21 Jahre in Indien. Dritter Theil: Sumatra.
Part 25
[90] Alfred Maass bringt unter dem Titel: „Bei liebenswürdigen Wilden“ eine ausführliche ethnographische Beschreibung der Bewohner dieser Insel, von welchen bereits im Jahre 1561 Ptolemäus Venetia eine Karte herausgegeben haben soll.
[91] Meyers Conversationslexikon, Band 17, Seite 647.
[92] Vide I, Seite 132.
[93] Padang hatte im Jahre 1898 32,038 Einwohner, worunter sich 1805 Europäer, 4103 Chinesen, 121 Araber und 615 andere Orientalen befanden, und ist der Stapelplatz für den Ausfuhrhandel der ganzen „Westküste“ Sumatras. Die wichtigsten Exportartikel waren im Jahre
1890 1897 1898 1899 Kaffee 67000 72000 79000 81000 Pikols Rottang 23300 20696 12945 8356 „ Benzoe 4513 5156 3643 3213 „ Tabak 5730 8467 7316 7418 „ Copra 55615 43360 89297 63141 „ Häute 28843 43360 51985 47436 Stück.
Ich muss noch bemerken, dass diese Stadt 59′ 30″ unter dem Aequator liegt, ein warmes und feuchtes, aber nicht ungesundes Klima hat und im Jahre 1898 204 Regentage mit 4973 mm Regen hatte. Die Schwankungen der Temperatur betragen im Durchschnitt täglich 13° C.
[94] Vide II. Band, Seite 248.
[95] Für das Jahr 1902 wird von der Lidgerwood Manufacturing Comp. die Ernte des Gouvernementscaffee der ganzen Westküste Sumatras auf 37550 Pikols Javacaffee und 1200 Pikols Liberiacaffee geschätzt.
[96] Vide Band II, Seite 61.
[97] = Gott hat es gegeben (M.).
[98] Tapanuli ist 763,5 ☐M. gross und hatte (im Jahre 1897) ungefähr 300000 Seelen mit 306 Europäern und 1285 Chinesen.
[99] Padangsche Benedenländer sind 322,1 ☐M. gross und haben ungefähr 330000 Seelen mit 1888 Europäern und 5566 Chinesen.
[100] Die „Padangschen Bovenländer“ sind 409.6 ☐M. gross und haben ungefähr 737000 Seelen mit 479 Europäern und 1096 Chinesen.
[101] Der Ingenieur Verbeek entwirft von diesem Theile der Padangschen Oberländer folgendes geologische Schema: Fluss alluvium, Fluss diluvium, See diluvium, Meer diluvium, Eocen, Mergelschiefer, Conglomerate, Kohlen, Kiesel, Alter Schiefer Vulcanenmantel; Augit-Andesit-Basalt; Augit-Andesit-Pechstein; Basalt; Hornblende-Andesit-Pechstein; Diabaas, Proterobaas, Gabbro, Quarzporphyr, Syenit, Hornblende-Granit; Syenit-Granit.
[102] Wenn ich oben die höchsten Bergspitzen Sumatras mit ihren Namen anführte, kann ich nicht umhin, mit einigen Worten auch der hydrographischen Verhältnisse dieser Insel zu gedenken, welche ja zum grössten Theile durch die orographische Constellation bedingt sind.
Im allgemeinen zieht auf Sumatra die Wasserscheide von Nord-Westen nach Süd-Osten, d. h. parallel mit der grössten Länge der Insel (1710 Km.). Entsprechend der kleinen Entfernung von der Küste, haben die Flüsse der Westküste ein kleineres Flussgebiet als die der Ostküste, und in Uebereinstimmung mit den geologischen Verhältnissen haben die Flüsse der Ostküste ein stark geschlingertes Flussbett und münden meistens mit mehreren Mündungsarmen in das Meer. Das Deltaland ist auf der Westküste beinahe unbekannt.
Die Insel Sumatra besitzt nur sechs +grosse+ Seen: Den Tawarsee in Gross-Atjeh, den Tobahsee in den Battakländern, den Maninjusee und den Singkarasee im Gouvernement der Westküste, den See von Korinthi und von Bantan im Gebiet der Provinz Palembang.
[103] und nicht allein durch Handels- und Bergbau-Colonien.
[104] Das sind Kähne, welche von Menschen oder Pferden gezogen werden und gegenwärtig nur zum Transport von Waaren in Holland benutzt werden.
[105] Bis zum Jahre 1893 wurden nur 13 Eingeborene zum Christenthum bekehrt, während die katholische Missionsgesellschaft auf Sumatra 28 und auf der Insel Nias 11 Stationen besitzt.
[106] Der Import betrug im Jahre 1896 fl. 193000 und der Export fl. 79300.
[107] Seit ein paar Jahren befinden sich an ihrer Ostgrenze zwei neue Gesellschaften zur Gewinnung des dortigen Goldes.
[108] = Sehnenscheidenentzündung;
[109] = Athemnoth;
[110] = Entzündung der Augenschleimhaut;
[111] = Rachenkatarrh;
[112] = Halsentzündung;
[113] = Mandelentzündung;
[114] = Schlaflosigkeit;
[115] = Rötheln;
[116] = Nesselausschlag;
[117] = Abschuppung.
[118] +Badings+, malaiisch-holländisches Wörterbuch.
[119] In der medicinischen Zeitung von Batavia brachte er im Jahre 1896 eine +ausführliche wissenschaftliche+ Erklärung des folgenden Märchens: In Celebes sollen Männer leben, bei welchen der Penis sich +ganz+ in das Becken zurückzieht und die, wenn die Reposition nicht gelinge, daran sterben!! Auch der Berichterstatter Dr. X., Regimentsarzt in der indischen Armee, hatte keinen solchen Fall gesehen und glaubte dieses Märchen offenbar nur der Curiosität halber reproduciren zu müssen.
[120] 8° s. B. u. 127° ö. L.
[121] Vide II, Seite 21.
[122] Noch im Jahre 1894 erhielt ich von der Insel Lombok ein Buch, welches nur aus Lontarblättern bestand.
[123] Vide Allgemeen. Handelsblad vom 3. und 4. März 1902.
[124] Vide II. Theil, Seite 118-120.