Das Schönste von Max Dauthendey
Chapter 14
Nun waren Monate vergangen. Niemals mehr hatte die Mutter den Flügel im Musikzimmer öffnen können. Sie hatte den Sohn immer noch begraben müssen, den Gestorbenen immer wieder begraben. Sie hatte noch nicht die Kraft gehabt, den Sohn verklärt vor sich auferstehen zu lassen. Aber alles Abschiednehmen muß von einem Wiederkommen abgelöst werden. Auf die Trennung, die das Sterben bringt, folgt die Wiederkehr, die Stunde der Auferstehung. Das Leben läßt sich nicht bis ins Unendliche begraben, auch das tote Leben nicht. Auch im Tod ist ein Wellenschlag. Das Land hat seine Berge und Hügel, das Meer seine Wellen und Wogen, der Himmel seine Wolken und seine Glätte. Und auch das vergangene Leben hat sein Gehen und Wiederkehren.
An diesem Abend war mir unbewußt klar geworden: der Tote war zu seiner Mutter und zu seinem Vater verklärt wiedergekehrt. Er war wieder auferstanden in den Räumen des Hauses. Der junge Mann stand neben uns und wollte uns von seiner Übersinnlichkeit einen Ausdruck geben. Seine Todeswelle, raumloser als die räumlichen Wellen, die wir Lebenden fühlen, wollte sich vor uns verkörpern.
Dieser feierliche Schauder berührte mich noch, als die trauernde Frau des Hauses zu mir sagte und auf den Gast deutete, der außer mir noch im Zimmer geblieben war:
»Sie gehen doch noch nicht? Ich dachte, wir wollten heute abend noch ein wenig Musik hören. Sie wissen, es ist seit Monaten kein Ton in diesem Hause gespielt worden.«
Der junge Mann, den sie zum Spielen aufforderte, war ein sehr feiner, künstlerisch ernster und gewandter Klavierspieler. Er spielte uns dann gute Werke großer Komponisten vor, verabschiedete sich aber bald.
Mich jedoch hielt eine Spannung fest, eine Erwartung, eine Sehnsucht nach der Verkörperung der überirdischen Festlichkeit des Todes, die mich in diesen Räumen nicht verließ.
Die beiden Klavierlampen brannten noch am offenstehenden Flügel. Unweit von mir auf einem kleinen Damenschreibtisch stand die Photographie des jungen Verstorbenen.
Draußen vor den weißverschleierten Fenstern des Hauses lehnte das Schweigen des dunkeln Gartens, des dunkeln Waldes. Ich wußte, die Nachtlandschaft draußen war schneelos und winterlich düster. Es war Februar, und das Grab des Toten lag fern irgendwo in einem der mächtigen Großstadtfriedhöfe. Und jenes Grab unterschied sich in nichts von der Wintererde und in nichts von den andern Millionen Grabhügeln, die überall auf der Welt jahraus, jahrein hervorwachsen, die im Sommer begrünt sind wie die Wälder und Wiesen und im Winter verlassen scheinen wie die Wälder und Wiesen.
Der Geist der Toten aber lebt Sommer und Winter in einer verklärten Jahreszeit, die wir auf Erden nicht kennen, die sich aber auf uns herabsenkt, wenn sich ein Toter uns mitteilen will. Beim Gemisch der eisigen Wellen des Toten und der Wärmewellen unseres Herzens entsteht jene schauersüße Stimmung, in der wir fröstelnd fühlen, der Tote ist auferstanden und kehrt verklärt bei uns ein.
Ich wagte unter dem Bann dieser Stimmung die Frage an die trauernde Mutter, ob sie nicht ein Lied ihres verstorbenen Sohnes singen oder ein Musikstück von ihm spielen möchte.
Sie lächelte schmerzlich und ging zum Flügel. Aber als wenn sie sich selbst vom gleichen Wunsch zum Klavier hingezogen gefühlt hätte, schien sie mir dabei freudiger im Gang, von einer verhaltenen Freude umgeben. Allein im Hause, hätte sie es vielleicht nicht gewagt, jetzt schon vor dem Vater des Verstorbenen Lieder und Töne aufleben zu lassen.
Als die Trauernde sich zwischen die zwei hellen verschleierten Lampen an den schwarzglänzenden Flügel setzte und ihre schwarz eingehüllten schmalen Schultern sich von den schneeweißen Tüllvorhängen abhoben, die senkrecht vor den Fenstern hinter ihr herabhingen, da war es mir noch nicht gewiß, ob Leben aus dem Flügel erwachen würde. Ich mußte immer noch denken, daß diese in tiefe Trauer gehüllte Mutter den Sohn immer noch begrub. Der Flügel vor ihr wurde mir wie zum glänzend schwarzen Sarg, an dem sie sich, wie mir schien, niederlassen mußte, um zu schluchzen, um zu weinen und zu begraben.
Ich wußte nicht, ob die Trauernde schon reif war, den Toten auferstehen zu lassen, in jener Verklärung, in der ich als Fremder ihn bereits in den Räumen eingetreten fühlte.
Es würde mich nicht verwundert haben, wenn die noch schwer Erschütterte nach den ersten Tönen das Spiel abgebrochen und ihr Gesicht in die Hände vergraben hätte.
Aber sie war reif zum Empfang des Zurückkehrenden. Mit einem wunderbaren Mut, als überschritte sie selbst freudig die Schwelle vom Leben zum Tod, entlockte sie dem Flügel die alten Wohllaute, die nur ihr vertrauten einsamen Jünglingsgefühle des Sohnes, die männlich junge Lust und die männlich jungen Zweifel, die einst in ihm gerungen hatten.
Und als sie eines der letzten seiner Lieder sang, geschah vor meinen Augen das Wunderbare: die reife schöne Frau sang sich an den jugendlichen Weisen ihres Sohnes zur eigenen frühesten Jugend zurück. Und ihr Frauengesicht wurde mädchenhaft, aller Enttäuschungen bar. Mädchenhaft gläubig und vertrauend wurden die Augen beim Aus- und Einatmen der Musik. Die Vergrämte verklärte sich unter der Verklärung des Toten. Und ich sah Mutter und Sohn auf zwei großen, überweltlich großen, jugendlichen Rossen, von denen jedes die Verkörperung eines Schicksals zu sein schien, am Meer der Unendlichkeit hinreiten.
So sehe ich beide dort heute noch und in Ewigkeit als zwei Reiter am ungeheuren Meer am Rand der Welt.
Und wenn ich in neuen Stunden und in anderen Räumen dieser Frau wiederbegegnen werde, sie wird für mich immer die vom Todesschmerz mädchenhaft verklärte Mutter sein, die, auf der Linie zwischen Leben und Tod, lebender in der Entrückung auflebt als im Irdischen.
Von den in diesem Auswahlband abgedruckten Novellen sind »Der Garten ohne Jahreszeiten«, »Im blauen Licht von Penang«, »Likse und Panulla«, »Der unbeerdigte Vater« und »Eingeschlossene Tiere« der Novellensammlung »_Lingam_« entnommen, »Der Wildgänse Flug in Katata nachschauen«, »Das Abendrot zu Seta«, »Die Abendglocke vom Mijderatempel hören«, und »Den Abendschnee am Hirayama sehen« dem Buche »_Die acht Gesichter am Biwasee_«, »Zur Stunde der Maus«, »Himalayafinsternis« und »Zwei Reiter am Meer« den »_Geschichten aus den vier Winden_«. »Die Leiern der Wollust« sind ein Stück aus der großen Dichtung »_Die geflügelte Erde_«, die übrigen Gedichte des Auswahlbandes entstammen den Gedichtbänden »_Lusamgärtlein_«, »_Der weiße Schlaf_«, »_In sich versunkene Lieder im Laub_«, »_Weltspuk_«, »_Des großen Krieges Not_«.
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Von _Max Dauthendey_ sind ferner bei Albert Langen erschienen:
_Romane:_
Gedankengut aus meinen Wanderjahren Der Geist meines Vaters Raubmenschen
_Novellen:_
Geschichten aus den vier Winden Die acht Gesichter am Biwasee Lingam
_Gedichtbücher:_
Die geflügelte Erde Lusamgärtlein In sich versunkene Lieder im Laub Weltspuk Der weiße Schlaf Die ewige Hochzeit -- Der brennende Kalender Des großen Krieges Not Bänkelsang vom Balzer auf der Balz Ausgewählte Lieder aus sieben Büchern
_Dramen:_
Die Spielereien einer Kaiserin Der Drache Grauli Die Heidin Geilane
_Werke von Max Dauthendey_
_Romane_
Gedankengut aus meinen Wanderjahren Zwei Bände _Dritte Auflage_ Geheftet 10 Mark, gebunden 16 Mark
_Rheinisch-Westfälische Zeitung, Essen a. R.:_ Dieses »Gedankengut aus meinen Wanderjahren« ist etwas ganz ungewöhnliches, etwas, das seit langem in so köstlicher Reife nicht mehr hervorgetreten war, die Beichte nämlich eines bedeutenden Menschen, der den rechten Augenblick zu ergreifen wußte, um die Jahre seines Anstiegs ruhevoll zu überblicken und in dankbarer Gesinnung Rechenschaft abzulegen von den Kräften, die ihn bildeten, und von den Ereignissen, die diesen ergebnisreichen Weg kennzeichnen.
Der Geist meines Vaters Aufzeichnungen aus einem begrabenen Jahrhundert _Dritte Auflage_ Geheftet 5 Mark 50 Pf., gebunden 8 Mark 50 Pf.
_Der Tag, Berlin:_ Ein kleines Wunder ist passiert: ein deutscher Künstler, bisher nur wenigen vertraut, hat ein Buch geschrieben, jedermann zur Freude und doch ohne Konzession an jedermanns Geschmack. ... Ein Einsamer, der plötzlich ein Erfolgsbuch schreibt, ohne zu kapitulieren -- in Wahrheit, ist's kein Mirakel? Ein Dichter erzählt. Erzählt nichts anderes als die Geschichte seines Vaters und seiner eigenen Jugend ... »Aber es liest sich wie ein Roman!«
Raubmenschen _Roman_ _Fünfte Auflage_ Geheftet 6 Mark 50 Pf., gebunden 9 Mark 50 Pf.
_Hamburgischer Correspondent:_ Dieses Poem ist erfüllt vom Duft der Urwälder und von tausendtönigen Liedern. ... Dauthendeys Stärke ist sein unerschöpfliches lyrisches Weltgefühl. Sein lyrisches Malerauge -- um mich präziser auszudrücken. Er stellt es jeden Tag schier vor neue Aufgaben. Zufälligkeiten -- reale und imaginäre Wanderbilder -- werden von ihm zu grandiosen Symbolen verdichtet. Seine Sprache ist getränkt mit heißen Sonnenstrahlen. Sie ist bunt und prächtig wie das Fell eines Jaguars. Sie ist wie ein tropischer Wald, wie diese ganze wilde =tierra caliente=.
_Novellen_
Lingam _Asiatische Novellen_ _Siebente Auflage_ Geheftet 3 Mark, gebunden 5 Mark 50 Pf.
_Frankfurter Zeitung:_ Seit den Asiatischen Novellen des Grafen Gobineau ist mir kein Buch begegnet, das den eigentümlich narkotischen Zauber jener exotischen Welt so echt ausströmen ließe wie die Sammlung »_Lingam_« von Max Dauthendey.
Die acht Gesichter am Biwasee _Japanische Liebesgeschichten_ _Elfte Auflage_ Geheftet 4 Mark 50 Pf., gebunden 7 Mark 50 Pf.
_Neue Freie Presse, Wien:_ ... Der feinen, seltenen Kunst Dauthendeys gelingt es, uns ganz in dieses fremde Geistesleben einzuführen. Und es ist ein so einfaches Leben in den stillen Landschaften, die doch alle Leidenschaften der Erde bergen, so einfach und so kompliziert wie die Wirklichkeit. Gedichte in Prosa sind es, wie fremdartige Volkslieder klingen sie, wie ein Gruß aus der fernen Welt der Sehnsüchtigen.
Geschichten aus den vier Winden _Fünfte Auflage_ Geheftet 5 Mark, gebunden 8 Mark
_Leipziger Tageblatt:_ ... Der erzählende Mensch, der eine so wohltönende Stimme und -- ich finde kein anderes Wort -- eine so riesig anständige Gesinnung hat, steht für mich sichtbar zwischen allen diesen Geschichten, so daß in der Rückerinnerung fast alle gleich starke sympathische Kraft behalten. Gerade ein paar leichte Skizzen, Erlebnisse eines Nachtspazierganges, eines Besuches, einer Abendgesellschaft, geben immer den ganzen Menschen und damit die ganze Welt. Und auch die grotesken Geschichten sind bei aller Lustigkeit voller Güte, voll eines Lachens, das nicht nur ein Eckchen des Daseins bescheint, sondern immer das Ganze ... Zwischen alledem stehen ein paar Liebesnovellen im Sinne des Boccaccio, höchst persönlich vorgetragen, aber in streng geschlossener Arabeske, -- höchst würdige Stücke eines noch ungeschriebenen nordischen Dekamerone.
_Gedichtbücher_
Ausgewählte Lieder aus sieben Büchern Mit dem Porträt des Dichters _Fünfte Auflage_ Geheftet 1 Mark, gebunden 2 Mark
_Neue Würzburger Zeitung:_ Das kleine Büchlein ist ein Geschenk, so überreich an Wundern und Schönheiten, wie mir lange keines begegnet ist. Dauthendey ist ein Meister der Sprache, ein Führer auf neuen Wegen; er besitzt eine lohende Phantasie und eine Bildkraft von titanenhafter Stärke und höchster Eigenart.
Die geflügelte Erde _Ein Lied der Liebe und der Wunder um sieben Meere_ Geheftet 10 Mark, gebunden 15 Mark
_Die Gegenwart, Berlin:_ Ich halte das Buch für ein bleibendes Denkmal unsrer gegenwärtigen Kultur.
_Fremdenblatt, Wien:_ »Die geflügelte Erde« ist ein Weltengesang von hinreißendem Schwung und eine der grandiosesten Huldigungen, die je ein Dichter der Geliebten dargebracht hat.
Lusamgärtlein _Frühlingslieder aus Franken_ Geheftet 2 Mark 50 Pf., gebunden 4 Mark 50 Pf.
_Die Zeit, Wien:_ Er ist einer der größten Minnesänger, die in deutscher Sprache geflüstert, geseufzt, geschwärmt, gesungen, gejubelt haben. Aber ein Troubadour von Anno dazumal ist er nicht. Keine Spur von Kniehosengeziertheit, von falscher Süße ist an ihm, kein Geklimper unzeitlicher Instrumente girrt in seinen Versen. Ein brausend junges Temperament durchflutet sie, und wie das Ohr an der Melodie; so hat das Auge an den Farbenbuketts sich gefreut. Alle Blumen tragen ihre realen Namen, alle Dinge sind wirklichkeitsgemäß bestimmt. Die Liebe allein verklärt ihm die Welt, erfüllt ihm die Welt, lehrt ihn, sie lieb zu haben.
In sich versunkene Lieder im Laub _Zweite Auflage_ Geheftet 2 Mark 50 Pf., gebunden 4 Mark 50 Pf.
_Österreichische Rundschau:_ Max Dauthendeys Kunst prangt nun in sommerlicher Reife. Liebe ist sein Wesen und sein Schaffen ... Die Mannigfaltigkeit seiner Gleichnisse hat kaum irgendwo ihresgleichen: so angefüllt mit Wunderworten ist sein Buch. Möchten die keuschen Gesänge hinausschallen, möchten sie in die Ohren der Menschen eingehen und den Seelen sagen, daß die Quellen deutscher Dichtung heute noch so üppig springen und lieblich rauschen wie jemals ...
Weltspuk _Lieder der Vergänglichkeit_ _Zweite Auflage_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark 50 Pf.
_Nationalzeitung, Berlin:_ Mit diesem Werk krönt sich Dauthendeys Schaffen. Fast kein Gedicht, das man nicht zweimal lesen müßte. Jedes voller Schönheit, bestrickend mit der Süße des Klangs, ergreifend mit der Glut des Gefühls, mit unerschöpflichem Reichtum an Bildern, köstlichen, immer wieder neuen Vergleichen.
Der weiße Schlaf _Lieder der langen Nächte_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark
_Pester Lloyd:_ In der Liedersammlung »Der weiße Schlaf« schillert es von schneebedeckten Fluren, Geäst, Sonnenbleiche, Nebelbrauen, alles Ton in Ton, indes der Wind auf allen Orgelpfeifen bläst. Ein immenses Leben ahnt Dauthendey in dieser Winterstille, und seine Lust stimmt sich herab auf das große Warten der Natur. Das Kommende ist voller Hoffnung und Verheißung. Ein japanischer Holzschnitt oder Whistlers zarte Sinfonien in zwei Farben sind da zu einem durchsichtigen Wortgewebe geworden.
Die ewige Hochzeit Der brennende Kalender _Zweite Auflage_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark
_Literarisches Echo:_ »Die ewige Hochzeit« ist das Hohelied Dauthendeys, von einer in unserer ganzen Literatur einzigen Glut der Verliebtheit. Den ganzen Leib der Geliebten, ihre Hand, ihr Herz, ihren Mund bedeckt er mit Liedern wie mit Küssen.
Bänkelsang vom Balzer auf der Balz Geheftet 3 Mark, gebunden 5 Mark
_Literarisches Echo:_ Dieser Humor der höchsten Weisheit, der mit einem fröhlichen Trotz alle Schwerkraft und alle dunklen Erkenntnisse überwindet, macht den »Bänkelsang vom Balzer auf der Balz« zu einem klassischen Werk. Man hat den Bänkelsang zu Unrecht mit Wilhelm Busch verglichen; er ist viel wärmer, farbiger und dichterischer. Auch dies Werk dreht sich um die Liebe, und allen an der Liebe Leidenden wüßte ich kein tröstlicheres Buch als dieses Balzers Gesang.
Des großen Krieges Not _Zweite Auflage_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark
_Tägliche Rundschau, Berlin:_ Man muß diese lyrischen Bleistiftnotizen lesen wie das Tagebuch eines teuren Menschen, wie das Bekenntnis eines Herzens, das uns nahesteht und uns nun durch das Schicksal noch brüderlicher verbunden ist. Ein paar Stücke aber, wie »Vom großen Krieg ein Schatten«, »Daheim, wo die Schneeflocken fliegen«, »Es regnet Tränen«, sind unverwelkliche Blumen im Kranze, den die Dichter um Deutschlands Heldenmäler gewunden.
_Dramen_
Die Spielereien einer Kaiserin Drama in vier Akten, einem Vorspiel und einem Epilog _Zweite Auflage_ Geheftet 3 Mark, gebunden 5 Mark 50 Pf.
_Leipziger Neueste Nachrichten:_ Die Konzeption dieser Szenen, in denen sich vor uns das Leben der Kaiserin Katharina I. von Rußland abrollt, ist bedeutend, im einzelnen oft großartig. In jedem der sechs Bühnenbilder offenbart der Lyriker Dauthendey viel dramatische Kraft und szenische Phantasie. Die Charaktere sind prachtvoll gesehen, wie auch das ganze kulturhistorische Milieu.
Der Drache Grauli _Drama_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark
_Berner Bund:_ Dauthendeys neues Opus führt uns in eine andere, beinahe märchenhafte Welt, weit hinaus aufs Meer, in die öde Behausung von Leuchtturmwächtern oder auf das Deck eines Segelschiffes. Und mit großer Stimmungskunst weiß der Dichter das Leben auf meerumrauschter Klippe zu schildern, die Menschen zu zeichnen, die nie eine blühende Blume zu Gesicht bekommen, denen nur das Meer zu eigen ist, die große ruhige Fläche oder die donnernden Wogen, und die darüber närrisch oder gespenstergläubig werden.
Die Heidin Geilane _Tragödie_ Geheftet 2 Mark, gebunden 4 Mark
_Tagesbote, Brünn:_ Jedes neue Werk Dauthendeys steigert unsere Verwunderung und Bewunderung angesichts der Fruchtbarkeit, Vielseitigkeit und Stil- wie Sprachmeisterschaft des Dichters. Im Drama von der »_Heidin Geilane_«, das am 8. Juli 689 in Würzburg vor der Hütte des Christenapostels St. Kilian spielt, hat sich Dauthendey auf das Gebiet des Legendenhaften, Primitiven, Halbbarbarischen, Kindlich-Naiven begeben, und er stellt auch da seinen Mann ...
_Langens Auswahlbände_
Ausgewählt und eingeleitet von _Walter von Molo_
Mit den Porträts der Dichter
Jeder Band vornehm gebunden 5 Mark
Es erschienen bisher:
Die schönsten Geschichten der Lagerlöf Geschichten von Ludwig Thoma Erzählungen von Knut Hamsun Die schönsten Abenteurergeschichten von Sealsfield Die schönsten Kosakengeschichten von Gogol Die schönsten historischen Erzählungen von Strindberg Das Schönste von Max Dauthendey Das Schönste von Storm
Die Sammlung wird fortgesetzt
_Albert Langen, Verlag, München_
Druck von Hesse & Becker in Leipzig Einband von E. A. Enders in Leipzig
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Anmerkungen zur Transkription:
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Im Original in Antiqua gesetzter Text ist mit = gekennzeichnet.