Der Occultismus des Altertums

Part 80

Chapter 803,542 wordsPublic domain

Daß ihm ein vollständiger Kultus zu teil wurde, erhellt nicht nur aus dem, was Herodot mitteilt, sondern auch aus einer Stelle in der +vit. Pythagor.+ des Porphyrius § 14, 15, die sich offenbar noch auf echte alte Überlieferungen stützt, es wird hier nämlich ganz der herrschenden Auffassung des Zamolxis als eines Nomotheten gemäß die ganze Einrichtung des Kultus auf ihn selbst zurückgeführt. Pythagoras hatte einen Sklaven, den er aus Thrake gekauft, Zamolxis mit Namen; denn ihm war bei seiner Geburt ein Bärenfell übergeworfen, die Thraker aber nennen ein Fell %zalmos%. Pythagoras hatte ihn lieb und unterwies ihn in der Lehre von den himmlischen Dingen -- %tên meteôron theôrian% --, auch in allem was das Opferwesen und sonst den Götterdienst angeht. Einige aber sagen, daß er auch Thales geheißen habe. Als Herakles verehren ihn die Barbaren. Dionysiphanes (ein unbekannter Schriftsteller) gibt an, er sei zwar des Pythagoras Knecht gewesen, aber Räubern in die Hände gefallen und stigmatisiert habe er sein Angesicht verbunden wegen der Male; einige sagen, daß der Name Zamolxis bedeute fremder Mann. Wie es sich auch mit diesen Deutungen verhalten mag -- die durch %zalmos% -- (sanskr. +tscharma+, griech. %derma%?) rechtfertigt jedesfalls die herodoteische Namenform %Zalmoxis% --, so giebt Hesychius +s. v.+ noch an, daß nicht nur ein Name für Kronos, sondern auch für einen Tanz und für ein Lied oder einen Gesang gewesen, was ebenfalls auf den Kultus hinweist und sich nur aus den Anrufungen des Gottes bei den ihm zu Ehren angestellten Tänzen und Gesängen erklärt. Was sonst noch bei Lucian, Julian, den Kirchenvätern und andern über Zamolxis vorkommt, ist ohne Wert, da es kaum etwas Neues und Eigentümliches bietet, was nicht auf eine mißverständliche oder ungenaue Auffassung der Angaben Herodots sich zurückführen ließe. Man findet die Stellen sowie die Ansichten und Meinungen der neueren sehr vollständig nachgewiesen in der Dissertation +de Zamolxide von Athan. Serg. Rhonsopoulus (Gottingae 1852)+.

Nächst dem Zamolxisdienste soll den Griechen an den Geten besonders ihre Vielweiberei und Unmäßigkeit in der Geschlechtsliebe aufgefallen sein. Hecataeus von Milet soll dafür der erste Zeuge sein, indem er (+fr. 144+) das homerische Kabesos (+II, 13, 363+) auf die gleichnamige Stadt jenseits des thrakischen Haemus deutete, doch S. Meineke zu Steph. Byz. 344. 15. Herodot 5, 5. 6 und Heraklides Ponticus (Polit. 28), beides vollgültige Zeugen (vgl. +Xenoph. Anab. 7, 2, 38+), schildern aber die Vielweiberei und was damit zusammenhängt als allgemein thrakische Sitte und der Komiker Menander bei +Strab. p. 297+ läßt seinen getischen Sklaven auch nur als Thraker sprechen:

»Die Thraker alle, doch wir Geten zu allermeist, (Denn ich selbst berühme mich von dort entstammt zu sein), Wir sind nicht sehr enthaltsam! Denn unter uns heiratet keiner unter zehn, Elf Frauen, auch zwölf und noch mehr. Wer erst vier Oder fünf genommen hat und stirbt, der heißt bei uns Zu Land ein ehelos armer, unbeweibter Mann.«

* * * * *

Noch viel zweifelhafter und dunkler ist alles, was die Alten von noch höher nach Norden belegenen Erdstrichen und den dort wohnhaften Völkern, den Kimmeriern und vor allem von den _Hyperboräern_ zu berichten wissen. Vielleicht kann man als Hyperboräer die Bewohner Skandinaviens gelten lassen. Ein Hyperboräer soll der mythische _Abaris_ gewesen sein, der angeblich etwa um das Jahr 570 v. Chr. (Lobeck) nach Griechenland kam, wie erzählt wird, durch eine ihm von Apollo gegebene Offenbarung veranlaßt. Er soll mit Pythagoras bekannt geworden sein. »Als Abaris von den Hyperboräern, unerfahren in der hellenischen Bildung und Sprache schon in Jahren vorgerückt ankam, so führte ihn Pythagoras nicht durch mannigfache Betrachtungen in seine Geheimwissenschaft ein, sondern statt des Stillschweigens und des so lange Zeit nötigen Zuhörens und der übrigen Prüfungen machte er ihn schnell durch ein abgekürztes Verfahren zum Anhören seiner Lehrsätze geschickt und lehrte ihn die Schrift über die Natur und die andere über die Götter in aller Kürze verstehen.« (+Jamblichus, de vita Pythagor. § 136.+) Abaris erregte nicht nur durch seine fremde Kleidung, sondern mehr noch durch seine »occultistischen« Gaben großes Aufsehen in Griechenland. Er zog, wie Epimenides, wahrsagend und Orakel sprechend umher, trat als Sühner auf, befreite Sparta von einer Pest und heilte viele Krankheiten durch seine Zaubergesänge. Ja, es wird berichtet, daß er auf einem von Apollo empfangenen Pfeile die Luft durchflog, überhaupt ein Luftwandler (%aithrobatês%) war.

Toland vermutet daher, er sei ein Druide gewesen, und die Hyperboräer seien auf den Hebriden zu suchen. Dagegen möchte Creuzer (+Symbolik II, Anhang+) ihn zu einer bloßen Personifikation der aus den Kaukasusländern hergekommenen Schrift verflüchtigen. Der Pfeil soll die »Rune« sein, der Pfeilfahrer Abaris = Runa, Seher, Schreiber. Dazu bemerkt mit Recht Guigniaut in seiner französischen Übersetzung des Creuzerschen Buchs: +Nous ne nous dissimulons pas que cette interpretation du mythe d'Abaris est singulièrement hasardée.+

* * * * *

Mehr ethnographisch und kulturhistorisch als occultistisch interessant sind die Mitteilungen der Alten, insbesondere Herodots über andere jenseits des den Griechen bekannten +orbis terrarum+ wohnhaften Naturvölker, so z. B. die _Taurer_, die wegen ihrer Menschenopfer gefürchtet waren, die Agathyrsen, die »üppigsten Menschen; mit ihren Weibern begatten sie sich alle gemeinschaftlich, damit sie aller Brüder sind und als Blutsverwandte weder Neid noch Feindschaft wider einander hegen.« (+Herodot I, 104.+) Auch die Neurer werden als gefürchtete Zauberer genannt; »denn die Skythen erzählten von ihnen, daß in jedem Jahre ein Neurer ein Wolf wird auf wenige Tage und dann nimmt er wiederum seine alte Gestalt an. Ich glaube dies zwar nicht, aber sie sagen es nichts destoweniger und schwören darauf.« (+Herodot I, 105.+)

FUSSNOTEN:

[1] +F. Lenormant: Die Geheimwissenschaften Asiens. Jena 1878. S. 23.+

[2] +II. 30.+

[3] +Western Asia Inscriptions. IV. 33. Z. 36-48.+

[4] Speziellen Nachweis gab ich in meinem +Faustbuch, S. 153ff.+

[5] Der Höllengöttin.

[6] Diese Vorstellung kommt bekanntlich auch im Hexenwesen vor.

[7] dito.

[8] +Vgl. Jesaias 13, 21.+

[9] Die Krankheit wurde von den A. zuweilen als persönliches Wesen gedacht.

[10] Punkte bedeuten Verstümmelungen des Urtextes.

[11] Eas Gemahlin.

[12] Vgl. den die Ägypter behandelnden Abschnitt.

[13] +Western Asia Inscriptions. IV. 16. 2.+

[14] Beiname Eas.

[15] +Western Asia Inscriptions. IV. 6. Col. 5.+

[16] +I. 181.+

[17] +Western Asia Inscriptions. IV. 3. Col. 2. Z. 3-26.+

[18] Demnach wurde die magische Heilkunde auch von Frauen ausgeübt.

[19] D. h. man magnetisierte die Kameelshaut wie heute zu Tage Papier oder Watte.

[20] Auch hier begegnen wir einer Transplantation der Krankheit in die Elemente.

[21] +Jes. 34. 13, 14.+

[22] Nergal.

[23] dito.

[24] +um-uruk.+

[25] Tiamat.

[26] +Essai de commentaire des fragments cosmogoniques de Bérose.+

[27] +II. 30.+

[28] +Western Asia Inscriptions. IV. 56. Col. 1.+

[29] +Western Asia Inscriptions. IV. 56. Col. 2.+

[30] Also die Zauberei mit den ausgeschnittenen Fußstapfen wie im Mittelalter.

[31] Nestelknüpfen.

[32] +Slane: Prolegomènes d'Ibn Chaldûn. T. I. p. 177.+

[33] Vgl. in meinen +Geheimwissenschaften S. 636ff.+ die von Paracelsus und Carrichter geschilderten Hexenkünste.

[34] +Western Asia Inscriptions. IV. 7.+

[35] Vgl. Dantes: +Lasciate ogni speranza voich'entrate+.

[36] D. h. die Sonne während ihrer nächtlichen Wanderung.

[37] Der Feruer entspricht also ungefähr dem transscendentalen Subjekt du Prels.

[38] +II. 30.+

[39] +Sanch. 42. Ed. Orelli.+

[40] Saturn entsprach schwarz, Jupiter blau, Mars roth, der Sonne gelb, Venus grün, Mercur grau oder bunt und dem Mond weiß.

[41] +Origenes contra Celsum. VI. S. 646.+

[42] +Western Asia Inscriptions. III. 52. 3.+

[43] +II. 29.+

[44] +De Divinatione. I. 41.+

[45] +Prediger Salomonis. X. 20.+

[46] +Hesekiel. XXI. 26.+

[47] +Deuteron. 18. 11.+

[48] +Cicero: De Divinatione. I. 43. II. 35.+

[49] +Loc. cit. 41.+

[50] +Loc. cit. I. 33.+

[51] +Loc. cit. II. 23.+

[52] +Levit. XIX. 26.+

[53] +Jerem. X. 2.+

[54] +Hist. nat. II. 70. 81. II. 20. 18. 43. 52. 17.+

[55] +Johannes Lydus: De ostentis. 21. S. 86. Ed. Kase.+

[56] +Lenormant: Choix de textes cunéiformes. Bd. IV.+

[57] +Plinius: Hist. nat. 52. 53.+

[58] +Müller: Die Etrusker. Bd. II. S. 162-178.+

[59] +Plinius: Loc. cit.+

[60] +II. 30.+

[61] +De operatione Daemonum.+

[62] Also ähnlich wie die spiritistischen Klopflaute.

[63] +Psellus: De operatione Daemonum.+

[64] +Richt. IX. 37.+

[65] +II. Sam. V. 25.+

[66] +Richt. IV. 5.+

[67] +Macrob. Saturn. II. 16.+

[68] +Apud. Phot. Bibl. cod. 94. Ed. Becker.+

[69] +De re rustica. III. 17. 4.+

[70] +Cicero: De Divinatione. II. 46.+

[71] +Western Asia Inscriptions. III. 562.+

[72] In meinem +Faustbuch+ und den +Geheimwissenschaften+.

[73] +Ant. Jud. IV. 14. 2.+

[74] +Herodot I. 132.+

[75] +Inschrift von Behistan. Taf. I. § 10-14.+

[76] +I. 131. III. 16.+

[77] +Damascius: De principiis. 125.+

[78] +De Is. et Osir. Ed. Reiske. S. 369.+

[79] +VII. 114.+

[80] +I. 103. 120. VII. 19.+

[81] +De vit. philos. prooem. 6.+

[82] +Plinius: Hist. nat. XXX. 2.+

[83] +Loc. cit. XXX. 5.+

[84] +Nach Kleukers Zendavesta. Th. III.+

[85] Vgl. die biblische »Wurzel Jesse«, ferner +4 Mos. 24. 17+ und zahlreiche Parallelen aus der Geburtsgeschichte Christi.

[86] Symbol der Mondsichel. Auch in der jüdischen Geheimlehre ist Michael der Erzengel des Mondes.

[87] +Vgl. Jes. 7, 14.; Ev. Matth. 1, 20-23.; Luc. 1, 31ff.+

[88] +Vgl. die Offenbarung Johannis.+

[89] Duzakh ist der Aufenthaltsort der Verdammten und Dews. Doch wird am Ende der Welt Ahuramazdâ den Duzakh vernichten. +Vendid. Farg. XIX. II. No. XVIII.+

[90] Vgl. das oben über die Wahrsagung aus Neugeborenen Mitgeteilte.

[91] +Izeschné, Ha. 42.+

[92] +Vendid. Farg. 19.+

[93] Kurzweg »Teufel«.

[94] Also in Wirklichkeit vielleicht der Oberste der medischen Magier.

[95] Man bemerke die Parallele zu Herodes.

[96] Jupiter.

[97] Venus.

[98] Der zweite Amschaspand.

[99] Wahrscheinlich Darius Sohn des Hystaspes.

[100] +Zerduscht-nameh. Kap. 14.+

[101] Nach der Tradition wurde Zoroaster 77 Jahre alt. Kleuker setzt seine Geburt in das Jahr 589.

[102] Ich kürze hier Kleukers weitläufige Darstellung der Tradition ab. Beim Übergang über den Araxes verrichtete Zoroaster ein ähnliches Wunder wie Moses, indem er nämlich seine Anhänger trockenen Fußes durch den Fluß führte.

[103] Dieses Fest wurde während der fünf letzten Tage des Jahres gefeiert.

[104] Zoroasters Vetter.

[105] Der zweite Monat des Jahres.

[106] Der fünfzehnte Tag.

[107] Das kaspische Meer.

[108] +Zerduscht-nameh. Kap. 21.+

[109] +Vendid. Farg. 19.+

[110] +Zerduscht-nameh. Kap. 22.+ Die Amschaspands entsprechen den Planetengöttern und Erzengeln.

[111] +A. a. O., Kap. 25.+

[112] +A. a. O., Kap. 59.+

[113] Nach Bahman-Jescht bat Zoroaster Ahuramazdâ zweimal um Unsterblichkeit.

[114] +Zerduscht-nameh. Kap. 60 u. 61.+

[115] Nach der Tradition Djemschid, der sich am Schluß seiner Regierung wollte anbeten lassen.

[116] +Zerduscht-nameh. Kap. 25.+ Vgl. die Versuchungsgeschichte Christi.

[117] +Zerduscht-nameh. Kap. 25.+

[118] Berühmter Destur-Mobed (gelehrter Priester). Gewissermaßen eine Reincarnation Zoroasters; eine Art neuer Buddha.

[119] +Zerduscht-nameh. Kap. 28.+

[120] Vgl. die später zu erwähnende kabbalistische Lehre von der Schachi nach.

[121] Diese Engelämter gingen in die jüdische Geheimlehre über. Nach der Kabbala herrscht Hariel über die nützlichen Tiere. Vgl. +Berith Menucha. Fol. 37a.+

[122] Ized des Feuers; bei den Juden Jehuel. +Ber. Men. loc. cit.+

[123] Destur=Gelehrter, Mobed=Priester, Herbed=Initiierter.

[124] Feuertempel.

[125] Ized der Metalle; bei den Juden Azazel. +Vgl. Buch Henoch.+

[126] Ized der Reinheit; den Juden unbekannt.

[127] Ized des Wassers; bei den Juden Michael. +Ber. Men. l. c.+

[128] Ized der Gewächse; bei den Juden Alpiel. +Ber. Men. l. c.+

[129] +Vgl. Ev. Matth. 28, 19.+

[130] Der heilige aus 72 kameelhaarenen Fäden bestehende Gürtel der Parsen.

[131] Oberster der Ized, mit Silik-mulu-khi, dem Demiurgos, Logos usw. usw. vergleichbar. Herr des Lichtes und der Sonne, Geber alles Guten usw.

[132] +Contra Celsum. Lib. VI.+

[133] Die betr. Stelle steht: +Vendidad, I. Fargard+, und lautet: »Der elfte Ort und die Stadt des Überflusses, die ich, der ich Ahuramazdâ bin, schuf, war Heetomeante, die Stadt der Verständigen und Glücklichen. Aber der totschwangere Angrômainyus brachte daselbst Magie in Gang, die häßliche Kunst. Sie macht allerlei Blendschein und giebt alles. Sie scheint groß, aber wenn sie sich auch mit der höchsten Gewalt aufstellt, so kommt sie doch vom Urgrunde des Bösen, vom Vater alles Unglücks. Weit ist sie von dem Großen, von dem der Gutes thut.«

[134] Nach Kleuker im Jahre 549 v. Chr.

[135] +Zerduscht-nameh. Kap. 37. Vgl. Lucas 2, 46 usw.+

[136] Ahuramazdâ heißt auch der 1., 8., 15. und 23. Tag jeden Monats.

[137] Aufenthaltsort der Dews und Verdammten; Hölle.

[138] Nach Abu Djafar soll Gustaspes ursprünglich dem Sabäismus gehuldigt haben.

[139] Fünfzig Pfund.

[140] Also die mediumistischen Erscheinungen der Feuerfestigkeit und des forcirten Pflanzenwachstums.

[141] Die persischen Zauberer bedienten sich also derselben Stoffe wie die Hexen des Mittelalters.

[142] dito.

[143] Zoroaster verlangt also wie Christus als Vorbedingung Glauben.

[144] Wir begegnen hier also Spuren der Physiognomik.

[145] Vermutlich um der Seelenwanderung zu entgehen.

[146] Ized der Krieger.

[147] Keim der guten Werke.

[148] An dieser Stelle ist vermutlich unter den verschiedenen Arten des Feuers auch das Feuer Burzin verstanden, welches im Bun-Dehesch (siehe nächsten Abschnitt) als ganz besonders heilig bezeichnet wird. Es wird vom Blitz entzündet und das »Feuer der Feldarbeiter« genannt, weil es von diesen ganz besonders verehrt wird. Gustaspes errichtete ihm ein Dadgah (Heiligtum) auf dem Berge Revan in Khorasan.

[149] D. h. der Anhänger der protomedischen Religion.

[150] Im Zoroastrismus ist das Himmlische das Vorbild des Irdischen.

[151] Die ebene Oberfläche des Wassers ist Sinnbild des Eben- und Gleichmaßes, des Maßhaltens.

[152] Verschiedene Arten von Feuer, welche durch Sonnenbrand, den Blitz und das Aneinanderreiben von Hölzern entzündet und besonders verehrt wurden.

[153] dito.

[154] dito.

[155] Nicht mit Kaschmir zu verwechseln.

[156] Zoroaster stand der Annahme nach in den dreißiger Jahren.

[157] Abteilung, Kapitel, des Zendavesta.

[158] Vermutlich eine Art Yogis.

[159] +Aban Jescht, Kap. 26 u. 27.+

[160] +Kl. Ravaets, Fol. 63.+

[161] Über den Ursprung der Lehre von Zrvâna-akarana s. oben S. 70.

[162] Man vergleiche damit du Prels Abhandlung über den Genius des Sokrates.

[163] Der Sirius, welcher als Stier mit goldenen Hörnern gedacht wird.

[164] Niedere Höllengeister, Dämonen.

[165] %a%-+Orionis+.

[166] Wie die sieben Amschaspands mit den Planeten zusammenhängen, so die 28 Izeds vermutlich mit den 28 Mondstationen. S. meine Geheimwissenschaften S. 288.

[167] Erhabener mythischer Berg. -- Das Gebirge Elburs.

[168] Der Adam Kadmon der Kabbalisten.

[169] Auch nach der Kabbala ist Adam anfangs Androgyn.

[170] Den Wechsel der Jahreszeiten feiernde Feste.

[171] Vgl. das oben über die Maskim Gesagte.

[172] Hier ist also das Prinzip des Karma bereits ausgesprochen.

[173] Also Scheol, Hades &c.

[174] Hier haben wir den Ursprung der »Auferstehung des Fleisches«.

[175] Honover.

[176] +Geogr. L. I. 15.+

[177] Die Parsen sagen: »Wenn der Mensch geboren wird, so stellt sich Angrômainyus seiner Seele dar wie Meschia, dem Stammvater des Menschengeschlechts und spricht wie zu diesem: Ich bin Herr und Schöpfer der Natur! Das glaubt die Seele und wird verunreinigt.«

[178] Ein Mund und Kinn verhüllender Schleier.

[179] In seiner Anlage uralt und mutmaßlich von Zoroaster herrührend.

[180] Dieser Gedanke ging bekanntlich in das Christentum über.

[181] In der Kabbala wohnt Jehovah in der Lichtwelt Aziluth auf dem Funkenthron.

[182] Mondstationen.

[183] Beiname des Angrômainyus.

[184] Tageszeit von Mittag bis drei Uhr Nachmittag.

[185] Gebete.

[186] Der erste Monat des Jahres.

[187] Der ideale Urmensch. Nach dem Bun-Dehesch befand sich bei dessen Schöpfung die Sonne im Lamm, Mercur und Venus in den Fischen, der Mond im Stier, Saturn in der Wage, Jupiter im Krebs und Mars im Steinbock.

[188] Zwei Dews.

[189] Wasser des Lebens.

[190] Dew des Todes.

[191] Der Widder

[192] Es sind die sechs aufsteigenden und sechs absteigenden Zeichen des Tierkreises gemeint.

[193] Der Umkreis der Erde wird in sieben Keschwars geteilt. Der Satz heißt also, daß jeder Stern einen halben Tag über der Erde ist.

[194] Schalttage.

[195] Die neunte Mondstation (12°51' bis 25°43' [Symbol: Krebs]).

[196] Es handelt sich vermutlich um das Rückläufigwerden eines Planeten.

[197] Der Leben und Segen spendende Ized der Bäume.

[198] Der Ized des Wassers.

[199] Vielleicht Venus zur Zeit des größten Glanzes, wo sie zuweilen bei Tag sichtbar ist.

[200] Also die Sintflut.

[201] Der Okeanos.

[202] Der den Regen hemmende Dew.

[203] Dew, Helfer des Apevesch.

[204] Ized, Helfer Taschters.

[205] Beiname von Apevesch.

[206] Entsprechend dem biblischen Baum des Lebens.

[207] Ich übergehe die sich hier anschließende mystische Geographie des Bun-Dehesch.

[208] Rhabarber.

[209] Ein Flächenraum von etwa 55000 Quadratfuß. Das Paradies.

[210] Vermutlich Antilope.

[211] Auch die Neuplatoniker suchten sich bei ihren theurgischen Operationen durch den mystischen Einfluß gewisser Tiere gegen böse Geister zu schützen.

[212] Es sind die Geschlechtsteile gemeint.

[213] Der isolierte Ort, wohin sich Frauen und Mädchen während der Menstruation begeben.

[214] Ein toter Körper, ein Stück davon.

[215] Der Glaube, daß der Blick menstruierender Frauen Flüssigkeiten verunreinige, Wein umschlagen, Spiegel erblinden und Rasiermesser abstumpfen lasse, war noch sehr lange verbreitet. +Vgl. Agrippa von Nettesheim: Occulta Philosophia, Lib. I, cap. 42.+

[216] Unreinheiten, Auswurfstoffe.

[217] Gebet.

[218] Gurzscher, Comet. Ich brauche wohl kaum auf die Merkwürdigkeit dieser Stelle hinzuweisen.

[219] Opfer.

[220] Niederer Diener des Kultus.

[221] dito.

[222] Das Band, mit welchem das heilige Bareçma zusammengebunden ist.

[223] Ich bemerke, daß man bis in die neueste Zeit Magismus &c. und Mazdeismus ineinander warf.

[224] +Proklos: Theologia Platonis II. cap. 29.+

[225] Ich brauche wohl kaum zu sagen, daß von diesen Anschauungen der ganze Gebrauch der Formeln, Beschwörungen und Charaktere in der Theurgie abhängt.

[226] Man sieht also, daß die Karmalehre keineswegs buddhistisch ist.

[227] Die Orakel sind bei Psellos meist in gebundener Rede abgefaßt.

[228] Man denke an die zehn Sephiroth der Kabbala.

[229] Also der Astralkörper.

[230] Diese angeblich spiritistisch-theosophische Lehre ist also in Wahrheit uralt.

[231] Gewöhnlich in folgender lateinischer Fassung: +Ergo ex finibus terrae prosiliunt canes terrestres, nunquam verum corpus mortali homini monstrantes.+

[232] Die Aphorismen scheinen demnach, wie auch nach dem Kommentar zum vorigen Aphorismus zu schließen, zum Gebrauch bei den Mysterien bestimmt gewesen zu sein.

[233] Zrvâna-akarana.

[234] Die Feruer.

[235] Wir haben also wieder den Gegensatz zwischen Feruer und Seelen.

[236] Ahuramazdâ wurde bei den Gnostikern und Neuplatonikern zum Demiurgos.

[237] Die Henosis, die mystische Vereinigung mit Gott.

[238] Es ist wohl der Feruer gemeint.

[239] Der Satz bezieht sich wohl auf gewisse Gefahren, welche die Ekstase im Gefolge hat.

[240] D. h. der zu erkennende Gegenstand ist außerhalb des Geistes.

[241] Nämlich Gott selbst.

[242] +III. 11.+

[243] +Eusebius: Praep. Ev. 6. 10.+

[244] +Asiatic Researches. VII. 279. VIII. 396. 494.+

[245] +Upanishad, bei Carey Sansc. Gramm. p. 903.+

[246] +Colebrooke: As. Res. VIII. 431.+

[247] +A. a. O. S. 405.+

[248] +Lacroce: Indisches Christentum. S. 613.+

[249] +A. a. O. S. 603.+

[250] +Parabodh. Chandrod in Rhodes' »Hindus« II. S. 350.+

[251] +Bhartrihari in Roger »Offene Thür« S. 492.+

[252] +A. a. O.+

[253] +As. Res. VIII. 421.+

[254] +A. a. O. 402.+

[255] +Philosophum. Tom. I. p. 904.+

[256] +Pag. 94.+

[257] +As. Res. VIII. p. 404. 440.+

[258] +Upnekh. I. 25. 213. II. 172. 251.+

[259] +II. 77. 2.+

[260] +I. 8-13.+

[261] +Markandeya puran, cap. 43.+

[262] +II. 75. 13ff.+

[263] +Manus Gesetz 12, 25.+

[264] +Goldene Sprüche des Pythagoras, V. 85 u. 86.+

[265] +2. 22.+

[266] +Diodorus Siculus I. 22.+

[267] +Jahrgang 1891.+

[268] +M. Huc: Souvenir d'un voyage dans la Tartaric, le Thibet et la Chine. Paris 1853, p. 321-325.+

[269] Dies möchte ich stark bezweifeln. Carl Kiesewetter.

[270] Ausführlich steht der Bericht in meinen +Geheimwissenschaften, S. 567ff.+

[271] +Voyage en Asie. Paris 1867.+

[272] +Geographische und ethnographische Bilder. Jena 1875. S. 406.+

[273] S. später den Abschnitt über Apollonius von Tyana.

[274] +Vgl. Psychische Studien, Jahrgang 1875, S. 300ff.+

[275] +De myster. Aegypt. ed. Gale. pag. 173.+

[276] +Geschichte der Medizin. Bd. I. S. 72.+

[277] +De vita Pythagorae.+

[278] +Odyssee, IV. 218-232.+

[279] +Lib. I.+

[280] +XVI. 801.+

[281] +Hist. Lib. IV, cap. 8.+

[282] Nach Sueton war keine Hoffnung, daß die Sehkraft wieder hergestellt werden könnte.

[283] +Hist. nat. III. 46.+

[284] Nach Herodot (+Lib. III+) war der Apis schwarz, hatte auf der Stirne einen viereckigen weißen Flecken, auf dem Rücken das Bild eines Adlers, eine knopfartige Drüse am Hals und zweifarbige Haare am Schweif.

[285] Man pflegte den Apis auch über den Ausgang von Krankheiten zu befragen.

[286] Nach den Arbeiten des Herrn Franz Lambert in der +Sphinx. Bd. V. u. IV.+

[287] +Sitzungsbericht der Königl. Bayr. Akademie der Wissenschaften d. d. 6. Februar 1875.+

[288] Payni ist der zehnte Monat des ägyptischen Jahres und beginnt mit dem 26. Mai des julianischen Kalenders. Die Jahreszahl bezieht sich auf die Regierung des Pharao.

[289] Chonsu, ursprünglich Mondgott, ist ebenfalls ein Heilgott der Ägypter.

[290] Der mit dem 26. April des julianischen Kalenders beginnende neunte Monat des ägyptischen Jahres.

[291] Vermutlich ein oberer Grad der Chonsupriester.

[292] dito.

[293] Der Priester wird euphemistisch Gott genannt.

[294] Wir haben hier also das bekannte dämonische Sprechen der Besessenen.

[295] Der sechste mit dem 26. Januar jul. Kal. beginnende ägyptische Monat.

[296] +Sphinx, Bd. V. S. 6.+

[297] Über Hermes Trismegistos und die hermetische Litteratur s. den betr. Abschnitt. Über die Astrologie der Ägypter vgl. meine Geheimwissenschaften.

[298] +Jamblichus: De mysteriis Aegypt.+

[299] Vgl. dessen +Characterismi plantarum graduum XII signorum Zodiaci Characterismos et membra hominis comparati+. -- Der Leibarzt Kaiser Maximilians II., B. Carrichter, gab dieses Buch als von ihm verfaßt unter dem Titel +Botanica astralis+ heraus.

[300] Nach unserm Kalender.

[301] Man betrachtete diese als pflanzliche Gebilde. Ich erinnere an die Entenmuschel, welche bekanntlich auf Bäumen wachsen sollte.

[302] Ich zitiere nach +Ath. Kirchers Oedipus Aegyptiacus. Tom. III. Syntagma de Medicina Hieroglyphica+.

[303] +Vgl. Sphinx. Bd. IV. Heft 23.+

[304] Nach den in der +Kabbala denudata+ gesammelten Werken, Frank-Jellineks +Kabbala+ usw.

[305] +Vgl. Paracelsus: Das Buch von den Nymphen usw. Kap. 1.+

[306] +Etz Chajim. Fol. 248.+

[307] +Emek ha Melech. Fol. 85.+