Der Mensch der Zukunft

Part 9

Chapter 93,346 wordsPublic domain

Das aber erwarten wir nun hier _auch_, -- auf der geistigen Seite. Wir erwarten es vom Intellekt, der in der Folge mit dem immer besseren Instrument neue Welten nach außen auftun mag. Aber ich meine, wir haben es doch auch schon in der andern Form ebenfalls -- nicht täglich, aber doch regelmäßig bisher im großen Menschentag -- von Innen, von der Seite des geheimnisvollen Variierens dabei. Die Tatsache der ungeheuren Variante, die im _Genie_ liegt, ist es, die ich meine. Auf sie möchte ich -- als auf den allergrößten sichtbaren Fortschrittswert der Menschheit -- zum Schluß hier noch den Blick einstellen.

* * * * *

Wir haben von angeborenen Talenten gesprochen. Wir alle wissen aber, wenn wir je auch nur als äußerlich nachempfindende, empfängliche, mitgerissene Seelen seines Geistes einen Hauch verspürt haben, daß das echte Genie noch etwas ganz anderes ist. Es ist, von außen besehen, auch eine ungeheure Plus-Variante, die individuell angeboren auftaucht und ebenfalls in unsere großen Kulturrichtungen unmittelbar eingreift. Aber es ist weit mehr noch als bloß auch eine solche. Das Talent in jenem Sinne ist reproduktiv. Es spiegelt im Tieferen wieder, schöpft von innen stärkere Ausdruckskraft, vertieft und bessert in seiner Weise, -- aber es ist nicht schaffend. Das Wesen des Genies dagegen ist Neuschaffen. Auch das Genie knüpft an Gegebenes an, es tritt mit sicherem Schritt in unsere reale Kultur hinein. Aber seine erhabene Sonderart ist, daß es das Gegebene innerlich umsteigern kann zu höherem Neuem. Und zwar kann es das, weil sein Wesen Einheit, neue Einheit ist. Das Genie greift (wir erinnern uns an das von der Mutation Gesagte) die Dinge vom Zentralen wieder an, legt sie auf eine neue Basis von innen heraus, schafft sie zu einem neuen Organismus um, steigert sie in der Organisationshöhe. Es arbeitet nicht langsam in der Breite zusetzend, sondern es kommt (obwohl selbstverständlich auch durchaus natürlich) scheinbar jäh aus dem Nichts, ruckweise, unvermittelt. Wenn man aber näher zusieht, begreift man auch, warum das sein muß. Es baut nicht zu, sondern es löst das Ganze auf und kristallisiert es neu aus eigenster tiefer Gestaltungskraft. In diesem Sinne hat es, soweit wir auf wachsende Menschheitskultur zurückschauen, an allen großen Wenden dieser Kultur entscheidend eingegriffen. Mögen sich die Dinge lange in stiller Unterarbeit vertieft haben: endlich in seiner Hand erfuhren sie den großen Ruck, mit dem das »Unbeschreibliche« getan war. So steht es für uns im Kernpunkt aller unserer hohen Geistesgeschichte, aller unserer eigentlichen Entwickelung, seit wir als Menschen denken. Wir ahnen noch, daß es das Mitleid zur Menschenliebe umgeschaffen hat. Daß es ethisch nicht als kleine Verfeinerungs-Variante tausend- und tausendmal die Linie verstärkt, sondern als moralischer Gesetzgeber auf dem Berge gestanden hat. Wir haben es Staatsorganismen begründen sehen wie die Organismen von Wissenschaften. In der Kunst wissen wir -- und hier erschien es von je am deutlichsten, -- daß es »der Künstler« war, nicht der Nachempfindende, Durchschauerte, sondern der große »Durchschauerer«, der Welten aus dem Nichts zu heben schien, die fortan von der Menschheit Höhen strahlten. Es ist nicht durch Zufall grade hier am sichtbarsten gewesen. Denn in der Kunst erscheint auch das Abbild seiner Wesensform noch einmal ins Ideale gerückt. Jedes Genie ist zuletzt immer auch noch einmal Kunstgenie in seiner Weise mit gewesen. Ob es als Entdecker und Erfinder, ob es als Staatsmann oder Feldherr, ob es als philosophischer oder religiöser Bahnbrecher auftritt: nie wird man vor seiner Gesamtleistung den Eindruck des Kunstwerks los, -- bloß daß es die ungeheure Kraft besitzt, überall da, wo es nicht Kunst sein will, eben auch die Wirklichkeit selber zu meistern. Das Genie ist die größte uns bekannte Fortschrittsmutation der Menschheit. Wenn wir dieses naturgeschichtliche Wort wählen, muß auf den Unterschied hingewiesen werden. Vielleicht ist es aber auch hier nur eben der Gegensatz des Menschen, der ihn bedingt. Auch das Genie hat Richtung. Es kann in ganz bestimmte Einzelwerte der Kultur gradezu extrem gehen; denken wir an Beethoven; obwohl es im Größten und besonders im Neueren, je mehr unsere Kultur ein Universalwert wird, auch den universalen Zug nicht verleugnet; denken wir an Goethe. Bisweilen möchte man glauben, daß es durch ein gleichzeitig vorhandenes Talent in seiner Richtung bestimmt werde, obwohl es selber niemals bloß ein gesteigertes Talent ist, sondern die ganze dämonische Ursprünglichkeit und Überlegenheit wahrt; doch liegen hier noch Geheimnisse. Jedenfalls aber zielt es in aufsteigende Kultur hinein, und wie es ist, neu bauend, zwingt es diese Kultur steigernd empor. Es setzt sein Werk nicht fort durch Zeugung, durch Erblichkeit. Darin erscheint es selber im idealsten Sinne als »Mensch«, daß sein Reich einerseits bloß das eines Einzelnen, einer riesigen »Person« ist, -- daß es aber grade durch die geistigen Kulturmittel sich von dieser Person aus noch ganz anders ausbreitet, als Zeugung und Vererbung vermöchten. Als ungeheure Zeugungswelle strömt es geistig über uns alle aus, bis sein Sturm das ganze Haus der Menschheit erbeben macht und die Flammenzeichen an allen Stirnen auch der Fernsten, Schlichtesten erglühen. Ihm liegt nichts an gewöhnlichen Menschenwegen. Nachkommende Generationen leben doch von ihm. Durch Jahrtausende fließt sein Licht. Durch alle Stände geht es selbst. Da, dort, flammt es plötzlich auf. Ihm ist nicht Ort, noch Stunde für unser Wissen gesetzt. Es kommt aus dem Winkel und steht doch alsbald im Mittelpunkt der Welt für uns. Mag man sich naturgeschichtlich zu ihm verhalten, wie man will, -- natürlich ist es gewiß. Und lernen sollte der Naturforscher auf jeden Fall auch von ihm. Wie es vor uns steht, ist es jedenfalls die menschliche Form eines steigernden Fortschrittsweges, -- die uns sichtbare wahre _Fortschrittsmutation_. Vielleicht haben wir ihre echten Vorgänger in der tieferen Lebenswelt noch nie gesehen, -- wer weiß. Uns aber gibt sie die heiligste Gewähr weiteren Ganges zum Licht. Denn sie kommt nicht nur durch alles, was wir bisher Kultur nennen, soweit wir darin Einzelmenschen sehen, -- sie steht auch noch dicht hinter uns, ja neben uns. Nichts läßt vermuten, daß ihre Kraft abnehme, -- im Gegenteil. Wie geht ihr Wehen noch durch die ganzen letzten hundert Jahre. Und wer fühlte, wer hoffte, wer vertraute nicht, daß es auch uns in dieser Stunde noch als unser Größtes durchrauscht? Wir erwarten mit dem Bilde dessen, der auch einst seinen Geist in sich verspürte, daß es immer wieder als Kind mit den großen Augen uns anschaue vom Arm der Mutter, -- der Menschenmutter, die unsere Zukunft trägt.

Nachwort

Es war seit längerer Zeit mein Wunsch, zu den verschiedenen Kosmosbänden, in denen ich mich mit Fragen der irdischen und menschlichen Vergangenheit auseinandergesetzt hatte (»Abstammung des Menschen«, »Stammbaum der Tiere«, »Sieg des Lebens«, »Steinkohlenwald«, »Mensch der Vorzeit«, »Festländer und Meere«, »Tierwanderungen in der Urwelt«), eine Ergänzung zu schreiben, die vom Schicksal der Erde und des Menschen in der Zukunft handeln sollte. Nur mit gelegentlichem flüchtigem Blick in die Welt der Träume, im übrigen aber mit beiden Beinen fest auf der Wirklichkeit ruhend, sollte dieser Band vor allem einige früher nur angedeutete Gedankengänge über die wahre Stellung des Menschenwesens in der Natur näher begründen und ausführen. Die Arbeit war im Kopf fertig, als die ungeheuren Ereignisse, die uns alle noch bewegen, eintraten. Sie wurde niedergeschrieben im Bann dieser Ereignisse, und man wird die Stimmung daraus anklingen hören, ohne daß ich das für einen Schaden hielte. Wohl ist mir ein paarmal dabei gewesen, als sei die Forderung des ehernen Tages zu groß für solches Fragen um dämmernde Ferne. Aber dann schien es mir doch auch immer wieder, als sei es grade recht so trotzalledem. Ich dachte an so manchen tapfern Mann im fernen Schützengraben, dem doch seine Gedanken durch alle Sterne schweiften. Und ich dachte, daß es zuletzt eben dieses Denken gewesen ist, das uns stark gemacht hat. Möge also auch dieses bescheidene Scherflein immerhin mit eingehen. Alles Wilde sehen wir in diesen Tagen aufgeboten in der Menschheit, aber wir hoffen doch auch und sehen es bei uns in heiliger Arbeit, zuletzt alles Gute. Vielleicht ist es doch nicht ganz belanglos, daran zu erinnern, daß die Menschheit noch nicht stirbt und daß sie Zeit hat, sich auch aus furchtbarster Krisis wieder allgemein zum Siege dieses Guten durchzukämpfen. Eine kleine, nebensächliche Kriegswirkung wird man darin finden, daß das Werk diesmal ohne wissenschaftlichen Bilderschmuck erscheint; es war nicht mehr anders möglich, und man wird das verstehen.

Friedrichshagen b. Berlin, Weihnachten 1914.

=Wilhelm Bölsche=

Register

Abderiten 56

Achilles 49

Affen, altweltliche 72

Agave 49

Ammonoideen 50 f.

Amöbe 41

Anpassung 20. 42. 58

--, universale 21. 56. 62. 63

Apolloschmetterling 50

Arrhenius 40. 44 f.

Artentod 49 f. 51 f.

Auge 81

Aussterben der Arten 48 ff. 52 ff.

Backzahn, dritter 76 f.

Bakterienkeime 45

Baer, K. E. v. 67

Bauchmark 65

Baum des Lebens 25. 73

Becken, weibliches 80

Beethoven 28. 30. 86

Blinddarm 78 f.

Blutwärme 25

Borkentier 50. 55.

Brachiopoden 53 f.

Ceratodus 53

Cestracion 53

Charaktervarianten 83

Christus 31

Chronos 47

Darwin 10. 11. 12. 16. 19. 22. 27 f. 41. 63. 71. 73 f.

Daumen 80

Degeneration 48 ff. 66. 80

Diluvialmensch 30. 33. 56

Dronte 50. 55 f.

Edentaten 53

Einheit, innere der Lebewesen 64

Eiszeit 35. 37. 39. 40

Empfindung 14

Energiequellen der Zukunft 39

Entropie 44 f.

Erde, Inneres der 39

--, Altern der 35

--, period. Erscheinungen der 37 ff.

Ethik 23. 83

Evangelium 25

Faust 8. 28. 30. 31. 33

Fechner 47

Fische 66

Fortpflanzung 25. 55

Fortschritt 30. 64 f. 67

Freiheit 17. 22. 23. 67

Friedensehnsucht 22

Friedenthal 80 f.

Futuristen 51

Gebirgsbildung 37 ff.

Gebiß 13. 76 ff.

Gehirn 14. 64 ff.

Geist 13

Geist und Stoff 67

-- der Tiere 13 f.

Gemütserregungen der Tiere 13. 14. 18. 63

--, Zweifel daran als Irrtum 14

Genie 85 ff.

Gesichtsmuskeln 80

Gestirne, Harmonie der 43

Gliedertiere 65

Goethe 10. 30. 33. 49. 79. 87

Gottesgeist 10. 32. 69

Hartmann 50

Hatto 56

Hilfe, gegenseitige im Tierreiche 23

Ichthyosaurier 29. 49

Idealismus, praktischer 6

Ignorabimus 47

Inseltiere 58

Insekt 16. 66

Instinkt 15 ff. 23. 25. 29

--, seine Schäden 16

Intellekt 16 ff. 29. 42. 70

Intelligenz, kosmische 43 ff. 47

Inzucht 58 f.

Juvenile Werte 59

Kant 10

Kehlkopf 20

Kolumbus 9

Kometen 36

Kopernikus 11

Krebs 66

Kriegskraft 22

Kunst 26 ff. 50. 57. 59. 68. 86 f.

Leben 43. 47

-- als Naturstufe 11

--, sein Alter 36

--, kosmisches 44 f.

Liebe 24 ff.

Liebeswahl 27

Lingula 54. 62

Linné 10. 67

Madonna 25. 28. 81

Malaria 56

Marsh 66

Martinique 35

Mathematiktalent 84

Melusine 35

Mensch, veredelt die Liebe 24 f.

-- als Entwicklungsstufe des organ. Lebens 10. 12

-- als Künstler 25 ff.

-- als Säugetier 13

-- als Zellwesen 12

-- findet kosmischen Anschluß 29

-- sucht Weltanschauung 29

--, seine Talent-Varianten 82 ff.

--, seine Steigerungs-Variante des Genies 85 ff.

--, seine Sonderstellung auf der Erde 12 ff. 19. 22. 62

--, sein Geist 13

--, Zeit seiner Entstehung 13

--, sein Gehirn im Vergleich zum Affen 14

--, seine eigentliche Tat 14

--, sein Systemwechsel 14. 16 ff.

--, sein Schritt zur Freiheit 16 ff.

-- schaltet Zuchtwahl aus 18

-- geht zum Werkzeug über 19 ff.

--, soziales Wesen 22 ff.

--, seine Aufgabe in neuer Entwickelungsstufe 41 f.

--, seine Stellung zum übrigen Stammbaum der Lebewesen 62 ff.

--, zentraler Fortschritt in ihm 67 ff.

--, sein Variieren 73 ff.

--, sein Körper ändert sich noch 76 ff.

Menschenliebe 25

Menschheitsglaube 5

Menschheitsideal 31 f.

Mephisto 51

Meteoritenfälle 36

Milchdrüsen 79

Mitleid 25. 74. 83

Mollusken 65

Musikbegabung 84

Mutationen 71. 85 ff.

Mutterliebe 25

Mystik 64

Nase 13. 80

--, vollkommene Form der 80

Nation 75

Nautilus 52 f.

Nautiloideen 50 f.

Ohrmuscheln 79

Organ 16. 19 ff.

--, regressives 79

Orthogenesis 70. 72

Osborn 66

Paradies 6. 13

Paradiesvogel 27. 50

Parietalauge 79

Penelope 32

Persönlichkeit 18. 58. 74

Pferde in Amerika 52 f.

-- als Kulturtier 53

Phantasie 25 f.

--, Wert der 9

Platypsyllus (Biberkäfer) 57

Pole, Vereisung der 38

Primaten 66

Pythagoras 84

Quagga 50

Radium 39. 40

Raffael 81

Rassenfrage 6. 75

Raubwespe 15

Riesenalk 50. 55

Rippen 79

Rudimentäre Organe 78

Säugetiere 24. 66 f. 73

Schilddrüse 79. 80

Schmarotzertum 56

Schneidezahn, zweiter 78

Schönheitsformen der Natur 27. 51. 57

Schöpfungsmythe, biblische 17

Selbstregulierung im All 44

Siphonophoren 23

Sonne 36. 40 ff.

--, Erkalten der 40

--, Selbstregulierung der 40

Soziales 23. 49. 74 f.

Spinoza 74

Spitzohr 13

Staat 23

Stachelhäuter 65

Stammbaum der Lebewesen 61

Steigerung 70 ff. 86

Sternenherrschaft 43

Sünde 17

Talent 83 ff.

Termiten 23

Tertiärzeit 38

Tintenfische 50. 65

Tod 48. 54

Umkehrung der Naturvorgänge 28. 44. 62

Variieren 18. 27. 71 ff. 76 ff. 82 ff.

Vererbung von Gewohnheiten 15. 71 f. 74. 84

Verstand der Tiere 13. 14. 15. 17

-- des Menschen 16 f.

Völkerrecht 31

Volksgeist 7. 49

de Vries 71 ff.

Vulkanismus 37

Wärmeausgleich 43

Weisheitszahn 76 ff.

Weismann 15

Werkzeug 19 ff. 28

Wiedersheim 79

Wunder 69

Würmer 65

Wurmfortsatz 78 f.

Zeit 28

-- und Raum 46

Zelle 11. 12. 54. 64

Zentrale Entwickelungslinie 63 ff.

Zirbeldrüse 80

Zuchtwahl 16. 18. 51. 68. 71

Zwischenkiefer 79

Naturwissenschaftliche Bildung ist die Forderung des Tages!

Zum Beitritt in den »Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde«, laden wir

alle Naturfreunde

jeden Standes, sowie alle _Schulen, Volksbüchereien, Vereine usw._ ein. -- Außer dem geringen

_Halbjahresbeitrag von nur M 2.40_

(Beim Bezug durch den Buchhandel 10 Pf. Bestellgeld, durch die Post Porto besonders)

erwachsen dem Mitglied =keinerlei= Verpflichtungen, dagegen werden ihm folgende _große Vorteile geboten_:

Die Mitglieder erhalten laut § 5 als Gegenleistung für ihren Jahresbeitrag im Jahre 1915 =kostenlos=:

I. =Die Monatschrift Kosmos, Handweiser für Naturfreunde.= Reich illustriert. Preis für Nichtmitglieder M. 2.80.

II. =Die ordentlichen Veröffentlichungen.= Nichtmitglieder zahlen den Einzelpreis von M 1.-- pro Band.

=Wilhelm Bölsche, Der Mensch der Zukunft.=

=Dr. Kurt Floericke, Gepanzerte Ritter.= Aus der Naturgeschichte der Krebse.

=Dr. Karl Weule, Urformen der Schrift.=

Ferner sind vorgesehen Bände von =Dr. Herm. Dekker= und =Arno Marx=. Falls diese nicht rechtzeitig fertig werden, da beide Verfasser im Krieg sind, werden sie durch andere gleichwertige ersetzt werden, worüber noch im Kosmos-Handweiser berichtet wird.

III. =Vergünstigungen beim Bezuge von hervorragenden naturwissenschaftlichen Werken= (siehe Seite 6).

=Jedermann kann jederzeit Mitglied werden.=

=Bereits Erschienenes wird nachgeliefert.=

Im Handweiser werden außer den reinen Naturwissenschaften berücksichtigt:

_Wissenschaft und Krieg_

Wandern und Reisen * Aus Wald und Heide * Photographie und Naturwissenschaft * Technik und Naturwissenschaft * Haus, Garten und Feld * Natur- und Heimatschutz

Er kostet für Mitglieder nichts, während Nichtmitglieder ohne Buchbeilage jährlich M 2.80 zahlen.

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Die erste Buchbeigabe für 1915:

Der Mensch der Zukunft

Von =Wilhelm Bölsche=

Mit feinen Zierleisten und einem farbigen Umschlag nach Originalzeichnungen von _Willy Planck_

Für Nichtmitgl.: In farb. Umschlag M 1.--, in Leinen geb. M 1.80

Unser berühmter Mitarbeiter, der in drei Kosmosbändchen Abstammung und Vorzeit des Menschen geschildert hat, gibt seinem Werke hier Abschluß und Krönung. Aus der Lehre der Vergangenheit _ein Blick in die Zukunft_! Es soll kein phantastischer Traum sein, sondern _schlichte naturwissenschaftliche Tatsachen und Erwägungen_ sollen auch hier den Weg bezeichnen. Der Mensch nimmt heute trotz seines natürlichen Ursprungs eine vollkommen _überragende Stellung auf der Erde_ ein.

Urformen der Schrift

Von =Dr. Karl Weule=

Mit zahlreichen Abbildungen

Für Nichtmitgl.: In farb. Umschlag geh. M 1.--, in Leinen geb. M 1.80

Das ungeheure Lügensystem, mit dem unsere Gegner die ganze Welt gegen Deutschland aufgestachelt und eingenommen haben, könnte uns fast veranlassen, den Besitz der _Schrift_ als das Vorbereitungsmittel dieses Riesenbetrages von Verleumdung zu verwünschen, wäre dieselbe Errungenschaft nicht zugleich auch das Mittel für jene wunderbare Organisation und Vorbereitung, auf denen unsere bisherigen Erfolge und Siege aufgebaut sind.

Den langen und mühseligen Aufstieg von den ersten tastenden, aber doch recht mannigfaltigen Versuchen des Menschen, sich mit dem Nächsten auf anderen Wegen als denen der Laut- und der Gebärdensprache zu verständigen, bis zur wirklichen Buchstabenschrift hinauf zu zeigen, ist die äußerst dankbare Aufgabe dieses vierten in der Reihe der Weuleschen Kosmos-Bändchen.

Gepanzerte Ritter

Aus der Naturgeschichte der Krebse

von =Dr. Kurt Floericke=

Mit zahlreichen Abbildungen

Für Nichtmitgl.: In farb. Umschlag geh. M 1.--, in Leinen geb. M 1.80

Was die Insekten nach Zahl und Mannigfaltigkeit für das Festland bedeuten, sind die Krebstiere für das Reich des Wassers. Ja, sie übertreffen jene noch an Massenhaftigkeit des Auftretens, an Allgegenwart wie an Formenreichtum und Wandelbarkeit und stehen ihnen auch an wirtschaftlicher Bedeutung nicht nach. Ihre Anpassungs- und Abänderungsfähigkeit scheint schier unbegrenzt zu sein. Gar seltsame und merkwürdige Formen finden wir unter ihnen, die der Laie niemals für Krebse halten würde. Betrachten wir ihre Lebensweise näher, so kommen wir aus dem Erstaunen nicht heraus darüber, mit welcher Kraft und welchem Mut die großen, mit welcher List und welcher Verschlagenheit die kleinen Krebstiere den Kampf ums Dasein führen. Ein reicher Bilderschmuck veranschaulicht das Gesagte.

Tierische Hochzucht

Von =Arno Marx=

Mit zahlreichen Abbildungen

Für Nichtmitglieder: In farbigem Umschlag geh. M 1.-- in Leinen geb. M 1.80

Ein tiefsinniger Naturforscher und ausgezeichneter Beobachter berichtet hier über die neuesten Forschungen der Rassenbiologie und der Rassenzüchtung.

Ferner ein Band aus dem Gebiete

Der Biologie des Menschen

Von =Dr. Hermann Dekker=

Verfasser des Bandes »Vom sieghaften Zellenstaat«

Wer ein Leser des Kosmos ist, der hat auch Interesse für seine beiden Gegenstücke:

Technische Monatshefte.

Sie wollen dem Laien, dem Fachmann und der strebsamen Jugend in Wort und Bild und in gemeinverständlicher Darstellung Anleitung zum Verständnis des gesamten Gebietes der modernen Technik bieten.

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Die Mitglieder des _Kosmos_ haben bekanntlich nach Paragraph 5 III das Recht, außerordentliche Veröffentlichungen und die den Mitgliedern angebotenen Bücher zu _einem Ausnahmepreis_ zu beziehen. Es befinden sich u. a. darunter folgende Werke:

| Preis | Mit- | f. Nicht-| glieder- | mitgl. | preis |----------+--------- =Altpeter, ABC der Chemie= | 2.40 | 1.-- =Bergmiller, Erfahr. a. d. Gebiete d. hoh. Jagd.=| | Geb. | 4.50 | 3.50 =Bölsche, W., Der Sieg des Lebens.= Fein gebunden| 1.80 | 1.50 =Diezels Erfahrungen a. d. Gebiete d. | | Niederjagd.= Geb. | 4.50 | 2.90 =Ewald, Mutter Natur erzählt.= Gebunden | 4.80 | 3.60 =Ewald, Der Zweifüssler.= Gebunden | 4.80 | 3.60 =Ewald, Vier feine Freunde.= Gebunden | 4.80 | 3.60 =Fabre. J. H., Sternhimmel.= Gebunden | 4.80 | 3.60 =Fabre, J. H., Bilder a. d. Insektenwelt.= | | I/II, III/IV. 2 Bde. geb. je | 4.50 | 3.40 =Fabre, J. H., Blick ins Käferleben.= Broschiert | 1.-- | --.50 =Floericke, Dr. Kurt, Deutsches Vogelbuch.= | | Gebunden | 10.-- | 8.40 =Floericke, Dr. Kurt, Taschenbuch zum | | Vogelbestimmen.= Geb. | 3.80 | 2.90 =Fruwirth, Die Pflanzen der Feldwirtschaft.= Geb.| 3.80 | 2.90 =Gräbner, Taschenbuch zum Pflanzenbestimmen.= | | Geb. | 3.80 | 2.90 =Hepner, Cl., 100 neue Tiergeschichten.= Gebunden| 3.60 | 2.80 =Jaeger, Prof. Dr. Gust., Das Leben im Wasser.= | | Kart. | 4.50 | 1.70 =Kuhlmann, Wunderwelt des Wassertropfens.= | | Brosch. | 1.-- | --.50 =Lange, Der Garten und seine Bepflanzung.= Geb. | 4.50 | 3.50 =Leben der Pflanze.= Bd. I, II, III, IV, V, VI, | | VII, VIII, geb. je | 15.-- | 13.50 =Lindemann, Die Erde.= Bd. I. Gebunden | 9.-- | 8.-- =Lindemann, Die Erde.= Bd. II. Gebunden | 9.-- | 8.-- =Meyer, Dr. M. Wilh., Die ägyptische Finsternis.=| | Geb. | 3.-- | 1.90 =Monographien unserer Haustiere=: Bd. I Schumann,| | Kaninchen; Bd. II Schuster, Hauskatze; Bd. III | | Morgan, Hund; Bd. IV Schwind, Haushuhn ~à~ | 1.40 | 1.05 =Sauer, Prof. Dr. A., Mineralkunde.= Gebunden | 13.60 | 12.20 =Schrader, Liebesleben der Tiere.= Broschiert | 1.40 | 1.10 =Schroeder-Rothe, Handbuch f. Naturfreunde.= | | Bd. I geb. | 4.20 | 3.60 =Schroeder-Rothe, Handbuch f. Naturfreunde.= | | Bd. II geb. | 3.80 | 3.30 =Schwind-Gemen, Rosenbüchlein.= Gebunden | 1.50 | 1.25 =Stevens, Frank, Ausflüge ins Ameisenreich.= Geb.| 2.50 | 1.85 =Stevens, Frank, Die Reise ins Bienenland.= Geb. | 2.50 | 1.85 =Strandbüchlein.= Gebunden | 1.25 | 1.-- =Stridde, Allgemeine Zoologie.= Gebunden | 7.-- | 6.20 =Thompson, E. S., Bingo u. a. Tiergeschichten.= | | Geb. | 4.80 | 3.60 =Thompson, E. S., Prärietiere und ihre | | Schicksale.= Fein geb. | 4.80 | 3.60 =Thompson, E. S., Tierhelden.= Fein gebunden | 4.80 | 3.60 =Wurm, Waldgeheimnisse.= Gebunden | 4.80 | 3.60

und zahlreiche andere Werke mehr.

Die ordentlichen Veröffentlichungen

früherer Jahre erhalten Mitglieder, solange vorrätig, zu Ausnahmepreisen:

:1904:

(Handweiser vergriffen) zusammen für M 4.-- (Preis für Nichtmitglieder M 5.--), geb. für M 6.20 (für Nichtmitglieder M 8.40):

Bölsche. W., Abstammung des Menschen.

Meyer, Dr. M. Wilh. (Urania-Meyer), Weltuntergang.

Zell, Dr. Th., Ist das Tier unvernünftig? (Doppelband)