Der gelüftete Vorhang oder Lauras Erziehung
Part 2
Einige Tage nach diesem Ereignis fand ich eine Gelegenheit, meine Begierde zu stillen. Mein Vater war ausgegangen, Lucette beschäftigt. Das gab mir Zeit genug, in Papas Zimmer zu schlüpfen und den bewußten Vorhang so zu befestigen, daß er eine Ecke freiließ. Von diesem Arrangement wollte ich profitieren. Am nächsten Morgen geschah es dann. Mein Vater, der nur einen leichten seidenen Hausmantel trug, zog die gleichfalls nur nachlässig bekleidete Lucette mit sich. Sie waren vorsichtig genug, die Tür zu schließen und den Vorhang zuzuziehen. Doch meine kleine Vorsichtsmaßnahme war erfolgreich. Der bewußte Winkel blieb frei. Ich eilte an die Tür und spähte hindurch. Ich entdeckte Lucette. Ihre Brüste waren völlig entblößt. Mein Vater hielt sie in seinen Armen und bedeckte sie mit Küssen. Dann schienen die beiden von ihrem Verlangen überwältigt. Unterröcke, Korsett, Hemd, alles flog auf den Boden. Oh, wie schön erschien mir Lucette in diesem Zustand, in dem ich sie niemals zuvor gesehen hatte. Sie strahlte die Frische und Anmut der Jugend wider.
Liebe Eugenie, die Schönheit der Frauen ist doch eine wundersame Macht, der sogar wir Frauen uns nicht ganz entziehen können, ja, meine Liebe, sie ist lockend selbst für unser eigenes Geschlecht. Diese sanft gerundeten Formen, der Samt und die reizenden Farben einer gepflegten Haut sind schlechthin unwiderstehlich. Du hast mich in den Armen gehalten und weißt das. Es ist Dir nicht viel anders als mir ergangen.
Mein Vater befand sich übrigens in einem ganz ähnlichen Zustand wie jenem, in den er Lucette gebracht hatte, und das war für mich ein völlig neuer Anblick. Er trug sie auf sein Bett, und ich unternahm alle Anstrengungen, die beiden weiter zu beobachten, obwohl das gar nicht so einfach war, weil der Vorhang meine Sicht behinderte.
Da sie sich ungestört glaubten, erlegten sie sich nicht die geringste Hemmung auf. Lucette lag auf ihm, ihr hübsches Hinterteil ragte in die Luft, ihre Schenkel waren gespreizt. So ließ sie mich, ohne es zu wollen, die ganze Öffnung ihrer Spalte sehen, die sich dunkel zwischen zwei hübschen Schamlippen hinzog. Diese Situation schien ganz geeignet, meine Neugier zu befriedigen. Mein Vater, dessen Kniee nach oben ragten, präsentierte meinen Blicken ein erstaunliches Objekt: Ein mächtiges Glied, das prall und steif aus dem Haarwald hervorstach, der seine Wurzel umgab. Der Kopf dieses Instruments war rötlich gefärbt und zur Hälfte mit einer Haut bedeckt, die sich anscheinend mühelos zur Seite schieben ließ. Ich sah diesen erstaunlichen Gegenstand in Lucettes Spalte verschwinden und wieder auftauchen. Sie küßten sich, und die Seufzer, die ihren Lippen entflohen, bewiesen, daß sie dabei ein überaus großes Vergnügen empfanden. Schließlich sah ich dieses prächtige Instrument wieder auftauchen. Karmesinrot und ganz feucht von einer weißlich schäumenden Flüssigkeit, die sich ungestüm auf Lucettes Schenkel ergoß. Du kannst dir vorstellen, meine liebe Eugenie, in welcher Situation ich mich befand, mit einem solch eindrucksvollen Gebilde vor Augen.
Leidenschaftlich erregt und von bisher unbekannten Gefühlen durchdrungen, bediente ich mich meiner vorwitzigen Finger, um wenigstens auf diese Weise an einer Lust teilzunehmen, die ich so leidenschaftlich gern in ihrem vollen Umfang erfahren hätte.
Es kam, wie es kommen mußte: Meine Unklugheit verriet mich. Mein Vater, der während der verflossenen halben Stunde bestimmt keinen Gedanken an mich verschwendet hatte, entdeckte plötzlich den gelüfteten Vorhangzipfel. Er löste sich aus Lucettes Armen, legte seinen Morgenrock an und näherte sich der Tür. Ich versuchte mich vorsichtig zurückzuziehen. Er untersuchte den Vorhang und entdeckte natürlich mein kleines Manöver. Doch wartete er, bis Lucette sich angezogen hatte. Ich wunderte, mich, wo er blieb, und kehrte, von Neugier getrieben, auf meinen Beobachtungsposten zurück.
Wie erschrak ich doch, als ich das Gesicht meines Vaters unmittelbar vor mir auf der anderen Seite des gelüfteten Vorhangs entdeckte. Der Schreck nagelte mich beinahe auf der Stelle fest. Ich wußte nicht, sollte ich bleiben oder fliehen. Ich bemerkte wohl, daß Lucette mit ihrer Toilette fast fertig war. Er kehrte zu ihr zurück und gab ihr Anweisungen für den Haushalt. Sie verließ das Zimmer durch die entgegengesetzte Tür, und ich fand mich mit ihm allein.
Ah, in welchem Zustand befand ich mich! Zitternd und bleich konnte ich nicht verbergen, was mit mir vorgegangen war. Doch mein teurer Vater nahm mich, anstatt zu schelten, in die Arme und überhäufte mich mit hundert Küssen. »Beruhige Dich, meine teure Laura«, sagte er. »Wie könntest Du auch bei meinem Anblick erschrecken. Fürchte nichts, meine geliebte Tochter! Du weißt wohl, was ich Dir immer gesagt habe. Ich fordere von Dir nichts als die Wahrheit. Ich möchte, daß Du in mir mehr Deinen Freund siehst als Deinen Vater. Wirklich, ich bin nichts als Dein Freund, und ich möchte, daß Du Dir dessen allzeit bewußt bleibst. Darum bitte ich Dich, mein Kind, verschweige mir nichts. Sag mir, was Du durch diesen Vorhang gesehen hast, während ich mit Lucette zusammen war. Ich beschwöre Dich, sag mir die Wahrheit! Du hast keinen Grund, etwas zu befürchten. Doch wenn Du es nicht tust, wirst Du damit rechnen müssen, daß ich Deine Erziehung in einem Konvent beenden lasse.«
Diese Institutionen haben für mich von jeher einen intensiven Schrecken gehabt. Dabei wußte ich doch wenig genug davon. Doch es mußte ein schrecklicher Unterschied bestehen zwischen dem Leben einer solch unglücklichen Eingeschlossenen und dem erfreulichen Dasein, das ich bei meinem Vater führte. Im Übrigen zweifelte ich nicht daran, daß er überzeugt war, ich hätte alles gesehen. Und schließlich -- hatte ich denn je ein Geheimnis vor ihm gehabt?
Ich erzählte ihm also von Anfang an alles, und er schien darüber gar nicht böse zu werden. Wirklich, er geriet nicht im Geringsten in Zorn, so genau ich ihm auch die Bilder, die ich gesehen hatte, ausmalte. Vielmehr ermutigte er mich durch seine Zärtlichkeiten, und ich verlor schließlich alle Scheu und sprach ganz offen über jene Dinge, die meine Phantasie so sehr beschäftigten.
»Meine teure Laurette«, sagte er schließlich, »Du hast mir noch nicht alles gesagt.« Seine Hand ruhte auf meinen Lenden, und seine Lippen berührten die meinen. »Komm, sag mir alles, versuch nicht, mir etwas zu verbergen.«
Ich gestand ihm, daß ich durch eine gewisse Reibung an meinem Körper versucht hatte, dasselbe zu tun, was ich ihn mit Lucette hatte tun sehen, und daß ich dabei eine Art von Vergnügen empfunden habe, das mir bisher ganz fremd gewesen sei. Auch verschwieg ich ihm nicht, daß ich davon ganz feucht geworden war und daß ich dieses aufregende Spiel seither etliche Male wiederholt hatte.
»Aber, mein teures Kind, als Du gesehen hast, wie ich in Lucette eindrang, bist Du da nicht auf die Idee gekommen, Deinen Finger auf eine ähnliche Weise zu verwenden?«
»Nein, liebster Vater, dieser Gedanke ist mir wirklich nicht gekommen«, versicherte ich ihm. »Nimm Dich in Acht, Laura, täusche mich nicht, denn Du kannst dies nicht vor mir verbergen. Es ist dies eine sehr ernste Angelegenheit.«
Ich versicherte ihm wahrheitsgemäß und mit allem Nachdruck, daß ich nichts dergleichen getan hätte. Er schien beruhigt und umarmte mich auf das herzlichste. Wir gingen in sein Zimmer, und er legte mich auf sein Bett, zog mich aus und betrachtete mich mit großer Aufmerksamkeit. Seine Hände öffneten die zwei fleischigen Lippen zwischen meinen Schenkeln, und er versuchte mit seinem kleinen Finger dazwischen einzudringen. Ein heftiger Schmerz erfaßte mich, und ich brach in Tränen aus. Er hielt augenblicklich inne.
»Sie ist ganz entzündet, meine teure Kleine. Ich sehe wohl, daß Du mich nicht getäuscht hast. Diese Rötung kommt ohne Zweifel von der Reibung, mit der Du Dich vergnügt hast, während Du mich bei Lucette gesehen hast.«
Ich gestand ihm, daß es mir nicht gelungen sei, dieses Vergnügen zu vervollständigen. Meine Wahrhaftigkeit wird durch einen Kuß an einer höchst merkwürdigen Stelle belohnt. Seine Zunge beginnt mich zu liebkosen und verursacht mir eine köstliche Sensation. Solche Zärtlichkeiten sind für mich neu, und um ihn dafür zu belohnen, tasten meine Hände nach diesem wundervollen Instrument, das ich vorhin gesehen hatte und das sich nun unter seinem Morgenrock bemerkbar macht. Ich nehme es unwillkürlich in die Hand und öffne mit der anderen seinen Hausmantel, so daß ich es sehen kann. Er läßt mich gewähren, und ich habe nun das Vergnügen, dieses kostbare Instrument aus der Nähe zu besichtigen. Oh, wie liebenswürdig und einzigartig erscheint es mir! Ich dachte in diesem Augenblick, daß dies die wahre Triebfeder allen Vergnügens sei. Oh, diese Haut, die sich mit meinen Bewegungen hob und senkte und den Kopf dieses köstlichen Gliedes einmal auftauchen und dann wieder verschwinden ließ!
Doch wie groß war mein Erstaunen, als ich mich nach etlichen Augenblicken, in denen ich dieses heiß pulsierende Instrument in meinen Händen liebkost hatte, von demselben brennenden Tau besprengt fühlte, der die blendenden Schenkel meiner schönen Gouvernante besprüht hatte!
Ich schmolz in leidenschaftlichen Seufzern hin, und er verdoppelte die Zärtlichkeiten, die er mir entgegenbrachte. Das Vergnügen zeitigte in mir die lebhaftesten Empfindungen. Schließlich bereitete er mir eine unerhört köstliche Sensation: Seine Zunge vollführte die Übungen, die sein Finger schon so virtuos durchgeführt hatte. Ich fühlte mich erschöpft.
»Ah . . . mon cher papa. Ich fühle mich sterben . . .«
Halb ohnmächtig lag ich in seinen Armen.
Von diesem Tage an wurde alles für mich zu einer Quelle der Erkenntnis. War ich vorher unwissend gewesen, so wuchs mein Wissen nun mit jedem Tag. Es schien, als sei das Instrument, das ich berührt hatte, der wunderbare Schlüssel zu allen Weisheiten der Welt. Mein teurer Vater erschien mir noch einmal so liebenswert, und meine Zärtlichkeit für ihn kannte keine Grenzen. Sein ganzer Körper fand sich bald meinen liebkosenden Händen ausgeliefert. Meine Küsse und Zärtlichkeiten duldeten keine Unterbrechung, und das Feuer, das sie in ihm entfachten, verdoppelte meine Leidenschaft für ihn.
Doch zurück zu jenem denkwürdigen Tag! Er führte mich in mein Zimmer, wohin meine Gouvernante wenige Augenblicke später nachfolgte. Ich wunderte mich, daß er ihr unser Einverständnis sogleich eröffnete.
»Lucette«, sagte er, »es ist unnötig, daß wir uns wegen Laura genieren. Sie weiß alles über uns.«
Er wiederholte ihr, was ich ihm gesagt hatte, und zeigte ihr, was ich mit dem Vorhang gemacht hatte. Sie schien betroffen. Aber ich setzte mich auf ihren Schoß, und meine Zärtlichkeiten beruhigten sie rasch und fegten den kleinen Ärger hinweg, den sie darüber empfand, daß sie so entdeckt worden war. Mein Vater umarmte uns beide und verließ uns. Etwa eine Stunde später kam er wieder, mit einer Frau, die mich völlig entkleiden ließ und von mir gewisse Maße für einen Gegenstand nahm, den ich mir nicht vorstellen konnte.
Als es Zeit zum Schlafen war, legte ich mich wie gewöhnlich neben Lucette zur Ruhe. Aber eine gewisse Unruhe hinderte meinen Vater, seinerseits sein Schlafzimmer aufzusuchen, und schließlich legte er sich zu uns ins Bett. Ich befand mich also zwischen den beiden. Er hielt mich in seinen Armen, legte seine Hand zwischen meine Schenkel und duldete es nicht, daß ich auch meine dorthin führte. Da ergriff ich sein Instrument und war sehr erstaunt, es in einem ganz anderen Zustand zu finden, als ich es zuvor gesehen hatte. Ich wußte natürlich noch nichts von den merkwürdigen Veränderungen, welchen dieses wundervolle Werkzeug unterworfen ist, sondern ich dachte, es bliebe immer gleich groß, stark und schwellend. Es dauerte auch nicht lange, so nahm es unter der Berührung meiner Hand wieder jene Festigkeit und jenen Umfang an, den ich so gut kannte. Lucette, die uns beobachtete, wunderte sich über sein Benehmen und konnte schließlich gewisse Vorhaltungen nicht mehr zurückhalten.
»Wirklich, Monsieur, die Art, wie Sie mit Laurette umgehen, setzt mich in Erstaunen. Sie behandeln das Kind, wie Sie es mit mir zu tun pflegen. Bedenken Sie doch, es ist Ihre eigene Tochter!«
Doch mein Vater ließ sich dadurch nicht aus der Fassung bringen.
»Sie ist es, und sie ist es auch wieder nicht«, gab er zur Antwort. »Dies ist ein Geheimnis, das ich ihrer Diskretion und der unserer kleinen Laurette anvertraue, in deren Interesse es bewahrt werden soll. Aber die Umstände machen es notwendig, daß ihr darüber Bescheid wißt.
Ich kannte ihre Mutter ganze vierzehn Tage, als ich sie heiratete. Schon am ersten Tag entdeckte ich, daß sie schwanger war. Ich sagte mir aber, daß es, nachdem diese Heirat einmal vollzogen war, klüger sei, nichts darüber verlauten zu lassen. Also entführte ich sie in ein kleines, entlegenes Provinznest, wo uns keiner kannte. Nach vier Monaten kam Laura zur Welt und bewies durch ihr gesundes Aussehen und ihre Lebhaftigkeit nur zu deutlich, daß sie keine Frühgeburt war. Ich blieb danach noch sechs Monate in der Provinz und sorgte dafür, daß niemand von dem Mißgeschick meiner jungen Ehe erfuhr. Ihr seht wohl, daß dieses Kind, das mir so teuer ist, eben doch nicht meine leibliche Tochter ist. Sie ist mir dem Blut nach völlig fremd, doch umso teurer wurde sie meinem Herzen. Kein innerer Zweifel kann mich hindern, sie zu lieben, und alle anderen Erwägungen lassen sich nicht mit der Vernunft vereinen, der ich ein Leben lang gedient habe.«
Ich erinnerte mich in diesem Augenblick der Antwort, die er einst auf die Vorwürfe meiner Mutter gefunden hatte. Das also war des Rätsels Lösung! Nun verstand ich auch, daß meine Mutter darauf geschwiegen hatte. Auch Lucette schien von der Tragweite dieser Eröffnung betroffen.
»Aber wie haben Sie mit Ihrer Gattin gelebt, nachdem dies zutage gekommen war?« wollte sie wissen.
»Ganz einfach, wir waren uns völlig gleichgültig, und bis auf das eine Mal, von dem Laura eben berichtete, haben wir niemals über diesen Vorfall gesprochen. Der Comte de Norval, der leibliche Vater Laurettes, ist ein liebenswürdiger Kavalier, interessant, eine hervorragende Erscheinung und mit allen jenen Eigenschaften begabt, die ihn einer Frau begehrenswert erscheinen lassen müssen. Ich konnte unmöglich erstaunt sein, daß ein junges Mädchen sich von ihm verführen ließ. Andererseits konnte sie ihn nicht heiraten, denn er war ihrer Familie weder wohlhabend noch einflußreich genug. Wenn nun auch Laura nicht meine natürliche Tochter ist, so steht sie meinem Herzen doch so nahe, als ob sie es wäre, ja, vielleicht bringe ich ihr ohne diese natürliche, durch Blut und Herkommen bestimmte Bindung sogar noch eine zärtlichere Zuneigung entgegen. Aber nichtsdestoweniger machte es dieses Ereignis unmöglich, mich ihrer Mutter jemals zu nähern. Ich empfand gegen sie eine sehr starke Abneigung und hätte sie ohne Zweifel verlassen, wenn ich es nicht gescheut hätte, Laurette diesen Schmerz zuzufügen. Ihr Charakter und ihr Temperament waren für mich eine ständige Herausforderung zum Streit, und ich bedurfte oft großer Selbstbeherrschung, dies zu verbergen.«
Meine schöne Gouvernante war von dieser Erzählung fast ebenso betroffen wie ich. Sie umarmte mich zärtlich und erwies mir tausend Artigkeiten, die mir bewiesen, daß sie ihre Bedenken überwunden hatte. Ich erwiderte ihre Liebkosungen auf das lebhafteste, indem ich nach ihren reizenden Brüsten faßte, sie küßte, wie ich es bei meinem Vater gesehen hatte, und an ihren Spitzen zu saugen begann.
Mein Vater -- ich nenne ihn noch immer so, obwohl er es ja nicht ist -- legte seine Hand auf die meine und ergriff sie, um sie auf dem schönen, sanft gerundeten Leib Lucettes spazieren zu führen. Behutsam glitten meine Finger über Lucettes Schoß und die Innenseite ihrer Schenkel entlang. Ihre Haut war samtig weich. Die starke Hand, die mich führte, lenkte meine Finger, bis sie sich in der Furche zwischen ihren Schenkeln befanden. Ich bemerkte wohl, daß ich ihr Vergnügen bereitete, wenn ich einen bestimmten Punkt berührte, der sich schwellend und hart aus dieser Furche erhob.
»Gut, ausgezeichnet! Laurette, laß Deine Hand da, wo sie ist, und hör nicht auf mit ihrer Klitoris zu spielen, während ich meinen Finger in ihrer hübschen kleinen Grotte spazieren gehen lasse«, ermutigte mich mein Vater.
Lucette zog mich in ihre Arme und liebkoste meinen Hintern. Sie nahm das Glied des Mannes, der uns beiden so teuer war, und führte es zwischen meine Schenkel. Aber er versuchte nicht einzudringen, wie ich es bei Lucette gesehen hatte, sondern verharrte da, warm, groß und schwellend, doch ohne sich zu bewegen. Lucette stieß währenddessen die leidenschaftlichsten Bezeugungen ihrer Wollust aus. Ihre Küsse vervielfachten sich, ihr Atem begann zu fliegen:
»Hola . . . hola! Schnell, Laurette, schnell! Teure Freundin, noch . . . noch! Ah, es kommt mir . . . ich sterbe!«
Oh, wie schmeichelhaft waren diese kleinen Entzückungsschreie der Wollust für mich! Ich spürte, wie sich ihr kleines Tal vom Tau der Lust befeuchtete. Auch die Finger meines Vaters waren ganz feucht von dieser magischen Flüssigkeit. Ah, teure Eugenie, wie erregt ich war! Ich ergriff Lucettes Hand und führte sie zwischen meine Schenkel, in dem leidenschaftlichen Begehren, sie möge mit mir dasselbe tun, was ich zuvor mit ihr getan hatte. Aber mein Vater, der mit seiner Hand meine kleine Grotte bedeckte, hinderte ihre Bewegungen und durchkreuzte so meine Absicht. So wollüstig er auch war, wollte er meine Vergnügungen doch sparsam dosiert wissen. Er mäßigte sein Verlangen und besänftigte meine Ungeduld. So lagen wir lange Zeit ganz still einer im Arm des andern und gaben uns den Nachwirkungen einer angenehmen Trunkenheit hin.
Ah, niemals habe ich mehr eine Nacht wie diese erlebt!
2. Kapitel
Wir erwachten und begrüßten einander zärtlich. Da wurde die Frau gemeldet, die am Vormittag bei mir auf so seltsame Weise Maß genommen hatte. Sie legte mir zu meinem nicht geringen Erstaunen eine Art von Seidenhose an, die sich nur bis zur Mitte der Schenkel abstreifen ließ. Sie war gut gearbeitet und genierte mich nicht. Nur, der Gürtel, der sie in der Taille zusammenhielt und von dem eine Art Riemenzeug zwischen meinen Schenkeln hindurchführte, war ein wenig knapp. Dieses Riemenzeug hatte vorn und hinten je eine Öffnung, und in dieser befestigte mein Vater zu meinem Unbehagen mittels eines kunstvoll gearbeiteten Kettchens eine samtbezogene Metallplatte, die an zwei Stellen durchbrochen war, um den natürlichen Bedürfnissen Genüge zu tun. Er verschloß das Ganze mittels eines kleinen, sehr kostbar gearbeiteten Schlüssels.
»Meine teure Laura, geliebtes Kind«, sagte mein Vater und schloß mich in seine Arme, »glaube nicht, daß andere Regungen als die meiner Liebe zu Dir mich leiten. Der Zufall hat Dich Dinge gelehrt, die Du vor deinem achtzehnten Lebensjahr gar nicht kennen solltest. Ich muß deshalb darüber wachen, daß Dir daraus kein Schaden erwächst. Noch bist Du nicht imstande, die Regungen der Natur richtig einzuschätzen. Ich werde Dich von Zeit zu Zeit mehr darüber lehren, doch wirst Du kein Mittel finden, meine Ansichten zu durchkreuzen.«
Ich war recht verärgert und vermochte meine üble Laune nicht zu verbergen. Und ich hatte wirklich allen Grund, unzufrieden zu sein. Meine kleine Grotte war gänzlich eingeschlossen. Zwar hinderte mich dieser unerfreuliche Gegenstand, den mir die Fürsorge meines Vaters aufgezwungen hatte, nicht, die Bedürfnisse der Natur zu verrichten, doch es war ganz und gar unmöglich, einen Finger in die kleine Furche zwischen meinen Schenkeln einzuführen oder sie gar durch Reibung zu erhitzen. Gerade dies hatte mein Vater ja auch zu verhindern beabsichtigt. Du kannst Dir wohl vorstellen, daß mir die so aufgezwungene Entbehrung wenig behagte. Ich habe mir später oft gedacht, es wäre ganz nützlich, auch den jungen Burschen solch ein Geschirr umzuhängen, um sie daran zu hindern, daß sie ihre Kräfte vergeuden, ehe sie das richtige Alter erreicht haben. Auf diese Weise könnte man eine vorzeitige Erschöpfung ihrer Kräfte leicht verhindern. Doch läßt unsere Gesellschaft ihnen alle Freiheiten, während sie unsere nach Kräften unterdrückt.
Während der nächsten fünf Jahre trug ich dieses Geschirr jeden Tag. Mein Vater entfernte es jeden Abend, und Lucette wusch es sorgfältig. Er untersuchte, ob ich mich nicht wundgescheuert hätte, und legte es mir darauf wieder an. So habe ich diesen höchst unerfreulichen Gegenstand bis ich sechzehn Jahre alt war ununterbrochen getragen.
Während dieser Zeit entwickelte sich mein Verstand, und ich lernte alle möglichen nützlichen Dinge. Meine natürliche Neugier ließ mich unaufhörlich nach dem Grund alles dessen forschen, was war. Mein Vater konnte mit mir zufrieden sein. Von Jahr zu Jahr vergrößerte sich mein Wissen, und ich wurde nicht müde zu lernen. Ich gewöhnte mich an das körperliche Gefängnis, in dem ich mich befand, und als man mich schließlich daraus befreite, war ich so weit gekommen, daß ich es für ganz natürlich hielt. Ich war von der Nützlichkeit dieser Einrichtung überzeugt.
Vermutlich hätte ich ohne dieses Instrument meine Kräfte vorzeitig vergeudet, denn das Beispiel, das mein Vater und Lucette mir gaben, hätte mich angespornt. Diese beiden genierten sich nämlich nicht im Geringsten vor mir. Doch je erwachsener ich wurde, desto mehr beschäftigte mich die Frage, warum mein Vater solche Vorsichtsmaßnahmen mir gegenüber gebrauchte. Ich war in meinem sechzehnten Lebensjahr, als er mir die Antwort auf meine immer dringenderen Fragen schließlich gab. Als er mir das quälende Instrument schließlich für immer abnahm, sagte ich zu ihm:
»Nach all diesem, mon cher papa, sagen Sie mir doch, was hat Sie dazu veranlaßt, mich dieses ärgerliche Instrument tragen zu lassen, obwohl Sie mir doch immer beteuert haben, wie zärtlich Sie mich lieben? Meine Gouvernante ist viel besser daran als ich. Bedeutet Ihnen diese etwa mehr als ich? Erklären Sie mir doch heute, was Sie dazu bewogen hat, so zu handeln, wie Sie es taten!«
Mein Vater zog mich in seine Arme.
»Meine Zärtlichkeit und Fürsorge für Dich, mein Kind, erlauben es mir nicht mehr, Dich als ein Kind zu betrachten. Du bist heute in einem Alter, da man Dir so gut wie alles sagen kann, und das will ich nun tun.
Die Natur fördert bis zum fünfzehnten oder sechzehnten Lebensjahr eines Menschen dessen Wachstum. Sie braucht dazu einmal länger, einmal kürzer, je nach den Anlagen des Individuums. Doch im Allgemeinen reicht dieses Alter für Dein Geschlecht aus. Im Alter von siebzehn oder achtzehn Jahren kann man eine Frau als erwachsen ansehen. Bei den Männern braucht die Natur länger, um ihre Vervollkommnung zu erreichen. Wenn man diese Zeit des Reifens mißbraucht und Empfindungen und Handlungen vorwegnimmt, die einer späteren Epoche angemessen sind, kann daraus ein beachtlicher Schaden entstehen.
Die Frauen zum Beispiel, die allzu frühe Erfahrungen gemacht haben, die ihrem Reifegrad nicht entsprechen, sterben früh oder bleiben klein, schwächlich und anfällig, oder sie leiden an einer Schwindsucht, die vor allem ihre Brust befällt und deren Opfer sie in Kürze werden. Manchmal hindert sie auch eine Erkrankung des Blutes, ihre monatliche Regel pünktlich und ausreichend zu bekommen. Daraus resultieren dann Vapeurs, Hysterie und Nervenzufälle sowie die Qualen einer unersättlichen Geschlechtsbegierde. All das beeinträchtigt die Tage eines solchen unglücklichen Geschöpfes. Bei den jungen Männern ist es ganz ähnlich. Sie erleiden die unglücklichsten Tage, wenn sie nicht gar vor der Zeit sterben.«