# Märchen und Sagen

## Part 14

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Leewe Herren un Fründe! Gaht hen un grüßt juwen Herrn un Hertog wedder van dem Ridder Unvörzagt un dankt em för sine fründliche Badschaft un Ladung up dat Slott. Van den wundersamen Aventhüren un Dhaden, de disse mine Füste angrepen un dörhaut hebben, van betöwerden Gården un Slotten, van verwünschten Prinzen un Prinzessinnen, van Draken un Riesen, de dör min Isen fallen sünt, to vörtellen un to berichten würd to lang sin.--Also hier bloihst du mi wedder up, du schönste rodeste Ridderbloom? hier bloihst du un lockst du, blitzender Stried un grimmige Gefåhr? Mer bloihst du wedder up, Bloom der Leew un Hoffnung nah so grotem Leed, dat mi vör weinigen Dagen troffen hett?--Un nu markt up, ji Männer! Ji schält weeten: Ick tog ut der Britannie un Nederland un Dütschland daher un wull des Weges nah Konstantinopel un van då in dat hillige Land, un so äwer den Libanon un Sinai jümmer frischweg in dat swarte Muhrenland henin de Törken un Unchristen to bestriden--un hürt! då is mi hier in dissen litthauschen Wüsten een påar Dagreisen vör disser Stadt min Knapp entlopen un hett Rosse un Wapen un alle mine Schätze un Klenodien un minen heelen Riddersmuck as een Deef un Spitzbow mit sick nahmen. Un to Foot hew ick gahn müßt un binah in der Dracht un Wise eenes gemeenen Knechts, as ji mi hier seht. Un dissen Schild mit der Upschrift, as ji seht un lest, hew ick mi ut Papp makt as een Teken mines Wandels, un disse elendige Degen is een Degen, den een Jud mi schenkt hett, un womit man woll Müggen upspeeten kann äwerst nich gegen Löwen un Riesen un Undeerde as juwer Bier up den Plan treden. Un nu gewt Acht, wat ji dem Hertog van minentwegen vörmelden schält. Meldt em, een Deef hett den Ridder Unvörzagt, de der Säwen mit eenem Slag sleit, schier utplündert un en in eenen so weinig ridderlichen Tostand vörsett't, worin he sick nich unnerstahn dört vör em un vör der Prinzessin to erschienen. Will he mi in sinem Slott sehn, so late he mi in eene Harbarg führen un mi ridderliche Kleeder, Wapen un een Stridroß bringen, as mines Glieken geziemlich un gebürlich is, un Knapen un Knechte tom Deenst, damit ick in ridderlicher Årt un Rüstung in sine Borg inriden kann. Hüt äwerst will ick rasten un slapen, denn ick bün matt un möd van der Reis un noch vull Arger äwer minen schändlichen verlapenen Deef; un morgen will ick, wenn't Gott un dem Hertog beleeft, minen Inritt dhon.

Un de Männer vörneigden sick mit deepen Kneebögungen bet tor Erd vör em, un gingen tom Slott torügg un berichteden dem Hertog, wat de Ridder Unvörzagt seggt hedd un wat he van em begehrde. Un de Hertog schickte se wedder in den Gården to bidden, he mügte doch kamen, as he eben were, denn en un de Prinzessin vörlangde ook går to sehr den gewaltigen un ridderlichen Helden to sehn. Äwerst Hans sach se stolt van bawen an un sede Ne, un denn trumfde he ut: Nich anners! hüt will ick in de Harbarg, un west flink un seggt dat juwen Hertog tom tweeten Mal, un gefällt em dat nich, de Strat der Welt is wiet un breet, un ick ward mi woll wedder to eener Rüstung un eenem Roß helpen un annerswo min Glück un Aventhür söken känen.

Un se gingen un kemen bald wedder un beden Hans in des Hertogs Namen nich quad to sin, un führden en in de prächtigste Harbarg, de in Grodno was, un vier Pagen kemen en in een Bad to führen un twee Knapen stunden vör siner Dör en to bewachten; un Win und Brod un Torten un Pasteiden wurden updragen, datt de Disch knackte. Un dat gefeel em woll un he sprack bi sick sülwst: Nu is de Dag kamen, wo ick keen Flegendöder mehr bün--glücklicher Slag un glückliche säwen Flegen, de ick truff! Un as he tor Genöge geten un drunken hedd, ganz anners, as he noch up dem Theatrium, wo dat ook meist man bildlich herging, de Könige un Helden spelde, ging he to Bedd un vörsunk in sidenen Dunenküssen un reep in Froiden: juchhe, Glück! so ligg ick denn endlich as een Prinz in dinem weeken Schot! O Vader Klas, wenn du nu dinen Sähn mit der Siegerhuw sehn künnst, wat gew' ick dårüm!--Un wiel he eenmal wedder recht ordentlich un düchtig satt was un starken un fürigen Win drunken hedd, slog de Mod in hellen Flammen ut siner Borst herut, un he reep abermals: Fortuna! is dine Bahn glatter as Glattis un din Zopp korter as dat Hasenblömken, ick fat di un holl di fast! Eene Prinzessin för eenem Bier! wat is denn een Bier? Hebben Ridder nich Löwen un Tigern de Tehnen utbraken, un ick schull vör eenen Bier torügg bäwern? Ne! nu un nümmermehr! Un wenn't een Bier were, as de den olden Heidenkönig Adonis wiland doodslog, de de Brüdegam van dem Vagel Phönix was. Nu un nümmermehr! Morgen is ook een Dag un Glück is Glückes Moder. Un mit dissen un dergliken hogen un vörnehmen Würden un Gedanken sleep he lustig in.

As unser Hans so in Win un Dunenbedden un gewaltigen Gedanken äwerflot, was de Jubel un Froid noch wiet gröter up dem Slott, un den ganzen Awend wurd nicks spraken und vörtellt as van dem Ridder Unvörzagt un de Prinzessin kunn sick nich satt fragen un hüren äwer sine Rede Årt un Gestalt. Un de drei Baden streken en gewaltig herut un seden: He is een schöner slanker Herr, un süht ut een påar Oogen--o Gnädigste Prinzessin!--ut een påar Oogen, de Sünn sülwst, de in der ganzen Welt gewiß de hellsten Oogen hett, künn sick in em vörkieken. Un ook nah dem Schild frog se un nah dem Teken up dem Schilde, un de Männer kunnen dat nich recht düden. De eene van en sede: Dat Teken mütt går wat Afsünnerlichs sin, egentlich süht et ut, as wenn't man säwen Flegen sünt, wonah de Held slan will; äwerst dat kann't woll nich sin, då is de Bedüdung gewiß to gering grepen; de beiden annern meenden, de Vägel segen woll binah as vam Flegengeslecht ut, äwerst et weren gewiß utländsche un chinesische edder ostindische un westindische Flegen, as hier to Lande sick nich blicken leten. Ook de olde Hertog kam mit siner Weisheit dåtüschen un meende: Dat künn woll een verblömtes Teken sin van deeper heemlicher Bedüdung, edder et künn up een Wurd gahn, dat de Ridder mal bi eener groten Gelegenheit seggt hedd, tom Bispill: Ick will ju Säwen as de Flegen slan. Unner dissen un annern anmodigen un lustigen Reden vörging den Lüden im Slott de süs so lange Awend swinner as en glücklicher Drom, un se gingen erst lang nah Klock Twelw to Bedd.

As nu de Morgen kam, weren ook de Pagen dem Hans strax tor Hand un drogen de kostbarsten sidenen un güldenen un sülwernen Kleder heran, un de Knapen brächten hellfunkelnde un splitternagelnüe Wapen un leden se dem Ridder to Föten. Un Ridder Unvörzagt kledede sick an--denn dat vörstund he erstaunlich--un spegelde sick in dem Spegel as een Pagellun, un sach würklich prächtig ut. Un he dheed eenige Froidensprüng up sinen flinken Beenen un reep: Hussa! Snidergesell! wes nu frisch un unverzagt, as du di nömst, un spele de Ridder un Prinzen woll, de du so oft up dem Theatrium verstellt hest! Heissa! mine Helden, herbi! Heissa! Holofernes un Alexander un Mitderdat! herbi! un spegelt ju in juwen Schöler! Frisch Hans! wer weet, wat Gott ut di maken will un ob du nich eenen högern Namen up de Scharpstekers proppen schast?--Un he nam de Wapen un betrachtede jedes besünders un wählde sick dat Beste ut; dårup reep he sinen Knapen, un se müßten se em anleggen un umsnallen. Un he sach ut hoch un prächtig as een geburner Fürst. Un toletzt hängde he sick ook eenen Schild up den linken Arm. De Schild äwerst, den he sick utsehn hedd, geföll em, wiel de lütte Gott Amor mit eenem Flitzbagen dårup afbildt was, van dem een glöniger Pil in een rodes Hart flog. He meende dat äwerst as eene Vörblömung, de up de schöne Hertogsdochter anspelde, un dachte bi sick: Ick mütt ehr to vörstahn gewen, wo ick henut will. Den schönsten un stärksten Schild van allen gaff he äwerst an eenen Knapen un sede to em: Gah nu, dreg den Schild tom Maler, un dissen Schild van Papp dåto, un de Maler schull up jenen Schild malen un schriewen, wat up dissem steiht.

Un as ditt dhan was, steeg he de Treppen henaf un swung sick up eenen witten Hingst, de sadelt un uptömd vör der Dör stund, un galoppierde dör de Stadt up dat Slott to; un twee Knapen reden achter em un de Hofftrumpeter un Basunenbläser reden vör em un blösen sinen Intog. Un alles Volk leep em nah un juchte vör Froiden: Hurra! då ritt de grote Säwendöder, de dappre Ridder Unvörzagt! Denn dat Gerücht hedd et äwerall utropen, wer in de Stadt kamen were. Un as de Ridder an der Slottsdör ankamen was, stund de olde Hertog dåvör un de schöne Prinzessin sine Dochter un alle Hofflüde, un empfungen den stolten un hogen Gast, de bi en intehn schull, un führden en de hoge Marmortrepp henup. Un Ridder Unvörzagt wüßt sick so to stellen un to hebben, datt all to minter Mal glöwden, he were ut eenem groten Geslechte un hedd an Königshäwen lewt un mit Prinzessinnen tor Tafel seten. As he äwerst sine Rüstung un de Wapen afleggt hedd, wiesde he sick in siner Jugend un Schönheit un Behendigkeit so anmodig un licht un let so nich een Spierken van dem Snidergesellen marken, datt der Prinzessin dünkte, Hans were de schönste Jüngling, den se in ehrem Lewen sehn hedd, un datt se bi sick sülwst süftede un bedede: O du leewer Gott im Himmel! keenen annern as dissen! giff em doch Sieg äwer den Bier un lat en min Brutbedd bestiegen!

Un nu kam de olde Hertog ook bald up den Bier to spreken un up den Struß, den Hans mit em bestahn mügt. Un Hans stellde sick dåbi so lustig un unvörfeerd datt de Hertog bi sick dachte: de mütt siner Sak wiß sin un goden Mod fatede. Hans bat sick äwerst noch acht Dag ut, bet he den groten Strid wagen wull: denn, sede he, ick bün länger as drei Weken dör juwe polsche un litthausche Wüstenei tagen, wo't nicks to kniepen un to biten gifft, un nu hew ick twee Dag to Foot gahn un binah hungern müßt. Darüm gewt mi de acht Dag Respiet, datt ick mi wedder een beten vörhalen un vörkowern un mine Kräfte stärken kann. Un de Hertog stund em dat gern to, un he un sine Dochter hedden de lustigsten Dage in siner Gesellschaft, un dat kam en vör, as weren se im Himmel un as hedde de Langewiel up ewig van en Afsched namen. Denn Hans vörtellde en de wunderlichsten Geschichten un Aventüren un bröcht hier alles an den Mann, wat he jemals up dem Theatrium spelt edder in Bökern lesen hedd. Denn he hedd eenen klüftigen un anslägschen Kopp un eene smidige Tung, un kunn recht ärdig vörtellen.

Den drüdden Dag, as de Maler mit dem Schild kam un alle den Schild betrachteden un de Flegen un de Inschrift dårup, vörwunderden se sick sehr un keeken den Ridder Unvörzagt an, äwerst nüms wagde dat Wurd an en to richten. Toletzt nam de olde Hertog, de sick sehr wise dünkte, sick den Mod en to fragen un sede: Herr Ridder, ick bild mi in, ick seh doch recht? Ditt is juwe Hand, un ditt sünt säwen Flegen? un disse Flegen bedüden gewiß een Wurd, dat ji mal spraken hewt bi eener groten Gelegenheit, bi irgend eenem Strid edder in eenem Duwell? un ji hewt de Flegen tor Erinnerung an eene grote Dhad up juwen Schild malen laten?

Un Hans bedachte sick nich lang un antwurd'te: Dittmal, Herr Hertog, hewt ji't doch nich ganz drapen; de Flegen sünt würklich Flegen un bedüden Flegen, un ick will ju vörtellen, wo se up minen Schild kamen sünt. Vör drei Jåhr, as ick toerst in Ridderschaft un up Aventüren in de Welt utred, satt ick mal in Ägyptenland nich wiet van eener Stadt, de Rosette het, in eener slichten Leeschchütt un drunk een Glas Win, wobi ick insleep. Då kettelde eene Fleg mi up der Hand, un ick slog blindlings üm mi un truff eenen Hupen Flegen, de den Win insogen, den ick up den Disch vörspillt hedd--un seh! säwen Flegen legen as Liken då. Un ick red wieder, un red an dem groten Nil een Stück Weges hen. Då kemen säwen grote Draken geflagen van denjenigen, de då flegen känen; un jeder Drak was woll millionenmal gröter as de gröteste Fleg; un de Beester flögen grad up mi los, as wenn se mi vörslingen wullen, un Für un Gift flog ut ehren Rachen. Un ick tog minen scharpen Helper ut der Sched un höll unvörfeerd up minem Hingst, un as de Vägel heran susden, dheed ick eenen degen runden Zirkelhieb, un då legen se alle Säwen un zappelden in ehrem Bloode. Dat Blood äwerst flot as een roder füriger See, un ick müßt minem Hingst de Spåren gewen un Rietut nehmen, denn wi hedden beede dårin vörsupen künnt. Un hier, Herr Hertog, hewt ji de Geschicht, worüm ick de Flegen up minen Schild malen let, denn ick dachte, se weren eene Vörbedüdung up de säwen Draken west, de unner miner Fust fallen schullen. Un so mag man seggen, datt de Flegen Flegen un ook keene Flegen sünt, denn se bedüden ook Draken. Äwerst Flegen mütten se eenmal bliwen, un ick mütt se as een Glücksteken mines ersten groten Aventürs woll as Flegen, solang ick lewe, up minem Schild dregen. Un van då an nömden de Lüde mi den Säwendöder, un reepen achter mi her: seht! seht! då ritt de Säwendöder! un wenn se ook Flegenridder ropen, wat scher ick mi dårüm? Denn wåhrhaftig een Bier un een Löw is oft ehr to drapen un to slan as eene Fleg edder Mügg--un ji hewt woll de Fabel vörtellen hürt van dem Löwen un van der Mügg?

Sonne un desglieken Reden un Kortzwiel höllen un bedrewen se recht angenehm im Slott, un de acht Dage vörgingen as eene Minut. Un as de achte Dag kam, då kann man eben nich seggen, datt unserm Hans sünderlich lustig to Mod was; äwerst he höll sick wacker un let sick nicks marken, un stellde sick so frisch un unvörzagt, as sin Nam was. Würklich hedden dat schöne Lewen in dem Hertogsslott un de Wapen, de he drog, un de ridderliche Smuck, womit he angedhan, un de Nam, womit he ropen wurd, un de Heldengeschichten, de he vörtellde un van annern vörtellen hürde, un de schönen Oogen der Prinzessin, de Glück un Leew up en funkelden, em Für un Mod in't Hart blasen, un oft flüsterde dat in em: Up! up! Hans! wo oft hest du van der Allmacht schöner Oogen spraken, för de man in teindusend Doode gahn kann--nu hest du disse schönen Oogen, de schönsten Oogen der allerholdseligsten un allerschönsten Prinzessin--un du wust nu vörzuffen? Frisch drup! een feiger Kerl freit keene Prinzessin--un wer weet, wat dat Glück för Würfel för di im Sack hett? Frisch eenen dappern Wurf in de Schanz! Wer weet, wat herutspringen kann? un hett sick't nich wunderlich nog würfelt? un wat hest du veel dåto dhan?--Un Hans was fardig un trat ganz munter mit vuller Rüstung in den Saal, un tröstede de schöne Prinzessin, der dat Weenen hüt veel näger satt as dat Lachen, un sede tom Hertog: Fahrwoll! Herr Hertog! nümmer seht ji mi wedder as mit der Bierhut up dissem Speer. Un de Hertog was godes Modes, un de Jüngling dücht em går glücklich un herzhaft. Un he wull em een grotes Geleide gewen, datt he as een Fürst to dem Platz henriden kunn, wo de Bier gewöhnlich lag. Äwerst Hans vörbad sick dat un sede: Twee Knapen, Herr Hertog, latet mitrieden bet up den halwen Weg un mi wiesen, wo ick den Bier finden mag. Då mägen se denn holden bliwen, bet ick mit der Arbeit mit dem Undeerd fardig bün. Un de Hertog gaff sick drin un sede, et schull alles schehn, as de edle Ridder wull. Un Hans küßte der Prinzessin de Hand, swung sick in den Sadel, un susde im rasselnden Galopp äwer dem Slotthoff, un twee Knapen susden em nah. Un de Prinzessin, de mit ehrem Vader im Finster lag, kunn den Anblick nich utholden un to swåre Gedanken flogen ehr dör de Seele, un se beswimde un sunk tosam in ehrer Hartensangst. De Hertog äwerst drog se up ehr Bedd un tröstede se un sprack: Du müßt nich so trurig sin, min trutes Duwign! Dittmal krigst du eenen Mann, un wat för eenen Mann! Mine Swaning un Gisching bedregen mi dittmal nich.

Un as de Ridder Unvörzagd up dem halwen Weg was, höllen de Knapen still, de as Wegwiesers mit em reden weren, und seden: Sühst du då, Herr Ridder, den Footpat linker Hand, de äwer de gröne Wisch in den groten Wold führt? Up dem rid een halwes Stündken furt, un du warst eenen grönen Platz sehn, un up dem Platz eene Cistern mit eenem isernen Gitter; ook steiht då eene grote Eek.--Då kannst du holden bliwen un up den Bier luren; denn üm de Middagstid kümmt dat böse Deerd fast jümmer dåhen, up dem Platz to wöhlen un sick in eenem Morast nah dåbi to köhlen un to wöltern.

Un Hans red van en un sede en bi'm Wegriden den kecken Besched: Töwt hier, bet ick wedder kam; denn in een paar Stunden bün ick mit Gotts Hülp wedder hier, un de Eber haut nich mehr.--Un de beiden Knapen dachten ehr Deel, un Hans, as he so henred, dacht ook sin Deel; äwerst dat dücht em doch går to schimplich, de Flucht to nehmen, ahnen den Bier int Gesicht sehn to hebben. Un as he up den grönen Platz kam, wo de grote Eek stund un de Cistern mit dem isernen Gitter, pupperde em sin Hart so gewaltig, datt he't slan hüren kunn, un he keek sick mit groten Oogen üm, ob he nicks sehn künn, un spitzte de Ohren, ob he nicks dör de Strük ruscheln hürde. Un dat was ganz still, as't üm den Middag in den Büschen is, un keen Vägelken flog edder zirpte. Un he steg van dem Perde un let dat gräsen, un tog sine Rüstung ut, un smet alle Wapen weg; alleen dat Swert behöll he an der Side. Denn, sede he ganz vörnünftig, wat schall mi woll dat Isen helpen gegen een Fell, då keen Isen dör geiht? to springen un to danzen äwerst künn't gewen, un då is dat Beste, man makt sick flink un behend to Foot. Un Hans stellde sick nu bi eenem jungen Boom hen, de veele Telgen hedd, in Gedanken, den Bier aftowachten un to sehn, wo he utsege. Düchte dat Deerd em denn to schrecklich un gefährlich, so künn he swind up den Boom klettern un den Düwel unnen toben laten. Ook sine Cither hedd he mitnahmen un an den Sadelknop hängt, un höll se in der Hand un wull vörsöken, ob he den Bier nich in'n Slap spelen un em denn so heemlich eens bibringen un utwischen künn. Denn he erinnerde sick, datt he mal in eenem Book lesen hedd, datt Swin sehr musikalische Deerde weren un gewaltig up de Musik horckten.

Un as he so in Gedanken stund, kam de mächtige Bier herrutschen äwer dat Grön, un Hans nam de Cither un spelde eene lise un trurige Wise, eenen rechten matten un möden Slapgesang; un em was ook sehr lise un trurig to Mod. As nu dat grote un grimmige Deerd de Musik hürde, stund et strax still un horckte up; un de Musik scheen em to gefallen, un et lede sick dal un wölterde sick im Grase, un toletzt streckte et sick still unner de grote Eek hen, as slepe et. Unser Sniderken äwerst spelde jümmer furt, un slek sick jümmer näger heran to dem Bier, un wull sehn, ob he würklich slepe un ob he em nich eens utlöschen künn. Äwerst wo leep dat aff?

As Hans em up een föftig Trede nah was, sprung min Bier mit Eenem Satz up un hast du mir nicht gesehn up den Ridder los. Disse, as were he van des Biers grimmigen un flammigen Oogen behext, let vör Schrecken Cither un Isen ut der Hand gliden, vörgatt Boom un Klattern, un leep up de Cistern los, un sprung an dat Gitter, un störtede dåräwer in de Cistern herunner. De flinke Bier was ganz dicht achter em un dhed eenen Hau nah em, äwerst drapte en nich; un dat was Hansens Glück. Un dat wilde grimmige Deerd wull em nahspringen, äwerst sprung fehl un blef up den spitzen Zacken sitten, de up dem isernen Gitter weren. Un de Bier schüdderde sick up den Zacken un dref sick de Spitzen jümmer deeper in dat Lif, un schreide, as wenn he up eenem Speer stack; denn de Spitzen dheeden em nich sacht. So schreide he etwa tein Minuten un blödde gewaltig; don was't ut, un he hung dood up dem Gitter. Hans, as he in der Doodesangst äwer dat Gitter sprung, slog mit dem Kopp gegen de annere Wand der Cistern, un terdöschte sick den Vörkopp, un blödde ook sehr, un lag woll een fiew Minuten in Beswimmung up der Cisterntrepp. Äwerst de brüllende Bier weckte en bald up, un he lag in Doodesangst unner em, de den Rachen mit den langen witten Hauers wiet upsparrde. Un jeden Oogenblick dachte he: Hu! hu! kümmt de Satan los, so is't ut mit di un he makt di kold. Un vör luter Angst unnerstund he sick nich sick to rühren, un dheede, as wenn he dood were. Äwerst as de gefährliche Bier jümmer swacker schreide un toletzt man sachtign stende, un endlich ganz still sweeg, blinzelde Hans mit halwen Oogen een beten up to em, un sach, datt de ganze Wand vam strömenden Blood roth was un datt dat Undeerd de Oogen vörkehrt hedd un den Kopp hängen let, un sick tierde, as were et dood. Doch Hans dachte bi sick: de Doiwel kann sin Spill hebben, un truede toerst dem Freden noch nich, un töwde noch woll eene gode Viertelstund un lag heel stillign stillign as eene Mus, de den Kater äwer sick luren süht. Äwerst as sick jümmer nicks rührde, fatede he sick endlich eenen Ossenmod, richtede sick langsam up, un klatterde heel sachte an der annern Side äwer dat Gitter. Un as he herut was un dat Undeerd van vör un achter betrachten kunn, sach he woll, datt er würklich muschdood was un sick up dem Gitterisen fangen un doodblödt hedd. Un nu betrachtede he den Bier noch veel nauer, kloppte up sinen harden swarten Rüggenpanzer, beföhlde nich ahnen Gruwel sine scharpen witten Hauers, un dachte: bi eenem Haar, un se hedden di din beten Lewen ut den Ribben herut föhlt; un mit dem föll he up sine Knee, wo he stund, un dankte Gott för sine Gnad, de em so wunderbarlich ut sinem dullen Anslag herutholpen hedd. Darup sprung he fröhlich wedder up un reep: Viktoria! Viktoria! Juchhe Viktoria! swing di, Fortuna, un sett alle Segel bi! du schast mine Göttin sin! Heissa! nu bün ick een Prinz! Un he juchte un josede so gewaltig, as were de ganze Wold nicks as Strid un Slacht west.

Dårnah ging he hen, nam sinen Degen, un gaff dem Bier noch een paar deepe Wunden unner dem Buk; un de Doode let sick dat still gefallen, un müßt ook up dem Kopp noch een paar Schmarren vörleef nehmen. As dat dhan was, led he sine Rüstung wedder an, stack sin Swerdt in de Sched, nam Schild un Speer un Cither, un swung sick up sinen Schimmel--un so lustig up dem Footpat ut dem Wold herut. As he nu up den groten Weg kam un siner Knapen ansichtig wurd, begunn he van nüem, datt Barg un Dal erklungen: Viktoria! Viktoria! de Bier is dood! Un se galoppierden lustig heran, un erstaunden, un seden: Wi hebben dat gewaltige Schreien hürt, un ji känt ju verstellen, Herr Ridder, datt wi früchteden, wi müßten man wedder tom Slott Rietut nehmen: denn wi dachten un twiwelden, ob dat Schreien van dem Ridder edder van dem Undeerd keme--un nu Gott Lof un Dank! wi sehn ju hier un ji lewen; un wat ward dat up dem Slott för een Triumfiren un Jubeln gewen!

Un Hans sede: Nu frisch, Jongs! un lat't drawen, un kamt mit un seht! Dat was een Deerd! dat is wåhr; äwerst ick hew et lehrt mit Säwendödern to spaßen. Lang höll he sick dapper un makte mi hete Arbeit, äwerst toletzt müst he dat Hasenpanier ergripen, un ick dref en gegen de Cistern, då is he in der Angst upsprungen, un hängt up den isernen Zinken.

Un as se up dem grönen Platz upreden un an de Cistern kemen, wunderden de beiden sick noch mehr äwer dat mächtige Deerd, dat då hung, un wullen ehren Oogen nich truen, un hedden noch Angst, ob ook noch Lewen in dem Dooden were, so fürchterlich kam de Bier en vör. Äwerst Hans grep nah sinem Dolk un lede de Hand an, un fung an de Hut aftotehn. Un as de Knapen dat segen, datt de Bier sick so geduldig fillen let, grepen se ook to ehren Metzern un hülpen em, un in tein Minuten lag de Bierpelz då. Un de Ridder Unvörzagt brack em ook de Hauers ut. Un de Hauers hängde he äwer sinen Schild un de Bierhut stack he up sinen Speer; un so reden de Drei dem Slot un der Stadt to. Un as se gegen dat Stadtdur kemen, let Hans sine Knapen vöran riden un blasen un mit heller Stimm Viktoria! Viktoria! ropen. Un dat ganze Volk, dat de witten Hauers un de Bierhut up dem Speer sach, klung mit Viktoria! un leep in Froiden tosam; un so kemen se im vullen susenden und brusenden Gewimmel an dat Slott.

