Das Mikroskop und seine Anwendung Ein Leitfaden bei mikroskopischen Untersuchungen
d. Saures harnsaures Ammon in Form kleiner, runder, mit Spitzen
besetzter, vereinzelter oder in Gruppen zusammenliegender Körperchen.
e. Phosphorsaure Ammon-Magnesia (Tripelphosphat) gewöhnlich in rhombischen, sargdeckelähnlichen Krystallen, welche sich durch ihre leichte Löslichkeit in verdünnter Essigsäure von der oxalsauren Kalkerde unterscheiden.
f. Oxalsaure Kalkerde in Gestalt kleiner durchsichtiger quadratoctaëdrischer Krystalle, den Briefcouverten ähnlich oder sanduhrförmig.
g. Harnstoff mit Chlornatrium giebt Krystalle, an welchen die Kreuzform vorherrschend ist.
Samenfäden. Flimmerzellen. Cercomonaden.
~Samenfäden~, ~Spermatozoën~, Zoospermien, sind Zellengebilde. Sie zeigen bei starker Vergrösserung einen ovalen abgeplatteten Körper mit einem langen, feinen, fadenförmigen Schwanze. Die Bewegungen der lebenden scheinen unter dem Mikroskope ungemein schnell und lebhaft.
In der Wirklichkeit ist die Bewegung natürlich nur eine langsame, denn jede Bewegung erscheint durch starke Objective gesteigert. Beim Absterben legt sich der fadenartige Schwanz meist ösenförmig oder spiralig an den ovalen Körper.
Die Zoospermien sind keine Thiere, wie man sonst wegen ihrer lebhaften Bewegungen glaubte, sondern sie sind analoge Gebilde wie die Flimmerzellen der Schleimhäute und entstehen jedenfalls aus den Kernen jener eigenthümlichen Bildungszellen, welche während der Geschlechtsreife durch Umwandlung des Drüsenepithelium der Samenkanälchen gebildet werden. Wie die Flimmerzellen eine lebendige Bewegung der Fäden und Härchen (Flimmerbewegung, Wimperbewegung) unter dem Mikroskope erkennen lassen, so auch die Samenfäden. Die Bewegung wird durch sehr verdünnte Aetzkalilauge oder verdünnte Zuckerlösung gesteigert, eine kürzlich zur Ruhe gekommene dadurch oft wieder erweckt.
Im frischen Sperma findet man ferner vereinzelte, hyaline, farblose, kugelförmige, mattgranulirte Körper, ~Spermakörperchen~ genannt.
Die Aufsuchung der Spermatozoën in Flecken der Wäsche geschieht in der Art, dass man ein kleines Stückchen des Zeuges ausschneidet, in einem Uhrglase mit mehreren Tropfen Wasser aufweicht und nach 1 bis 2 Stunden mit einem Glasstabe sanft hin und her bewegt. Von dem Wasser bringt man dann ein Tröpfchen auf das Objectglas, ebenso auch einen Tropfen von der aus dem Zeuge gedrückten Flüssigkeit. Bei Untersuchung älterer Flecke schneidet man ein Stück des mit dem Fleck bedeckten Gewebes aus und theilt es mit der Scheere in drei Theile. Den Theil _a_ weicht man, je nach dem Alter des Fleckes 1-3 Stunden in kaltem Wasser ein, den Theil _b_ dagegen in verdünnter wässriger Pikrinsäurelösung und den Theil _c_ zuerst in Pikrinsäurelösung und nach Verlauf einer halben Stunde in kaltem reinem Wasser. Von jedem dieser Theile des befleckten Gewebes trennt man behutsam einzelne Fädchen und mustert diese unter dem Objectiv bei circa 300-, 500-, 800-maliger Vergrösserung. Durch die Pikrinsäure wird das Samenfädchen gelb gefärbt, auch der Samenschleim, nicht aber die Leinenfaser, von welcher adhärirende Pikrinsäure sich durch Wasser beseitigen lässt. Die von einem Gewebe gesammelten Spermatozoën haben meist ihre Schwänze verloren und ist dann die Identität des schwanzlosen Spermakörperchens festzustellen. Eine Verwechselung mit Cercomonadenkörperchen wäre möglich.
~Cercomonaden~, ~geschwänzte Monaden~, finden sich in thierischen Absonderungen. Die Intestinal-Schwanzmonade des Menschen (_Cercomonas intestinalis_) ist von verschiedener Grösse und körperlicher Ausbildung. Die Länge ihres Körpers ohne Schwanz schwankt zwischen 0,005 bis 0,01 _mm_. Die Bewegungen dieser Gebilde sind sehr lebendige und schnelle in bogig gekrümmten Touren. Sie finden sich in den schleimigen und flüssigen Dejecten des Darmkanals bei Diarrhöe, Cholera etc.
~Vaginal-Monade~ (_Trichomonas vaginalis_) ein in dem Vaginalschleime häufig vorkommendes Gebilde, welches von einigen für eine Art Flimmerzelle gehalten wird. Sie ist von verschiedener Grösse, an dem einen Ende ihres Körpers mit 1-2-3 peitschenförmigen, sehr beweglichen Anhängen versehen. Der am andern Ende befindliche Ansatz bildet einen unbeweglichen Fortsatz des Körpers. Letzterer hat eine Länge von 0,008-0,018 _mm_.
Parasiten des thierischen Körpers.
$Haarsackmilbe$ (_Demodex folliculorum_) (Fig. 210), eine Milbe niederer Ordnung und Parasit (Epizoë) der menschlichen Haut, 1842 von _Simon_ entdeckt. Streicht man mit einem stumpfen Messer aus Holz oder Knochen unter mässigem Drucke über die Haut an Nase, Stirn, Wangen, Brust etc., so drückt man dabei aus den Ausführungsgängen der Talgdrüsen jene Milbe heraus, die auch in den Haarbälgen (zwischen Haarschaft und Wurzelscheide) wohnt. Das auf die angegebene Weise zusammengeschabte wird mit etwas Wasser auf das Objectglas gebracht. Diese Milbe ist 1/6 bis 1/4 _mm_ lang, borsten- und haarlos und hat einen kleinen Saugrüssel mit zwei unter diesen befindlichen Haftzangen. Das jüngere Thier hat 2 Paar, das ältere 4 Paar stummelförmige Beine. Diese Parasiten sitzen im Innern der Talgdrüsen und Haarbälge mit dem Kopf nach innen, mit dem Hintertheile nach aussen. In ihrem Wohnsitze legen sie auch ihre Eier. Sie sind gemeiniglich ein Bild vom Ernährungszustande des Menschen, auf welchem sie leben, denn sie sind dick und rund bei gesunden wohlgenährten, und schmal und mager bei mageren Menschen.
Im Uebrigen sind sie ohne Nachtheil.
Die $Krätzmilbe$, _Sarcoptes hominis_, _Sarcoptes scabiei_, hat einen breiten, länglich runden, 1/3 bis 1/2 _mm_ langen, mit Haaren und Borsten besetzten Körper. Sie ist die Milbe, welche die Symptome der Krätze verursacht und nicht mit der Haarsackmilbe zu verwechseln.
Diese Milbe bohrt sich 3-4 _mm_ tief in schiefer Richtung in die Haut und legt im Grunde dieser Höhlung ihre Eier. In Folge des dadurch verursachten Reizes entzündet sich der Eingang dieser Höhlung und es entsteht eine Pustel (Krätzpustel) und eine Entzündung der Haut. Daher das Hautjucken Krätzkranker. Die Heilung kann auch nur durch Tödtung der Milbe und ihrer Eier erreicht werden. In neuerer Zeit hat man den Perubalsam und Storax als vorzügliches Krätzmittel erkannt.
$Trichinen.$ Die ~Trichine~, _Trichina spiralis_, ein lebendig gebärender Rundwurm mit Gehirn und vollkommenem Verdauungsapparat, ein Eingeweidewurm warmblütiger Thiere. Vor circa 30 Jahren zuerst von einem englischen Arzte _Hilton_ entdeckt, ist die Natur dieses Thieres seit den letzten 15 Jahren sorgfältig studirt worden, seit welcher Zeit die Gesundheitsschädlichkeit des Genusses trichinigen Fleisches erkannt wurde.
Lebenslauf und Entwickelung der Trichine im lebenden Thierkörper sind folgender Art: die mit dem Fleische genossenen Muskeltrichinen verbleiben im Darmkanal und bilden sich daselbst in wenigen Tagen zu geschlechtsreifen Trichinen, Darmtrichinen, aus, es findet die Begattung zwischen männlichen und weiblichen Trichinen statt, in 7 bis 10 Tagen erzeugen die Weibchen lebendige Junge (Embryonen), welche in die Muskeln überwandern, daselbst wachsen, sich nach längerer Zeit dort spiralig einrollen und innerhalb der Fleischfaser einkapseln. Mit der Zeit verkreidet sich die Kapselhülle und die Muskeltrichine verharrt in dieser Lage (also ohne sich zu vermehren), so lange bis sie durch Zufall in die Verdauungswege eines anderen Thieres gelangt, wo sie sich in dem Darmkanale zur Darmtrichine ausbildet. Nachdem die Darmtrichine ihre Brut, die sie aus vielen hunderten Eiern erzeugt, abgesetzt hat, geht sie unter.
Die weibliche Darmtrichine hat eine Länge von 1 bis 3 _mm_, die männliche von 0,8 bis 1,5 _mm_, die Embryonen von 0,08 bis 0,13 _mm_, die Muskeltrichine von 0,7 bis 1 _mm_.
Die Wanderung der Embryonen in die Muskeln, mag sie auf dem Wege der Blut- und Lymphgefässe oder durch Durchbohrung der Darmwände geschehen, ist eine unausgesetzte, bis ein Hinderniss entgegensteht. Ein solches Hinderniss bilden die sehnigen Ansätze der Muskeln, durch welche diese an die Knochen angeheftet sind. Hier kommen die wandernden Trichinen meist zur Ruhe und lagern sich zur Einkapselung. Um die sehnigen Ansätze herum findet man daher die meisten Trichinen.
Die Darmtrichinen sind meist gestreckt, nach dem Kopfende zu (_k_, siehe vorstehende Fig. 213) bedeutend dünner, mit etwas spitz zulaufendem Kopfe; nach dem Hinterende (_a_) nehmen sie an Dicke zu, mit stumpf abgerundeter Endigung. Die Männchen haben am Hinterende 2 Haken oder Zapfen (Fig. 214) neben der Oeffnung der Kloake. Die äussere Decke des Wurmkörpers besteht aus einer sehr durchsichtigen glatten feinen strukturlosen Haut (Chitinhaut), mit nichts besetzt und nur sehr leicht geringelt. Unter dieser Decke liegt der Hautschlauch, aus einer sehr dünnen muskulösen Haut bestehend, auf deren innerer Seite eine dichte Schicht fein gekörnter rundlicher Zellen als Auskleidung der Körperhöhle befindlich ist. In der Länge des Hautschlauches verläuft ein aus Zellen zusammengefügtes Band, welches sich vom Kopfende nach dem Hinterende und von hier auf der anderen Seite nach dem Kopfende zurück erstreckt. Im Innern des vorderen oder dünneren Theiles des Körpers liegt der Munddarm, welcher sich nach hinten allmählich erweitert und bei stärkerer Verdickung der Wandung deutliche Zellen zeigt. Am Uebergange dieses Theiles in den zweiten Theil des Körpers erblickt man um das Darmrohr eine dunkle mit Kernkörperchen gefüllte Masse, die sich weiterhin in den Darm fortsetzt, welcher am hinteren Ende endlich seinen Ausgang hat. Mit der zunehmenden Dicke des Wurmes nehmen die Darmzellen an Grösse zu und liegen dicht an der Wandung des Hautschlauches. Der hintere Theil des Körpers enthält ausserdem die Zeugungsapparate. Bei dem Weibchen erstreckt sich der Geburtsweg bis innerhalb des ersten Drittels der Körperlänge und hat hier, also am Vordertheile des Körpers, seitlich seinen Ausgang.
Die Kapsel oder Cyste der Muskeltrichine (Fig. 215) hat eine ovale Form. In ihrem weiteren Theile liegt die Trichine spiralig eingerollt. Unter dem Mikroskop erscheint die Kapsel, wenn ihre Verkreidung noch nicht vorgeschritten ist, hell und durchsichtig, und man kann darin den Wurm deutlich sehen. An jedem Ende des Ovals findet sich ein stumpfer, etwas dunklerer Ansatz, so dass die Kapsel mit den Umrissen eines menschlichen Auges Aehnlichkeit hat. Hat die Ablagerung von Knochenerde an der Kapselhülle zugenommen, so erscheint die Kapsel unter dem Mikroskop bei durchfallendem Lichte dunkel und sie ist nicht mehr durchsichtig. Häufig sind dann die Ansätze der Kapsel von kleinen Fettzellchen umlagert. Legt man ein dünnes Stück Fleisch mit verkreideten Kapseln in mässig verdünnte Essigsäure oder Salzsäure, so erfolgt die Lösung der Kalkschale und die Kapsel wird wieder durchsichtig.
Die Trichine könnte mit blossen Augen sicher erkannt werden, wäre sie nicht zu durchsichtig. Die verkreideten Kapseln lassen sich bei auffallendem Lichte, weil sie weisslich sind, mit blossen Augen erkennen.
Von den Muskeln, welche die Trichinen vorzugsweise aufsuchen, sind zu nennen: das Zwerchfell, die Augenmuskeln, die Nackenmuskeln, die Muskeln der Bauchwand, die Muskeln des Hintertheils. Proben aus diesen Theilen, besonders aus der Gegend der Sehnenanheftung entnommen, also mit fünf Fleischproben, kann der mikroskopischen Fleischschau genügt werden.
Von jeder Probe nimmt man zwei, höchstens drei feine Scheibchen nach der Länge der Fleischfaser, mit der krummen Scheere abgeschnitten und mittelst der Präparirnadeln zerzasert, legt sie in mässiger Distanz nebeneinander auf ein starkes, farbloses Objectglas und giebt, wäre das Fleisch nicht frisch und saftig, einen Tropfen Wasser darauf. Auf das sorgsam ausgebreitete Object legt man ein Deckglas (ein zweites dünnes Objectglas) und drückt beide Gläser so gegeneinander, dass die Fleischscheibchen zu einer sehr dünnen, durchsichtigen Schicht ausgedehnt werden. Bedient man sich hier eines Compressoriums, besonders aber des _Hager_’schen Compressor-Mikroskops, so ist man der äusserst lästigen Mühe des anhaltenden Pressens der Objectgläser mit den Fingern enthoben.
Die Beschauung wird bei 30- bis höchstens 60facher Vergrösserung vorgenommen. Freie Trichinen oder in der noch durchsichtigen Kapsel befindliche Trichinen werden hierbei sofort erkannt werden, theils im Fleische, theils in der um das Object befindlichen Flüssigkeit, welche beim Drücken des Fleisches gewöhnlich ausfliesst. Verkreidete Kapseln erscheinen als dunkle undurchsichtige Körper. In diesem Falle zerzasert man das Object mit den Präparirnadeln, giebt einen Tropfen Essigsäure darauf und legt es nach einigen Minuten gepresst wieder unter das Mikroskop.
Findet man eine verdächtige Wurmgestalt, so schreitet man zu einer 100- bis 200fachen Vergrösserung, um den inneren Bau des Wurmförmigen zu mustern. Letzterer ist charakteristisch genug, als dass eine Verwechselung mit wurmartig gekrümmten Fleischfasern, _Miescher_’schen Körperchen, oder Gespinnstfasern möglich wäre.
$Miescher$’sche oder $Rainey$’sche[7] $Körperchen$ oder Schläuche, _Synchytrium Miescherianum_, sind sehr häufig vorkommende, eigenthümliche Gebilde in den Muskelfasern (und auch in anderen Theilen des Thierkörpers), welche zwar grössere Conglomerate bildet als die Trichinenkapsel, aber mitunter im Umrisse eine entfernte Aehnlichkeit mit Trichinenkapseln oder Finnen haben können. Diese Gebilde gehören dem Pflanzenreiche an. Prof. Dr. _Kühn_ glaubt sie zu den Myxomyceten (Schleimpilzen) zählen zu können. Sie sind von verschiedener Grösse und weisslicher Farbe, jedoch sehr gut mit blossen Augen zu erkennen. Damit sehr stark durchsetztes Muskelfleisch sieht graustreifig und missfarbig aus. Gemeiniglich bilden sie längliche abgerundete Schläuche aus strukturloser Membran, angefüllt mit einer körnigen Masse. Unter dem Mikroskop sind sie dunkler als die Fleischfaser. Haben sie eine elliptische Form, so können sie mit Trichinenkapseln verwechselt werden. Ein Druck auf das Deckglas genügt, diese Gebilde zu zerdrücken, wobei sich der körnige Inhalt ergiesst und das Object überschwemmt.
$Miescher$ entdeckte diese Gebilde 1843 zuerst im Fleische der Mäuse. Einige Gelehrten nennen sie ~Psorospermienschläuche~, den Inhalt Psorospermien. Die aus den Schläuchen herausgedrückten Körnchen haben bei starker Vergrösserung Formen, wie sie vorstehende Zeichnungen (_ps_) angeben. Der Genuss des Fleisches mit diesen Körperchen hat sich bis jetzt nicht schädlich erwiesen, der Geschmack des Fleisches ist aber nicht besonders.
$Schweinefinne$, $Finne$, $Bandwurm$. Die Finne der Schweine, Blasenwurm, wohnt zwischen den Muskelfasern, des Fleisches dieser Thiere und bildet mit unbewaffnetem Auge erkennbare weissliche oder halbdurchsichtige, mehr oder weniger walzenförmige, senfkorn- bis erbsengrosse Blasen innerhalb einer häutigen weissen Kapsel, welche mit dem umgebenden Fleische verwachsen ist. In dem Fleische der Schweine (zuweilen im Fleische des Rindes und anderer Thiere, auch im Fleische des Menschen) findet man die Finnen häufig in unzähliger Menge. Nimmt man die Finne aus ihrer häutigen Wohnung heraus und bringt sie in lauwarmes Wasser, so streckt sie nach und nach Kopf (Amme) und Hals aus ihrem blasenförmigen Körper (Schwanzblase) heraus. Unter dem Mikroskop findet man an dem Kopfe schon bei schwacher Vergrösserung vier wulstige, in ihrer Mitte vertiefte Erhabenheiten, Saugnäpfe, und inmitten derselben einen Hakenkranz, dessen Haken zweierlei Form und Grösse haben. Gelangt die Finne lebend in den menschlichen Magen, was beim Genusse rohen Schweine- und Rindfleisches, oder roher Wurst, oder nicht genügend gekochten Fleisches geschieht, so entwickelt sie sich hier zum Bandwurm, indem der Kopf sich an die Wandung der Verdauungswege ansaugt und festsetzt, die Blase aber abfällt und dafür sich bandförmige Glieder (Proglottiden genannt) entwickeln, deren Zahl viele Hunderte erreicht, so dass ein Bandwurm zu 3 Meter und mehr auswächst. Der Kopf des gewöhnlichen Bandwurmes (Taenia solium) hat eine Breite von circa 1 _mm_, der darauf folgende ungegliederte Hals eine Länge von 10 bis 15 _mm_, die folgenden Proglottiden oder Glieder eine Länge von 0,1-13,0 _mm_, und zwar sind sie um so weniger lang, je näher sie dem Kopfe liegen. Die Breite der Glieder steht in einem gleichen Verhältnisse und beträgt 1,3-6,3 _mm_. Inmitten der Gliederkette läuft der Fruchtbehälter, welcher in den untersten und letzten Gliedern die Eierbildung besorgt. Diese Glieder erlangen einen gewissen Grad der Reife und trennen sich gefüllt mit Eiern von selbst ab, um mit dem Darminhalte zugleich nach aussen entleert zu werden. Die reifen Glieder entleeren ihre Eier durch eine besondere, an dem Seitenrande liegende Mündung. Das Bandwurmei, 0,02-0,03 _mm_ im Durchmesser, erscheint unter dem Mikroskop als ein braunes, kugelig ovales Körperchen. Gelangen diese Eier in den Magen oder Darmkanal des Schweines, des Menschen oder eines anderen Thieres, so entwickeln sie sich hier schnell und die Embryonen entschlüpfen ihrer Schale in Form kleiner wasserheller Bläschen, an denen sich 4-6 paarweise geordnete Häkchen entwickeln und welche nach allen Gegenden des Körpers wandern, um sich an irgend einer Stelle als Finne (_Cysticercus_) auszubilden. Im Schweine findet der Embryo den zusagendsten Vegetationsboden. Vorstehende Notizen gelten vom Kürbiskernbandwurm, _Taenia solium_. Bei anderen Bandwurmarten findet sich ein ähnlicher Generationswechsel und Entwickelungsverlauf. Bei Untersuchung eines Bandwurmes auf Anwesenheit des Kopfendes und des Fleisches auf Gehalt an Finnen genügt einfach die Loupe, zur Erkennung der Eier eine 50fache Vergrösserung.
Ein häufiger Eingeweidewurm der Fische ist der ~breite Grubenkopf~ (_Bothriocephalus latus_), welcher auch in gewissen Gegenden ein vornehmlicher Eingeweidewurm des Menschen ist, z. B. in den westlichen Cantonen der Schweiz und den angrenzenden Theilen Frankreichs, dann in Russland, Polen, Schweden, in Deutschland aber seltener vorkommt. Er wächst bis zu 5-8 Metern mit 3000-4000 kurzen breiten Gliedern. Die Länge der Glieder geht nicht über 3,5 _mm_, die Breite nicht über 12 _mm_ hinaus. Der Körper ist bandförmig. Der circa 1 _mm_ breite Kopf ist keulenförmig, dünn und breit. An seinen Rändern hin erstrecken sich spaltförmige Sauggruben.
Eine andere Art Grubenkopf (_Bothriocephalus cordatus_) ist im nördlichen Grönland zu Hause, wo er den Menschen und den Hund bewohnt. Selten wird er in den südlicheren Gegenden des kalten Nordens angetroffen. Dieser Grubenkopf unterscheidet sich von dem vorhergehenden vornehmlich durch die Form des Kopfes und des vorderen Körperendes. Der Kopf ist kurz, breit und herzförmig mit flächenständigen Sauggruben. Dem Kopfe schliessen sich alsbald der breite Leib mit seinen Proglottiden an.
Räderthierchen.
~Räderthierchen~ (_Rotatoria_, _Rotifera_) sind mikroskopisch kleine Infusionsthierchen mit ziemlich entwickelter thierischer Organisation, denn viele Arten lassen einen Darmkanal, zwittrige Geschlechtsorgane und Augen erkennen. Ihr Schwanz ist zwei- bis dreigliedrig. Ihren Namen haben sie wegen eines oder mehrerer, an ihrem vorderen Ende befindlicher, radförmiger, gezähnter oder mit Flimmerhärchen oder Wimpern besetzter Organe. Diese Wimpern sind behufs Herbeistrudelung der Nahrungssubstanzen in fortwährender Bewegung, so dass sie mit einem sich bewegenden Rade Aehnlichkeit haben. Mit diesem Organe treiben diese Thierchen einerseits die Nahrung in den Darmkanal, andererseits dienen die Wimpern zugleich als Ruderwerkzeuge und befähigen sie die im Wasser lebenden Thierchen zu einer schnellen Bewegung. Die Räderthierchen vermehren sich durch Eier.
Ein häufig in verdorbenem Trinkwasser vorkommendes Räderthierchen ist die eirunde Lepadella (_Lepadella ovalis_), welche sich in vorstehender Figur in vergrössertem Massstabe vergegenwärtigt findet.
Reblaus, ein Parasit der Wurzel des Weinstocks.
~Reblaus~, _Phylloxera vastatrix_, ein den Weinbau vernichtendes Insect, ist wahrscheinlich zuerst durch Wurzelreben von amerikanischen Weinstocksorten nach Europa importirt worden. Sie wurde zuerst 1865 im unteren Rhonethal aufgefunden und von dem Naturforscher _Planchon_ erkannt und beschrieben. Heute hat dieses Thierchen mehr denn den dritten Theil der mit Wein bebauten Flächen Frankreichs zu Grunde gerichtet. An vielen Orten Deutschlands, Oesterreichs, Englands, Portugals ist sie ebenfalls aufgetreten, auch hier wahrscheinlich durch amerikanische Reben eingeschleppt. Dass dieses Insect an den Weinstöcken in Amerika weniger Schaden anrichtet, erklärt man aus der grösseren Kräftigkeit und Widerstandsfähigkeit der Wurzel der amerikanischen Rebe.
Die Reblaus gehört in die Classe der Insecten und die Ordnung der ~Schnabelkerfe~. Sie hat viel Aehnlichkeit mit der Blattlaus, gebärt aber nicht wie diese lebendige Junge, sondern legt Eier. Nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen zeigt sie sich dem Beobachter in verschiedenen Formen.
1. Als ~ungeflügeltes~ unterirdisches Insect, welches in Sonderheit die Wurzel des Weinstocks schädigt. Jüngere, halbausgewachsene Thierchen dieser Form bergen sich den Winter über in den Spalten und Rissen, besonders der fingerdicken tiefergehenden Wurzeläste. Wenn man die Rinde abhebt, machen sie sich dem Auge in Gestalt eines gelblichen, bräunlichen oder olivenfarbigen Anfluges oder solcher Flecke erkennbar. Im Sommer findet man diese Form des Insectes auch auf der Rinde der Wurzel und in solcher Menge, dass diese mit einem gelblichen Staube bedeckt erscheint.
Im Frühjahr häuten sich die Thierchen, vertauschen ihre braune Haut mit einer hellfarbigeren und wandern nach den dünneren Wurzelfasern über. Hier setzen sie sich fest, bohren ihren dreiborstigen Rüssel in das Zellgewebe der Faserwurzel, den Saft derselben saugend, und wachsen zu ihrer vollen Grösse aus. Die ausgewachsene Wurzellaus ist von bräunlich-gelber Farbe und bis zu 0,75 _mm_ lang. Man kann sie also dann schon mit einer guten Loupe erkennen.
Beim Saugen treten aus der einer Scheide ähnlichen Rüsselhülle 3 feine lange Borsten heraus, von denen die mittlere die dickere ist. Diese Borsten senkt das Insect in das saftige Zellgewebe der Wurzel.
Alle diese Wurzelläuse sind Weibchen und vermehren sich parthenogenetisch, d. h. sie sind ohne Zuthun eines Männchens befruchtet. Sie legen an dem Orte ihres Sitzes 30-40 Eier (von 0,24 _mm_ Länge), welche anfangs gelb sind und später dunkler werden. An den Stellen, wo die Eier lagern, schwellen die Wurzelfasern an. Im Verlaufe von 8 Tagen kriechen gelblich farbige Junge aus den Eiern, welche sofort lebhaft herumkriechen, bis sie einen Ort auffinden, an welchem sie ihren Rüssel in das Zellgewebe einsenken können. Nach 20 Tagen legen diese Jungen wieder Eier wie ihre Mutter. Diese Vermehrung geht durch den ganzen Sommer ungestört fort.
Nach einer neueren Beobachtung _Balbiani_’s zu Montpellier erscheint im October eine unterirdische Wurzellaus mit verkümmerten Saugwerkzeugen, welche nur ein Ei, sogenanntes ~Winterei~, legt. _Balbiani_ vermuthet, dass diese Form ein von einem noch nicht aufgefundenen Männchen befruchtetes Weibchen sei.
2. ~Geflügeltes Insect.~ Dr. _L. Wittmack_ sagt in seiner Abhandlung über die Reblaus[8]: „Nachdem sich die fast stets unter der Erde verbleibenden flügellosen Individuen, namentlich im Vorsommer unendlich vermehrt und eine Anzahl Wurzeln angegriffen haben, erscheinen im Nachsommer (in Frankreich schon Ende Juli und im August, bei Klosterneuburg im September und selbst October) unter ihnen Exemplare mit Flügelstummeln, sogenannte ~Nymphen~. Diese sind ~länger gestreckt~ als die übrigen, 0,8-0,9 _mm_ lang, der Kopf ist kleiner, der mittlere Brusttheil deutlicher begrenzt, gewöhnlich auch heller gefärbt und das äusserste (3te) Fühlerglied ist ~länger~. Diese Thiere halten sich gewöhnlich mehr an den oberen Wurzeln, selbst etwas über dem Boden, unter der Rinde des Stammes auf. -- Sie häuten sich vor ihrer Verwandlung noch einmal und zeigen sich dann als ~geflügelte Insecten~ mit 4 ziemlich langen, spärlich aber stark geaderten, durchsichtigen, an den Rändern etwas dunkleren Flügeln, die sie in der Ruhe nicht aufrecht tragen wie die geflügelten Blattläuse, sondern wagerecht, so dass sie wie eine zierliche Fliege -- freilich mit immerhin etwas plumpem Körper -- erscheinen.“
Diese geflügelten Rebläuse erheben sich stets vor Sonnenuntergang, die Gipfel der Weinstöcke umschwärmend. Sie sind Weibchen, legen 3-5, aber zweierlei durchscheinende, gelbliche Eier an die jüngsten Weinblätter oder in den Flaum der Knospen. Die grösseren Eier sind 0,4 _mm_, die kleinen 0,26 _mm_ lang.
Alphabetisches Inhalts-Verzeichniss.
Aberration, 12
„ chromatische, 13
„ sphärische, 12
Acarus Farinae. A. plumiger, 92
Accommodationsvermögen, 4
Achnanthes, 149
Achorion Schoenleinii, 144
Algen, 143-148
Alpakawolle, 99
Anabaena, 148
Anacystis, 148
Analysator, 43
Ankauf des Mikroskops, 48
Aphthenpilz, 145
Arrow-root, 87
Aufbewahrung mikroskopischer Präparate, 65
Bandwurm, 171
Baummarderhaar, 110
Baumwollenfaser, 96
Beggiatoa, 147
Beleuchtung, 22
„ centrische, 26
„ schiefe, 26
Beleuchtungslinse, 22
Bewegung des Objects, 57
Biberhaar, 109
Bisamhaar, 111
Blendscheibe, 23
Blendungen, 23
Blut, 134
Blutflecke, 139
Blutkörperchen, 134. 136
„ Grösse derselben, 137
Bothriocephalus, 174
Brand des Getreides, 86. 87
Brennpunkt, 2
Brennweite, 2
Butter, 153
Cacao, 127
Caffee, 130
Centrirung, 17
Cercomonaden, 160
Cercomonas intestinalis, 160
Chamaesiphon, 147
Chinagrasfaser, 97
Chocolade, Chocoladenpulver, 129
Chyluskörperchen, 142
Cichorien, 131
Claviceps purpurea, 81
Collectiv, 15
Collectivlinse, 15
Colostrum, 151
Compressorium, Hager’s, 31
Compressorium, Schiek’s, 31
Compressor-Mikroskop, 41
Condensor, 25
Conservationsflüssigkeiten, 67
Conserving liquor, 64
Correctionseinrichtung, 30
Cryptococcus, 143
Curcuma, 123
Cylinderblende, 23
Deckgläschen, 29
Deckplättchen, 29
Demodex, 161
Deutlichkeit des Bildes, 49
Diaphragma, 23
Diatoma, 149
Diatomaceen, 148
Diatomella, 149
Doppellancette, 61
Doppellinse, 13
Doppelmesser, 61
Drehscheibe, 23
Dschutefaser, 97
Eicheln, Stärkemehl, 132
Einstellung, 10
„ feine, 10
„ grobe, 10
Einstellungsvorrichtung, 10
Eiter, 141
Eiterkörperchen, Eiterzellen, 141
Epithelialzellen, 154
Favuspilz, 144
Feigenkaffee, 133
Finne, 171
Firnisse, 71
Fleischuntersuchung, 168
Flimmerbewegung, 58
Flimmerzellen, 158
Flüssigkeiten, conservirende, 67
Flüssigkeiten, färbende, 64
Flugbrand, 86
Focaldistanz, 2
Focus, 2
Fuchshaar, 111
Gährpilz, 143
Gebrauch des Mikroskops, 52
Gespinnstfaser, 95
Getreiderost, 90
Gewürz, englisches, 115
Gewürze, 112
Gewürznelken, 116
Glycerin, verdünntes f. mikrosk. Objecte, 55
Gomphonema, 149
Grasrost, 90
Grubenkopf, 174
Haar, 102
„ des Menschen, 104
„ der Thiere, 109
Haarpinsel, 62
Haarsackmilbe, 161
Haematin, 138
Haematinhydrochloratkrystalle, 140
Haematinkrystalle, 139
Haematokrystallin, 138
Haeminkrystalle, 139
Haemoglobin, 138
Hamsterhaar, 111
Hanf, 98
Harn, 154
Harncylinder, 155
Harnsäure, 156
Harnsediment, 157
Hasenflaum, 100
Hefenzelle, 143
Hipparchia, 51
Hippursäure, 155
Hülsenfruchtmehl, 80
Hundshaar, 110
Immersionslinsen, 30
Immersionsverfahren, 30
Ingwer, 120
Jodlösung, 68
Jute, 97
Kaffee, 130
Kaninchenhaar, 111
Kartoffelkrankheit, 93
Kartoffelpilz, 92
Katzenhaar, 111
Kleber, 80
Klemmfeder, 33
Kopfgrind, 144
Kopfhaar, 105
Kraft, definirende, 49
„ penetrirende, 14. 49
„ resolvirend, 14. 49
Krätzmilbe, 162
Lacke, 71
Leim, flüssiger, 71
Leinenfaser, 95
Lepadella ovalis, 176
Leptothrix, 146
Linse, 1
„ aplanatische, 14
„ überverbesserte, 14
„ unterverbesserte, 14
Linsensysteme, 20
Loupe, 6
Luftbläschen, 56
Lymphkörperchen, 142
Macis, 123
Magensarcinie, 144
Marantastärke, 87
Mehl, 76
Mehlmilbe, 92
Meniscus, 1
Menschenhaar, 104
Merismopedia, 144
Messer, lancettförmiges, 61
Microcystis, 148
Miescher’sche Körperchen, 169
Mikrometer, 26
Mikrometerschraube, 10
Mikromillimeter, 27
Mikroskop, 1. 36
„ dioptrisches, 1
„ einfaches, 6
„ katoptrisches, 7
„ als saccharimetrisches Instrument, 45
„ zusammengesetztes, 7
Milch, 150
Mitscherlich’sche Körperchen, 127
Mohairwolle, 99
Molekularattractionsbewegung, 57
Molekularbewegung, 57
Monaden, geschwänzte, 160
Mouches volantes, 58
Mückensehen, 58
Muskatblüthe, 123
Muskatnuss, 122
Muskeltrichinen, 164
Mutterkorn, 81
Nadel zum Präpariren, 62
Navicula Hippocampus, 51
Nerz, 110
Objecte, Aufbewahrung mikroskopischer, 65
Objecte, Darstellung mikroskopischer, 61
Objectglas, 26
Objecthalter, 70
Objectiv, 8
Objectmikrometer, 27
Objecttisch, 9
Objecttischschraubenmikrometer, 28
Objectträger, 28
Ocular, 18
„ knieförmiges, 20
„ negatives, 18
Ocular, orthoskopisches, 19
Ocularglasmikrometer, 26
Oeffnung, 11
Oeffnungswinkel, 11
Oidium albicans, 145
Oidium Tuckeri, 94
Oscillaria, 147
Otter, virgin., Haar, 110
Parasiten des menschl. Körpers, 161
Pedesis, pedetische Bewegung, 58
Peronospora, 92
Pfeffer, schwarzer, 112
„ weisser, 114
Pfeilwurzelmehl, 87
Phylloxera vastatrix, 176
Piment, 115
Pincette, 62
Plasma, 74
Pleurosigma angulatum, 51
Polarisationsmikroskop, 42
„ zur Zuckerbestimmung, 45
Polarisator, 42
Präparirnadel, 62
Prisma, Nicol’sches, 42
Probeobjecte, 50
Projiciren, 35
Protoplasma, 74
Prüfung des Mikroskops, 48
Psorospermien, 171
Puccinia graminis, 90
Quetscher, 31
Räderthierchen, 175
Rainey’sche Körperchen, 169
Reagentienanwendung, 63
Reblaus, 176
Reinigung des Mikroskops, 59
Röhren, 56
Rotatoria, 175
Russbrand, 86
Samenfäden, 158
Samenflecke, 159
Sammellinsen, 1
Santelholz, rothes, 124
Sarcinie, 144
Sarcoptes, 162
Schamhaar mit Sperma, 108
Schärfe des Bildes, 49
Scheere, krumme, 62
Schleim, 141
Schleimkörper, 141
Schmierbrand, 87
Schwämmchen der Kinder, 146
Schweinefinne, 171
Scotomata, 58
Sehweite, 4
Sehwinkel, 3
Seide, 98
Senf, 125
Soorpilz, 145
Speisesenf, 125
Spermaflecke, 159
Spermakörperchen, 159
Spermatozoën, 158
Spiegelmikroskope, 7
Spirillum, 147
Sputum Tuberculosis, 143
Stärke, 76
Stärkemehlkörnchen im polarisirten Licht, 44
Stärkemehlarten, 76
Steinmarderhaar, 110
Stipplinsen, 30
Surirella Gemma, 51
Taenia solium, 173
Taschenmikroskope, 39
Teichmann’sche Krystalle, 139
Testobjecte, 50
Tilletia Caries, 81
Traubenpilz, 94
Trichinen, 163
Trichomonas vaginalis, 161
Trommelmikroskope, 39
Tuberculosis, Auswurf bei, 143
Vergrösserungen, 20
Vibrio, 146
Vibrio Tritici, 92
Vicunnawolle, 99
Vigogne, 99
Weichselzopf, 108
Weintraubenpilz, 94
Weizenschlängelchen, 92
Wollenhaar, 98
Zeichnenprisma, 33
Zelle, 73
Zerstreuungslinsen, 1
Zimmt, 119
Zobelhaar, 110
Zungenbelegpilz, 145
Fußnoten
[1] Ist in der Apotheke zu kaufen.
[2] Das Compressor-Mikroskop mit Objectiven mit 50-300facher Vergrösserung kann vom Optikus _Messter_, Berlin, _SW._ Friedrichstrasse 99, bezogen werden.
[3] Sehr viele unserer deutschen Optiker gehen gern den Vertrag ein, das von ihnen verkaufte billigere Mikroskop gegen ein grösseres und theueres später, wenn es dem Käufer beliebt, zu vertauschen und den für das billigere Mikroskop gezahlten Preis wieder als Zahlung anzunehmen.
[4] Man pflegt das optische Vermögen des Mikroskops bestimmter als ~definirende~ und als ~penetrirende~ Kraft zu unterscheiden. Die definirende Kraft giebt Form und Umriss des Objectes scharf und bestimmt im Bilde wieder, die penetrirende dagegen entwickelt die Structurverhältnisse des Objects, z. B. Membranschichten, Zeichnungen der Diatomeenpanzer etc.
[5] mit Paraffin getränktes.
[6] „Das menschliche Haar“, von Dr. E. R. Pfaff. Leipzig, Verlag von O. Wigand, 1866.
[7] Sprich: räneh.
[8] Die ~Reblaus~ (Phylloxera vastatrix). Im Auftrage des Königlich Preussischen Ministeriums für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten bearbeitet von Dr. L. Wittmack. Verlag von E. Schotte & Voigt, Berlin, 1875.
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+------------------------------------------------------------------+ | Anmerkungen zur Transkription | | | | Inkonsistenzen wurden beibehalten, wenn beide Schreibweisen | | gebräuchlich waren, wie: | | | | Alpaca -- Alpaka | | anderen -- andern | | Arrow-Root -- Arrow-root | | Brod -- Brot | | Caffee -- Kaffee | | Canton -- Kanton | | dunkele -- dunkle | | Eichelpulver -- Eichelnpulver | | Gespinnstfasern -- Gespinstfasern | | Gewebeelemente -- Gewebselemente | | Haeminkrystalle -- Häminkrystalle | | inneren -- innern | | Insecten -- Insekten | | Instrumentes -- Instruments | | Linear-Vergrösserung -- Linearvergrösserung | | Lungen-Tuberculosis -- Lungenzuberculosis | | Mikrometer-Schraube -- Mikrometerschraube | | Mikroskopes -- Mikroskops | | Objecttisch-Schraubenmikrometer -- Objecttischschraubenmikrometer| | Oscillarieen -- Oscillarien | | Polarisations-Apparate -- Polarisationsapparate | | porcellanenen -- porzellanenen | | Procent -- prozentig | | Roggenmehlstärkekörnchen -- Roggenstärkemehlkörnchen | | Safransurrogates -- Safransurrogats | | selbständig -- selbstständig | | structurlos -- strukturlos | | trockene -- trockne | | Untersuchungsobject -- Untersuchungsobjekt | | wässerige -- wässrige | | Weinstockes -- Weinstocks | | Wollenhaar -- Wollhaar | | | | | | | | Offensichtliche Zeichensetzungsfehler wurden korrigiert, ohne | | diese hier im Einzelnen zu erwähnen. Die folgenden Änderungen | | wurden vorgenommen: | | | | S. vii "Molecular-" in "Molekular-" geändert. | | S. viii "Gährspilz" in "Gährpilz" geändert. | | S. 6 "Plössel" in "Plössl" geändert. | | S. 19 "Ebenung" in "Ebnung" geändert. | | S. 21 "Mirkoskope" in "Mikroskope" geändert. | | S. 42 "Friedrichsstrasse" in "Friedrichstrasse" geändert | | (Fußnote). | | S. 51 "Pleurosima gangulatum" in "Pleurosigma angulatum" | | geändert. | | S. 51 "Hippocampos" in "Hippocampus" geändert. | | S. 54 "Deckglässer" in "Deckgläser" geändert. | | S. 69 "Mm." in "mm" geändert. | | S. 84 "Aussen" in "aussen" geändert. | | S. 88 "Carcuma-Arrow-Root" in "Curcuma-Arrow-Root" geändert. | | S. 89 "Tapiocca" in "Tapioka" geändert. | | S. 95 "Leinewand" in "Leinwand" geändert. | | S. 102 "fasst" in "fast" geändert. | | S. 107 "is" in "ist" geändert. | | S. 116 "Porencanälen" in "Porenkanälen" geändert. | | S. 120 "den" in "dem" geändert. | | S. 127 "feinzerrieben" in "fein zerrieben" geändert. | | S. 127 "hin und wider" in "hin und wieder" geändert. | | S. 131 "Intybus" in "intybus" geändert. | | S. 134 "Anderen" in "anderen" geändert. | | S. 138 "Desshalb" in "Deshalb" geändert. | | S. 142 "Schleimgerinsel" in "Schleimgerinnsel" geändert. | | S. 149 "Achnantes" in "Achnanthes" geändert. | | S. 152 "Eiter" in "Euter" geändert. | | S. 154 "Schleimgerinsel" in "Schleimgerinnsel" geändert. | | S. 155 "Bellinischen" in "Bellini’schen" geändert. | | S. 161 "Diarrhoe" in "Diarrhöe" geändert. | | S. 161 "Einigen" in "einigen" geändert. | | S. 166 "Ciste" in "Cyste" geändert. | | S. 169 "characteristisch" in "charakteristisch" geändert. | | S. 170 "Mycomyceten" in "Myxomyceten" geändert. | | S. 172 "olgende" in "folgende" geändert. | | S. 180 "Seite" entfernt. | | S. 180 "Achnantes" in "Achnanthes" geändert. | | S. 180 "Schönleinii" in "Schoenleinii" geändert. | | S. 180 "Bieberhaar" in "Biberhaar" geändert. | | S. 181 " keiten" in "Flüssigkeiten" geändert. | | S. 182 "Hippocampos" in "Hippocampus" geändert. | | S. 191 "Texicologie" in "Toxicologie" geändert. | | S. 192 "Leidfaden" in "Leitfaden" geändert. | | | +------------------------------------------------------------------+
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