Category: Biographies

Das Leben und die Abentheuer des Armen Mannes im Tockenburg

»Kennen Sie den ›armen Mann im Tockenburg‹?« hab' ich wie oft gefragt; Männer und Frauen von allerlei Art. Die Antwort war fast immer: »Wer ist das?« Und doch hat man das Wenige, was wir von ihm haben, seit dem achtzehnten Jahrhundert nicht selten gedruckt; er hat Leser und Fr...

Chapters

1. Part 1

»Kennen Sie den ›armen Mann im Tockenburg‹?« hab' ich wie oft gefragt; Männer und Frauen von allerlei Art. Die Antwort war fast immer: »Wer ist das?« Und doch hat man das Wenige...

2. Part 2

Er merkte endlich, daß so die Wirtschaft nicht gehen könne. Er änderte sie also und gab das Salpetersieden auf, blieb daheim, führte das Gesind selber zur Arbeit an, und war all...

3. Part 3

Im Kohlwald war eine Buche gerad über einem mehr als turmhohen Fels herausgewachsen, so daß ich über ihren Stamm wie über einen Steg spazieren und in eine gräßlich finstre Tiefe...

4. Part 4

Übrigens hatte der Pfarrer in seinem kleinen Krinau neben mir nur einen einzigen Buben in der Unterweisung. Dieser hieß H. B., ein fuchsroter Erzstockfisch. Wenn ihn der Heer[25...

5. Part 5

Inzwischen ward diese Liebesgeschichte, die ich gern vor mir selber verborgen hätte, bald überall laut. Die ganze Nachbarschaft, und besonders die Weiber, gafften mir, wo ich st...

6. Part 6

Nun flog ich noch zu meinem Ännchen hin, welcher ich erst ein paar Nächte vorher mein Vorhaben entdeckt hatte. Sie ward darüber gewaltig verdrießlich, wollt' sich's aber anfangs...

7. Part 7

Da wir uns einstweilig in Rottweil im Gasthof zur Armbrust niederließen, schrieb mein Herr auf Schaffhausen, wo er wäre, damit, wenn seine Wachtmeister Rekruten machten, man ihm...

8. Part 8

Es war den achten April, als wir zu Berlin einmarschierten und ich vergebens nach meinem Herrn fragte, der doch, wie ich nachwärts erfuhr, schon acht Tage vor uns angelangt war....

9. Part 9

Von der Stadt Berlin sagen zwar viele, sie bestehe aus sieben Städten; unsereinem hat man aber nur drei genannt: Berlin, Neustadt und Friedrichsstadt. Alle drei sind in der Baua...

10. Part 10

Vom elften bis zweiundzwanzigsten September saßen wir in unserm Lager ganz still, und wer gern Soldat war, dem mußt' es damals recht wohl sein. Da ging's vollkommen wie in einer...

11. Part 11

Länger konnt' ich dem Burschen nicht abpassen; denn, so nahe bei meiner Heimat, brannt' ich vor Begierde, dieselbe völlig zu erreichen. Also den sechsundzwanzigsten Oktober morg...

12. Part 12

Inzwischen war ich nun beinahe vier Jahre lang einem stettigen[53] Mädchen nachgelaufen; und sie mir, wenn auch etwas minder. Wenn wir uns nicht sehen konnten, mußten bald alle...

13. Part 13

Mittlerweile ward meine Frau schwanger, den ganzen Sommer 1772 über kränklich, und schämte sich vor allen Wänden, daß sie bei diesen betrübten Zeitläufen ein Kind haben sollte....

14. Part 14

Zu Anfang des Jahres 1779 ward mir ohne mein Bewerben und Bemühen der Antrag gemacht, einem auswärtigen Fabrikanten von Glarus, Johannes Zwicki, Baumwollentücher weben zu lassen...

15. Part 15

Daß ich in meiner obigen Geschichte über die allerernsthaftesten Scenen meines Lebens, wie ich an meine Dulcinea kam -- ein eigen Haus baute -- einen Gewerb anfing, und so fort...