Der Hodscha Nasreddin I. Band Türkische, arabische, berberische, maltesische, sizilianische, kalabrische, kroatische, serbische und griechische Märlein und Schwänke

Part 16

Chapter 163,627 wordsPublic domain

Köhler, I, S. 497; St. Prato in der _RTP_, II, S. 503 ff.; Gazeau, S. 205; _Fourberies_, S. 36; _Tréfái_, S. 17.

Ispirescu, S. 3 (Gaster im _Magazin_, XCVI, S. 564). Chauvin (VIII, S. 158) stellt diesen Schwank mit der großen Reihe von Erzählungen zusammen, wo es sich um eine ~Scheinzahlung für eine Scheinleistung~ handelt.

Eine ähnliche Ableitung des Anspruchs, als nahestehender zu gelten, findet sich im _Nuzhat al udaba_ (Basset in der _RTP_, XIII, S. 667):

Man erzählt, daß ein Parasit zu einer Hochzeit gekommen, aber weggejagt worden ist. Da schrie er: »Unglück über euch, einen Menschen, wie ich bin, wegzujagen!« »Und wer bist du denn?« »Ich bin der Nachbar des Tischlers, der den Leisten für den Schuster gemacht hat, der den Schuh der Braut genäht hat!«

98. _Sottisier_, Nr. 112; _Volksbuch_, Nr. 98; Barker, S. 93; _Tréfái_, Nr. 98; Griechisch, Nr. 111; Serbisch, S. 174.

99. _Volksbuch_, Nr. 99; Barker, S. 93 ff.; _Sottisier_, Nr. 310; _Tréfái_, Nr. 99; _Nawadir_, S. 30; Griechisch Nr. 126.

_Tréfái_, S. 23.

100. Barker, S. 94 ff.; _Volksbuch_, Nr. 100; _Tréfái_, Nr. 100; Griechisch, Nr. 127.

Der zweite Teil für sich allein: Buadem, Nr. 8; Serbisch, S. 54; Kroatisch, S. 31.

Der ~Reiter, der sein Pferd nicht kennt~ usw. kehrt in der 90. Facetie Poggios wieder: _Jocatio cuiusdam Veneti qui equum suum non cognoverat_; auf dieser beruhen die Nr. 72 der _Tales and Quicke Answeres_ (Hazlitt, I, S. 91 ff.), die Nr. 19 der _Pleasant Conceites of old Hobson the Merry Londoner_ (Hazlitt, III, S. 33 ff.) und der erste Teil des 40. Kapitels des _Lalenbuchs_ (v. d. Hagen, _Narrenbuch_, S. 197 ff.; _Das Lalenbuch_, Stuttgart, 1839, S. 142). Vgl. auch die 24. Novelle bei Des Periers, zit. Ausg. S. 112 ff.

Der zweite Teil des Schwankes (~Verkehrt aufsitzen~) hat zwei Parallelen in Costos _Fuggilozio_, zit. Ausg. S. 118: _Gofferia d’un Veneziano caualcando, e sua accorta risposta_ und S. 163 ff.: _Risposta mordace d’un Buffone_, deren zweite eine obszöne Begründung bringt.

101. _Sottisier_, Nr. 82; _Volksbuch_, Nr. 101; Barker, S. 95 ff.; Nouri, S. 38; _Tréfái_, Nr. 101; Griechisch, Nr. 128.

Gazeau, S. 205.

102. _Volksbuch_, Nr. 102; _Barker_, S. 96; _Tréfái_, Nr. 102; Griechisch, Nr. 129.

103. _Volksbuch_, Nr. 103; Barker, S. 97; _Sottisier_, Nr. 311; _Tréfái_, Nr. 103; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 130; Serbisch, S. 112.

104. _Volksbuch_, Nr. 104; Barker, S. 97 ff. (anders); _Sottisier_, Nr. 312; Tewfik, Nr. 27; Nouri, S. 97; _Tréfái_, Nr. 104; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 131 und 21; Serbisch, S. 23; Kroatisch, S. 10.

Clouston, _Noodles_, S. 91; Gazeau, S. 205 ff.; _Fourberies_, S. 68; _Hartmann_, S. 65.

105. _Volksbuch_, Nr. 105; _Sottisier_, Nr. 313; _Tréfái_, Nr. 105; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 86.

Köhler, I, S. 497; _Fourberies_, S. 68 (die Schnurre findet sich schon in dem _Rabi al abrar_ des 1143 verstorbenen Zamachschari).

Vgl. die von Bolte zu Wickram, Nr. 39, S. 372 zusammengestellte Literatur.

106. _Volksbuch_, Nr. 106; _Sottisier_, Nr. 314; Tewfik, Nr. 26; _Tréfái_, Nr. 106; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 64; Serbisch, S. 29; Kroatisch, S. 10.

Horn, S. 69 (eine ältere Version bei Zakani).

107. _Volksbuch_, Nr. 107; _Sottisier_, Nr. 190; Nouri, S. 144 ff.; _Tréfái_, Nr. 107; Mardrus, S. 116; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 65; Serbisch, S. 41 ff.

108. _Volksbuch_, Nr. 108; _Sottisier_, Nr. 108; Buadem, Nr. 26; _Tréfái_, Nr. 106; _Nawadir_, S. 30; Griechisch, Nr. 64; Serbisch, S. 29; Kroatisch, S. 10.

109. _Volksbuch_, Nr. 109; _Sottisier_, Nr. 315; _Tréfái_, Nr. 108; Griechisch, Nr. 67; Serbisch, S. 185; Vgl. auch oben Nr. 10.

_Tréfái_, S. 18.

Vgl. weiter Reinisch, _Die Nuba-Sprache_, I, S. 179 ff. und A. de Motylinski, _Dialogue et textes en dialecte de Djerba_, Paris, 1898, S. 24 ff. = Basset, _Contes populaires d’Afrique_, S. 23 ff.

110. _Volksbuch_, Nr. 110; _Sottisier_, Nr. 264 + 290; _Tréfái_, Nr. 110; Griechisch, Nr. 62; Serbisch, S. 115 ff.

Gazeau, S. 206.

Am nächsten den occidentalen Varianten der im zweiten Teile des Schwankes erzählten Geschichte steht Panns Gedicht, S. 351 ff., dessen Inhalt kurz ist, wie folgt: Da der Hodscha Nastratin Geld hat, schickt er seinen Sohn in die Fremde studieren, und der kommt zur Freude seiner Eltern mit den besten Zeugnissen heim. Als er nun die erste Nacht im väterlichen Hause verbringt, sieht er auf der Decke Kuhmist kleben. Es ist ihm unerklärlich, wie es die Kuh angestellt haben müsse, um dort oben ihren Mist abzulagern; er sieht in der Mechanik, in der Mathematik und in andern Büchern nach, kann aber die Lösung nicht finden. Am Morgen kommt sich seine Mutter erkundigen, wie er geschlafen habe, und da erzählt er ihr, welche Überlegungen ihn um seinen Schlaf gebracht hätten. Auf die Antwort der Mutter, daß das Brett früher im Hofe gelegen habe, wo es wahrscheinlich von irgendeinem Rinde beschmutzt worden sei usw. meint er, daß man ihm auf den fremden Schulen die Dinge nie so gut erklärt habe wie seine Mutter, die den besten Professor für ihn abgegeben hätte. Sie ist nunmehr überzeugt, daß ihr Sohn ein ebensolcher Dummkopf bleiben werde wie sein Vater Nastratin.

Zu dieser Form des Schwankes haben Köhler, I, S. 497 ff., Bolte in der _ZVV_, VII, S. 465 ff. und XI, S. 76, Basset in den _Fourberies_, S. 65 und Waas in den _Quellen der Beispiele Boners_, Dortmund, 1897, S. 71 Parallelen beigebracht. Ich nenne dazu noch die folgenden: _The Jests of Scogin_ bei Hazlitt, II, S. 71; _Archie Armstrongs Banquet of Jests_, S. 359; Lehmann, _Florilegium politicum_, S. 738; V. Brunet, _Facéties normandes_, Nr. 5 in der _RTP_, II, S. 108 ff.; A. Harou, _Facéties des copères de Dinant_, Nr. 2 in der _RTP_, IV, S. 482 ff.; Ch. Beauquier, _Blason populaire de la Franche-Comté_ in der _RTP_, XI, S. 646; G. Calvia, _Facezie sopra gli abitanti di Sorso in Sardegna_, Nr. 6 im _Archivio_, XXI, S. 380, und _Anthropophyteia_, V, S. 338 ff. Weiter folge hier die oben bei Nr. 52 angezogene Stelle aus Euch. Eyering, _Proverbiorum copia_, Eißleben, 1601, S. 591 ff.:

Hernach bald an dem dritten tag Der Doctor biß vmb neune lag, Vnd lag verjrt in seinem bett, Sich eins Kuhdrecks verwundern thet, Des er gewar wurd an der deck, Klebt oben an der dil der dreck, Wist nicht, wie die Kuh kommen nauff. Vnd als er jetzt gstanden auff, Fragt er den Vater vmb bericht. Der ward traurig vnd zu jm spricht: Du geck, wie magstu darnach fragen; Do solche dil im hoff noch lagen, Die Kuh drüb ging vnd darauff schiß, Vnd also nauff genagelt iß. Eins mals trat er für seine Thür, Hengt aus vnd zinselt von Natur, Vergaß des Cuius vnuerwart, Sah an die Sonn vnd dran vernart, Gieng nein vnd thet zum Vater jehen, Wie er die Sonn jtzt drauß gesehen; Sprach: Vater, wie ich drauß thet stan, Die Sonn eben gesehen an, Bedüncket mich in alle meim Sinne, Sie gleich der zu Venedig drinnen. Der Vater schrack des noch viel mehr, Sprach: Wo ist deine Kunst und lehr? Ach weh meins Gelts, du nerrisch Kind, Meinstu, das auch zwo Sonnen sind? Von dir wird man diß sprichwort sagen, Ein Ganß sey vbers Meer geflogen, Ein Ganß auch wider kommen dar, Die singt jtzt Gack Gack gleich wie vor.

Endlich sei noch auf Lehmanns _Exilium melancholiae_, R, Nr. 99, S. 377 verwiesen, das analog wie Bütner, _Von Claus Narren_, S. 154 ff. (Zincgref-Weidner, V, S. 151 ff.) folgendermaßen erzählt:

Ein Pennal, als ihm einer Roßfeigen in die Schuch gelegt, verwundert er sich darüber, wie nur das Pferd muß in die Schuch kommen seyn.

111. Barker, S. 98 ff.; _Volksbuch_, Nr. 111; _Sottisier_, Nr. 58; _Tréfái_, Nr. 110; _Nawadir_, S. 31; Griechisch, Nr. 63; Serbisch, S. 119 ff.

112. _Sottisier_, Nr. 230; _Volksbuch_, Nr. 112; Tewfik, Nr. 14 = _Tréfái_, Nr. 146; _Nawadir_, S. 31; Griechisch, Nr. 125; Serbisch, S. 39 ff.; Kroatisch, S. 7.

113. _Volksbuch_, Nr. 113; Barker, S. 99 ff.; _Sottisier_, Nr. 295; Ethé, S. 249 ff.; Nouri, S. 211 ff.; _Tréfái_, Nr. 111; _Nawadir_, S. 31; Kuka, S. 218 ff.; _Fourberies_, Nr. 45; Griechisch, Nr. 58; Serbisch, S. 38; Kroatisch, S. 81.

Gazeau, S. 206; Clouston, _Flowers_, S. 68; _Fourberies_, S. 66; _Tréfái_, S. 22.

Der Schwank ist nur eine Variante einer Erzählung aus _Tausend und einer Nacht_ (übertragen von Henning, Leipzig, 1895 ff., II, S. 77 ff.); vgl. dazu Chauvin, V, S. 159.

114. _Volksbuch_, Nr. 114; _Sottisier_, Nr. 59; _Tréfái_, Nr. 112; _Nawadir_, S. 31; Griechisch, Nr. 59; Serbisch, S. 120.

115. _Volksbuch_, Nr. 115; Nouri, S. 83 ff.; _Tréfái_, Nr. 113; _Nawadir_, S. 32; Griechisch, Nr. 60; Serbisch, S. 154.

Köhler, I, S. 498; Clouston, _Flowers_, S. 69 ff.; _Tréfái_, S. 83 ff.

Vgl. A. L. Stiefels Abhandlung _Der Schwank von den drei Mönchen, die sich den Mund verbrannten_ in der _ZVV_, XIII, S. 88 ff. (Arienti, nov. 46; Pauli, Nr. 672; Agricola, Nr. 505; Waldis, _Esopus_, III, Nr. 90 und _A Hundred Mery Talys_, Nr. 97). Arienti bietet aber nicht die älteste Darstellung; vielmehr zitiert S. v. Arx, _Giovanni Sabadino degli Arienti und seine Porretane_, Erlangen, 1909, S. 85 zwei ungefähr dasselbe wie Arientis Novelle erzählende Oktaven aus Luigi Pulcis _Morgante_, c. 16 (zuerst gedruckt 1482, aber zwischen 1460 und 1470 verfaßt).

116. _Volksbuch_, Nr. 116; _Sottisier_, Nr. 129; _Tréfái_, Nr. 114; Mardrus, S. 106 ff.; _Nawadir_, S. 32.

117. _Volksbuch_, Nr. 117; Barker, S. 100 ff.; _Sottisier_, Nr. 316; Nouri, S. 33 ff.; _Tréfái_, Nr. 115; _Nawadir_, S. 32; Kuka, S. 219; Griechisch, Nr. 87; Serbisch, S. 130 ff.; Kroatisch, S. 66 ff.

_Tréfái_, S. 22.

118. _Volksbuch_, Nr. 118; _Sottisier_, Nr. 317; _Tréfái_, Nr. 116; _Nawadir_, S. 33; Griechisch, Nr. 88.

119. _Volksbuch_, Nr. 119; _Sottisier_, Nr. 318; _Tréfái_, Nr. 117; _Nawadir_, S. 33; Griechisch, Nr. 89; Serbisch, S. 118.

120. _Volksbuch_, Nr. 120; Barker, S. 101 ff.; Nouri, S. 137 ff.; _Tréfái_, Nr. 118; _Nawadir_, S. 33; _Fourberies_, Nr. 17; Griechisch, Nr. 90.

Clouston, _Flowers_, S. 68 ff.; Basset, _Zenatia_, S. 172; Hartmann, S. 64.

121. _Volksbuch_, Nr. 121; _Sottisier_, Nr. 75 (Schluß); Tewfik, Nr. 45; _Tréfái_, Nr. 119; Griechisch, Nr. 68; Serbisch, S. 26; Kroatisch, S. 17.

Vgl. oben die Nrn. 49, 46 und 66, ferner unten Nr. 141 und 382.

Eine serbische Erzählung (S. 137 ff.) lautet:

Eines Morgens stand der Hodscha Nasreddin sehr früh auf und wollte in Geschäften ins Dorf gehn. Die Nachbarn hatten sich aber besprochen, sich mit ihm einen kleinen Spaß zu machen. Als er sein Haus verließ, fragten sie ihn: »Wohin gehst du, Hodscha?«

»Ins Dorf.«

»Wie kannst du denn ins Dorf gehn, wo du doch gestern Abend gestorben bist? Wir sind gekommen, um dich wegzutragen und zu begraben, wie es unsere Pflicht als Nachbarn ist, und du willst ins Dorf!«

»Laßt mich nur gehn,« sagte Nasreddin; »wenn ich zurückkomme, dann meinetwegen.«

»O nein,« schrien alle; »wie könnten wir das zugeben? Geh sofort wieder heim, damit wir dich für das Begräbnis herrichten.«

Nasreddin konnte sich nicht von ihnen losmachen. Die Nachbarn wuschen ihn tüchtig, wie man einen Leichnam wäscht, legten ihn in einen Sarg und trugen ihn zur Moschee. Unterwegs begegnete ihnen ein Bekannter, ein gesetzter Mann; er hatte wenig Zeit und eilte in seinen Geschäften. Die Nachbarn wollten ihn zwingen, mit ihnen zu gehn, er aber entschuldigte sich, daß er eine notwendige Verrichtung habe, und Gott werde es ihm nicht verübeln, daß er an dem Leichenbegängnis nicht teilnehmen könne.

Aber das half ihm nichts, und als er sich durchaus losmachen wollte, hob der Hodscha den Kopf aus dem Sarge und sagte zu ihm: »Du versuchst vergebens, Freund, dich ihrer zu erwehren; das gelingt niemand. Ich habe wirklich eine wichtigere Arbeit gehabt als du; aber was tut das, wenn mich diese Horde nicht einmal reden läßt!«

Zu dem Motive vom ~eingebildeten Toten~ siehe weiter außer Bebel, I, S. 169 ff. (dazu hauptsächlich Clauvin, VIII, S. 98, ferner Rittershaus, S. 359 ff.) die Noten auf S. 265 ff. meiner Ausgabe von Morlinis _Novellen_, München, 1908 und die 149. Facetie Arlottos (II, S. 151 ff.); eine eigentümliche Variante bietet die 10. Adventure bei Mackenzie, _The Marvellous Adventures and Rare Conceits of Master Tyll Owlglass_, London, 1890, S. 50 ff.

122. _Volksbuch_, Nr. 122; Barker, S. 103; _Sottisier_, S. 319; _Tréfái_, Nr. 120; _Nawadir_, S. 33; Griechisch, Nr. 69; Serbisch, S. 42 ff.

Vgl. Buadem, Nr. 140.

123. _Volksbuch_, Nr. 123; _Sottisier_, Nr. 320; Buadem, Nr. 115; Nouri, S. 188 ff.; _Tréfái_, Nr. 121; _Nawadir_, S. 33; Griechisch, Nr. 70; Serbisch, S. 92 ff.; Kroatisch, S. 63.

124. _Volksbuch_, Nr. 124; _Sottisier_, Nr. 28; Nouri, S. 226 ff.; _Tréfái_, Nr. 122; _Nawadir_, S. 34; Kuka, S. 219 (zwar nicht von Nasreddin, aber mitten unter den auf ihn bezüglichen Anekdoten); Griechisch, Nr. 71; Serbisch, S. 172 ff.

Köhler, I, S. 498; Gazeau, S. 207; Clouston, _Noodles_, S. 92; _Fourberies_, S. 33; Basset in der _RTP_, XI, S. 496; _Tréfái_, S. 11 ff.

Zu der ~Rettung des Mondes~ vgl. weiter: Müllenhoff, _Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig Holstein und Lauenburg_, 4. Aufl., Kiel, 1845, Nr. 111, S. 95 (nur erwähnt); E. Meier, _Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben_, Stuttgart, 1852, II, Nr. 402, S. 361 = Merkens, I, S. 16, Nr. 21; Bronner, _Bayerisches Schelmen-Büchlein_, S. 105 ff., 189 ff. und 190; _Am Ur-Quell_, III, S. 29 (jüdisch aus Chelm); V. Brunet, _Facéties normandes_, Nr. 11: _La lune prise au piège_ in der _RTP_, II, S. 211 ff.; J. de Chesnaye, _Blasons populaires de la Vendée_, Nr. 1 in der _RTP_, XXII, S. 88; G. Amalfi, _J. Chiochiari nel mandamento di Tegiano_ im _Archivio_, VII, S. 132; Ispirescu, S. 103 (Gaster im _Magazin_, XCVI, S. 613 ff.); Veckenstedt, _Zamaiten_, I, S. 235 ff.; Jacobs, _English Fairy Tales_, 3^{rd} Ed., London, 1907, S. 13 ff.

In andern Versionen wird ein Esel getötet, weil man meint, er habe den Mond, der sich im Wasser gespiegelt hat, ertränkt: Ortoli, _Les contes populaires de l’île de Corse_, Paris, 1883, S. 252 ff.: _U Bastelicacciu et son âne_; Bladé, _Contes populaires de la Gascogne_, III, S. 142 ff.: _L’âne de Montastruc_; vgl. hierzu Köhler, I, S. 498 und 90 und Clouston, _Noodles_, S. 45. Hierher gehört auch folgende Historia von Klaus Narr, S. 478 ff. (gekürzt bei Zincgref-Weidner, V, S. 171):

Clauß stund in einem Fenster im Saale, am abend da der Mond schiene vnnd der Himmel voll Sternen stund, die sahe er klar vnd hell in dem Wasser herwider leuchten, vnd dachte, der Himmel mit den Sternen würde ersauffen, gieng von demselben Fenster hinweg, an ein anders, vnd sahe die Sternen im Wasser wie vor, doch nicht alle, vnd sprach: Es wird der gantze Himmel, als ich sehe, nicht ersauffen. Zu letzt kam er an ein Fenster, von dem er nicht in das Wasser sehen kondte, vnnd sahe auch keinen Sternen mehr, da rieff er: Zu Beth, lieben Brüder, zu Beth, die Liechter am Himmel sind alle verbronnen, aber die Sternen sind alle wider auß dem Wasser, vnnd ist nicht einer verbronnen.

In dem 26. Stücke der von E. Chavanne übersetzten _Fables et contes de l’Inde, extraits du Tripitaka chinois_ (_Actes du XIV^e congrès international des orientalistes_, Paris, 1906, Sect. V, S. 138 ff.) und bei Schiefner, _Tibetan Tales_, translated by W. R. S. Ralston, London, 1906, S. 353: _The monkeys und the moon_ bilden Affen, um den Mond aus einem Brunnen zu ziehen, eine Kette, indem sich einer an den andern hängt; als dann der Ast bricht, woran sich der oberste hält, fallen alle ins Wasser. In ähnlichen Erzählungen, wo, um den Mond zu fangen, eine solche Kette[119] gebildet wird, geschieht die Katastrophe, weil sich der oberste in die Hände spucken will: _Am Ur-Quell_, II, S. 192 (von den Büsumern); Ch. Beauquier, _Blason populaire de la Franche-Comté_ in der _RTP_, XI, S. 649: _Les fous de Tschervâ_.

Schließlich sei noch eine Anspielung auf eine Ortsneckerei erwähnt, die sich in dem Widmungsbriefe der 26. des III. Teils von Bandellos _Novelle_ findet (zit. Ausg., S. 584): Signori miei, voi cercate, come fanno i Modonesi, la luna nel pozzo ....

125. _Volksbuch_, Nr. 125; Barker, S. 104 ff.; _Sottisier_, Nr. 321; Tewfik, Nr. 57; Nouri, S. 185; _Tréfái_, Nr. 123; Griechisch, Nr. 72; Serbisch, S. 31 ff.; Kroatisch, S. 24. Vgl. Murad, Nr. 13.

Hartmann, S. 63.

2. Aus Manuskripten verschiedenen Alters.

126. _Sottisier_, Nr. 2.

127. _Sottisier_, Nr. 4; vgl. Buadem, Nr. 36 (Serbisch, S. 63; Kroatisch, S. 38).

Eine ähnliche Geschichte steht im _Nafhat al jaman_ von asch Schirwani (Basset, _RTP_, II, S. 502); der Gedanke findet sich aber schon bei Bar-Hebraeus, S. 152, Nr. 605:

Another fool seeing an Arab minaret from which men were calling to prayer, said to his companion, »How very tall the men who built this minaret must have been!« His friend replied, »O silly man, how could any man be as tall as this? They built it first of all on the ground, and then set it up.«

Dem entspricht eine persische Erzählung (Kuka, S. 175, Nr. 65), wo das Minaret durch ›a very high tower‹ ersetzt ist.

128. _Sottisier_, Nr. 5; Serbisch, S. 47.

Clouston, _Noodles_, S. 91 ff.

Der Schwank liest sich wie eine Parodie auf die folgende Erzählung, die in Gladwins _Persian Moonshee_, II, S. 15, Nr. 34 steht:

Somebody seized a Dirveish’s turband, and ran away with it. The Dirveish repaired to the churchyard, and there seated himself. The people said to him, »the man who took your turband went towards the orchard; why are you sitting in the churchyard, what are you about?« He answered, »he too must come here at last, and therefore I have seated myself in this place.«

Tatsächlich wird auch diese Geschichte von Nasreddin erzählt (Serbisch, S. 169).

129. _Sottisier_, Nr. 8.

130. _Sottisier_, Nr. 11.

131. _Sottisier_, Nr. 12.

132. _Sottisier_, Nr. 15.

133. _Sottisier_, Nr. 16; Ethé, S. 253 ff.

Clouston, _Noodles_, S. 93; _Fourberies_, S. 30.

Sehr ähnlich ist die 192. Facetie Poggios _De sono_ (der angenehmste Klang ist der der Tischglocke); zu den zwei Bearbeitungen bei Noël, II, S. 187 noch _Der edle Fincken-Ritter_, o. O. u. J. (»Gedruckt in der jetzigen Welt«), S. 62, Nr. 365.

134. _Sottisier_, Nr. 22; _Volksbuch_, (nur bei Camerloher), Schluß; Barker, S. 104; Tewfik, Nr. 30; Serbisch, S. 11 ff.; Kroatisch, S. 10 ff.

135. _Sottisier_, Nr. 23.

Eine ähnliche Erzählung steht in _Tausend und einer Nacht_, XIX, S. 15 ff.; vgl. Chauvin, VIII, S. 108.

136. _Sottisier_, Nr. 25; Galland, S. 16 ff. (Un bon homme de Sivri-Hissar ....).

Horn, S. 69 ff. (Zakani).

137. _Sottisier_, Nr. 26. Ein Schwank in der serbischen Ausgabe (S. 181) lautet:

Der Hodscha Nasreddin hatte für sich und seine Freunde, wenn ihn die besuchen kämen, einige Wintervorräte aufbewahrt, aber die Mäuse machten sich darüber und fraßen allmählich alles auf. Als er das gewahr wurde, wußte er in seinem Zorne nicht, wie er die Mäuse fangen sollte, und noch weniger, wie er sie aus dem Hause treiben könnte. Und also zornig schrie er: »Wartet, wartet, ihr Abscheulichen und Söhne von Abscheulichen! ich werde es euch schon zeigen!« Er schaffte ein Bündel Stroh ins Haus, zündete es an und schloß die Tür. Als das Haus brannte, fingen die Mäuse zu schreien an, und Nasreddin rief fröhlich: »Aha! aha! so ists recht, daß ihr einmal merkt, wem ihr Schaden machen dürft!«

Eine Variante steht ebendort, S. 186.

Zu der ~Verbrennung eines Hauses des Ungeziefers halber~ siehe die Noten Österleys zu Pauli, Nr. 37, S. 477 und Boltes zu Schumanns _Nachtbüchlein_, Nr. 1 (Tübingen, 1893, S. 384 und hinter Freys _Gartengesellschaft_, S. 276), ferner Hans Sachs, _Schwänke_, V, S. 229; weiter vgl. die 6. Erzählung in den _Merry Tales of the Mad Men of Gotham_ (Hazlitt, III, S. 9), die bei Clouston, _Noodles_, S. 41 aus der _Tale of Beryn_ abgedruckten Verse, und das folgende Stück (Nr. 306) der _Exempla_ of Jacques de Vitry, ed. by Crane, London, 1890, S. 128:

Quidam ita pusillanimes sunt quod ictibus inimici statim cedunt malentes peccatis consentire et vastari quam tentationibus molestari, similis cuidam fatuo qui, cum muscis valde infestaretur, domum propriam combuscit ut muscas pariter combureret. Ita multi dum muscas sustinere nolunt igne luxurie se vastari et incendi permittunt.

138. _Sottisier_, Nr. 30.

139. _Sottisier_, Nr. 34. In einer entsprechenden serbischen Erzählung (S. 110) sagt Nasreddin: »Es ist genug, daß sie (die Zwiebeln) tagsüber wachsen; was einer hat, soll er bewahren, und was mir gehört, soll bei mir bleiben.«

140. _Sottisier_, Nr. 36.

D’Herbelot (_Orientalische Bibliothek_, Halle, 1785 ff., I, S. 524) erzählt ähnliches von Bahlul, dem Hofnarren Harun al Raschids; nach D’Herbelot steht die sicherlich verdorbene Schnurre bei Flögel, S. 172.

Eine hübsche Variante bringt Kuka, S. 192:

In Ispahan there was a madman who, standing in the bazár, used to beat the passers-by, saying »Why don’t you all take one side of the road?« As he would not listen to reason, and as using force against him was out of the question, owing to the Persians regarding a madman as one rapt in Divine ecstasy, a wise man advised the men to bring forward another madman to argue with this one. This was done; and when the first madman asked the above question to the passers-by, the other replied, »You know, the earth is like a shield floating on water. If all the people were to go on one side, that part would become too heavy, and the earth would be overturned.«

Strange to say, this reply satisfied the first madman, and he gave up annoying the passers-by.

141. _Sottisier_, Nr. 37.

Vgl. oben die Nrn. 49, 46, 66, 121 und 382.

142. _Sottisier_, Nr. 42; Serbisch, S. 37.

Vgl. Nr. 282.

Eine hübsche Analogie bietet ein Schwank in Bronners _Bayerischem Schelmen-Büchlein_, S. 79 ff.: _Die Stierwascher_, der aber auch als Neckgeschichte für eine Reihe salzburgischer Orte erzählt wird.

143. _Sottisier_, Nr. 43; Serbisch, S. 162 ff.

144. _Sottisier_, Nr. 44; Nouri, S. 77 ff.; Kroatisch, S. 76 ff.

145. _Sottisier_, Nr. 45.

146. _Sottisier_, Nr. 46; Tewfik, Nr. 32 = _Tréfái_, Nr. 141 = Serbisch, S. 29 (an allen drei Stellen ist der Text verdorben); Griechisch, Nr. 23; Kroatisch, S. 12 ff.; Pann, S. 346 ff.

Dieselbe Geschichte wird bei Gonzenbach, I, Nr. 37, S. 260 von Giufà erzählt; vgl. die Nachweise dazu von Köhler und Bolte in der _ZVV_, VI, S. 74.

Vgl. weiter die 122. Facetie Arlottos und meine Noten dazu (II, S. 105 ff. und 234 ff.).

147. _Sottisier_, Nr. 49.

148. _Sottisier_, Nr. 51.

149. _Sottisier_, Nr. 52.

150. _Sottisier_, Nr. 56.

151. _Sottisier_, Nr. 60.

152. _Sottisier_, Nr. 63. Für sich allein kommt der Schwank nur hier vor; in allen andern Darstellungen ist er mit Nr. 326 zusammengezogen: Dieterici, _Chrestomathie Ottomane_, Berlin, 1854, S. 31 ff. (_Fourberies_, S. 38 und 65); Ethé, S. 244; _Tréfái_, Nr. 137; Kunos bei Radloff, _Die Sprachen der türkischen Stämme_, Petersburg, 1866 ff., VIII, S. XIX ff.; Mardrus, S. 107 ff.; Sachau, _Skizze des Fellichi-Dialekts_ von Mosul, S. 71 ff. (ebenfalls von Nasreddin).

153. _Sottisier_, Nr. 66.

154. _Sottisier_, Nr. 67; Buadem, Nr. 31; Serbisch S. 62; Kroatisch, S. 37.

155. _Sottisier_, Nr. 69.

156. _Sottisier_, Nr. 70.

Galland, S. 21.

157. _Sottisier_, Nr. 71; Serbisch, S. 157 ff. (wirklich von Nasreddin).

_Fourberies_, S. 3 und 39 ff. die Geschichte steht auch in dem _Thamarat al aurak_ von ibn Hidschdscha († 1434)[120].

158. _Sottisier_, Nr. 72; Buadem, Nr. 17; Serbisch, S. 57; Kroatisch, S. 33 ff.

Köhler, I, S. 506; _Fourberies_, S. 40.