Der deutsche Durst: Methyologische Skizzen der deutschen Kulturgeschichte
Part 21
»Einen besonderen Verstand bringt mit sich der Trunk, welcher genannt wird die _Brüderschaft_ oder der _Dutstrunk_, da einer oder der ander, gleich als bei einer Einweihung pflegt zu geschehen, mit herrlich- und stattlichen Worten zum Bruder, oder an Brudersstatt erwähllt, auf- und angenommen wird. Die Form und Weis, einem einen solchen Trunk zuzubringen, ist kürzlich diese: Vielgeliebter Herr, wann ich demselben nicht zu kindisch oder zu gering und schlecht wäre, möchte ich vom Herzen wünschen, mit dem Herren durch einen freundlichen Trunk durch ein gute Freund- und Bruderschaft auf- und anzurichten; darauf dann der ander (wofern er nit etwa längere Ohren zu haben sich bedünken läßt) antwortet: der Herr, der trinke in Gottes Namen, es soll und wird mir ein lieber und angenehmer Trunk seyn.«
Ein Bursche darf niemals mit einem »grobhörnigen Pennalen und Federmichel« Bruderschaft trinken, hingegen soll ein adeliger Student sich nicht sperren, einen bürgerlichen zu seinem Bruder zu erkiesen. --
Da sehr häufig Damen den Kommersen beizuwohnen pflegten, natürlich meist Studentenliebchen, die mit ihren Amanten »tranken also beyde aus dem Trinkgeschirr zugleich«[315], so bemerkt das »Saufrecht« hierüber:
»Was ist von einer Jungfrauen zu halten, die mit einem jungen Gesellen einen solchen Freundschaftsbund aufrichtet, mag ihr auch an ihrer Ehr und Jungfrauschaft hiedurch etwas abgehen oder benommen werden? Dieses, wie ich vermeine, ist sonderlich unter denen vom Adel sehr gemein und üblich: und wie ich verstehe und merke, ist dieser löbliche Gebrauch auch unter anderen ausgebrochen, da sie nämlich auf Schwesterschaft und herzliche Treu trinken. Hütet euch aber, hütet euch, und sehet euch wohl für, sage ich, ihr Jungfrauen, die ihr Zucht und Ehr liebet, damit ihr nicht etwan unter dem Schein der Brüder- und Schwesterschaft betrogen in das Netz gefället werden möget. Denn wie der Poet sagt:
Ein Vogelfänger in dem Wald Mit seiner Pfeif gar süß erschallt, Bis er die sichern Vögelein Gelockt hat in die Maschen fein usw.
Der Verfasser verurteilt rückhaltlos die Manier, Hausticos aus alten Schuhen und aus einem gewissen unnennbaren Gefäße zu trinken, was kein Student nachzutun gezwungen werden kann.
In § 29 und folgenden des Büchleins, das im ganzen 61 §§ und ein Nachwort über das Thema: »Ob das Löffeln (Liebeln), so bei dem Trunk geschieht, die rechte Lieb verursache?«, enthält, werden verschiedene Arten, den Trunk zu sich zu nehmen, erzählt.
»Es sind aber viel und mancherlei Manier zu trinken, will derowegen allhie etliche Umstände erzählen. Diese haben eine sonderliche Lust daran, wenn sie _das Glas mit dem Mund aufheben_; jene _hängen den Kopf gegen der Erden zu_; andre _nehmen zwei Gläser zusammen und stürzen sie zugleich heraus_; viele brauchen _gar keine Hand, sondern fassen das Glas zwischen beide Arme_. So finden sich auch Künstler, welche _das Glas auf die Stirn stellen, daß ihnen also der Wein über die Nasen nit anders als über einen Canal allgemach in den Schlund herabfließe_.«
Der Verfasser vergißt noch das Eintrichtern, das z. B. in Rostock üblich war.
»Es sind auch wegen allerhand seltsamen Gebärden und Zeremonien solchen Trünken eigene Namen gegeben worden; dergleichen ist der Trunk, den man nennet _Curl, Murl, Puff_, welcher viel seltsame Schnacken und Possen in seinem Umgang verursachet; der _lateinische Trunk_, welcher viermal muß getrunken werden; desgleichen _das Rößlein verkaufen_, _den Unbekannten bringen_; item _fine Tuck, fine Schmuck, fine Bartwisch_.«
Den _Willkommentrunk_ ist jeder unweigerlich zu erwidern gezwungen, auch wenn er ihm aus einer »weitbäuchigen Ampel« vorgetrunken wird oder er »sich gleichsam darüber entsetzt und wegen der greulichen, ungeheueren Last des Guckucks (Becher) erblasset.«
Außer diesem Guckuck gab es noch andere Gefäße, von denen man gern wieder einmal den Staub abwischte, z. B. »das römische Reich, dessen Kraft und Gewalt so groß und mächtig ist, daß es wohl auch den allerstärkesten Herkulum oder Sauff-Ritter dürffte ein Bein stellen, und wider Gottes Boden darniederwerffen. Und auff solche Manier pflegen sonderlich in Niedersachsen auch wohl ihrer viere zu trinken aus einer Kanne, die da entweder mit Bier oder Wein gefüllt ist, auff folgende Weise, daß die ersten drey jeder einen Trunk thut, der vierte aber muß das andere alles, was noch hinterstellig, exsicuiren und austrocknen. Und diese liebliche Kurtzweil nennen sie ›den Fuchs schlepfen‹«[316].
Die angeführten Trünke müssen in einem Atem erledigt werden, mit Ausnahme des »Römischen Reich« und das »Fuchs schlepfen«, die halb und geteilt vorgenommen werden dürfen. --
Bei Rundgesängen braucht nur der mit zu singen, der die Lieder kennt. Stillschweigen ist keine Verletzung des Komments.
Am Biertisch sollen keine gelehrten Dispute angeregt werden; es darf nicht gezankt, keine Fenster und Ofen eingeschlagen, Möbel zertrümmert werden, hingegen ist dies alles gestattet, wenn Schoristen den Pennälen die »Ehre« ihres Besuches zu teil werden lassen, die nicht mucksen dürfen, auch wenn »_einem Pennalen ein Aug ausgeschlagen würde_.«
Den Überschuß von Getränk auf alle mögliche Art von sich zu geben, wird nur dann verurteilt, wenn Jungfrauen dem Gelage beiwohnen, sonst ist es nach dem Grundsatze: »naturalia non sunt turpia« nicht weiter rügenswert. Nachdem sich der Autor lang und breit in zum Teil recht pikanter Weise über das Verhältnis zwischen Studiosus und Jungfrau ergeht, kommt er zum Schluß. Er widerrät darin, trunkene Zechbrüder bei sich schlafen zu lassen, da sie am nächsten Morgen das Gelage wieder fortsetzen würden, was mindestens mit großen Unkosten verbunden sei.
Der Tenor des ganzen Elaborats geht dahin, daß Trinken recht gut, nicht Saufen aber besser sei, denn »ist gut Glück, wann man etwan den dritten Tag erst wiederum über die Bücher sitzt und studiret. Mag sich derhalben wohl keiner zu derartigen Saufgelagen verfügen oder zu denselben einberufen lassen, wann er nicht auf das wenigste ein paar Tag mit einhalten und zubringen will!« -- -- --
Damit schließt das ehrwürdige Zech- und Saufrecht« und auch mein Buch.
Es wäre zwar noch viel zu sagen, so über das Zechrecht gewisser Städte, wie z. B. des märkischen Lippehne, das der Gelehrte Oelrichs im »Jus Lippenense« tiefsinnig gehaltvoll bearbeitete, über die Trinkerpoesie, die von den »Carmina burana«,[317], jener feucht-fröhlichen Handschrift des dreizehnten Jahrhunderts an die deutsche Literaturgeschichte bis zur Gegenwart durchzieht, von schriftlichem Zutrinken[318], dann von Trinkgefäßen aus den köstlichsten Stoffen und kunstvollster Arbeit, wenn ich nicht fürchten müßte, die Geduld meiner Leser ohnehin schon erschöpft zu haben.
Darum will ich kurz und unvermittelt meinen Rückblick auf die Vergangenheit des deutschen Durstes schließen, der, Gott sei Dank oder leider?, neben dieser inhaltreichen Vergangenheit auch eine ganz schöne Gegenwart, vielleicht auch eine hoffnungsvolle Zukunft besitzt, denn:
Nur in einem gleicht's den Ahnen: Ewig gleich und ungeschwächt Erbt der Durst sich der Germanen Von Geschlechte zu Geschlecht. --
(_R. Baumbach._)
Anmerkungen.
[1] Waltharilied, 2. Gesang, V. 180.
[2] Paulus Diaconus, I, Kap. 27.
[3] Scapos Kapermal, C. 42.
[4] Caesar, De bello gall., H 28. Plinius, Naturgesch., XI, 45.
[5] Tacitus, Germ., 22.
[6] Tacitus, Germ., K. 24.
[7] Prof. Dr. F. Kauffmann, Deutsche Mythologie, S. 63.
[8] Tacitus, Annalen, XI, C. 16.
[9] Tacitus, Germ., K. 22.
[10] Specht, Gastm. und Trinkgel. bei den Deutschen, S. 52 ff.
[11] Kauffmann, Deutsche Mythologie, S. 45 ff., S. 98.
[12] Plinius, Naturgesch., 22, 51--54.
[13] Schultz. Höfisches Leben zur Zeit der Minnesinger, S. 403.
[14] Bescheidenheit, 95⁵.
[15] Pantaleon, 1313.
[16] 198, Hagen, Gesamtabenteuer, III, 48.
[17] Herodot, Geschichten, 2. Buch, Kap. 77.
[18] Geschichts-Bibliothek, I, Kap. 20 u. 34.
[19] Strabo, Geographie, XVII, § 2.
[20] S. Seite 34.
[21] Victor Hehn, Kulturpflanzen und Haustiere in ihrem Übergang aus Asien nach Griechenland und Italien, 6. Aufl., S. 143.
[22] a. a. O., XVIII, 2, 2.
[23] Hehn, a. a. O., S. 143.
[24] Bei Athenäus, I, p. 16.
[25] Naturgesch., 22. Buch, LXXXII.
[26] Kopenhagen, 1772, S. 57.
[27] Römische Geschichte, 29. Buch, 36.
[28] Bilder aus der deutschen Vergangenheit, I, 142 ff.
[29] Strabo, a. a. O., 4. Buch, 5, 5.
[30] Über den Landbau, 3, 376.
[31] Edda, von Hans von Wolzogen. S. 63 ff. (Leipzig, Reclam).
[32] Specht, a. a. O., S. 43 ff.
[33] Thillmann, Deutsche Finanzgeschichte, S. 89.
[34] Specht, a. a O., S. 43.
[35] »Der zwey und funffzigste Artickel« des Sachsenspiegels lautet: »FLicht sich der Hopp über den Zaun, wer die Wurtzel in dem Hoffe hat, der greiff über den Zaun, so er allernechst möge, und ziehe den Hoppen. Was ihm folget, das ist sein. Was des aber an der anderen Seiten bleibt, der ist seines Nachbarn. Seine Baumzweige sollen auch über den Zaun nicht gehen noch hangen, seinen Nachbarn zu schaden.«
[36] Dr. E. M. Schranka, Ein Buch vom Bier, Frankfurt a. O. 1886, I, 209.
[37] Lippert, Deutsche Sittengeschichte II, S. 74.
[38] Georg Gaebel, Des Thomas Rantzow Chronik von Pommern in hochdeutscher Mundart, S. 236.
[39] Iwein 818: »Wines ein becher vol Der gît, daz sî in geseit, Mêre rede und manheit Dan vierzec und viere mit wazzer oder Biere.«
[40] 201, 5 ff.
[41] Lippert, a. a. O., II, 124.
[42] Corvin, Pfaffenspiegel, S. 826.
[43] Adolf Bartels, Der Bauer in der deutschen Vergangenheit, Leipzig 1900, S. 23.
[44] Hallwich, Töplitz, eine deutschböhmische Stadtgeschichte, S. 116.
[45] Schaltjahr, V, S. 200.
[46] Henne am Rhyn, Kulturgeschichte, I, 347.
[47] Lippert, a. a. O., III, S. 90 ff.
[48] »Diese Probe wurde _gewiß und wahrhaftig_ in der Stadt-Brauerei zu Bernau, welches wegen seines vorzüglichen Bieres berühmt war, an jedem Brautage ausgeführt«, beteuert Alexander Cosmar in seinen »Sagen und Miscellen aus Berlins Vorzeit«, Berlin 1833, 2. Bd., S. 5.
[49] 1696, I. Teil, 5. Kap.
[50] Die geöffnet Raritäten und Naturalienkammer verfertigt von einem Liebhaber kuriöser Sachen, Hamburg 1709.
[51] Rob. Rosenthal, Gambrinus und das Bier, 1900.
[52] J. G. Th. Grässe, Bierstudien, 2. Aufl., Dresden 1874.
[53] Cambray, Hauptstadt des franz. Arondissements Cambrai. Da es schon als Cameracum eine der bedeutendsten Städte des römischen Galliens war, ist natürlich die Annahme Cisners falsch.
[54] Isis und Osiris die ägyptischen Gottheiten.
[55] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 503.
[56] B. Emil König, Das Buch vom Schweidnitzer Keller zu Breslau, Breslau o. J., S. 19 ff.
[57] Narrenbeschwörung 90, IV, 41.
[58] Haushaltungsbuch 17.
[59] 1877, Spalte 340.
[60] Koenig, a. a. O., S. 18.
[61] Pommeriana, herausgegeben von H. G. L. Kosegarten, II, 459.
[62] Aus Tangermünde.
[63] Aus Jena, der Jenasche Klatsch.
[64] Aus Königslutter im Braunschweigischen. Das Lieblingsbier des Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., das er bei seinen Tabakskollegien trank.
[65] Aus Gardelegen. Siehe die Spitznamen des Bieres, S. 79.
[66] Buch vom Bier, I, S. 50 ff., Frankfurt a. O., 1885, 2 Bde.
[67] Dr. Herm. Brosien, Geschichte der Mark Brandenburg im Mittelalter, S. 211 ff.
[68] Dr. J. G. Krünitz, Ökonomische Encyklopädie, Berlin 1775, 5. Teil, S. 9.
[69] B. Emil König, a. a. O., S. 18.
[70] Schultz, Deutsches Leben etc., S. 504.
[71] Oskar Schwebel, Bierhumor in der Mark, Bärkalender 1890, 53 ff.
[72] Reclam, Leipzig, S. 93.
[73] Erfurt 1515.
[74] Abr. A. Sancta Clara, Etwas für Alle, Würzburg 1711.
[75] Arnim und Brentano. »Des Knaben Wunderhorn«, herausgegeben von Friedr. Bremer, Leipzig, Reclam, S. 605.
[76] Schaltjahr, II, S. 46.
[77] Arnstadt und Leipzig, 1730.
[78] Schaltjahr, III. Bd., S. 82.
[79] Also Schweningerei vor zweieinhalbhundert Jahren.
[80] Schaltjahr, II. Bd., S. 133 ff.
[81] Schaltjahr, II, 260.
[82] Tacitus, Cap. 23.
[83] P. Weise, Beiträge zur Geschichte des römischen Weinbaues in Gallien und an der Mosel (Progr. des Johanneums zu Hamburg 1901).
[84] »Keiner solle in Italien einen neuen Weinberg anlegen, und in den Provinzen sollten sie ausgehauen und höchstens die Hälfte übrig belassen werden«; doch gab er diesem Edikte keine weitere tatsächliche Folge, Sueton, Domitian, Kap. 7.
[85] Caesar, Gall. Krieg, 4, 2.
[86] Vopiscus, Leben des Kaisers Probus, Kap. 18.
[87] Mosella, Vers 20--26 übersetzt von Viehoff.
[88] Henneberg'sche Chronik, S. 365.
[89] Bodmann, Rheingauische Altertümer, I, 396, II, 906.
[90] Schannat, Historia episcopatus Wormatiensis, Frankf. 1734, S. 309.
[91] Dr. Rud. Schultze, Geschichte des Weins und der Trinkgelage, S. 107 ff., Berlin 1867.
[92] Einhard, Leben Karls des Großen, Kap. 24.
[93] Schultze, a. a. O., S. 110 ff.
[94] Braun-Wiesbaden, Schloß Johannisberg, Westermanns Monatshefte, 26. Bd., S. 292 ff. und Schultze, a. a. O., S. 111.
[95] Vehse, Die geistlichen Kurfürsten zu Mainz und Köln, S. 47.
[96] Corvin, Pfaffenspiegel, S. 323.
[97] Lippert, Deutsche Kulturgeschichte, II, 160 ff.
[98] Lippert, Deutsche Kulturgeschichte, II, 160 ff.
[99] Weisthum von Merzig, 1529, II, S. 59.
[100] Weisthümer, II, 10.
[101] Weisthümer, V, 264.
[102] I, 369.
[103] a. a. O., S. 121.
[104] Nach Schultze, a. a. O., S. 121.
[105] Straßburger Zunft und Polizeiordnungen, Nr. 148, S. 64.
[106] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 506.
[107] Narrenbeschw., XCII, 152.
[108] Über Grempen und Gremperinnen siehe mein »Geschlechtsleben in der deutschen Vergangenheit«, Leipzig 1903, S. 189.
[109] Volz, Württemberg. Jahrbücher 1852, S. 116.
[110] K. v. Bergau; Bozen-Gries, Bozen 1901, S. 6.
[111] 3. Gesang, V. 17.
[112] Schultz, Höfisches Leben, S. 403.
[113] S. 86.
[114] Baader, Nürnb. Polizeiordnungen, 261.
[115] Schultz, Höfisches Leben, S. 409.
[116] W. von Bippen, Der Rathskeller zu Bremen. S. 37, Bremen o. J.
[117] Aus der Champagne, doch kein Schaumwein.
[118] Kanariensekt, ein Südwein, angeblich von den Kanarischen Inseln, doch meist in Spanien zusammengeschmiert.
[119] Kloster, VI, S. 162 ff.
[120] Es ist recht komisch, wenn Dr. Max Oberbreyer in seiner bei Reclam erschienenen, von Ludwig Fulda so gründlich abgefertigten Übersetzung des Meier Helmbrecht, Seite 40 das Wort lîtgebinne, die Fruchtweinreicherin, mit _Literspenderin_ verdeutscht.
[121] Schultz, Höfisches Leben, S. 403.
[122] Strophe 1856.
[123] Vers 611.
[124] St. Bonifacii epistolae, 116, S. 281.
[125] »Zehn Bücher Fränkischer Geschichte«, Kap. 110.
[126] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 508.
[127] Scheible, Schaltjahr, 3. Bd., 1847, S. 380.
[128] Straßburger Zunft- und Polizeiordnungen, Nr. 14.
[129] Petersen, Nationalneigung, S. 46 ff.
[130] Hans Rosenblüt, in Altdeutsche Blätter von M. Haupt und H. Hoffmann, Leipzig 1836, I, S. 401 ff.
[131] Schultze, a. a. O., S. 125.
[132] Schweinichen, a. a. O., S. 98.
[133] Schultz, Deutsches Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 427 ff.
[134] Wien im Lichte verschiedener Jahrhunderte, Leipzig o. J., S. 13.
[135] Corvin, Pfaffenspiegel, Rudolstadt o. J., S. 326.
[136] Schultz, Deutsches Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 126 ff.
[137] »Der gantz Haußrat bey dreyhundert Stücken, so ungefehrlich in ein jedes Hauß gehöret.«
[138] L. G. Ricek-Geroldingen, Gelehrter Zecher goldnes Alphabet, Leipzig o. J. Eine etwas zu genetivreiche, sonst aber ganz fleißige Arbeit.
[139] König Heinrich IV., 1. Teil, 2. Akt, 4. Szene: »a cup of sack«.
[140] Hanns v. Zobeltitz, »Der Wein«, Bielefeld und Leipzig 1901, S. 97.
[141] Ökonomische Encyklopädie, 5. Teil, S. 371, Berlin 1775.
[142] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 509.
[143] Hüllmann, Städtewesen, IV, S. 53.
[144] Narrenbeschwörung, LXVII, S. 38 ff.
[145] Kloster, I, S. 57.
[146] Schaltjahr, II, S. 232.
[147] Tacitus Germ., C. 21. Caesar d. b. Gall., N. 23.
[148] Von dem hellischen leuwen, 1517, fol. 68 a.
[149] Cap. ada. 88 c 14, p. 556.
[150] Prof. Dr. Ed. Heyck, Der Ursprung der Gasthäuser in Deutschland, Daheim 1901, Nr. 42.
[151] Heil. Elisabeth, Vers 4909.
[152] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 60.
[153] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 61 ff.
[154] Im Nürnberger Germanischen Museum, herausgegeben als 156. Publikation des Litterarischen Vereins in Stuttgart.
[155] Der ein und neuntzigste Artickel: HErberget auch ein Mann Leut, und schlägt ihr einer den andern todt ohne sein Schuld, binnen seinen Gewehren oder draussen, oder welch Ungericht ihr einer an den andern thut, der Wirth sol es ohne Schade bleiben, und auch die Gebauern alle, ob sie den Fried-Brecher nicht auffhalten mögen, und sie das gewehren auf den Heiligen, als man sie darumb schuldiget. Also gethane Ding und geschichte sol man aber zu dem Voigt ding rügen und ansagen. Der Richter mag niemand ansprechen mit Vormunden, noch ohne Vormunden, sondern den Kläger zu Kampffwarts, höher, dann zu seiner Unschuld, ob er sie thun thar, jeglicher nach seinem rechten. Er mag auch kein Gebot, noch Herrfart, noch Bethe, noch Dienste, noch kein Recht auf das Land-Volck setzen, es verwillige dann das Land-Volck in gemein darein. (Sachsenspiegel, III. Buch.)
[156] Kleinpaul, Mittelalter, II, 429.
[157] Scheible, Kloster, VI, 310 ff.
[158] Lippert, D. K., III, S. 90 ff.
[159] Murner, Narrenbeschwörung, 92, 147.
[160] Schultz, Deutsches Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 59.
[161] Nach »Von unehrlichen Leuten« von Dr. Otto Beneke, Berlin 1889.
[162] Straßburger Ordnungen und Mandate von 1518 bis 1678 auf der Univers.-Bibliothek zu Halle von Max Perlbach (Festschrift des thüring.-sächs. Geschichtsvereines), Halle 1902, S. 49.
[163] Hans Boesch, a. a. O.
[164] Prof. Dr. Georg v. Below, Das ältere deutsche Städtewesen und Bürgertum, Leipzig u. Bielefeld 1898, S. 59.
[165] Kloster, VI, 669.
[166] »Ladarum« steht im Kloster, VI, 669.
[167] Hans Boesch, Alte Trinkstubenordnungen, Daheim 1901.
[168] Krynitz, 9. Bd., S. 611.
[169] Wilda, Das Gildenwesen im Mittelalter, Halle 1831, S. 6 ff.
[170] Specht, a. a. O., S. 33.
[171] Kriegk, Deutsches Bürgerthum im Mittelalter, N. F., S. 193, Frankfurt a. M. 1871.
[172] Kriegk, a. a. O., S. 195. Recht interessantes Material zu diesem vorliegenden Kapitel entnahm ich auch Alwin Schultz' »Alltagsleben einer deutschen Frau zu Anfang des 18. Jahrhunderts«, Leipzig 1890.
[173] Kriegk, a. a. O., 226.
[174] Petersen, Nationalneigung, a. a. O., S. 131 ff.
[175] Eimer = 96 Liter oder 60 Quart.
[176] Schultz, D. Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 458.
[177] Denkwürdigkeiten von Hans von Schweinichen, herausgegeben von H. Osterley, Breslau 1878, S. 165.
[178] Kriegk, a. a. O., S. 243.
[179] Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, Neue Folge, 3. Band, S. 209.
[180] Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, S. 223.
[181] Straßburg 1578.
[182] Scheible, Kloster, VI, 418 ff.
[183] Kaufmannschatz, S. 101 a.
[184] Schultz, Deutsches Leben im XIV. und XV. Jahrh., S. 266.
[185] Specht, a. a. O., S. 34.
[186] 1534, S. 133 b.
[187] Vulpius, Curiositäten, 5 Bd., S. 550.
[188] Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, Berlin 1891, I, S. 105.
[189] In der Hauptsache entnommen der wiederholt angeführten »Geschichte des Weines und der Trinkgelage« von Dr. Rudolf Schultze, S. 142 ff.
[190] Estors bürgerliche Rechtsgelehrsamkeit der Teutschen, 1757, I, S. 292, 293.
[191] Petersen, Nationalneigung, S. 42.
[192] Confect, das mit dem in den mittelalterlichen Apotheken so viel gebrauchtem Bisam parfumiert war.
[193] Hieronymus Bock's, Teutscher Speißkammer usw., Straßburg 1550, 19. Kapitel.
[194] Kap. 48.
[195] Germania, Kap. 4.
[196] Tacitus, Germ., Kap. 14.
[197] Appian, Bell. Civ., II, 64.
[198] Specht, a. a. O., S. 37.
[199] Specht, a. a. O., S. 37.
[200] Specht nach Grein, Dichtungen der Angelsachsen, Göttingen, 1859. I, S. 157, Vers 63.
[201] Wasserschleben, Die Bußordnungen der abendländischen Kirche, Halle 1851, S. 254.
[202] Specht, S. 51.
[203] Mitgeteilt von Eschenburg in seinen »Denkmälern«, Bremen 1799, S. 417.
[204] Anzeiger für Kunde deutscher Vorzeit, 1877, Spalte 340.
[205] Schultz, Deutsches Leben etc., S. 502.
[206] Deutsche Nationallitteratur, Stuttgart 1882--1899, Band 26.
[207] Agricola, Sprüchwörter Nr. 355 (Kloster, I, 311).
[208] Anzeiger für Kunde deutscher Vorzeit, 1874, Spalte 103.
[209] Siehe mein »Geschlechtsleben in der deutschen Vergangenheit«, S. 248.
[210] Kloster, I, 315.
[211] Luther als Erzieher, Berlin 1903, S. 198 ff.
[212] Neuerlich herausgegeben von Professor Haggenmacher in Zürich, siehe Dr. W. Bode, Kurze Geschichte der Trinksitten usw., München 1896, S. 11.
[213] Jesaia V, Vers 11--13 steht hier wörtlich abgeschrieben.
[214] Jesaia V, 14.
[215] Gedenkbuch des Ritters Ludwig des Ältern von Eyb, herausgegeben von Dr. Chr. Meyer, Ansbach 1890, S. VII ff.
[216] Germania, Kap. 21.
[217] De bello Gallico, Bd. VI, Kap. 23.
[218] Edda, Skirniför, Schirners Werbung.
[219] Mitgeteilt von Dr. Hermann Uhde-Bernays im Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1901, Heft IV, S. 172 ff.
[220] Parzival, übersetzt von Karl Panier, Leipzig, o. J., I, V, 855/56, S. 114, V. 97--99.
[221] Scheffel, Ekkehard, 86. Auflage, Stuttgart 1886, S. 453, Anm. 84.
[222] Grimm, Rechtsaltertümer. S. 190.
[223] Freytag, Bilder aus der deutschen Vergangenheit, I, 166/67.
[224] Petersen, Geschichte der deutschen Nationalneigung zum Trunk, S. 15.
[225] Sattlers, Geschichte der Herzöge von Württemberg, Tüb. 1769--83, I, Beilage 77.
[226] Erneut von Karl Panier, Leipzig, S. 68.
[227] Dr. Felix Weber, Gastronomische Bilder, Leipzig 1882, S. 137.
[228] P. Textoris, Traktätlein von Natur, auch Brauch und Mißbrauch des Weins. Hiebevorn durch Simonem Schambergern in Hochteusch gebracht usw., Frankfort 1617, S. 287.
[229] Petersen, a. a. S. 22 ff.
[230] Scheible, Schaltjahr, II, S. 231.
[231] Kapitul 2, anni 812.
[232] Kapitul ad. a. 803.
[233] Est, est, est, 2. Gebinde, Quedlinburg u. Leipzig 1842, S. 35.
[234] Hermann Schrader, Das Trinken in mehr als 500 Gleichnissen und Redensarten, Berlin 1890, S. 10.
[235] Hanns v. Zobeltitz, Der Wein, S. 89.
[236] Scherr, Kulturgeschichte, S. 297 ff.
[237] Herausgegeben von Arnold, Stuttgart 1857.
[238] Westermanns Monatshefte, Bd. 20, S. 661.
[239] Denkwürdigkeiten von Hans v. Schweinichen, herausgegeben von Hermann Oesterley, Breslau 1878.
[240] Denkw., S. 15.
[241] Geschlechtsleben, S. 227.
[242] Denkw., S. 22.
[243] S. 32.
[244] S. 33.
[245] S. 32.
[246] S. 38.
[247] Bilder aus der deutschen Vergangenheit, 2. Bd., II. Abt., S. 280 (24. Aufl., Leipzig 1900).
[248] Denkw., S. 46.
[249] S. 75.
[250] S. 163.
[251] S. 167.
[252] Etwa 3½ Liter.
[253] S. 92.
[254] Joh. Jac. Fugger zu Kirchberg, Spiegel der Ehren des Erzhauses Österreich von 1212--1519. Fortgesetzt von S. v. Birken. Nürnberg 1668.
[255] 3. Teil, S. 23--27.
[256] a. a. O., S. 97 ff.
[257] 1. Band, 1846, S. 64.
[258] Weber, a. a. O., S. 146.
[259] Schultze, a. a. O., S. 178.
[260] Kraemer-Fuchs, Die Karikatur der europ. Völker, Berlin, o. J., I. Bd., S. 36.
[261] Weber, a. a. O., S. 148.
[262] Usinger, Ein deutscher Bischof, Westermanns Monatsschrift, Bd. 20, 1866, S. 155.
[263] Vehse, Die geistlichen Kurfürsten, S. 46.
[264] Weber, a. a. O., S. 148. Schultze a. a. O., S. 179.
[265] Weber, a. a. O., S. 138.
[266] R. Müldener, »Bierpolizei«, in der Allgemeinen deutschen Kriminalzeitung, Jahrg. 1885.
[267] Parzival, I, V. 1030 u. a. a. a. O. m.
[268] Nibelungenlied, XXVII, 1713.
[269] S. 153.
[270] Jaeger, Geschichte von Heilbronn, Heilbr. 1828, IV, 260.
[271] Volz, Württemb. Jahrbuch, 1852.
[272] Zappert im Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen, Bd. 21, führt aus dem Jahre 1441 ein derartiges Vermächtnis an.
[273] Zeitschrift für deutsche Kulturgeschichte, n. F., 3. Bd., S. 191.
[274] Aeneas Sylvius bei Petersen, a. a. O., S. 80.
[275] Scheible, Kloster, I, S. 91.