Der Untergang des Abendlandes, Erster Band

Part 8

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[Footnote 4: Demgegenüber ist es ein Symbol ersten Ranges und ohne Beispiel in der Kunstgeschichte, daß die Hellenen der mykenischen Vorzeit gegenüber -- in einem an Steinmaterial überreichen Lande! -- vom Steinbau zur Verwendung des Holzes +zurückkehrten+, woraus sich das Fehlen architektonischer Reste zwischen 1200 und 600 erklärt. Die ägyptische Pflanzensäule war von Anfang an Steinsäule, die dorische Säule war eine Holzsäule. Darin spricht sich die tiefe Feindseligkeit der antiken Seele gegen die Dauer aus.]

[Footnote 5: Hat je eine hellenische Stadt auch nur +ein+ umfassendes Werk ausgeführt, das einen Gedanken an kommende Generationen verrät? Die Straßen- und Bewässerungssysteme, die man in mykenischer, d. h. +vorantiker+ Zeit nachgewiesen hat, sind seit der Geburt antiker Völker -- mit dem Anbruch homerischer Zeit also -- verfallen und vergessen worden. Ebenso wurde Mykene selbst als +historischer Faktor+ vollständig vergessen. Wir besitzen Tausende von Schrifttäfelchen aus mykenischer Zeit, aus homerischer nicht ein einziges. Aber das ist kein „Rückschritt“, sondern der neue Stil einer andersgearteten Seele. Das ist „reine Gegenwart“.]

[Footnote 6: Von Homer bis zu den Tragödien Senekas, ein volles Jahrtausend hindurch, erscheinen die mythischen Gestalten wie Thyest, Klytämnestra, Herakles trotz ihrer begrenzten Zahl unverändert immer wieder, während in der Dichtung des Abendlandes der faustische Mensch zuerst als Parzeval und Tristan, dann im Sinn der Epoche verwandelt als Hamlet, als Don Quijote, als Don Juan, in einer letzten zeitgemäßen Verwandlung als Faust und Werther und dann als Held des modernen weltstädtischen Romans, immer aber in der Atmosphäre und Bedingtheit eines bestimmten Jahrhunderts auftritt.]

[Footnote 7: Abt Gerbert (als Papst Sylvester II.), der Freund Kaiser Ottos III., hat um 1000, also mit dem Beginn des romanischen Stils und der Kreuzzugsbewegung, den ersten Symptomen einer neuen Seele, die Konstruktion der Schlag- und Räderuhren erfunden. In Deutschland entstanden auch um 1200 die ersten Turmuhren und etwas später die Taschenuhren. Man bemerke die bedeutsame Verbindung der Zeitmessung mit dem Gebäude des religiösen Kultus.]

[Footnote 8: Bei Newton heißt sie bezeichnenderweise Fluxionsrechnung -- mit Rücksicht auf gewisse metaphysische Vorstellungen vom Wesen der Zeit. In der griechischen Mathematik kommt die Zeit gar nicht vor.]

[Footnote 9: Hier steht der Historiker auch unter dem verhängnisvollen Vorurteil der Geographie (um nicht zu sagen unter der Suggestion eines Landkartenbildes), die einen +Erdteil+ Europa annimmt, worauf er sich verpflichtet fühlt, auch eine entsprechende +ideelle+ Abgrenzung gegen Asien vorzunehmen. Das Wort Europa sollte aus der Geschichte gestrichen werden. Es gibt keinen „Europäer“ als historischen Typus. Es ist töricht, im Falle der Hellenen von „europäischem Altertum“ (Homer, Heraklit, Pythagoras waren also „Asiaten“?) und von ihrer „Mission“ zu reden, Asien und Europa kulturell anzunähern. Das sind Worte, die aus einer banalen Interpretation der Landkarte stammen und denen nichts Wirkliches entspricht. Es war allein das Wort Europa mit dem unter seinem Einfluß entstandenen Gedankenkomplex, das Rußland mit dem Abendlande in unserm historischen Bewußtsein zu einer durch nichts gerechtfertigten Einheit verband. Hier hat, in einer durch Bücher erzogenen Kultur von Lesern, eine bloße Abstraktion zu ungeheuren realen Konsequenzen geführt. Sie haben, in der Person Peters des Großen, die historische Tendenz einer primitiven Völkermasse auf Jahrhunderte gefälscht, obwohl der russische +Instinkt+ „Europa“ sehr richtig und tief mit einer in Tolstoi, Aksakow und Dostojewski verkörperten Feindseligkeit gegen das „Mütterchen Rußland“ abgrenzt. Orient und Okzident sind Begriffe von echtem historischen Gehalt. „Europa“ ist leerer Schall. Alles, was die Antike an großen Schöpfungen hervorbrachte, entstand unter Negation einer kontinentalen Grenze zwischen Rom und Cypern, Byzanz und Alexandria. Alles, was europäische Kultur heißt, entstand zwischen Weichsel, Adria und Guadalquivir. Und gesetzt, daß Griechenland zur Zeit des Perikles „in Europa lag“, so liegt es heute nicht mehr dort.]

[Footnote 10: Im Neuen Testament ist die polare Fassung mehr durch die Dialektik des Apostels Paulus, die periodische durch die Apokalypse vertreten.]

[Footnote 11: Er liegt schon in Wolfram von Eschenbachs Parzeval und Dantes Divina comedia.]

[Footnote 12: Entscheidend ist die Auswahl des Übriggebliebenen, die nicht allein vom Zufall, sondern ganz wesentlich von einer Tendenz bestimmt ist. Der Attizismus der Augustuszeit, müde, unfruchtbar, pedantisch, zurückschauend, hat den Begriff des +Klassischen+ geprägt und eine ganz kleine Gruppe griechischer Werke bis auf Plato herab als klassisch anerkannt. Das übrige, darunter die gesamte reiche hellenistische Literatur, wurde verworfen und ging fast vollständig verloren. Jene von einem schulmeisterlichen Geschmack ausgewählte Gruppe, die größtenteils erhalten blieb, hat dann das imaginäre Bild des klassischen „Altertums“ in Florenz sowohl wie für Winckelmann, Hölderlin, Goethe und sogar Nietzsche bestimmt.]

[Footnote 13: Das römische _otium cum dignitate_ hat man lediglich als Kehrseite einer großangelegten und energischen öffentlichen Wirksamkeit, nicht als privaten lyrischen oder gelehrten Schlendrian zu verstehen, wie ihn erst sehr spät die Briefe des jüngeren Plinius beschreiben.]

[Footnote 14: Was man in der Entwicklung Strindbergs und vor allem Ibsens, der in der zivilisierten Atmosphäre seiner Probleme immer nur Gast gewesen ist, nicht übersehen wird. Das Motiv von „Brand“ und „Rosmersholm“ ist eine merkwürdige Mischung von angebornem Provinzialismus und theoretisch erworbenem Weltstadthorizont. Nora ist das Urbild einer durch Lektüre aus der Bahn geratenen Provinzlerin.]

[Footnote 15: Der den Kult des Stadtheros Adrastos und den Vortrag der homerischen Gesänge verbot, um dem dorischen Adel die Wurzeln seines Seelentums zu nehmen (um 560).]

[Footnote 16: Ein tiefes Wort, das seinen Sinn erhält, sobald der Barbar zum Kulturmenschen wird, und ihn wieder verliert, sobald der zivilisierte Mensch das „_ubi bene, ibi patria_“ akzeptiert.]

[Footnote 17: Deshalb verfielen dem Christentum zuerst die Römer, die es +sich nicht leisten konnten+, Stoiker zu sein.]

[Footnote 18: In Rom und Byzanz wurden sechs- bis zehnstöckige Miethäuser -- bei höchstens drei Meter Straßenbreite -- errichtet, die bei dem Fehlen aller baupolizeilichen Vorschriften oft genug mit ihren Bewohnern zusammenbrachen. Ein großer Teil der _cives Romani_, für die „_panem et circenses_“ den ganzen Lebensinhalt bildeten, besaß nur einen teuer bezahlten Schlafplatz in den ameisenhaft wimmelnden „_insulae_“.]

[Footnote 19: Die deutsche Gymnastik ist seit 1813 und den höchst provinzialen, urwüchsigen Formen, die ihr Jahn damals gab, in rascher Entwicklung zum Sportmäßigen begriffen. Der Unterschied eines Berliner Sportplatzes an einem großen Tage von einem römischen Zirkus war schon 1914 sehr gering.]

[Footnote 20: Was sich seit 1880 in Deutschland an literarischen Kämpfen abspielt, ist nichts als der übrigens unter ganz belanglosen Leuten geführte Kampf zwischen weltstädtischer und provinzialer Poesie (Heimatkunst).]

[Footnote 21: Die Eroberung Galliens durch Cäsar war ein ausgesprochener Kolonialkrieg, d. h. von einseitiger Aktivität. Daß er trotzdem den Höhepunkt der späteren römischen Kriegsgeschichte bildet, bestätigt nur deren rasch abnehmenden Gehalt an wirklichen Leistungen.]

[Footnote 22: Die modernen Deutschen sind das glänzende Beispiel eines Volkes, das ohne sein Wissen und Wollen expansiv geworden ist. Sie waren es schon, als sie noch das Volk Goethes zu sein glaubten. Bismarck hat diesen tiefern Sinn der durch ihn begründeten Epoche nicht einmal geahnt. Er glaubte den +Abschluß+ einer politischen Entwicklung erreicht zu haben.]

[Footnote 23: So war vielleicht das bedeutende Wort Napoleons an Goethe gemeint. „Was will man heute mit dem Schicksal? Die Politik ist das Schicksal.“]

[Footnote 24: Die Philosophie dieses Buches verdanke ich der Philosophie Goethes, der unbekannten, und erst in viel geringerem Grade der Philosophie Nietzsches. Die Stellung Goethes in der westeuropäischen Metaphysik ist noch gar nicht verstanden worden. Man nennt ihn nicht einmal, wenn von Philosophie die Rede ist. Unglücklicherweise hat er seine Lehre nicht in einem starren System niedergelegt; deshalb übersehen ihn die Systematiker. Aber er war Philosoph. Er nimmt Kant gegenüber dieselbe Stellung ein wie Plato gegenüber Aristoteles, und es ist ebenfalls eine mißliche Sache, Plato in ein System bringen zu wollen. Plato und Goethe repräsentieren die Philosophie des Werdens, Aristoteles und Kant die des Gewordnen. Hier steht Intuition gegen Analyse. Was verstandesmäßig kaum auszusprechen ist, findet sich in einzelnen Vermerken und Gedichten wie den Orphischen Urworten, Strophen wie „Wenn im Unendlichen“ und „Sagt es niemand“, die man als Inkarnationen einer +ganz bestimmten+ Metaphysik zu betrachten hat. An folgendem Ausspruch möchte ich nicht ein Wort geändert wissen: „+Die Gottheit ist wirksam im Lebendigen, aber nicht im Toten; sie ist im Werdenden und sich Verwandelnden, aber nicht im Gewordnen und Erstarrten. Deshalb hat auch die Vernunft in ihrer Tendenz zum Göttlichen es nur mit dem Werdenden, Lebendigen zu tun, der Verstand mit dem Gewordenen, Erstarrten, daß er es nutze+“ (zu Eckermann).]

I. TAFEL „GLEICHZEITIGER“ GEISTESEPOCHEN.

INDISCHE ANTIKE ARABISCHE ABENDLÄNDISCHE KULTUR seit 1500 v. Chr. seit 1100 v. Chr. seit 0 seit 900

FRÜHLING: Landschaftlich-intuitiv. Mächtige Schöpfungen einer erwachenden traumschweren Seele. Überpersönliche Einheit und Fülle.

1. Geburt eines Mythus großen Stils als Ausdruck eines neuen Gottgefühls. Weltangst und Weltsehnsucht.

1500-1200 1100-800 0-300 900-1200 Mythologie des Olympischer Urchristentum. Germanischer Veda. Mythus. Katholizismus (7 Sakramente) (Heliand). Homer. Orientalische Marienkult Kulte der Gralsage Kaiserzeit (Parzeval) (Isis, Edda. Mithras). Nibelungen Manichäismus. (Baldr, Siegfried). Arische Hellenische Evangelien. Die abend- Heldensage. Heldensage. Apokalypse; ländische Legende. Heiligen- legende.

2. Früheste mystisch-metaphysische Gestaltung des neuen Weltblickes

Im Rigveda und den Unbekannt. Plotin 204-269. Dante ältesten Teilen Origenes 1265-1321. der andern Veden 185-254. Thomas v. enthalten. Nachwirkung Neuplatoniker. Aquino in den Gnostiker. 1225-1274. Kosmogonien. Kirchenväter. Eckart 1250-1329. Mystik und Scholastik.

SOMMER: Reifende Bewußtheit. Früheste städtisch-bürgerliche und kritische Regungen.

3. „Reformation“: Innerhalb der Religion volksmäßige Auflehnung gegen die großen Formen der Frühzeit

Bramanas. Dionysosreligion, Abfall der Protestan- Älteste Elemente Orphiker, Monophysiten tismus. der Upanishads. antihomerische 449. Luther. Strömungen. Bar Sudaili und Zwingli, 7. Jahrh. die syrische Calvin um Mystik um 500. 1500.

4. Beginn einer rein philosophischen Fassung des Weltgefühls. Gegensatz idealistischer und realistischer Systeme.

In den Upanishads Die großen Bisher uner- Galilei, enthalten. Vorsokratiker forschte Descartes, 6./5. Jahrh. syrische, Bacon, Bruno, koptische, Boehme, neupersische Leibniz Literatur des 16./17. Jahrh. 6./7. Jahrh.

5. Bildung einer neuen Mathematik. Konzeption der Zahl als Abbild und Inbegriff der Weltform.

Die Zahl als Maß Die unbestimmte Die Zahl als Verschollen. (Größe). Zahl. (Algebra) Funktion. (Geometrie, Entwicklung (Analysis) Arithmetik) unerforscht. Descartes, Pythagoräer Pascal, Fermat seit 540. um 1630 Newton, Leibniz um 1670.

6. „Puritanismus“: Rationalistisch-mystische Verarmung des Religiösen. Intellektueller Fanatismus.

Spuren in den Pythagoräischer Mohammed. Puritaner in Upanishads. Bund England seit seit 540. 1620. Hedschra 622. Jansenisten (Port Royal) in Frankreich seit 1640.

HERBST: Großstädtische Intelligenz. Höhepunkt strenggeistiger Gestaltungskraft.

7. „Aufklärung“: Glaube an die Allmacht des Verstandes. Kultus der „Natur“. „Vernünftige Religion“.

Sutras; Sankhya. Sophistik 5. Mutaziliten Sensualisten Jüngere Elemente Jahrh. 8. Jahrh. (Locke, der Upanishads. Sokrates Nazzam, Alkindi Shaftesbury) 469-399. um 830. 17./18. Jahrh. Demokrit Alkabi um 900. Rousseau. 460-360. 1712-1778. Voltaire. Enzyklopä- disten 18. Jahrh.

8. Höhepunkt des mathematischen Denkens. Abklärung der Formenwelt der Zahlen.

Verschollen. Archytas 430-365. Noch Euler (Stellenwert, die Plato 426-346. unerforscht. 1707-1783. Null als Zahl, Eudoxos 408-355. (Zahlentheorie, Lagrange Winkelfunktionen.) (Kegelschnitte.) sphärische 1736-1813. Trigonometrie.) Laplace 1749-1827. (Infinitesi- malproblem.)

9. Die großen abschließenden Systeme

Des Idealismus: Plato 426-346. Al Farabi † 950. Goethe { Yoga. Vedanta. {Schelling, Der Erkenntnis- } { Aliaf † 850. } { theorie: } { } { Fichte, Vaiceshika. } { } Kant { Der Logik } { } { Hegel. Nyaya. } Aristoteles { Avicenna } { } 384-322. { um 1000.

WINTER: Anbruch der weltstädtischen Zivilisation. Erlöschen der seelischen Gestaltungskraft. Das Leben selbst wird problematisch. Ethisch-praktische Tendenzen eines irreligiösen und unmetaphysischen Weltstädtertums.

10. Materialistische Weltanschauung: Kultus der praktischen Erfahrung des Nutzens, des Glückes.

Tscharvaka. Cyniker, Cyrenaiker. Kommunist., atheist., Bentham. (Lokoyata.) Letzte Sophisten. epikur. Sekten der Feuerbach, Abbassidenzeit Stirner. Comte, 9. Jahrh. Spencer, Marx.

Pyrrhon 325-275. Die „lauteren Brüder“ Darwinisten, um 950. Materialisten.

11. Ethisch-gesellschaftliche Lebensideale: Epoche der „Philosophie ohne Mathematik“.

Sekten der Epikur 347-270. Tendenzen im frühen Schopenhauer, Buddhazeit. Zenon 340-265. Sufismus. Nietzsche. Alexandrinismus. Al Gunaid † 910. Sozialismus, Anarchismus. Hebbel, Wagner, Ibsen.

12. Innere Vollendung der mathematischen Formenwelt. Die abschließenden Gedanken.

Euklid, Alchwarizmi Gauß 1777-1855. Apollonios 800, Ibn Kurra 4./3. Jahrh. 850. Cauchy 1789-1857. Verschollen. Eratosthenes, Alkarchi, Albiruni Archimedes 10. Jahrh. Riemann 1826-1866. 3. Jahrh.

13. Sinken des abstrakten Denkertums zu einer fachwissenschaftlichen Kathederphilosophie. Kompendienliteratur.

Die „sechs Akademie; Peripatos. Schulen von Kantianer, klassischen Bagdad Hegelianer. Systeme“. Stoa; Epikuräer. und Basra. „Logiker“ und „Psychologen“.

14. Das Ende: Ausbreitung einer letzten Weltstimmung.

Der indische Der hellenistisch- Der praktische Der ethische Buddhismus römische Fatalismus Sozialismus seit seit 500. Stoizismus des Islam Ende des 19. Jahrh. seit 200. seit 1000. sich verbreitend.

II. TAFEL „GLEICHZEITIGER“ KUNSTEPOCHEN.

ÄGYPTISCHE ANTIKE ARABISCHE ABENDLÄNDISCHE KULTUR

VORZEIT: Chaos urmenschlicher Kunstformen. Mystische Liniensymbolik und Versuche naiver Imitation.

THINITENZEIT. KRETISCH-MYKENISCHE ALTSYRISCH-ARABISCHE MEROWINGER- 3400-3000. ZEIT. 1600-1100 KUNST. VOR 0. KAROLINGERZEIT 500-900. (Ägyptischer (Antiker, babylon.- (Maurisch- Einfluß.) persischer Einfluß.) byzant. Einfluß.)

„KULTUR“: Lebensgeschichte eines das gesamte äußere Sein formenden Stils. Formensprache von tiefster symbolischer Notwendigkeit.

I. FRÜHZEIT: Ornament und Architektur als elementarer Ausdruck des jungen Weltgefühls („Die Primitiven“).

DAS ALTE REICH DORIK ALTCHRISTLICH- GOTIK „SPÄTANTIKE“ KUNST 2950-2475. 1100-650. 0-500. 900-1500.

1. Geburt und Aufschwung. Aus dem Geiste der Landschaft erwachsende, nicht bewußt geschaffene Formen.

4.-5. Dynastie Nicht erhaltene Basilikenstil. Romanik und 2930-2625. Holzarchitektur Sarkophag- Frühgotik. Streng (Antentempel). (Tief-)relief. Ornament geometrischer und Dom. Tempelstil. Geometrischer Katakomben- Flachrelief. (Dipylon-)stil malerei. Frontale 11./9. Jahrh. Hochgotik; Bildnisplastik. Kuppelbasilika Gewölbte Dome. Pyramidentempel. Die dorische („Moschee“). Pflanzensäulen, Säule (Holz). Kathedral- Kolonnaden. Grabvasen- plastik. Reliefzyklen. malerei. (Pantheon in Rom). Glasmalerei. Säulenbögen. Frontalbildnisse.

2. Vollendung der frühen Formensprache. Erschöpfung der Möglichkeiten und Widerspruch.

6. Dynastie 800-650. 4.-5. Jahrh. Spätgotik und 2625-2475. Wenig bekannt. Syrisch- Renaissance Erlöschen des byzantinische 14./15. Jahrh. Pyramidenstils Kunst. Erlöschen der und des Erlöschen des gotischen episch-idyll. Relief- und Skulptur Reliefs. Porträtstils. (Nürnberg). Blüte und Ende von Fresko und Renaissance- plastik. Von Giotto und Donatello (Gotik) bis Michelangelo (Barock). Blüte der Protokorinth. Blüte der Das gotische archaischen -altattische Mosaikmalerei. Tafelbild von Bildnisplastik. Tonmalerei Anfänge der Van Eyck bis. (Mythische Arabeske (Tür Holbein Stoffe). von S. Ambrogio Erfindung des in Mailand 386). Kontrapunkts und der Ölmalerei.

II. SPÄTZEIT: Bildung einer Gruppe städtisch-bewußter, gewählter, von Einzelnen getragener Künste („Die großen Meister“).

DAS MITTLERE IONIK BYZANTINISCH- BAROCK REICH ISLAMISCHE KUNST 2200-1800. 650-350. 500-800. 1500-1800.

1. Ausbildung eines reifen Künstlertums.