500 Ratsel Und Ratselscherze Fur Jung Und Alt Ein Bringmichraus

Chapter 3

Chapter 33,829 wordsPublic domain

Ich zog als S zum Kampfe aus Und kam, als P, davon nach Haus; Mein Herr, dem ich einst Feind gewesen, Hat drauf zum Helfer mich erlesen.

242.

Es möge vor des Ersten Wüten, Der Herr die Länder stets behüten! Verändert wird es dorthin zeigen, Wo nach des Tages Stundenreigen Die Stunde scheidend uns entschwindet, Der Abendstern die nahe Nacht verkündet.

243.

Mit W ist's immer zu beachten, Weil's nutzbar, folgenreich und schwer; Mit N als wertlos zu betrachten, Weil nutzlos ist, gehaltlos, leer.

244.

Mit H eilt's; Mit R weilt's; Mit M nährt's; Mit L beschwert's; Mit M ragt's; Mit G Dank sagt's.

245.

Mit B, was der Sieger gewinnt. Mit H, was schnell verrinnt.

246.

Sicherlich hast du, mein Freund, das Wort, das ich meine, im Antlitz; Vorn ein Zeichen hinweg, nennt es dir schnell einen Fluß.

247.

Mit »a« ein Vogel, dessen »Lieder« So einfach sind wie sein Gefieder. Mit »e« ist's eine Pflanze wert, Mit »o« von Damen oft begehrt, Mit »ü« such mich als Pflanze wieder.

248.

Sieh' ein Hauch trübt immer die glänzende Fläche des Stahles Und verwandelt den Glanz in den verderblichen Rost. So auch wandelt ein Laut das Sinnbild der Reinheit und Unschuld In das Sinnbild von Schmutz, Laster, Verderben und Schuld.

249.

Ein Andres ist's -- Jahr aus, Jahr ein -- An jedem Tag mit D; An einem Binnenmeere ist's Ein Hafenort mit B. Wo immer nur der Mensch auch weilt, Mit F bestimmt es ihn ereilt.

250.

Mit P bestimmt's den Wert der Ware, Mit G zählt es stets viele Jahre, Mit K hat's niemals Spitzen, Ecken -- Nun such' die Lösung zu entdecken.

251.

Mit »e« ist es im brit'schen Land Als eine Münze wohlbekannt; Mit »o«, ein munterer Gesell, Läuft auf vier Beinen er gar schnell.

252.

Mit P ein Tier, Mit T ein Land! Ist Beides dir Vielleicht bekannt?

253.

Mit einem »r« am Schluß Ist es ein deutscher Fluß; Doch eine deutsche Stadt Wenn's »l« am Ende hat.

254.

Mit Gr, ein Ort, wo selten Licht erscheint, Mit R, der Ruhe, der Gesetze Feind, Mit M, ein kleines Tier, des Lichtes Freund, Mit L, ein Mädchenname schön und hehr, Mit Fl, durchfurchet es das weite Meer.

255.

Ist hart sein drittes Zeichen, dann Trägt oftmals man sehr schwer daran, Doch wenn sein drittes Zeichen weich, Ist's lieb dem Hungrigen sogleich.

256.

Mit »e« hat's jedes Menschenkind, Der seines Hauptes Schmuck büßt' ein. -- Mit »a« jedoch nur der allein, Wer sagt die Lösung mir?

257.

Mit »a« ist's eine Stadt im deutschen Lande, Mit »e« erscheint's, sobald die Nacht verschwindet, Mit »o« ist es als gute Frau bekannt, Mit »ö« ist es ein Ort voll Glut und Brand, Mit »ü« es schützend um den Leib sich windet.

258.

Wirfst in ein Wasser du zwei »p« hinein, Wird's warm und trocken deinen Füßen sein.

259.

Mit B lebt es in Teich und Fluß, Mit F dem Auge bringt's Genuß, Mit G sieht's froh der Landmann stehen, Mit N läßt's stolz der Krieger sehen.

260.

Ich kenne einen schönen Namen, Es führen ihn viel schöne Damen. Läßt du sein erstes Zeichen fort, So nennt ein Lied das neue Wort; Doch fügst in ihn ein »n« du ein, Wird's auf dem Meer zu finden sein.

261.

Mit »n« da ist's ein wichtig Ding, Und niemand schätze es gering: Wer es nicht pfleget immerdar, Der bleibet es mit »r« fürwahr.

262.

Mit P muß es gar vieles drücken, Mit T so manche Kleidung schmücken; Mit K wächst es in meinem Garten; Es gibt darum verschiedene Arten. --

263.

Es bringt mir oft im Frühjahr Die Gattin ein Gericht, Das ist nicht allgewöhnlich Und oft bekomm' ich's nicht. Sie hängt ein einzig' Zeichen, Ein »d« der Speise an: Freut sich, wenn sie vom Gärtner Dafür sie kaufen kann.

264.

Gar mancher sucht es auf des Meeres Grund, Und wer es bekommt, dem ist köstlich der Fund. Seines Kopfes beraube nun dieses Wort Und such' es am Wasser, es findet sich dort!

VII. Homonym:

Dasselbe Wort hat verschiedene Bedeutung.

265.

Man läßt ihn sprechen; Man läßt ihn stechen; Es ist ein Vogel Und ein Gebrechen.

266.

Er läßt sich jagen in die Flucht; Sie aber ist 'ne süße Frucht.

267.

Du findest mich im Ungerland Als eine wohlbekannte Stadt; Doch auch im lieben Vaterland, Wo mich fast jede Stube hat.

268.

Wie heißt der Befehl, den die Krieger vollziehen? Er hat einem Tonstück den Namen verliehen.

269.

Keine Maschine, Der ich nicht diene. Ein Dichter ist's Im andern Sinn.

270.

Ein schöner Baum mit hohem Stamm, Ein Philosoph und weiser Mann.

271.

Als Pflanze seine Schwestern eng umgeben, Als Werkzeug kann es große Lasten heben.

272.

Es ist ein Fluß im deutschen Land; Auch hat's der Kutscher häufig in der Hand.

273.

Als Krankheit bringt es viele Qualen; Als Fluß durchwandert es Westfalen.

274.

Wirst du es von andern, Weiß man deine Schwere; Bist du es den andern, Schätzen sie die Ehre.

275.

Bald ist es eine Frucht, die jeder gern genießt, Und bald ein deutscher Strom, der sich ins Meer ergießt.

276.

Was ist denn das für ein kurioses Ding: Ein Buch ist es, ein Berg, ein Kleiderstoff Und auch ein Schmetterling.

277.

Im Blumengarten erfreue ich wohl jedermann; Doch zeige ich in anderem Sinn auch Trauer an.

278.

Korn wird mit ihnen rein gemacht, Und eines gibt mit ihnen acht.

279.

Gar vielen dient's als angenehme Speis, Und ist doch eine Stadt im Schwarzwaldkreis.

280.

Im Norden ist's ein deutscher Fluß, Auch drückt man drauf gar manchen Kuß.

281.

Ich bin bestimmt den Tod zu bringen, In Jägers und in Kriegers Hand; Doch mit dem finstern Tod zu ringen, Werd ich vom Arzte angewandt.

282.

Du findest uns hoch oben und zwar im kalten Nord Und auch bei jedem Schneider siehst du uns auf mein Wort.

283.

Mein Bruder, der Jurist, studiert es treulich, Mein Vetter, der Tourist, bestieg es neulich.

284.

Was eines Dichters Meisterstück, Macht jedermann im Augenblick.

285.

Ein Stoß von mir: Du läufst davon! Ein Stoß in mich Gibt hellen Ton.

286.

Kaleschen sind's und Kutschen, Denk ich's als Mehrheit mir; Begleit ich dich auf Reisen, Bin ich's als Einheit dir.

287.

Mancher Käse wird es, Eh' man ihn genießt, Und das gleiche Wörtchen Jeder Gauner ist.

288.

Vom Feldherrn wurden wir's, Als wir gen Frankreich zogen; Wer's wird bei 'nem Geschäft, Ist ganz gewiß betrogen.

289.

Ein Zahlwort ist's, an allen Tagen Wird's pünktlich auf der Uhr geschlagen; Ein Hauptwort, das oft manchen traf, Als große, ja die größte Straf; Doch muß man auch, damit das Leben Gesichert sei, es immer geben.

290.

Bei Fehlern soll man's tun, schreibt man es klein; Doch schreibt man's groß, wird's eine Insel sein.

291.

Läßt man's in einem Wort, dann ist's Ein Geistlicher, doch kein Christ. Macht man jedoch zwei Wörter draus, Liegt es verächtlich vor dem Haus.

292.

Schreibt sich mein Wort am Anfang klein, So muß es jeder Kaufmann tun. Groß aber zeigt es mancher Hain, Und herrlich läßt sich's drunter ruhn.

293.

Ist's Zeitwort, muß ich's unbedingt, Wenn ich Gewinn erstrebe. Als Hauptwort schaff' ich's gleich mir an, Wenn ich als Rentner lebe.

294.

Es wäre roh, mich aus den Augen setzen; Drum nimm du mich, wenn's gilt mich zu verletzen; Auf mich zu geh'n ist manchem Passion, Wird auch nicht immer Beute ihm zum Lohn.

295.

Ist, was du schufst, mein Rätselwort, Sind Gold und Ehre dein, Hat, was du liebst, mein Rätselwort, Wie gramvoll wirst du sein!

296.

Groß -- machst Jagd du wohl darauf, Wird es gar zu keck, Klein -- kommt deren muntre Schar Flink damit vom Fleck.

297.

Bin zwar oftmals sehr verschlossen, Ohne daß man falsch mich nennt; Doch hat's manchen stark verdrossen, Und er klopft ganz vehement.

Wer wohl könnte hoch mich schätzen, Der ich aller Weisheit bar, Und nur dummes Zeug kann schwätzen? Nur ein Dummer, das ist klar.

298.

Einen Makel, einen Ort, Zeigt dir an dasselbe Wort.

299.

Einst kroch ich, ein Gewürm am Boden, Da mußten Reiter mit mir streiten, Jetzt steig ich herrlich in die Lüfte, Doch folg ich eines Knaben Leiten.

300.

Als Knabe bin ich oft gegangen, Hinaus mit jugendfrohem Sinn, Und habe dort zum Scherz gefangen, Was ich nun selbst geworden bin.

301.

Eh' du nur wußtest, was ich bin, Hast du mich längst gemacht; Bald sprichst du mich, bald schreibst du mich, Manchmal mit viel Bedacht. Ob groß, ob klein, der Menschengeist Spricht immerdar aus mir -- Und doch macht leichter mich als du, Und schneller manches Tier.

302.

Welches Wort von vorne genommen, Bleibt dir gleichfalls umgekehrt, Immer in der Not willkommen Und von ganz demselben Wert?

303.

Ich wollt es tun, drum ging ich schleunigst hin, Fand dort -- verdoppelt -- es nach meinem Sinn.

304.

Wo es als Änderung erscheint, Ist ew'ger Unbestand gemeint; Doch wenn man es bezahlen muß, So ist's oft eine harte Nuß.

305.

Wenn auch nicht im Werte gleich Manchem Stein', an Feuer reich, Bin ich deshalb dennoch wert, Daß man meinen Nutzen ehrt.

Aber auch wenn unverhofft Leid und Unglück kommen oft, Hast du nötig meine Kraft, Die dir Mut und Trost verschafft.

306.

Mich hat der Mann -- ich bin ihm gar lieb! Mich hat die Feder, die einst mit mir schrieb, Mich hat der Schlüssel, der Türen schließt, Mich hat die Muschel, die man genießt.

307.

Ich nenne einen Staatsrat dir; Doch läßt sich's weich auch ruh'n auf mir.

308.

Ein kleiner Fluß im märkischen Land Und eine schöne Eigenschaft Sind dir mit gleichem Wort bekannt.

309.

Einstens sang sie's zum Entzücken; Da sie's ist, will's nimmer glücken.

310.

Als Hauptwort zeigt es dir hinieden Die Leiter, die zum Himmel führt. Es stärkt den Menschen, gibt ihm Frieden, Wenn er sein Teuerstes verliert.

Doch wird's zum Zweiten sich gestalten, Und änderst du der Worte Ton, Ist eine Mahnung drin enthalten, Zu frommer Pflicht, die reich an Lohn.

311.

Einmal ist es mehr als dicht, Einmal der in Versen spricht.

312.

Mit Jubel wird es stets vernommen, Daß viele auf die Tafel kommen; Denn sollt' das eine nicht behagen, So paßt ein and'res für den Magen. Wohl niemand mag vor ihm erscheinen, Denn viele straft's, verschont nicht einen. Und willst du jemand dort verklagen, So mußt vielleicht die Kosten tragen.

313.

Als ein Gefäß, bald groß, bald kleiner, Hier etwas schmutzig, dort viel reiner, Bin ich allüberall, mein Kind, Wo Bäcker und wo Fleischer sind. Doch doppelt bin ich aufgewachsen Als Fluß im Land der lieben Sachsen.

314.

Wie ist das doch so sonderbar: Es sitzt in sich -- ist euch das klar? Und sitzt's in sich, um sich zu pflegen, Ist's oft in sich, um sich verlegen.

315.

Er ist dem Kaufmann stets willkommen, Weil er Verdienst und Nutzen bringt; Sie wird nur dann gern aufgenommen, Wenn freudig sie und tröstlich klingt.

316.

Du hast es und wünschest es stets zu behalten, Und doch wünschest stets du es nicht zu erhalten.

317.

Im freien Felde lauscht wohl mancher ihr; Doch fang sie nicht, mein Freund, man flieht sonst vor dir!

318.

Wird es mit Wasser dir gegeben, So kann es retten Leib und Leben; Doch setzt man ihm noch Feuer zu, Dann bringt es oft die ew'ge Ruh.

319.

Mit »Der« schmückt es die Frühlingsflur Und trägt die Farbe der Natur. Mit »Das« zeigt es die wilde Kraft Des Wahnsinns und der Leidenschaft.

320.

(Männlich.) Meuchelnd spring ich Aus dem Hinterhalt hervor.

(Sächlich.) Schmeichelnd kling ich Jedem Künstler in das Ohr.

321.

Ein Segler der Lüfte Trägt er die Taube Hinweg zum Raube. Ein stolzer Dampfer Durchkreuzt er die Meere Zu Deutschlands Ehre.

322.

Will segeln das Schiff in das wogende Meer, Dann darf ich nimmermehr fehlen, Es käm' ohne mich wohl schwerlich ans Ziel, Darauf ist ganz sicher zu zählen. Es kann ohne mich auch bestehen kein Staat, Das bleibet ein Satz unbestritten. Doch trotzdem daß nimmer entbehrlich ich bin, Bin häufig nicht gut ich gelitten. Und segelst ins neue Jahr du bald ein, Und fühlt deine Seele ein Bangen, Laß Gott stets, was ich benenne, dir sein, Wirst sicher ans Ziel du gelangen.

323.

Was mancher Mann und manche Frau Schon oft gewünscht sich hat, Das sagt und zeigt dir ganz genau Von jedem Buch das erste Blatt.

VIII. Sinnrätsel:

Das Wort soll nach seinem verschiedenen Sinn erraten werden.

324.

Den Reichen bin ich nie, den Armen oft beschieden; Wer mich entbehren muß, ist wieder nicht zufrieden.

325.

Der arme Tropf Hat einen Hut und keinen Kopf Und hat dazu Nur einen Fuß und keinen Schuh.

326.

Du hast sie schon gesehen; Sie schlägt und hat doch keine Hand; Sie geht und bleibt doch stehen; Sie steht und hängt doch an der Wand.

327.

Ein Nebenfluß vom Rhein, Kann nimmer fern dir sein.

328.

Ohne daß ich Füße hätte, Eil' ich fort im schnellen Lauf, Höre Tag und Nacht nicht auf Und bin doch stets im Bette.

329.

Ein Haus, gar künstlich, klein und nett, Ist ohne Stuhl und Tisch und Bett; Indessen dem, der wohnt darin, Recht wohl behagt es immerhin.

330.

Es ist kein Haus, doch baut man es; Man ißt es nicht, doch kaut man es; Wenn man's nicht kaut, verbrennt man es. Ihr kennt es, sagt: Wie nennt man es?

331.

Er hat einen Kamm und kämmt sich nicht; Er hat zwei Sporen und ist kein Ritter; Er hat eine Sichel und ist kein Schnitter.

332.

Oft tritt man zwar mit Füßen mich, Doch heil ich Stoß und Schnitt und Stich.

333.

Mit Lasten beladen kann ich gehen; Nimm mir die Lasten, so bleib' ich stehen.

334.

Sobald du mich hast ausgesprochen, Hast du mich auch sogleich gebrochen.

335.

Rätst du mich recht, so hast du falsch geraten; Und rätst du falsch, so hast du recht geraten.

336.

Sehr wenig ißt man ohne mich, Und doch ißt nicht allein man mich.

337.

Was ist's, das übers Wasser geht Und doch dabei ganz ruhig steht?

338.

Könnt ihr mit zwei Zeichen aus unserm Alphabet, Mir einen Vogel nennen, den ihr gar häufig seht?

339.

Man legt bekanntlich Schuhe an, Damit man besser gehen kann; Doch welche werden angelegt, Damit sich etwas nicht bewegt?

340.

Feuer löscht sonst Wasserflut, Mich setzt Wasser erst in Glut.

341.

Füße hab' ich nicht zum Gehen, Nur zum Stehen, Und auf meinem Schoß hast du Bei so mancher Arbeit Ruh'.

342.

Ich bin nicht, ich war nicht, ich werde nicht sein. Du meinst wohl, ich scherze? Ich sage dir: nein! Ich stehe ja sichtbar vor deinem Gesicht; Und willst du mich suchen, so find'st du mich nicht.

343.

Es ist ein Wort, dreideutig dem Germanen; Einst war das _Erste_ furchtbar seinen Ahnen; Der schwere Zeiger der Geschichte rückt, Der Deutsche erbt das Zepter; ihr erblickt, Wie dem erwählten deutschen Sohne Im _Zweiten_ die gewicht'ge Krone Der Bischof auf die Stirne drückt. Es kreist im hochgewölbten Saale Das _Dritte_ bei dem Krönungsmahle.

(Hauff.)

344.

Zwei Eimer sieht man ab und auf In einen Brunnen steigen, Und schwebt der eine voll herauf, Muß sich der andre neigen. Sie wandern rastlos hin und her, Abwechselnd voll und wieder leer, Und bringst du diesen an den Mund, Hängt jener in dem tiefsten Grund, Nie können sie mit ihren Gaben Im gleichen Augenblick dich laben.

(Schiller.)

IX. Anagramm:

Durch Versetzung der Buchstaben wird ein anderes Wort gebildet.

345.

Ich bin ein Ding, zu heil'gem Dienst geweiht; Stellst du die Zeichen um, ein Priesterkleid.

346.

Kein Mensch lebt ohne mich; ist das nicht klar genug? So wißt: in mir steckt »Erbgut« und »Betrug«.

347.

Um sie zu erreichen, Mußt du Sieger sein; Versetzt man nun die Zeichen, Ist's eine Stadt am Rhein.

348.

Wie macht man aus den Worten »ach Ader« eine Charade?

349.

Der Landmann will's von seinem Feld; Wenn man zwei Zeichen nur verstellt, So will's der reiche Mann vom Geld.

350.

Brennholz liefere ich, daß im Winter es Wärme euch schaffe; Wechseln zwei Zeichen in mir, raube die Wärme ich euch.

351.

Sechs Zeichen euch nennen ein schleichendes Tier, Einheimisch, doch spärlich vorhanden. -- Vertauscht ihr den Kopf mit dem Fuße mir, Gleich sind Nagetiere entstanden.

352.

Das Erste wird sich auf die Zeit beziehen, Die Fische werden wohl das Zweite fliehen.

353.

Fließender Wasser Gebiete trennt's auf dem Rücken der Berge; Stehen die Wörter versetzt, ist es ein ätzendes Gift.

354.

Laß dir reichen Fünf der Zeichen, Ordne sie, dann wirst du haben Einen Namen für die Knaben; Doch wirst du die letzten beiden Von den ersten Zeichen scheiden Und sie an den Anfang stellen, Glänzt entgegen dir im hellen Schein vom Firmament, Was mein Wort jetzt nennt.

355.

Fünf Zeichen, die dir ein Gebirge nennen, Das als ein großes gibt sich zu erkennen, Tu mit geschickter Weise so verkehren, Daß du sie kannst mit Appetit verzehren.

356.

Nichts wär dem Landmann wohl fataler, Als wenn ich immer herrschen sollte, Was ich ihm auch nicht wünschen wollte. Durch Umtausch beider letzten Zeichen Mach' mich zu einem großen Maler, Wie wenige von Seines gleichen.

357.

Als ein Getränk bin ich bekannt, Doch wird mein Kopf als Fuß verwandt, Und liest man mich dann umgekehrt, So werd als Speise ich verzehrt.

358.

Ein Räuber ist's besonderer Art; Wenn man die Zeichen anders paart, Entstehet flugs ein Tier daraus, Das sieht sehr plump und häßlich aus.

359.

Mit dem Pfeil, dem Bogen, spiel ich nicht zum Scherz; Komme ich geflogen, ist mein Ziel das Herz. Steht mein Kopf am Ende, bin ich Königin; Süße Düfte sende ich zu dir dann hin.

360.

Ganz körperlos dahin ich schweben muß -- Drei erste Zeichen stell' mir nur zu Fuß, Nimm fort das vierte und in aller Eil' Verwandle ich mich in mein Gegenteil.

X. Akzenträtsel:

Je nach der Betonung der einzelnen Silben verändert sich der Sinn des Wortes.

361.

(Telegramm!) Mein -- V folgt heut unbedingt; V -- mich abends zu Euch bringt.

362.

Ist nicht V -- und losem Wesen Ein Mensch, der glücklich einst gewesen, Geworden zu dem ärmsten Mann? Mein Freund nimm dir ein -- V dran!

363.

Nur der V -- und Pflicht sich hält, Hat -- V auf den Dank der Welt.

364.

Ein guter -- V ist von Wert, Für jeden, der um Rat begehrt, Doch ist's V -- der Seltenheit, Wenn er erscheint zur rechten Zeit.

365.

Es herrscht die kummervollste Not, Ins Land getreten war der Tod Und hält erschreckend reiche Lesen. Ihr kennt der Krankheit -- V Wesen. Manch' Antlitz, noch am Abend rot, V -- am Morgen, und der Tod In wenig, aber bangen Stunden Hat neue Beute er gefunden.

XI. Kreuz- und Querrätsel:

Durch mehrfache Silbenverbindungen entstehen neue Wortbilder.

366.

1 | 2 --+-- 3 | 4

1, 2 erfreut im Sommer dich, 3, 4 zur Tonne stets gehört. Des 1, 4 Lied klingt schauerlich, 1, 3 den Frieden stört. Nimmst 4 du nur und dazu 2, So gibt es deren mancherlei.

XII. Rechenrätsel.

367.

Welch' Zahl wird immer selbes zählen, Selbst wenn man's auf den Kopf wird stellen?

368.

Welche Jahreszahl des nächsten Jahrhunderts ist eine Quadratzahl?

369.

Welche Zahl ist um 182 kleiner als ihr Quadrat?

370.

Wie entsteht aus der Zahl von 1 bis 10, jede derselben nur einmal gesetzt, die Zahl 100?

371.

Zu beweisen, daß 1 von 9 Zehn beträgt!

372.

Sohn, Vater und Großvater zählen 111 Jahre. Der Vater ist 24 Jahre älter als der Sohn, Der Großvater 30 Jahre älter als der Vater. Wie alt ist jeder?

373.

Zu beweisen, daß 20 - 22 = 88 ist!

374.

Zieht man von einer dreisilbigen Zahl 594 ab, so erscheinen die Ziffern der Zahl in umgekehrter Reihe.

Die erste Ziffer rechts ist zweimal so groß, als die zweite, diese zweimal so groß als die dritte.

Wie heißt die Zahl?

375.

Wie können die Ziffern 1 bis 9 in zwei Zahlen derart addiert werden, daß deren Summe = 100 wird?

XIII. Bilderrätsel:

(Rebus.)

Die Verse oder Sätze sind hier durch Figuren oder einzeln stehende Buchstaben und sonstige Zeichen ausgedrückt.

376.

Lärm Lärm Lärm Lärm Lärm Lärm 0 Lärm Lärm Lärm Lärm Lärm Lärm

377.

P.

378.

_t_ T, t _T_.

379.

W 1' N, n, n, N n, N, N, N.

380.

r R --- r. r

381.

War J D S War Mu War S S s 1' War

Dar Dar Haben Dar Dar

382.

r n

(Eine württembergische Eisenbahnstation.)

383.

e e e e e e e e, n, n n n, r r r r.

384.

f F f F f F f F Eh Eh eh eh f F F d Eh Eh Eh Eh R[1] eh eh eh eh

[1] »R« steht im gedruckten Buch auf dem Kopf. (Project Gutenberg)

385.

ung D i F N t L i C H M ung E ung K n ung

auch ----- i r N. mit

XIV. Arithmogryph:

(Zahlenrätsel.)

Die Buchstaben sind hier durch Ziffern vertreten.

386.

Wie man das Ganze schreibt, Sag, Arithmetiker, bestimmt, Wenn man 1/7 mir nimmt, Daß nur 1/8 bleibt!

387.

Geographisches Arithmogryph.

5 1 2 1 9 1 Stadt auf Kuba. 4 7 2 11 14 12 Berg im Kaukasus. 11 4 15 1 7 Stadt in Rußland. 8 1 3 11 6 3 Stadt in Spanien. 10 13 11 1 9 14 10 Meeresstraße. 9 1 9 13 4 12 Stadt in Frankreich.

(NB. Die erste und vierte senkrechte Reihe bezeichnet je einen Berg.)

XV. Trennungsrätsel:

Ein zusammengesetztes Wort soll in zwei Worte getrennt werden.

388.

Das Rätselwort, das aus 2 Silben besteht, Ist der Name eines Metalls. Wenn ihr beide mit je einem Fuß noch verseht, So nennt's zwei Bewohner des Stalls.

389.

Im Wasser tu' ich meinen Dienst, Doch werde ich geteilt, Nenn' zwei Gedichte Schillers ich dem Leser unverweilt.

390.

Fehlt's mir getrennt, dann wehe mir; Wie bald bin ich verloren! Vereint ist es mein Heimatland, In Zerbst bin ich geboren. --

391.

Wenn es getrennt dir fehlt, Bist du nicht angeseh'n -- Vereint läßt der Soldat Auf Posten es ergehen.

392.

Der Gourmand macht sich nichts daraus, Wer hungrig ist, dem schmeckt es fein. Und machst drei Teile du daraus, So ladet's dich zum Essen ein.

XVI. Wechselrätsel:

393.

Wenn des Wortes Zweite mit »h« fängt an, Einen Teil von Deutschland nennt es dir dann; Mit »st« baut es der Staat, die Stadt, Gar mannigfaltigen Zweck es hat. Mit »w« erscheint es vor Gericht; Am besten ist es, du brauchst ihn nicht.

394.

Mit »H« ein jedes Jahr es hat, Mit »Z« ist's eine alte Stadt.

395.

Mit »e« entsteht's durch Schießen, Mit »o« dient es zum Schließen; Mit »e« ein großes Loch im Stein, Mit »o« oft Steine hat's ganz klein; Mit »e« erfreut's den Kanonier, Mit »o« ist's aller Damen Zier. --

XVII. Ergänzungsrätsel:

Beigefügte Gedankenstriche weisen hier auf die fehlenden Worte hin.

396.

Wenn mit dem ersten Zug er -- Ist's -- ihn abzuholen; Er -- in wicht'ger Sache, um Sich -- bei uns zu holen.

(NB. Die fehlenden vier Wörter bilden ein Sprichwort.)

397.

Ich bin noch --, in vollen Zügen --, des Lebens mich zu freuen; Und werd ich --, will ich mich fügen: Was ich --, niemals bereuen.

(NB. Die fehlenden Worte bilden zusammen ein Sprichwort.)

XVIII. Zitatenrätsel:

398.