mittel | -- | 7,7 | 11,2 | 10,3 |100:92 kleinste | -- | 7,0 | 11,0 | 10,0 | Taubach[XXXI.] | -- | -- | 11,7 | 9,9 |100:84,6 Dryopithecus Fontani }| |{5,0[d]}| | | Lartet }| -- |{6,0[e]}| 10,5 | 9,0 |100:85,7 (Saint Gaudens) }| | | | | Chimpanse | -- | -- | 11,4 | 10,3 |100:90,3 Orang | -- | -- | 12,8 | 11,8 |100:92,2 » | -- | -- | 14,9 | 13,0 |100:87,2 Gorilla | -- | -- | 15,3 | 13,5 |100:88,2 Hylobates leuciscus | -- | -- | 6,0 | 15,0 |100:83,3 » syndactylus | -- | -- | 8,0 | 5,8 |100:72,5 | | | | | $M 2 inf.$ (Fig. 22 u. 31)| | | | | | | | | | Homo Heidelbergensis dext.| -- | 5,2}[b]| 12,7 | 12,0 |100:94,5 » » sin. | -- | 6,0} |etwa 12,9| ? | Krapina im Gebrauch | | | | | gewesen[XXXII.] |19,9-21,0| 6,8-7,5|11,4-12,5|10,6- |100:92,7 | | | | 11,4| » noch nicht im | | | | | Gebrauch | -- | 6,2-8,0|10,7-12,1| | gewesen | | | |10,3- | | | | | 11,0| Spy I | -- | 5,0[c]}| 10,0 | 10,0 |100:100 » II | -- |5,5-6,0}| 11,0 | 11,0 |100:100 Ochos dext. | -- | -- | 12,0 | 12,2 |100: | | | | | 101,6 » sin. | -- | -- | 12,0 | 11,5 |100:95,8 Recenter Europäer | | | | | nach BLACK größte | -- | 8,0 | 11,0 | 10,5 | mittel | -- | 6,9 | 10,7 | 10,1 |100:94,4 kleinste | -- | 6,0 | 10,0 | 9,5 | | | | | | Dryopithecus Fontani }| -- |{ 5 [g]}| 12,0 | 10,5 |100:87,5 Lartet (Saint Gaudens) }| |{ 6 [e]}| | | Isolierter Zahn derselben}| -- |{ 6 [g]}| 11,5 | 10,5 |100:91,3 Species, wenig abgekaut}| |{ 6 [e]}| | | Dryopithecus rhenanus | | | | | Pohlig sp. | | | | | BRANCO, Taf. II, Fig. 1 | | | | | [XXXIII.] | -- | -- | 13,1 | 11,0 |100:84,0 5 | -- | -- | 11,8 | 9,8 |100:83,0 6 | -- | -- | 11,0 | 9,3 |100:84,5 nicht abgebildet | -- | -- | 11,0 | 9,2 |100:83,5 Chimpanse | -- | -- | 12,0 | 11,2 |100:93,3 Orang | -- | -- | 15,5 | 13,9 |100:90,0 Gorilla | -- | -- | 16,0 | 14,6 |100:91,3 Hylobates leuciscus | -- | -- | 6,7 | 5,6 |100:83,6 » » | -- | -- | 6,6 | 6,0 |100:90,9 » syndactylus | -- | -- | 8,5 | 7,0 |100:82,3 | | | | | $M 3 inf.$ | | | | | (Fig. 22 u. 23) | | | | | | | | | | Homo Heidelbergensis dext.| -- | 5,3[a]| 12,2 | 10,9 |100:89,3 » » sin. | -- | 5,1[b]| 11,5 | 11,3 |100:98,3 Krapina im Gebrauch | | | | | gewesen |21,0-24,5| 6,8-7,6|11,1-13,6|10,0- |100:96,1 | |[XXXIV.]| | 11,0|[XXXV.] Spy I | -- | 5,5 | 11,0 | 11,0 |100:100 » II | -- | 7-7,5 |11,0-12,0|11,0- | | | | | 12,0|100:100 Ochos sin.[XXXVI.] | -- | -- | 12,0 | 12,0 |100:100 Recenter Europäer | | | | | nach BLACK größte | -- | 8,0 | 12,0 | 10,5 | mittel | -- | 6,7 | 10,7 | 9,8 |100:91,6 kleinste | -- | 6,0 | 8,0 | 9,0 | Dryopithecus Fontani }| -- |{ 6[g] }| 11,5 | 10,5 |100:91,3 Lartet (Saint Gaudens) }| |{ 6[e] }| | | Isolierter Zahn derselb. }| -- |{ 6[g] }| 11,5 | 10,5 |100:91,3 Species, nur wenig }| | }|[XXXVII.]| | abgekaut }| |{6,75 }| | | }| | [e]}| | | Anthropodus Brancoi | | | | | Schlosser n. g. | | | | | (-- Neopithecus | | | | | Abel n. g.)[XXXVIII.] | -- | -- | 10,5 | 8,25 |100:78,6 Orang | -- | -- | 14,6 | 12,8 |100:87,7 Gorilla | -- | -- | 16,2 | 14,0 |100:86,4 Hylobates leuciscus | -- | -- | 5,9 | 5,2 |100:88,1 » » | -- | -- | 5,1 | 5,7 |100: | | | | | 111,0 » syndactylus | -- | -- | 8,7 | 6,9 |100:79,3 -------------------------------------------------------------------------

[a] mäßig stark [b] stark abgekaut [c] sehr stark abgekaut [d] labial [e] lingual [g] buccal

[XXX.] Nach GORJANOVI[/C]-KRAMBERGER, Mitt. d. anthropolog. Ges. in Wien 1901 S. 195. Auf S. 190 sind folgende Maße eines anderen M 1 inf. von Krapina mitgeteilt: Längsdurchmesser 13,4 mm und Querdurchmesser 12,3 mm. Bei diesem verhält sich also die Breite zur Dicke wie 100:91,8.

[XXXI.] Nach A. NEHRING, Zeitschr. f. Ethnologie 1895 Verh. S. 577.

[XXXII.] Siehe Anmerkung vorige Seite.

[XXXIII.] Die in Fig. 1 u. 6 von W. BRANCO abgebildeten und als M 2 bezeichneten Zähne können nach M. SCHLOSSER, Beiträge zur Kenntnis der Säugetiere aus den süddeutschen Bohnerzen S. 11, auch M 3 sein.

[XXXIV.] Diese Zahl fehlt bei GORJANOVI[/C]-KRAMBERGER, Der diluviale Mensch von Krapina, in der Übersicht S. 203; sie findet sich aber S. 200.

[XXXV.] Nach GORJANOVI[/C]-KRAMBERGER, Mitt. d. anthrop. Ges. Wien 1901, S. 193.

[XXXVI.] M 3 dext. fehlt bei dem Unterkiefer von Ochos.

[XXXVII.] Es fehlt ein kleiner Splitter am Schmelz, doch ließ sich das Maß noch ermitteln.

[XXXVIII.] Die Maße nach gütiger brieflicher Mitteilung von Prof. E. KOKEN, Tübingen.

III. Die Höcker der Molaren.

Die =Anzahl der Höcker der Molaren= des Heidelberger Unterkiefers sind schon in der Beschreibung der einzelnen Zähne angegeben. Sie werden hier der Übersicht halber nochmals zusammengestellt:

M 1 M 2 M 3 Rechts 5 5? 5 Links 5 5 ?