Hymns from the German Translated by Frances Elizabeth Cox

Part 6

Chapter 63,909 wordsPublic domain

Man's the mark at which take aim, Like some game, Darts which death unerring plies; Though like cedar fair outspread, Soars his head, Felled by death, he lifeless lies: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.

Death is that which must befall Great and small; Banish trivial cares of earth: Far beyond the things of time Thou must climb, Wouldst thou win immortal birth: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.

Let thine heart oft contemplate That high state, Where no grief shall come, or pain: Let this theme thy soul employ, Heavenly joy, Wouldst thou once that joy obtain: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.

Ewigkeit.

Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.

O Ewigkeit! O Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Doch eilt zu dir der Menschen Zeit Gleichwie das kühne Pferd zum Streit, Nach Haus der Bot, das Schiff zum Port, Der schnelle Pfeil vom Bogen fort: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! O Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Gleichwie en einer Kugel rund Kein Anfang und kein End ist kund, So auch, o Ewigkeit, an dir Bleibt weder Ein- noch Ausgang für: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Du bist ein Ring, unendlich weit, Dein Mittelpunkt heisst Allezeit, Dein runder Umkreis Niemals heisst, Dieweil er nie kein Ende weist: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Es trüge wohl ein Vögelein Weg aller Berge Sand und Stein, Wenns nur käm alle tausend Jahr, Du Ewigkeit bleibst immerdar: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! So lange als Gott Gott wird sein, So lang wird sein der Höllen Pein, So lang wird sein des Himmels Freud: O lange Freud! o langes Leid! Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! O Mensch, oft deine Sinnen stell Zu denken an die Qual und Höll Und an der Frommen Herrlichkeit, Es währet beides ohne Zeit: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Wie schrecklich bist du in der Pein, Wie lieblich in der Freuden Schein! Hier Gottes Güte noch erfreut, Dort schrecket sein Gerechtigkeit: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Der hier gelebet arm und bloss, Ruht ewig reich in Gottes Schooss; Er liebt und lobt das höchste Gut In vollem Trost und Freudenmuth: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Ein Augenblick ist alle Freud, Dadurch man kommt in stetes Leid; Ein Augenblick ist alles Leid, Dadurch man kommt in stete Freud: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Verständig ist, der dich betracht, Des Fleisches Lust er leicht veracht; Bei ihm die Welt nicht Platz mehr findt, Die Lieb zum Eitlen bald verschwindt: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Wer dich besinnt, zu Gott so spricht: Hier brenn! hier schneid! hier straf und richt! Hier handle nach Gerechtigkeit! Verschon nur nach der Gnaden Zeit! Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Ich, Ewigkeit, ermahne dich, O Mensch, gedenk nur oft an mich; Denn ich der Sünder Straf und Pein, Der Gotteslieb ein Lohn soll sein: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!

Daniel Wülffer. 1617-1685.

Eternity.[1]

One day is with the Lord as a thousand years, and a thousand years as one day.

2 _St. Peter_, iii. 8.

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Yet onward still to thee we speed, As to the fight th' impatient steed, As ship to port, or shaft from bow, Or swift as couriers homeward go: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! As in a ball's concentric round Nor starting-point nor end is found, So thou, Eternity, so vast, No entrance and no exit hast: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! A ring whose orbit still extends, And, ne'er beginning, never ends; '_Always_' thy centre, Ring immense! And '_Never_' thy circumference: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Came there a bird each thousandth year, One sand-grain from the hills to bear, When all had vanished, grain by grain, Eternity would still remain: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! As long as God shall God remain, So long shall last hell's endless pain, So long the joys of heaven shall be; O long delight! long misery! Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! O man! let oft thy musings dwell Upon the dreadful woes of hell, Oft on the saints' all glorious lot, For both shall last when Time _is not_: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! The thought of thee in pain, how dread! In joy how bright thy prospects spread! For here God's Goodness glads our eyes, And there His Justice terrifies: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who here lived poor and sore distressed, Now truly rich, with God doth rest; With joys consoled for all his ill, He lives to praise God's Goodness still: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! A moment's pleasure sinners know, Through which they pass to endless woe: A moment's woe the righteous taste, Through which to endless joy they haste: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who looks to thee alone is wise, Sin's pleasures all he can despise; The world attracts him now no more, His love for vain delights is o'er: Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who thinks on thee speaks thus with God, "Here prove me with Thy chastening rod, Oh! let me here Thy judgments bear, Hereafter, Lord, in mercy spare!" Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! "O man! I warn thee, think on me, Think oft on me, Eternity; For I the sinner's woe shall prove, And recompense of pious love:" Mark well, O Man, Eternity!

[1]This was a favourite hymn of Niebuhr's.

Sommerlied. I.

Herr, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen, und sind geschaffen.

Keine Schönheit hat die Welt, Die mir nicht vor Augen stellt Meinen schönsten Jesum Christ, Der der Schönheit Ursprung ist.

Wenn die Morgenröth entsteht, Und die goldne Sonn aufgeht, So erinnre ich mich bald Seiner himmlischen Gestalt.

Ja, oft denk ich an sein Licht, Wenn der frühe Tag anbricht: Ach was ist für Herrlichkeit In dem Licht der Ewigkeit!

Seh ich dann den Mondenschein, Und des Himmels Aeugelein, So gedenk ich: Der diess macht, Hat viel tausend grössre Pracht.

Schau ich, in dem Frühling an, Unsern bunten Wiesenplan, So bewegt es mich zu schrein: Ach, wie muss der Schöpfer sein!

Wenn ich zu dem Quellbrunn geh Oder bei dem Bächlein steh; So versenkt sich stracks in Ihn, Als den reinsten Quell, mein Sinn.

Lieblich singt die Nachtigall, Süsse klingt der Flötenschall; Aber über allen Ton Ist das Wort: Marien Sohn!

Anmuth giebt es in der Luft, Wenn die Echo wieder ruft; Aber nichts ist überall, Wie des Liebsten Wiederhall.

Ei nun, Schönster, komm herfür, Komm und zeige selbst Dich mir; Lass mich sehn dein eigen Licht, Und dein blosses Angesicht.

O dass deiner Gottheit Glanz Meinen Geist umgäbe ganz, Und der Stral der Herrlichkeit Mich entrückt aus Ort und Zeit!

Ach, mein Jesu, nimm doch hin, Was mir decket Geist und Sinn, Dass ich Dich zu jeder Frist Sehe, wie Du selber bist.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn for Summer. I.

Thou art worthy, O Lord, to receive glory and honour and power: for Thou hast created all things, and for Thy pleasure they are, and were created.

_Rev._ iv. 11.

Earth has nothing sweet or fair, Lovely forms or beauties rare, But before my eyes they bring Christ, of beauty Source and Spring.

When the morning paints the skies, When the golden sunbeams rise, Then my Saviour's Form I find Brightly imaged on my mind.

When the day-beams pierce the night, Oft I think on Jesus' Light, Think how bright that Light will be, Shining through eternity.

When, as moonlight softly steals, Heaven its thousand eyes reveals, Then I think: Who made their light Is a thousand times more bright.

When I see, in spring-tide gay, Fields their varied tints display, Wakes the awful thought in me, What must their Creator be!

If I trace the fountain's source, Or the brooklet's devious course, Straight my thoughts to Jesus mount, As the best and purest fount.

Sweet the song the night-bird sings, Sweet the lute, with quivering strings; Far more sweet than every tone Are the words "Maria's Son."

Sweetness fills the air around, At the echo's answering sound; Far more sweet than echo's fall, Is to me the Bridegroom's Call.

Lord of all that's fair to see! Come, reveal Thyself to me; Let me, 'mid Thy radiant Light, See Thine unveiled glories bright.

Let Thy Deity profound Me in heart and soul surround, From my mind its idols chase, Weaned from joys of time and place.

Come, Lord Jesus! and dispel This dark cloud in which I dwell; Thus to me the power impart, To behold Thee as Thou art.

Sommerlied. II.

Es sollen Dir danken, Herr, alle deine Werke; und deine Heiligen Dich loben.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud, In dieser lieben Sommerzeit, An deines Gottes Gaben: Sieh an der schönen Fluren Zier, Wie lieblich sie sich dir und mir Nun ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide: Narzissen und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleugt aus seiner Gruft, Und macht sich in die Wälder: Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Schon Hügel, Thal und Felder.

Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewahrt sein Haus, Das Schwälblein speist die Jungen: Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh, und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen.

Die Bächlein rauschen in den Sand, Und zieren lieblich ihren Rand Mit Bäumen reich an Schatten: Der Schaf und Hirten Lustgeschrei Erschallet fröhlich hart dabei, Von grüner Wiesen Matten.

Die unverdrossne Bienenschaar Fleucht hin und her, sucht hier und dar Ihr edle Honigspeise: Des süssen Weinstocks starker Saft Bringt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reife.

Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber freut sich Jung und Alt, Und rühmt die grosse Güte Des, Der so überflüssig labt, Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüthe.

Ich selbst, ich kann und mag nicht ruhn, Des grossen Gottes grosses Thun Erweckt mir alle Sinnen: Ich singe mit, wenn Alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen.

Ach, denk ich, bist du hier so schön, Und lässt Dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl, nach dieser Welt, Dort in dem reichen Himmelszelt Und goldnen Schlosse werden!

Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein! Wie muss es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdrossnem Mund und Stimm Ihr Alleluia singen!

O wär ich da, o stünd ich schon, Ach süsser Gott, vor deinem Thron, Und trüge meine Palmen; So wollt ich, nach der Engel Weis, Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen.

Doch gleichwohl will ich, weil ich noch Hier trage dieses Leibes Joch, Auch nicht gar stille schweigen: Mein Herze soll sich fort und fort, An diesem und an allem Ort, Zu deinem Lobe neigen.

Hilf nur, und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleusst, Dass ich Dir stetig blühe: Gieb dass der Sommer deiner Gnad In meinem Herzen früh und spat Viel Glaubensfrücht erziehe.

Mach in mir deinem Geiste Raum, Dass ich Dir werd ein guter Baum, Und lass mich wohl bekleiben: Verleihe, dass zu deinem Ruhm Ich deines Gartens schöne Blum Und Pflanze möge bleiben.

Erwähle mich zum Paradeis, Und lass mich bis zur letzten Reis An Leib und Seele grünen: So will ich Dir und deiner Ehr Allein und keinem Andern mehr Hier und dort ewig dienen.

Paul Gerhard. 1606-1676.

Hymn for Summer. II.

All Thy works praise Thee, O Lord, and Thy saints give thanks unto Thee.

_Ps._ cxlv. 10.

Come forth, my heart, and seek delight In each delicious sound and sight, This joyful summer morning: See, how God's goodly gifts abound, And mark how all the plains around His hand hath been adorning.

Rich foliage decks each waving tree, And what a rich green mantle, see, The earth is now arraying: Bright lilies and narcissus fair, Than robes of Israel's king more rare, Their beauties are displaying.

The thrilling lark ascends the sky, The dove forsakes her tower on high, Swift to the woods retiring; The richly-gifted nightingale Pours forth her notes o'er hill and vale, Delight her song inspiring.

The hen walks forth her brood among, The swallow feeds her clamorous young, The stork protects her dwelling: The stag and roe, with footstep light, Come bounding from the neighbouring height, Joy in each movement telling.

The little brooks run babbling by, Their margin bordered beauteously With trees, in shade abounding: The sheep's low bleat, and shout of joy Sent forth by idle shepherd-boy, From meadows green come sounding.

Th' unwearied bees, on busy wing, From flower to flower flit murmuring, And seek their honied treasure; While on the vine, from day to day, New strength the tender shoots display, Each day increase in measure.

Green ears the wheat-blades now unfold, And all rejoice, both young and old, The God of harvest praising; From Whom this rich abundance flows, Who every precious gift bestows, Men's hearts with gladness raising.

I too my part will gladly take; God's glorious works my heart awake, And soul and spirit capture: Since all are singing, I will sing, Will bring my grateful offering, And join the hymn of rapture.

If in this earthly scene below Thyself so glorious Thou dost shew, To us poor sinful mortals, Then what, when earth is past and gone, Will be the joy before Thy Throne, Within the golden portals?

What matchless rays, what light divine In Christ's own Paradise will shine, What sounds be ever ringing, Where thousand seraph hosts rejoice, With ceaseless and unwearied voice Their Alleluias singing!

Oh! that with God's exulting band I even now might take my stand, With them might now adore Him, And, bearing high victorious palms, Sing praise in thousand joyful psalms, As angels do, before Him!

Yet silence here I will not keep, The while on earth I still must creep, This body's burden bearing: My heart shall evermore be bent Its thankful homage to present, Jehovah's praise declaring.

Lord! let my spirit but be filled With softening dews from heaven distilled, That it through Thee may flourish: Grant that the summer of Thy Grace, Within my heart's unfertile place, The fruits of Faith may nourish.

For Thee within my soul make room, Let me a thriving tree become, Thy bounteous blessing sharing; Make me a goodly plant to grow, Within thy garden here below, Abundant blossoms bearing.

Let every branch and tender shoot Be laden here with precious fruit, That, when from earth transplanted, To Paradise my soul may soar, To praise Thee better, love Thee more: Oh! may this prayer be granted!

Gottes Vorsehung.

Der Herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seine Werke.

Ich singe Dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; Ich sing und mach auf Erden kund Was mir von Dir bewusst. Ich weiss, dass Du, der Brunn der Gnad Und ewge Quelle seist, Daraus uns Allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleusst.

Was sind wir doch? was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von Dir Allein gegeben werd? Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Thau und Regen netzt?

Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, dass man Oel und Most Zu seinen Zeiten findt? Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand Den goldnen, werthen, edlen Fried In unserm Vaterland?

Ach, Herr mein Gott, das kommt von Dir, Du, Du musst Alles thun: Du hältst die Wach an unsrer Thür, Und lässt uns sicher ruhn. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Gerathen, herzlich bei.

Du strafst uns Sünder mit Geduld, Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld, Und wirfst sie in das Meer. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht, Und giebst uns, was uns hoch erfreut, Und Dir zur Ehr gereicht.

Du zählst, wie oft ein Christe wein, Und was sein Kummer sei; Kein stilles Thränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht.

Wohl auf, mein Herze, sing und spring, Und habe guten Muth; Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rath und lässt dich nicht.

Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf Den, Der dich gemacht. Hat Er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat Er zurückgekehrt?

Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment: Nein, was Er thut und lässt geschehn, Das nimmt ein selig End. Ei nun, so lass Ihn ferner thun, Und red Ihm nicht darein; So wirst du hier in Frieden ruhn, Und ewig fröhlich sein.

Paul Gerhard. 1606-1676.

God's Providence.

The Lord is loving unto every man, and His mercy is over all His works.

_Ps._ cxlv. 9.

I sing to Thee with mouth and heart, Of all my joys the Well; I sing, that what I know Thou art My songs to all may tell: That Thou a Fountain art of grace, With blessings richly stored For all, in every time and place, This, this I know, good Lord.

For what have all that live, and move Through this wide world below, That does not from Thy bounteous love, O Heavenly Father, flow? Who o'er our heads the curtain drew Of heaven's ethereal tent? By whom are precious rain and dew Upon our pastures sent?

In frost and cold, whose hand but Thine Protects from tempest drear? Who gives in season oil and wine Men's hearts to brace and cheer? Whose impulse sends the life-blood warm Swift circling through our veins? Who guards our land from war's alarm, While peace around us reigns?

O Lord, of this and all our store Thou art the Author blest; Thou keepest watch before our door, While we securely rest: Thy truth and love from year to year For all our wants provide; With ready help, in times of fear, Thou standest at our side.

Thou with us sinners bearest long, With measured stripes dost prove, And drownest all our grievous wrong In ocean-depths of love. When silent woe our bosom rends, Thy pity sees our grief, And gives what to Thy glory tends No less than our relief.

Thou knowest when each Christian weeps, And why the tear-drops fall; And in the Book Thy mercy keeps These things are noted all: Thy lasting joys will compensate For lack of worldly store, And heavenly homes the just await, When earth shall be no more.

Cheer up! my heart, rejoice and sing, All anxious care resign; For God, Creation's Lord and King, Is thy God, even thine: He is thy Portion, he thy Joy, Thy Life, and Light, and Lord, Thy Counsellor when doubts annoy, Thy Shield and great Reward.

In restless thought, or blank despair, Why spend each day and night? On Him Who made thee cast thy care; He makes our burdens light: Did not His love, and truth, and power Watch o'er thy childhood's day? Has he not oft, in threatening hour, Turned dreaded ills away?

His wisdom never plans in vain, Ne'er falters or mistakes; All that His counsels wife ordain A happy ending makes; Upon thy mouth then lay thy hand, And trust His guiding love; Then firm as rock thy peace shall stand, In earth and heaven above.

Das Vertrauende Herz.

Befiehl dem Herrn deine Wege: Und hoffe auf Ihn, Er wirds wohl machen.

Befiehl du deine Wege, Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Des, Der den Himmel lenkt; Der Wolken, Luft und Winden Giebt Wege, Lauft und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuss gehen kann.

Dem Herren musst du trauen, Wenn dirs soll wohl ergehn; Auf sein Werk musst du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn: Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Lässt Gott Ihm gar nichts nehmen; Es muss erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiss und sieht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geblüt; Und was Du dann erlesen, Das treibst Du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rath gefällt.

Weg hast Du allerwegen, An Mitteln fehlts Dir nicht, Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht: Dein Werk kann Niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn Du, was deinen Kindern Erspriesslich ist, willst thun.

Und obgleich alle Teufel Hie wollten widerstehn, So wird doch, ohne Zweifel, Gott nicht zurücke gehn: Was Er Ihm vorgenommen, Und was Er haben will, Das muss doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o du arme Seele, Hoff, und sei unverzagt; Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer jagt, Mit grossen Gnaden rücken; Erwarte nur der Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud.

Auf, auf, gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Lass fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht: Bist du doch nicht Regente; Der Alles führen soll, Gott sitzt im Regimente, Und führet Alles wohl.

Ihn, Ihn lass thun und walten, Er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, Dass du dich wundern wirst, Wenn Er, wie Ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Die Sach hinausgeführet, Die dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Theile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben; Und sollst du für und für In Angst und Nöthen schweben, So frag Er nichts nach dir.

Wirds aber sich befinden, Dass du Ihm treu verbleibst, So wird Er dich entbinden, Da du's am mindsten gläubst: Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast.