21 Jahre in Indien. Zweiter Theil: Java.

Part 44

Chapter 44833 wordsPublic domain

[206] Das weisse Fleisch der Cocosnuss giebt in der Küche eine sehr schmackhafte Zuspeise: das santen, aus welchem ein Brei, aber auch eine herrliche Torte bereitet wird. Durch Kochen und Verdampfen des santen wird das Cocosnussöl gewonnen, welches in Indien eine grössere Rolle als die Butter spielt.

[207] Vide 7. Capitel.

[208] In der malayischen Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nur auf den Gebrauch der Fürwörter; so wird z. B. das „ich“ des höher Stehenden aku und das „ich“ des Untergebenen saja genannt.

[209] Sie hat sehr viele sanskritische, arabische, persische und holländische Wörter.

[210] In der +javanischen+ Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nicht auf die Fürwörter, sondern erstreckt sich auch auf zahlreiche Haupt- und Beiwörter. Das Gewehr heisst z. B. in der hochjavanischen Sprache Sendjåtå und im Ngoko = bedíl.

[211] In Delft ist nämlich das Seminarium für indische Beamte.

[212] Kôwe = „du“ gegen einen Untergebenen; lu = „du“ mit verächtlicher Betonung.

[213] Vide Seite 92 ff.

[214] Aus diesem Jahrhundert sind mir zehn Ausbrüche dieses Vulcans bekannt, und zwar von den Jahren 1822, 1823, 1832, 1837, 1846, 1849, 1863, 1869, 1872 und 1894. Seit dem Jahre 1897 fehlt mir jede Nachricht über einen etwaigen Ausbruch des Merapi.

[215] Dr. +Franz Wilhelm Junghuhn+ wurde am 26. October 1812 in Mansfeld geboren und starb am 20. April 1864 in Lembang bei Bandong (Java).

[216] Chinesische Speisen.

[217] Diese Provinz ist 93,605 Quadrat-Meilen gross und zählte im Jahre 1893 6187 europäische, 19205 chinesische, 796 arabische, 1077 orientalische und 1407752 eingeborene Bewohner.

[218] De geneesheer in Nederlandsch Indie.

[219] Ein Gallenstein aus dem Bauche verschiedener Affensorten; er spielte früher unter dem Namen von Batu galiga auf Borneo als Exportartikel eine grosse Rolle.

[220] Periplaneta orientalis (?) = Schabe.

[221] Vide I. Theil, Seite 63.

[222] Auf dem Wege nach Salagatija passirten wir das Dorf Praguman mit den Ruinen jenes Tempels, welcher das Grab des Hundes enthielt, von welchem die „Kalangs“ abstammen sollen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein Nomadenvolk und wurden von dem damaligen Sultan von Mataram gezwungen, sich anzusiedeln. Bei der Theilung des Reiches im Jahre 1755 erhielten beide Fürsten ungefähr 3000 Familien. Ein Theil dieser „Kalangs“ von Solo wohnt gegenwärtig in der Provinz Samarang, welche eine grosse und mehrere kleine Enclaven von Solo besitzt. Warum diese „Kalangs“ noch gegenwärtig von den übrigen Javanen so verachtet werden, dass die Sagenwelt sie bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen lässt, ist mir unbekannt.

[223] Die ältesten Berichte über Java-dwipa (= Land, Sanskrit) finden wir bei Ptolemaeus, und der Name Java soll von der in Indien wild wachsenden Kernfrucht Panicum abstammen. Von der ursprünglichen Bevölkerung dieser Insel wird in den javanischen Chroniken (Babads) wenig, und von den alten Hindus auf dem Contingent nicht nur von diesen, sondern überhaupt von der Ansiedelung auf Java keine Erwähnung gemacht; so wie die Babads mittheilen, hat schon im Jahre 78 p. C. Prabu Djaja Baja eine grosse Colonie Hindus nach Java gebracht. Von den Chinesen war Fa Hien der erste, welcher (im Jahre 414) auf seiner Reise von Ceylon nach China Je-pho-thi = Java besucht hat. Die Araber scheinen zum ersten Male im Jahre 851 in Zabedj = Java gewesen zu sein.

[224] welches damals nicht nur sprachlich, sondern auch geographisch für eine separate Insel gehalten wurde.

[225] Einer der Schiffscapitäne gerieth in Gefangenschaft des Sultans von Pasuruan.

[226] Nach dem Erlöschen der unechten Burgundischen Linie fiel im Jahre 1580 Portugal an Spanien, um 60 Jahre später (1. December 1640) wieder selbständig zu werden.

[227] In der Nähe des heutigen Surabaya.

[228] Das heutige Batavia.

[229] Im September war er nach Grisé gekommen, wo seit 1602 eine niederländische Factory bestanden hatte und kurz vor seiner Ankunft von Seda Krapjak zugleich mit den Städten Grisé und Djaratan verwüstet wurde, und stiftete hierauf in Djapara eine Loge (Mai 1615).

[230] des Gouverneur-General de Carpentier, Nachfolgers von Koen.

[231] +Veth+, Seite 372.

[232] +Veth+, Seite 386.

[233] G.-G. Brouwer wurde wegen des Misserfolges dieser Gesandtschaft abberufen.

[234] = mit dem Kris (= Dolch) erstochen wurde.

[235] Im Jahre 1696 wurden von Adriaan van Ommen, Commandeur von Malabar, die ersten Kaffeebäumchen nach Java gesendet, und im Jahre 1712 kam die erste Ladung Javakaffee, 894 Pfund schwer, in Holland auf den Markt.

[236] Nach mohamedanischer Anschauung muss der Sultan frei von körperlichen Gebrechen sein.

[237] +Veth+, Seite 226.

[238]

Ein Kojang Reis in Batavia = 1667·555 Kilogramm. „ „ „ „ Samarang = 1729·316 „ „ „ „ „ Surabaya = 1852·839 „

[239] Von Hirundo esculenta; als Aphrodisiaca sind sie noch heute bei den Chinesen ein beliebter Handelsartikel.

[240] Im Jahre 1893 wurden um 71048·605 Gulden und im Quinquennium 1889-1893 315750·000, 367785·000, 463560·000, 425367·000 und 507490·000 Kilo Zucker exportirt.

[241] Sie hatte bereits am 9. Juli 1810 stattgefunden.

[242] Im Jahre 1893 betrug z. B. die Ausfuhr nach Amerika 24215·538 Gulden, nach Australien 5968·823 Golden. Der Gesammtexport erreichte die Höhe von 191361·780 Gulden.

[243] Zur Orientirung in den bereits besprochenen Fragen der Tropenhygiene dürfte eine Wiederholung dieses Inhaltsverzeichnisses vielen Lesern vielleicht nicht unwillkommen sein.

+Der Verleger.+