Part 18
Entfernter stehn ein Schwank bei Clouston, _Flowers_, S. 105 ff. und das 43. Kapitel im _Wegkürzer_ von Montanus; vgl. Boltes Nachweisungen S. 581 und Chauvin, VIII, S. 139 (Parodien zu Nr. 136).
212. _Sottisier_, Nr. 147.
213. _Sottisier_, Nr. 148.
Köhler, I, S. 507; _Fourberies_, S. 49.
S. Arlotto, II, S. 64 ff. und 226 ff.
214. _Sottisier_, Nr. 149.
Galland, S. 22.
215. _Sottisier_, Nr. 150.
216. _Sottisier_, Nr. 151; Tewfik, Nr. 16; Kroatisch, S. 7 ff.
Horn, S. 69 (Zakani); _Tréfái_, S. 19.
217. _Sottisier_, Nr. 152.
Galland, S. 26 ff.; Hammer, _Rosenöl_, II, S. 78 ff., Nr. 44; Clouston, _Flowers_, S. 109 ff.; Roda Roda, S. 214 ff.
218. _Sottisier_, Nr. 153; Tewfik, Nr. 20; _Tréfái_, Nr. 151; Serbisch, S. 35.
219. _Sottisier_, Nr. 154.
_Fourberies_, S. 50; zu den dortigen Nachweisungen zu dem Motive von dem ~Dämon (Menschen) als Reittier~ noch Chauvin, VII, S. 23 ff.
220. _Sottisier_, Nr. 155.
221. _Sottisier_, Nr. 156.
222. _Sottisier_, Nr. 157.
Vgl. zu diesem Schwanke den folgenden, den J. F. Campbell in den _Popular Tales of the West Highlands_, II, S. 398 erzählt:
He (the Assynt man) once took his child to be baptized; the minister said he doubted if he were fit to hold the child for baptism.
»Oh, to be sure I am, thought it was as heavy as a stirk.«
This answer shewing little wit, the minister asked him how many commandments there were.
»Twenty,« he said boldly.
»Oh, that will never do; go back and learn your questions« (Shorter Catechism).
Half way home he met a man.
»How many commandments will there be? There must be thirty, for the minister was not content with twenty.«
He was set to rights on this point, and turning back (it was winter), he thought the clergyman would not refuse him this time etc. etc.
Eine weitere Parallele steht bei Ilg, II, S. 91 ff., Nr. 131.
223. _Sottisier_, Nr. 158.
224. _Sottisier_, Nr. 159.
225. _Sottisier_, Nr. 160.
226. _Sottisier_, Nr. 161.
227. _Sottisier_, Nr. 162.
Galland, S. 14.
228. _Sottisier_, Nr. 164.
229. _Sottisier_, Nr. 165; Buadem, Nr. 5; Serbisch, S. 53; Kroatisch, S. 31.
Eine hübsche Parallele zu dieser Schnurre steht in Mendozas _Lazarillo de Tormes_, trat. III (_Biblioteca des autores españoles_, III, S. 86 ff.):
O señor, dije yo, acuda aquí, que nos traen un muerto. ¿Cómo asi? respondió él. Aqui arriba le encontré, y venia diciendo su mujer: marido y señor mio, ¿adónde os llevan? ¿A la casa lóbrega y oscura? á la casa triste y desdichada? á la casa donde nunca comen ni beben? Acá, señor nos le traen.
Auf dem _Lazarillo_ beruht Casalicchio, c. I, d. 9, a. 2, S. 161 ff. und vielleicht auch in letzter Instanz die sizilianische Volkserzählung _Lu Cavaleri Assicca-frittuli_ im _Archivio_, III, S. 93 ff. Näher der Fassung im _Sottisier_ steht der 49. Schwank bei Swynnerton, S. 300.
Eine entferntere Variante bieten Zincgref-Weidner, II, S. 53 und das _Exilium melancholiae_, A, Nr. 48, S. 15:
Ein armer Bürger zu Elverfeld, mit Kindern beladen, ward gefragt, wie es in seinem Hauß stünde? gab seine Armuth durch diese höffliche Antwort verblümter weise zu verstehen: Es gienge wie im Himmel. Gefragt: Wie so? Antwortet er: Im Himmel isset und trinckt man nicht.
230. _Sottisier_, Nr. 166.
231. _Sottisier_, Nr. 167.
Ein Gegenstück dazu stellt die 105. Facetie im _Philogelos_, S. 26 dar:
Φιλάργυρος ἐρωτώμενος διὰ τί ἄλλο οὐδὲν εἰ μὴ μόνον ἐλαίας ἐσθίει, ἔπη· ἵνα τὸ μὲν ἔξωθεν ἀντὶ ὄψου ἔχω, τὸ δὲ ὀστοῦν ἀντὶ ξύλου· φαγὼν δέ, εἰς τὴν ἑαυτοῦ κεφαλὴν σπογγισάμενος, λουτροῦ οὐκ ἐπιδέομαι.
232. _Sottisier_, Nr. 168.
Zu dem Motive von dem ~Bettler bei dem Gatten seiner ehemaligen Frau~ ist die Literatur zusammengestellt von Basset, _Zenatia_, S. 107 ff. und _RTP_, XXII, S. 221 ff. und von Chauvin, II, S. 174, Nr. 16 und VIII, S. 180, Nr. 212.
233. _Sottisier_, Nr. 169.
Galland, S. 29 ff.
234. _Sottisier_, Nr. 170.
Galland, S. 191; _Fourberies_, S. 52.
Nick, I, S. 152; Roda Roda, S. 70 (verdorben).
235. _Sottisier_, Nr. 172.
236. _Sottisier_, Nr. 173; Pharaon, S. 177 ff.
Eine ausführliche Studie hat dem Stoffe Köhler (II, S. 594 ff.) gewidmet; dazu vgl. meine Nachträge bei Morlini, S. 309 und Rittershaus, S. 366 ff.
237. _Sottisier_, Nr. 174; Tewfik, Nr. 61; Nouri, S. 85 ff.; Griechisch, Nr. 2; Serbisch, S. 117 ff. und 16 ff.; Kroatisch, S. 19 ff.
Köhler, I, S. 507; _Fourberies_, S. 52 ff.
Über das Motiv der ~Schweigwette~ handelt ein Aufsatz von Clouston, _The silent couple_, in den _Popular Tales und Fictions_, II, S. 15 ff.; Clouston betrachtet als Quelle der unzähligen, diesen Stoff behandelnden Geschichten eine tamulische Erzählung, die französisch bei J. A. Dubois, _La Pantcha-tantra_ etc., Paris, 1826, S. 363 ff. steht und von der er im _Book of Noodles_, S. 171 ff. eine Übertragung gibt. Der Inhalt ist, soweit er uns hier angeht, kurz der: ~Vier~ Brahmanen werden auf der Landstraße von einem Soldaten gegrüßt. Es entspinnt sich ein Streit unter ihnen, wem von ihnen eigentlich der Gruß gegolten habe, und schließlich laufen sie dem Soldaten nach, um ihn darüber zu befragen; der Soldat antwortet ihnen, sein Gruß gehöre dem größten Narren unter ihnen. Nun beschließen sie, diese neuerliche Frage, wer nämlich von ihnen der größte Narr sei, dem Gerichte von Dharmapuri vorzulegen, und dieses trägt ihnen zur leichtern Entscheidung auf, daß jeder ein bemerkenswertes Erlebnis erzähle, um seinen Anspruch auf die Würde des größten Narren zu rechtfertigen. Der dritte Brahmane erzählt dann die Geschichte, wie er mit seinem Weibe gewettet habe, wer es am längsten aushalten werde, zu schweigen usw.
Eine merkwürdige Übereinstimmung mit der Geschichte der vier Brahmanen bieten zwei süditaliänische Überlieferungen, wo sich ~drei~ Dummköpfe streiten, wem von ihnen ein Gruß zukomme: die eine stammt aus Neapel und ist von V. della Scala im I. Jahrgange des _Giambattista Basile_ unter dem Titel _’O cunto d’ ’o soluto d’ ’e tre cafune_ veröffentlicht, die andere steht als Nr. 6 unter den von G. Amalfi gesammelten _XII facezie e motti raccolti in Piano di Sorrento_ im _Archivio_, XXI, S. 360 ff.[130]; in beiden Fällen entspricht die Erzählung des dritten Bewerbers um den Dummheitspreis der des dritten Brahmanen[131]. An die Stelle des fiktiven Gutes, des Grußes, tritt in der 1. Novelle der 8. Nacht in Straparolas _Piacevoli notti_ ein wirkliches und zwar ein Kleinod, das von drei Findern dem gehören soll, der der faulste ist; die Erzählung des dritten bringt dann die Schweigwette.
Obwohl das Motiv von dem ~Wettstreite der drei Faulen~ ungeheuer verbreitet ist[132], kommt doch die Schweigwette in den bekannten Versionen nirgends sonst vor als bei Straparola; in der Form einer selbständigen Erzählung begegnet sie jedoch außerordentlich häufig. Siehe darüber Pitrè, III, S. 326 ff. und IV, S. 443, Crane, S. 284 ff. und 378, Clouston, _Noodles_, S. 107 ff., Landes, _Contes et légendes annamites_, S. 317, Rua a. a. O., Basset in der _RTP_, XII, S. 412 und XV, S. 283 ff., Amalfi a. a. O., Bolte, _Das Danziger Theater im 16. und 17. Jahrhundert_, Hamburg, 1895, S. 226 ff., Köhler, II, S. 576 ff., Lidzbarski, S. 179 und 184, dazu Bolte in der _Z. f. vgl. Littg._, N. F., XIII, S. 234, Brie, _Eulenspiegel in England_, Berlin, 1903, S. 118, Chauvin, VIII, S. 132 und Dähnhardt, _Natursagen_, Leipzig, 1907 ff., I, S. 233 ff.
238. _Sottisier_, Nr. 176.
Vgl. die bei Bolte zu Montanus, S. 578 ff. und bei G. Rua, _Novelle del »Mambriano« del Cieco da Ferrara_, Torino, 1888, S. 56 ff. angegebenen Schwänke, die ein deutliches Bild geben, wie beliebt derartige Erzählungen bei unsern Altvordern waren. Zu der 39. Novelle im _Grand parangon des nouvelles nouvelles_ von Nicolas de Troyes, Paris, 1869, S. 148 ff.: _D’une fille qui ne vouloit point avoir de mary qui eust genitoires_, die Rua zitiert, wäre auf das Gedicht _Von dem striegelein_ in den von A. v. Keller herausgegebenen _Erzählungen aus altdeutschen Handschriften_, Stuttgart, 1855, S. 412 ff. zu verweisen gewesen.
Zu der in Diarbekr üblichen Redewendung vgl. folgende Stelle in der 103. Facetie Poggios, zu der die harmlose Erklärung des Sprichworts _Alla barba_ bei Seb. Pauli, S. 268 ff. nicht recht stimmen will: Est communis loquendi modus, cum quis ventris crepitum edidit, ut circumstantes: _Ad barbam ejus, qui nihil cuiquam debet_, dicant.
239. _Sottisier_, Nr. 177.
240. _Sottisier_, Nr. 178; Buadem, Nr. 94; Kuka, S. 213 ff.; Serbisch, S. 84 ff.; Kroatisch, S. 57.
Eine Variante steht in der serbischen Ausgabe S. 47 ff.:
Einmal wollte der Hodscha Nasreddin einen kleinen Tümpel überspringen. Er nahm einen Anlauf und sprang, kam aber nicht hinüber, sondern fiel mitten in den Tümpel. »O Jugend, schon bist du vorüber!« seufzte er und sah sich um. Und als er bemerkte, daß niemand in der Nähe war, fuhr er fort: »Übrigens habe ich auch in meiner Jugend nie besonders gut springen können.«
241. _Sottisier_, Nr. 179.
242. _Sottisier_, Nr. 180; Mardrus, S. 110. Vgl. auch oben Nr. 3.
243. _Sottisier_, Nr. 181; Mardrus, S. 110 ff.
244. _Sottisier_, Nr. 182; Mardrus, S. 111 (bei der Übertragung benutzt).
245. _Sottisier_, Nr. 183; Mardrus, S. 112 ff.
246. _Sottisier_, Nr. 185.
Dasselbe Motiv kehrt wieder bei Domenichi, 1562, S. 11 ff. (1581, S. 14), im _Democritus ridens_, S. 220 ff. (Übersetzung nach Domenichi), in der _Arcadia in Brenta_, S. 114 ff. (wieder nach Domenichi) und in _Jacke of Dovers Quest of Inquirie_, bei Hazlitt, II, S. 342: _The Foole of Winchester_ (eine Bearbeitung des ersten Teils der Facetie Domenichis).
247. _Sottisier_, Nr. 186.
248. _Sottisier_, Nr. 187; Mardrus, S. 115 ff.
249. _Sottisier_, Nr. 188.
250. _Sottisier_, Nr. 189.
_Fourberies_, S. 54.
251. _Sottisier_, Nr. 192; Mardrus, S. 113 ff.
252. _Sottisier_, Nr. 193.
253. _Sottisier_, Nr. 194.
254. _Sottisier_, Nr. 195.
255. _Sottisier_, Nr. 197.
256. _Sottisier_, Nr. 198; Mardrus, S. 114.
257. _Sottisier_, Nr. 199.
258. _Sottisier_, Nr. 200.
259. _Sottisier_, Nr. 201. Vgl. oben Nr. 63.
260. _Sottisier_, Nr. 202.
261. _Sottisier_, Nr. 203; Pann, S. 339 ff. Vgl. auch Nr. 290.
Köhler, I, S. 506; Gazeau, S. 199 ff.; _Fourberies_, S. 55.
Die älteste Darstellung der Geschichte von dem ~vermeintlich verlorenen Esel~ bietet wohl Bar-Hebraeus, der (Budge, S. 145 ff., Nr. 569) folgendermaßen erzählt:
Another simpleton, who was a servant, had ten asses which he hired to certain people, and when they came back to their places he took his asses and counted them, (and found them to be) ten. Then he mounted one of them and rode some distance and came back, and as he was going away he counted those that were before him, and found them (to be) nine; and he was angry, an alighted and counted them over again, and found them (to be) ten. And he mounted an ass again, and counted the others and found them (to be) nine; thereupon he dismounted and counted (them), and found them (to be) ten. Then he said, »Verily there is a devil with me, for whenever I mount an ass I lose one of them; therefore I must not ride lest I lose one altogether.«
Die älteste abendländische Bearbeitung ist die 55. Facetie Poggios: _Fabula Mancini_, auf der wieder eine türkische des 16. Jahrhunderts beruht, nämlich die 97. der _Fables turques_, trad. p. J. A. Decourdemanche, Paris, 1882, S. 199 ff.: _Le muletier et sa femme_. Weiter gehören in diese Verzweigung: Brant, _Esopi appologi_, Bl. D_{2}^a ff.; Hans Sachs, IV, S. 70 ff.; Schumann, _Nachtbüchlein_, Nr. 24 (mit Boltes Nachweisungen ebendort, S. 402 ff. und hinter _Freys Gartengesellschaft_, S. 282); Montanus, _Gartengesellschaft_, Nr. 70 (Boltes Nachweise, S. 610 ff.); _Tales and Quicke Answeres_, Nr. 60 bei Hazlitt, I, S. 80 ff.; Lehmann, _Exilium melancholiae_, E, Nr. 91, S. 127; _Das kurtzweilige Leben von Clement Marott_ (1. Ausg. 1660), o. O., 1663, S. 55 ff.; Prym und Socin, _Tûr ’Abdîn_, II, S. 183 ff.; Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 202; Roda Roda, S. 209. Eine Anspielung auf die Geschichte bringt der Schluß des 5. Kap. im 11. Buche des _Don Quixote_.
Nahe verwandt mit dieser Schnurre ist die, wo sich eine Gesellschaft von Einfaltspinseln, oft nachdem sie ein meistens wirkliches, manchmal auch nur eingebildetes Wasser durchwatet hat, zählt, ob noch alle da sind, und wo der ~Zählende stets sich selber mitzuzählen vergißt~; dazu vgl. das erste Abenteuer Guru Paramártans (Österley in der _Z. f. vgl. Littg._, I, S. 50 ff. und 55 ff.), das 10. Kapitel der _Mery Tales of the Mad Men of Gotham_ (Hazlitt, III, S. 12 ff. und Jacobs, _More English Fairy Tales_, S. 209 ff.), ferner Campbell, II, S. 391 ff., v. d. Hagen, _Narrenbuch_, S. 478 ff., Clouston, _Noodles_, S. 28 ff. und 32 ff. und Swynnerton, S. 436 ff.
Bisweilen wird die Zahl dadurch festgestellt, daß die Dummköpfe ihre Nasen in einen Sandhaufen stecken und dann diese Löcher zählen: Müllenhoff, S. 94 ff., Nr. 111 = Merkens, I, S. 54 ff., Nr. 70; Kopisch, _Histörchen von den Büsumern_ in den _Gesammelten Werken_, Berlin, 1856, I, S. 280; _Am Ur-Quell_, II, S. 192; Köhler, I, S. 112 ff.; Böhm, _Lettische Schwänke_, Nr. 35, S. 58 ff., dazu S. 119. An die Stelle des Sandhaufens tritt ein Kuhfladen oder etwas noch unappetitlicheres bei Birlinger, _Volksthümliches aus Schwaben_, Freiburg, 1861 ff., I, S. 437 und 461 = Merkens, I, Nr. 7 und 16; De Colleville et de Zeppelin, _Légendes danoises_, Nr. 44 in der _RTP_, VIII, S. 388 ff.; L. Brueyre in einer Erzählung aus Languedoc in der _RTP_, I, S. 335; Ispirescu, S. 105 (_Magazin_, XCVI, S. 613); Ch. Beauquier, _Blason populaire de la Franche-Comté_ in der _RTP_, XI, S. 650. Durch die Weglegung der Mützen geschieht die Zählung bei J. H. Knowles, _Folk-Tales of Kashmir_, S. 322 ff.
Sehr nahe verwandt ist das Motiv von den ~verwechselten Füßen~, manchmal auch Armen: Waldis, _Esopus_, IV, Nr. 90, v. 50 ff.; _Zimmerische Chronik_, I, S. 315; _Lalenbuch_, Kap. 29, S. 118 ff. (v. d. Hagen, _Narrenbuch_, S. 163 ff.); Jacobs, _More Celtic Fairy Tales_, London, 1894, S. 104 ff.; Campbell, II, S. 391 ff. und 401 ff.; Bladé, _Contes populaires de la Gascogne_, III, S. 136; Georgeakis et Pineau, _Le Folk-lore de Lesbos_, S. 116. Das aus den _Nugae doctae Gaudentii Jocosi_, Solisbaci, 1713, S. 66 in _Am Ur-Quell_, IV, S. 181 abgedruckte Stück _Pedes baculo percussi_ ist wörtlich exzerpiert aus Melanders _Jocoseria_, I, Nr. 75: _De Fatuis quibusdam_ (Lichae, 1604, S. 71; deutsche Ausgabe Lich, 1605, S. 48, Nr. 50), wo als Quelle angegeben wird: Musculus in _Explicatione Psalmi 9_, pag. 92; gemeint sind damit jedenfalls die _Enarrationes in totum Psalterium et in Esaiam_, die zuerst 1551 in Basel erschienen sind. Hieher gehört schließlich auch Rückerts Gedicht _Die Tanzfuhre_ (_Werke_, II, S. 57). Vgl. weiter Boltes Nachweisungen zu Schumann, Nr. 8, S. 391 und bei Frey, S. 279, ferner Keller, _Schwaben_, S. 144. Bei Knoop, _Volkssagen, Erzählungen_ usw. _aus dem östlichen Hinterpommern_, Posen, 1885, S. 47, Nr. 90 = Merkens, III, S. 33 ff., Nr. 49 ist in den Schwank auch das Motiv von der ~lebenden Kette~ verwoben; s. dazu oben S. 242.
262. _Sottisier_, Nr. 204.
Eine serbische Variante haben wir oben zu Nr. 170 mitgeteilt; eine andere, die weniger Interesse bietet, steht in der serbischen Ausgabe S. 156 ff.
263. _Sottisier_, Nr. 205.
Vgl. U. Jahn, _Schwänke und Schnurren aus Bauern Mund_, Berlin, 1890, S. 106 ff.
264. _Sottisier_, Nr. 206; Mardrus, S. 117.
_Anthropophyteia_, I, S. 94 ff.
265. _Sottisier_, Nr. 207; Mardrus, S. 114. Außerdem steht die Schnurre zum Schlusse der Nr. 74 des Volksbuches, anstatt deren oben _Sottisier_, Nr. 244 wiedergegeben ist; ebenso _Tréfái_, Nr. 74 (und S. 27 ff.) und Griechisch, Nr. 106.
266. _Sottisier_, Nr. 208.
267. _Sottisier_, Nr. 209.
268. _Sottisier_, Nr. 210.
269. _Sottisier_, Nr. 211.
270. _Sottisier_, Nr. 212.
271. _Sottisier_, Nr. 213.
272. _Sottisier_, Nr. 214.
273. _Sottisier_, Nr. 215.
274. _Sottisier_, Nr. 216; Ethé, S. 250 ff.; Nouri, S. 29 ff.
275. _Sottisier_, Nr. 217.
276. _Sottisier_, Nr. 218; Mardrus, S. 115.
Köhler, I, S. 506; _Fourberies_, S. 56 ff.
Die Verbreitung dieses Schwankes ist so oft behandelt worden, daß es wohl überflüssig ist, hier noch einmal darauf einzugehn; bemerkt sei nur, daß er auch in Indien im Volksmunde lebt (Swynnerton, S. 273).
277. _Sottisier_, Nr. 219; _Anthropophytheia_, V, S. 327 ff.[133]
Dem Motive von dem ~Fleischverkaufe an die Hunde~ werden wir unten bei Nr. 412 noch einmal begegnen; festgestellt sei hier nur, daß es in der Form, die in diesem Schwanke vorliegt, eigentlich nur eine Variante zu dem unten zur Nr. 407 behandelten Motive ist. Ähnliches wird bei Haltrich, S. 226 ff. erzählt.
Eigentümlich ist eine arabische Überlieferung aus Algier, die bei Pharaon, S. 174 ff. erzählt wird: ~Si Dscheha~ wird von seiner Mutter auf den Markt geschickt, um einen Hammel zu kaufen; er soll aber einen wählen, der nicht mehr gehn kann. Anstatt nun einen zu kaufen, bei dem das wegen seines Fetts zutrifft, bringt er einen heim, der vor Schwäche nicht mehr gehn kann. Dscheha schlachtet ihn und breitet die Fleischstücke auf einem Brette aus. Als es Nacht wird, ohne daß sich jemand um ihn und seine Ware gekümmert hätte, verkauft er sie an eine schwarze Hündin, der er sagt, er werde wegen der Bezahlung mit ihr zu ihrem Herrn gehn. Er verfolgt auch die Hündin und stürzt hinter ihr in ein Haus mit dem Rufe: »Gebt mir mein Geld!« Die Herrin dieses Hauses ist eben mit einem Nachbar mitten in einer galanten Unterhaltung, und dieser Nachbar wirft Si Dscheha, den er für einen Gläubiger der Dame hält, seine Börse zu. Kaum hat Dscheha das Geld genommen, als die schwarze Sklavin der Dame meldet, daß ihr Gatte heimkommt. Nun muß sich der Geliebte unten, Si Dscheha oben in dem Bette verstecken. Der Gatte teilt seiner Frau mit, daß er verreisen müsse, und sagt, die Hände zum Himmel erhebend: »Ich empfehle dich dem da oben.« Da hebt Si Dscheha den Vorhang und ruft: »Herr, ich habe mit deiner Frau nichts zu schaffen; empfiehl sie lieber dem unten: ich bin nur um mein Geld hergekommen.« Damit entflieht er in der allgemeinen Verwirrung.[134]
Ganz auffallend stimmt mit dieser Geschichte die 30. Novelle Morlinis überein; ja sogar der Zug von dem Fleischverkaufe an einen Hund ist rudimentär erhalten. Den Übergang zu einer Erzählung in _Tausend und einer Nacht_ (übertragen von Henning, XXIII, S. 222 ff.) stellt die unten als Nr. 386 wiedergegebene Geschichte aus Tunis dar.
278. _Sottisier_, Nr. 220; sehr ähnlich Serbisch, S. 108.
Vgl. Nr. 43 und Nr. 299.
279. _Sottisier_, Nr. 221.
280. _Sottisier_, Nr. 222; vgl. die als Nr. 428 mitgeteilte Giufágeschichte samt den Anmerkungen dazu.
Köhler, I, S. 507; _Fourberies_, S. 57 ff.
Weitere Nachweise findet man bei Chauvin, II, S. 118, Nr. 99 und 100, bei Rittershaus, S. 349 ff. (dazu S. 357), im _Archiv für slavische Philologie_, XXIX, S. 451 und bei Wesselski, _Die Novellen Morlinis_, S. 278 ff. Dazu sind noch zu nennen Dschelaleddin Rumi, _Mesnewi_, zit. Ausg. S. 85 ff.; E. B. Cowell, _The Jâtaka or stories of the Buddha’s former births_, Cambridge, 1895 ff., I, S. 116 ff.: _Makasa-Jâtaka_ und S. 117 ff.; _Rohinî-Jâtaka_; Chavanne, _Fables et contes de l’Inde_, S. 91, Nr. 4 und S. 92 ff., Nr. 5; Swynnerton, S. 437; Aurbacher, _Volksbüchlein_, II, S. 141 ff.; Roda Roda, S. 158 ff.
281. _Sottisier_, Nr. 223.
Das ~Heimschicken von Tieren oder Dingen~ ist ein in den Volksüberlieferungen außerordentlich häufiger Zug: Um einen Dreifuß handelt es sich in den folgenden Versionen: _Mery Tales of the Mad Men of Gotham_, Nr. 5 (Hazlitt, III, S. 8; Clouston, _Noodles_, S. 36 ff.); Montanus, _Gartengesellschaft_, Nr. 4 (Noten, S. 591); Cosquin, _Contes populaires de Lorraine_, Paris, 1886, II, S. 178 und 179 ff.; Sébillot, _Littérature orale de la Haute-Bretagne_, Paris, 1881, S. 98; Derselbe, _Contes de la Haute-Bretagne_, Nr. 13; _Jean le Fou_ in der _RTP_, XI, S. 439 ff.; L. Morin, _Contes Troyens_, Nr. 2; _Jean-Bête_, ebendort, S. 460 ff.; Carnoy, _Littérature orale de la Picardie_, S. 179 ff. Um Käse: _Mad Men of Gotham_, Nr. 4 (Hazlitt, III, S. 6 ff.; Jacobs, _More English Fairy Tales_, S. 206 ff.; Clouston, _Noodles_, S. 34 ff.); Campbell, II, S. 399, Nr. 8; Grimm, _KHM_, Nr. 59. Um ein Spinnrad: Campbell, II, S. 398 ff. Um ein Schwein: Sébillot, _Littérature orale de la Haute-Bretagne_, S. 92 und 98. Um ein Kalb: Grimm, _KHM_, Nr. 61. Bei Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 188 schickt Giucca Mehl mit dem Winde heim. Verwandt ist auch eine Schnurre der _Contes du Sieur Gaulard_, S. 223 ff., wo ein Diener ein Pferd als Wegweiser erhält.
Ein Gegenstück zu dem Schlusse dieser Facetie, der identisch ist mit der Nr. 61, bietet der als Nr. 490 mitgeteilte Schwank, wo Nasreddin dem Esel, auf dem er reitet, eine Last abnimmt und sich selber auflädt, damit sie der Esel nicht zu tragen brauche.
282. _Sottisier_, Nr. 224.
Vgl. Nr. 142; Basset, _Loqmân berbère_, S. 80 ff.; Chauvin, III, S. 31, Nr. 17.
Bronner, _Schelmen-Büchlein_, S. 29 ff.
283. _Sottisier_, Nr. 225.
284. _Sottisier_, Nr. 226.
285. _Sottisier_, Nr. 228; _Nawadir_, S. 15 (hier ist Dschoha der leidende Teil).
_Fourberies_, S. 59; den dort zitierten Schwank aus dem _Mustatraf_ von al Abschihi hat Basset in der _RTP_, XIII, S. 478 übertragen.
286. _Sottisier_, Nr. 231.
287. _Sottisier_, Nr. 232.
288. _Sottisier_, Nr. 233.
Vgl. Nr. 38.
289. _Sottisier_, Nr. 234.
290. _Sottisier_, Nr. 236.
Vgl. Nr. 261.
291. _Sottisier_, Nr. 238.
292. _Sottisier_, Nr. 239.
_Anthropophytheia_, I, S. 179 ff.
293. _Sottisier_, Nr. 242.
_Fourberies_, S. 60 ff.
294. _Sottisier_, Nr. 246.
295. _Sottisier_, Nr. 248.
296. _Sottisier_, Nr. 249.
297. _Sottisier_, Nr. 250.
298. _Sottisier_, Nr. 253; vgl. Buadem, Nr. 167.
~Das sich nicht erkennen wegen einer äußerlichen Veränderung~, ein Zug, auf den schon oben in der Anmerkung zu Nr. 43 einigermaßen eingegangen worden ist, findet sich schon im _Philogelos_, S. 17 ff., Nr. 56 in einer Darstellung, die dem in Rede stehenden Schwanke auffallend ähnelt:
Σχολαστικὸς καὶ φαλακρὸς καὶ κουρεὺς συνοδεύοντες καὶ ἔν τινι ἐρημιᾳ μείναντες, συνέθεντο πρὸς τέσσαρας ὥρας ἀγρυπνῆσαι καὶ τὰ σκεύη ἕκαστος τηρῆσαι. ὡς δὲ ἔλαχε τῷ κουρεῖ πρώτῳ φυλάξαι, μετεωρισθῆναι θέλων τὸν σχολαστικὸν καθεύδοντα ἔξυρε καὶ τῶν ὡρῶν πληρωθεισῶν διύπνισεν. ὁ δὲ σχολαστικὸς ψήχων ὡς ἀπὸ ὕπνου τὴν κεφαλὴν καὶ εὑρὼν ἑαυτὸν ψιλόν, μέγα κάθαρμα, φησίν, ὁ κουρεύς· πλανηθεὶς γὰρ ἀντ’ ἐμοῦ τὸν φαλακρὸν ἐξύπνισεν
Eine moderne Variante dieser Facetie steht bei Merkens, S. 129 ff., Nr. 138.
Eine Schnurre von dem Narren Lobelin, der sich im neuen Kleide nicht kennt, habe ich im _Mönchslatein_, S. 193, Nr. 152 nach der _Mensa philosophica_ übersetzt.
Wichtig ist ein englisches Kinderlied von einer Frau, die sich nicht mehr kennt, als ihr im Schlafe die Röcke abgeschnitten worden sind (Jacobs, _More English Fairy Tales_, S. 59 ff.; _Lawkamercyme_ und die Noten auf S. 226; Campbell, II, S. 397; _Archivio_, IX, S. 437 ff.); hierzu vergleiche man den Schluß der Nr. 34 und 59 der Grimmschen _KHM_, Haltrich, S. 252 ff., Asbjörnsen, _Fairy Tales from the Far North_, transl. by H. L. Braekstad, London, 1897, S. 69 ff., Franco, _Rose e spine_, Monteleone, 1889, S. VIII (zit. im _Archivio_, IX, S. 118 ff.), Rittershaus, S. 354, _Archiv für slavische Philologie_, XIX, S. 256 und XXI, S. 283 ff. und Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 14 ff., Nr. 15 mit den Nachweisungen auf S. 112. Interessant ist noch eine Notiz von Loys Brueyre in der _RTP_, II, S. 297, die den Zusammenhang einer Farce des Palais Royal mit der 14. der _Facéties normandes_ von V. Brunet: _Le Sourdin et le nègre_ (_RTP_, II, S. 213) und damit auch mit unserm Stoffe überhaupt feststellt.