Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880 Organ des Germanischen Museums
Part 30
Gottes gnad vnd fried durch Christum Jhesum vnsern heiland, erbar vnd vhester grosgonstiger lieber herr vnd förderer. Euer herrn eines erbarn vhesten vnd wolweisen raths der stadt Nurmbergk antwortt[200] auff mein vberschickt buch der colloquien Lutherj sampt der 20 goltgulden verehrung hab neben euerm an mich gethanem schreiben jch jungst bej meinem bothen wohl empfangen. Sage einem erbaren vhesten vnd wolweisen rath meinen grosgonstigen vnd gebietenden herrn fur dieß stadlich geschenck vnd verehrung dienstliche vnd vleissige dancksagung, wils auch vmb ihre hehrlickeit zu verdienen vnd zu verschulden mich bevleissigen. vnd fur die angewanthe förderung bin ich euer ehrenvhest auch danckbar. wils hinwider zu verdienen willig befunden werden. Bitte auch einem erbarn, vhesten vnd wolweisen rath von meiner wegen hoche vnd dienstliche dancksagung fur die verehrung zu thun, vnd weil ich itzt vergebliche zufellige bothschafft aus Erffurdt gegen Norimberg hat, so hab ich nicht vnterlassen konnen, euer ehrenvhest dieß briefflein mit zuschreiben, vnd fuge derselbigen zu wissen, das ich aus der graffschafft Mansfeld mich in Erffurdt wesentlich[201] begeben, vnd alda in der Kirchen zun predigern das pfarrampt angenommen vnd mich wider ins predigtampt begeben hab. der liebe gott wolle mir seinen heiligen geist vnd gnade darzu mildiglich verleihen. Vnd kan euer ehrenvhest nicht pergen das die echter noch alle zu Gotha sind, vnd man alda itzt viel abreitens hat. man hat auch innerhalb 14 tage im Duringer walde bej funfftausend klaffter holtz fellen vnd hauen vnd in großer eile nach der vhestung fuhren lassen, dergleichen aus dem lande eine große prouianth in die vhestung gebracht, also das iederman gefurcht, es würde ein neuer lerm für der handt[202] sein. aber es ist (got lob) noch alles stille. vnd ist wohl etwas im werck gewesen, als das der churfürst zu Sachsen nach absterbung des ertzbischoffs zu Magdeburg gerne die bejden stiffte Magdeburg und Halberstadt hette an sich gebracht. Nun wollens die marggraffen zu Brandenburg aus iren henden nicht lassen vnd haben dem capittel furgeschlagen marggraf Hans Georgens sohn oder des hertzogen von der Lignitz sohn, welcher churfurst Joachims zu Brandenburgs tochter sohn ist. vnd wollten derer einen gerne zum bisschofe haben, auff das die marggrafen diese bejde stifte an der handt hetten. Vnd haben auch die marggrafen viel postirens[203] itzt gegen Gotha, das sichs ansehen lest, als sej es itzt ein kuchen.[204] Aber der churfürst zu Sachsen thut itzt gahr gemache vnd halte es auch darfur, er werde sich vmb diese stiffte nicht annemen, den daraus gahr ein großer lermen im deutschen lande erfolgen durffte.
Grumbach lest ein neue buch zu Jhena drucken, dorinnen er sich verantworttet wider des von Schwartzburgs aufflage vnd die vrgichten, das er leuthe solt abgeferttiget[205] haben den churfursten lassen zu erschießen. Diese bucher werden nichts guths anrichten. Gott wolt es gnediglich abwenden.
Hat euer ehrenvhest gewisse zeittung, wie es in Vngern stehe vmb der keiserlichen matt. kriegsvolck, so bitte ich dienstlich euer ehrenvhest wolten mirs mittheilen. Gegeben zu Erffurd den freittag nach Burckhardj [18. October] anno 1566.
Euer ehrenvhest williger diener Joannes Aurifaber.
+Außen:+
Dem erbarn vnd vhesten Paulus Behaim, rathsherrn zu Norimberg meinem großgonstigem lieben herrn vnd förderern Norimberg zu handen.
+Meißen.+ W. +Loose+.
Die heraldischen Wecken.
Die sogen. Wecken[206] kommen schon seit der ältesten heraldischen Zeit in zweifacher Eigenschaft in den Wappen vor:
I. als heraldisches Muster (dessin) und II. als heraldische Figur (künstliche).
In der alten Züricher Wappenrolle finden sich verschiedene Beispiele von beiden Gattungen, und zwar ad I in den Wappen Nr. 18, 21, 180, 185 und 559 und ad II in den Wappen Nr. 153, 359, 389 und 391. Ich theile hier Abbildungen mehrerer dieser Wappenschilde mit, und erlaube mir, einige allgemeine Bemerkungen beizufügen, welche allerdings für den Heraldiker von Fach nichts Neues enthalten, aber manchem Freunde der edlen Heroldskunst unter den Lesern dieser Blätter doch nicht ganz unerwünscht sein dürften.
Ad I. Geweckte Schilde und Felder. Fig. 1. „Baiern“ (Nr. 18): ein von Weiß und Blau geweckter lediger Schild; Fig. 2. „Tek“ (Nr. 21): ein von Gelb und Schwarz geweckter lediger Schild[207]; Fig. 3. „Criech“ (Nr. 185): ein getheilter Schild, oben ein von Weiß und Schwarz gewecktes Feld, unten ein rothes Feld; Fig. 4. „Grünberg genannt Salzfaß“ (Nr. 559): ein schräg getheilter Schild, oben ein wachsender rother Leopard, unten von Weiß und Blau geweckt.
Ad II. Wecken als Figuren. Fig. 5. „Friberg“ (Nr. 153): im blauen Schilde 3 weiße Wecken[208]; Fig. 6. „Egkher“ (Nr. 359): von Schwarz und Weiß getheilter Schild mit 3 weißen Wecken im schwarzen Felde; Fig. 7. „Schaler“ (Nr. 389): im rothen Schilde 5 (schrägbalkenartig) schräg an einander gestellte weiße Wecken[209]. Bei Blasonierung eines mehrfarbigen heraldischen Musters kann von einer Tinktur des betreffenden +Feldes+ eben so wenig die Rede sein, wie von +Figuren+ und von einer bestimmten +Zahl+ der einzelnen Plätze, die sich ohnehin mit der Schildform beliebig verändert.
Beide Tinkturen haben ganz die gleiche Eigenschaft; denn sie sind organisch zu dem betreffenden heraldischen Muster miteinander verbunden und bilden zusammen nur eine zusammengesetzte Tinktur, gehören somit ebenso zu den „ledigen Wappen“, wie die mit einer einzigen Tinktur (ohne Figur)[210].
Es gibt aber auch +Wappenbilder+ von +zusammengesetzter+ Tinktur.
Der Adler im Wappen von „Maͤrhern“ (Mähren, Nr. 81) ist z. B. weder ein weißer Adler mit rothen Würfeln, noch ein rother mit weißen Würfeln oder Schach, sondern ein von Weiß und Roth geschachter Adler.
Alle heraldischen Pelzmuster sind +zusammengesetzte+ Tinkturen kat’exochän; z. B. der Adler im Wappen von „Froburg“ (Nr. 28) und der Fürstenberg’sche Schildrand (Nr. 37) von weiß und blauem Kürsch, und der öttingen’sche Schildrand (Nr. 29) von gelb und rothem Kürsch. So sind auch die beiden kreuzweise über den rothen Schild der „Gutenberg“ (Nr. 91) gelegten weiß und blauen Streifen keine weißen Streifen mit blauen „Eisenhütlein“[211], sondern einfache Pelzstreifen.
Ebenso verhält es sich mit allen heraldischen Mustern[212]. +Daher ist das bayerische Stammwappen einfach ein von Weiß und Blau geweckter lediger Schild.+ Es kann also eben so wenig von blauen Wecken im weißen Feld oder umgekehrt die Rede sein, als von einer bestimmten Zahl von Wecken (resp. Felderlein oder Plätzen), oder von Bezeichnung einer der beiden Tinkturen als „Hauptfarbe“[213].
Wenn früher dieses Wappen als „blaw und weiß Wegk“ blasoniert wurde, so beweist das nur, daß beide Tinkturen +zusammen+ das Wappen bildeten. Wenn aber damals und später von einer bestimmten +Zahl+ von Wecken die Rede ist, so ist das eben einfach einer jener heraldischen Verstöße unserer +deutschen+ Heraldiker, über welche eine wissenschaftlichere Kritik längst den Stab gebrochen hat.
Schon vor anderthalb hundert Jahren sagte Trier: „Die Hertzoge zu Bayern führen schrägrechts von Silber und Blau geweckt. Die Zahl der Reyhen wird bey dem Geweckten im Blasoniren nicht benamet, zuweilen aber zehlet man die Felderlein,[214] doch ist die Zahl derselben selten ausgemacht. Zum Exempel in gegenwärtigem hertzoglichen Bayrischen Wapen wird von vielen die Zahl der Felderlein auf ein und zwantzig gesetzt. Die Menge aber der Münzen und anderer Monumenten, wo diese Zahl nicht beobachtet worden, zeiget, daß es dißfalls willkührlich sey;“ und O. T. v. Hefner sagt[215]: „daß man die einzelnen +Weken+ gezält habe, dafür finde ich nur ein Beispiel im Wappenbriefe der Stadt Gundelfingen vom Jahre 1462, wo es heißt: „etc..... den dritten Tailn des Wappens Bayerland, das sind siben blaw und weiß Wegk“ (siehe mein Wappenwerk, I. 1, S. 15). Aber hundert bayerische Siegel und Wappen geben Beweis, daß man es mit den 21 Weken nie so genau genommen habe.“
Schließlich will ich noch bemerken, daß die besäeten und bestreuten Wappenschilde (+ohne+ oder +mit+ einem eigentlichen Wappenbilde) auch unter die heraldischen Muster gerechnet werden können, da die +Zahl+ der Bilder auch bei ihnen willkürlich ist und sich nach der Größe und der Form des Schildes richtet. Es wird wol keinem Kenner einfallen, im alten Wappen von Frankreich (Nr. 13) -- (d’azur semé de fleurs-de-lys d’or,) die +Zahl+ der Lilien anzugeben, oder in dem Wappen von „Klingen“ (Nr. 138) die 10 Schindeln als feststehende +Normalzahl+ -- dieselben für +dieses+ Wappen annehmen zu wollen[216].
+Kupferzell.+ F.-K.
Zur Geschichte der Giesserfamilie Hilger in Freiberg.
Der Görlitzer Magistrat schreibt am 24. Juni 1521 an den Glockengießer +Andreas Hilliger+ zu Breslau einen Brief folgenden Inhalts: Nachdem wir wegen der Glocke (für die Peterskirche) mit Euch haben reden lassen, haben wir unserem Diener Fabian befohlen, Euch Kupfer und anderes Zubehör zu beschaffen. Auch findet Ihr inliegend (es ist aber nur das Concept des Schreibens im lib. missiv. erhalten!) der Stadt Wappen mit etzlichem Texte zu St. Peters Bilde. -- Der Name Hilliger ist unzweifelhaft nur eine andere Form für den obigen Zunamen, als deren Träger Lübke (deutsche Renaissance II, S. 783) zuerst die Brüder +Wolf+ und +Oswald+ zu Freiberg zum Jahre 1545 als Hersteller der großen Dedications-Tafel von Bronze in der Torgauer Schloßkirche laut Inschrift anführt. In Rücksicht auf den Zeitabstand dürfte nunmehr in dem Meister Andreas der Vater jener Künstler zu suchen sein, der gewiß nur vorübergehend seinen Aufenthalt in Breslau genommen hatte. Die Vermuthung stützt sich auf folgende Angabe der Görlitzer Rathsannalen (Script. rerum Lusaticarum III, S. 425), wo es zum Jahre 1516 heißt, daß der Rath im Einverständniß mit den Kirchenvätern eine neue Glocke für St. Peter einem +Kannengießer von Freiberg+ angedingt habe, welcher den Guß derselben durch seine zwei Söhne am 26. September d. J. im Parchen jenseits des Frauenthurmes habe ausführen lassen. Sie wog 165 Centner, und von je einem bekamen die Verfertiger 2 Mark Görlitzer Währung. Man ist versucht, die drei Ungenannten für Andreas, Wolf und Oswald Hilger zu halten, welche letztere beide nach anfänglich handwerksmäßigen Leistungen zur wirklichen Künstlerschaft sich werden aufgeschwungen haben.
Im Breslauer Zeughaus befand sich ein Geschütz von 87 Centnern, genannt die alte Sau. Es trug die Inschrift: „Hilf Gott aus Noth, der Junge ist todt.“ Von dem Gießer +Michael Heiliger+ (sic!) aus Meißen, welcher den Guß desselben 1543 vollzog, weiß die Sage Aehnliches zu erzählen, wie von dem Meister der Sünderglocke zu Breslau.
+Bunzlau.+ +Dr. Ewald Wernicke+.
Verantwortliche Redaction: Dr. +A. Essenwein+. Dr. +G. K. Frommann+.
Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in Nürnberg.
Gedruckt bei +U. E. Sebald+ in Nürnberg.
Mit einer Beilage.
BEILAGE ZUM ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.
1880. Nº 8. August.
Chronik des germanischen Museums.
+Nürnberg+, den 15. August 1880.
Von Sr. Kgl. Hoheit dem Fürsten Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen sind wir durch ein sehr anerkennendes Schreiben und die Benachrichtigung erfreut worden, daß Höchstderselbe seinen Jahresbeitrag von 200 auf 300 m. erhöhte.
Die jüngst in Tegernsee verstorbene Wittwe des langjährigen Sekretärs des Prinzgemahles Albert v. England, Frau Dr. Prätorius, geb. Gräfin Pappenheim, hat dem germanischen Museum die Bibliothek ihres Gemahles, nebst einigen Handzeichnungen und Aquarellen, vermacht. Dieselbe wurde bereits übernommen, und es ist auf diese Weise unserer Bibliothek wieder ein Zuwachs von etwa 1200 Bänden geworden.
Unsere Gipsabgußsammlung hat wieder warme Unterstützung gefunden. Die Bürgermeisterei-Verwaltung der Stadt Straßburg hat veranlaßt, daß das Frauenwerkstift die beiden herrlichen Figuren des alten und neuen Bundes vom südlichen Querschiffe des Münsters als Geschenk für das Museum anfertige. Zur Herstellung sonstiger Gipsabgüsse hat Herr Architekt Karl Freiherr v. Haller 500 m., Herr Fabrikbesitzer Schmidmer 150 m. gespendet.
Herr G. J. Schweers in Bremen hat zur Verwendung für die Kunstsammlungen 100 m. gespendet.
Ihren Beitritt zur Förderung des Saals der landesfürstlichen Städte haben angemeldet die Stadtgemeinden Brünn und Offenbach.
Für das Handelsmuseum wurden neuerdings Antheilsscheine gezeichnet von den Herren und Firmen: Württ. Cattunmanufactur in Stuttgart 1, Martin Fels, kais. deutscher Consul in Corfu 2, Großhändler Moritz Gröbe in Prag 2, Eduard Hallberger in Stuttgart 2, Haueisen und Reyscher in Stuttgart 1, F. C. Kapff in Stuttgart 1, E. Keßler in Eßlingen 1, Commerzienrath Rud. Knosp in Stuttgart 1, G. Kuhn in Berg 1, Reichstagsabgeordneter und Herrschaftsbesitzer Ludw. Frh. v. Oppenheimer in Klein-Skal (Böhmen) 1, Eug. Rall und Jäger in Stuttgart 1, Großindustrieller Viktor Riedl von Riedenstein in Prag 1, Gg. Schöttle in Stuttgart 1.
Ferner sind dem Handelsmuseum folgende kleinere Geldspenden zugegangen: F. W. Brauer in Stuttgart 5 m.; Friedr. Bührer in Biberach 5 m.; J. Duderstadt in Eßlingen 2 m.; Tuchfabrik Eßlingen 5 m.; Stuttgarter Glasversicherungs-Aktiengesellschaft 5 m.; G. Hartenstein in Cannstatt 20 m.; Hausen und Heymann in Stuttgart 5 m; Julius Krämer in Stuttgart 5 m.; M. E. Kromwell in Nürnberg 5 m.; Paul Kurtz in Stuttgart 5 m.; Karl Martz in Stuttgart 5 m.; N. N. in Eßlingen 5 m.; Jakob Nachod in Leipzig 20 m.; A. Ritter und Cie. in Eßlingen 5 m.; L. W. Rosenstein in Stuttgart 10 m.; L. Schaller in Stuttgart 5 m.; Buchhändler Schreiber in Eßlingen 5 m.; Buchdruckereibesitzer und Verlagsbuchhändler U. E. Sebald in Nürnberg 40 m.; Albert Starker in Eßlingen 5 m.; Strauß und Co. in Cannstatt. 10 m.; L. W. in Eßlingen 5 m.
Seit Veröffentlichung des Verzeichnisses in der vorhergehenden Nummer wurden folgende neue +Jahresbeiträge+ angemeldet:
Von =öffentlichen Kassen=: =Markt Heidenfeld=, Distriktsgemeinde, (statt früher 18 m.) 20 m. =Neustadt a/S.=, Distriktsgemeinde, (statt früher 20 m.) 25 m. =Wurzach=, Stadtgemeinde, 3 m.
Von =Privaten=: =Bautzen=. Richard Petri, Kaufmann, 2 m.; Reinhardt, Kupferhammerwerksbesitzer, 3 m. =Bremen.= Dettmar Alex. Bromberg, Kaufmann, 5 m.; K. Friedr. Christ. Buff, Kaufmann und Senator, 5 m.; Dr. med. Wilhelm Lebr. Göring 5 m.; Karl Joh. Klingenberg, Schiffsmakler, 3 m.; Dan. Dietr. Knoop, Kaufmann, 5 m.; Dr. jur. Steph. Aug. Lürmann, Senator, 10 m.; Heinrich Meier, Weinhändler, 3 m.; Edmund Pavenstedt, Privatmann, 5 m.; Dr med. Ph. Friedrich Max Schäffer 5 m. =Dennenlohe.= Karl Ganzer, Lehrer, 1 m.; Gottlieb Freiherr von Süßkind 6 m. =Dinkelsbühl.= Hans Deininger, Pharmazeut, 2 m.; Oskar Eichhorn, k. Gerichtsschreiber, 1 m. 70 pf.; Karl Wagner, pens. Lokomotivführer, 2 m. =Dürrwangen.= Theod. Häfele, kgl. Pfarrer, 2 m.; Jos. Ant. Mack, Privatier, 2 m.; Xav. Riedmüller, Bierbrauer und Gastwirth, 1 m. 50 pf. =Erlangen.= Dr. W. Heinecke, Universitätsprofessor, 10 m. =Kleinlellenfeld.= Frhr. von Pechmann, k. Forstgehilfe, 3 m.; Konrad Prager, k. Oberförster, 3 m. =Königshofen.= Leonh. Beyler, Bierbrauer und Gastwirth, 1 m. 50 pf. =Kronstadt i. S.= Alb. Rheindt, Gymnasialprofessor, 1 m. =Lehengütingen.= Heinr. Grün, k. Pfarrer, 1 m. =Rochlitz.= Heer, Diaconus, 3 m.; Lobe, Amtsrichter, 2 m. =Schopfloch.= Otto Förtsch, k. Pfarrer, 1 m. =Stadtsteinach.= Ordnung, k. Bezirksamtmann, 2 m.; Schlegler, k. Oberamtsrichter, 1 m., Tittel, Lehrer, 1 m.; Zink, k. Bezirksamtassessor, 2 m. =Wassertrüdingen.= Ludw. Bartholomä, Kaufmann, 2 m.; Gg. Mich. Funk, Lehrer, 1 m.; Erhard Hirschmann, Präparandenlehrer, 2 m.; Christn. Kaußler, Hafnermeister und Magistratsrath, 2 m.; David Kohn, Kaufmann und Magistratsrath, 2 m.; Friedrich Löhrl, Präparandenhauptlehrer, 2 m.; Stephan Rösch, Lehrer, 1 m.; Theod. Wörlein, Präparandenlehrer, 2 m.; Wilh. Wörner, Kantor, 1 m. =Wilburgstetten.= Gottfr. Wallner, kgl. Pfarrer und Distriktsschulinspektor, 2 m.
Als +einmaliger Beitrag+ wurde folgender gegeben:
=Kronstadt i. S.= Frieda Lasset, Professorstochter, 1 m.
Unsern Sammlungen giengen ferner folgende Geschenke zu:
I. Für die kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen.
(Nr. 8333-8341.)
=Bunzlau.= Dr. +E. Wernicke+: 5 verschiedene Kupfermedaillen des 19. Jahrh. -- =Dresden.= +Richter+, Bibliotheksekretär: Silberner Beschlag eines Pfeifenkopfes mit Allegorie auf die Niederlage Napoleon’s I. -- =Feucht.= +Höflich+, k. Oberförster: Mit getuschten Bildern und Ornamenten gezierter Jägerbrief vom Jahre 1740. -- =Hamburg.= +Joh. Paul+: Ein Bockspiel vom 18. Jahrh. Ein Reifrock vom 18. Jahrh. -- =Nürnberg=, +Fr. Hertel+, Kaufmann: Eine Schachtel voll falscher Münzen. +Leykauf+, Briefträger: Verzierter Arbeitsbrief der Straßburger Strumpfwirker vom 18. Jahrhundert. +M. Richter+, Kaufmann: Kgl. sächsischer Doppelthaler von 1858 mit Stempelfehler. +Sabine Zagel+, Buchhalterswittwe: Zwei Arbeitsbriefe mit Verzierungen in Kupferstich. -- =Schwechat.= +Aug. Hauck+: 3 römische Münzen. -- =Zwickau.= +Mensing+, Studiosus: 20 kleine Kupferstiche mit Darstellungen aus der Geschichte der Reformation und der Salzburger Emigration. +Color.+ Pergamentdrucke. 18. Jahrh.
II. Für die Bibliothek.
(Nr. 41,402-41,483.)